Hallo liebe Forengemeinschaft. Einige haben es vielleicht in meinem Abschiedsthread gestern schon gelesen - wir sind aktuell mit der Tierschutzorganisation, die uns damals Mücke vermittelt hat, in Kontakt, nachdem unser Kater Barsch am Montag nach kurzer aber intensiver Krankheit verstorben ist. Aber Moment! Damit wir alle Bescheid wissen und niemand großartig nachlesen muss, hole ich etwas weiter aus und fange die Geschichte von vorne an. Schöne Geschichten kann man immerhin auch zwei mal erzählen.
Zum Hamburger Dorfteich:
Der Teich (das sind meine beste Freundin und ich, die seit 10 Jahren zusammenleben und vor fünf Jahren gemeinsam aus Trier nach Hamburg gezogen sind) ist eine Wohnung im Westen Hamburgs, die leider keinen Balkon, dafür aber ein ganz tolle Wohnzimmerfensterfront mit Katzenliegebank hat. Seit sechs Jahren leben wir hier gemeinsam mit unseren Katzen Barsch und Mücke, die wir 2020 auch mit Hilfe des Forums vergesellschaftet haben. Damals habe ich die Geschichte hier in
diesem Thread geteilt. Um eine lange Erzählung abzukürzen: zu Barsch musste dringend ein Zweitkater dazu, Mücke kam als extrem scheuer Einjähriger aus Bosnien und ist, am dritten Tag der Vergesellschaftung, nachdem ich unsere Wohnzimmertür aus versehen eine Sekunden zu lange offen gelassen habe, mit unserem Kater in eine tiefe Liebe verfallen. Das war wirklich Chemie auf den ersten Blick und die undramatischste Vergesellschaftung die ich mir hätte wünschen können. Ab da war es tiefe Harmonie und das gefundene Glück. Barsch gab Mücke die Sicherheit, auch Vertrauen zu uns zu finden und heute haben wir eine echte Kuschelgranate, die mit unserem früheren Tierarztschrecken kaum noch etwas zu tun hat. Dass wir unseren Barsch nun nach neun Jahren am Montag gehen lassen mussten, nach einer extrem aggressiven Lymphomentwicklung, die ihn uns in nur einer Woche raubte, war ein schwerer Schlag. Sowohl für uns, als auch für den Mücke, der jetzt nach zwei Tagen offensichtlich bereits erste Anzeichen von Einsamkeit zeigt.
Mücke ist, obwohl augenscheinlich kern gesund, sowohl durch seine Farbe als auch seine Herkunft durchaus geprägt. Da er
solid white ist, sieht er sehr schlecht (hören kann er aber!), was ihn im Alltag zwar nicht weiter einschränkt, sehr wohl jedoch für große Schreckhaftigkeit sorgt. Schnelle Bewegungen von Menschen bringen ihn aus dem Konzept, da er sie nicht kommen sieht. Plötzlich fallende Gegenstände und generell große Dinge (wie zum Beispiel ein Wäscheständer der zusammengeklappt wird) sind auch ein Problem. Zwar flieht die Katze nie lange, der erste Weg ist aber auch nach fünf Jahren noch immer einmal kurz für ein paar Sekunden unter das Bett. Darüber hinaus ist er für seine sechs Jahre sehr verspielt und auch sehr katerlich. Er rauft gerne, ist aber nicht besonders dominant. Stattdessen schleicht er sich lieber an, haut drauf und dann weg - die feige
Sau Mücke
Da ich ein grundsätzlich sehr pragmatischer Mensch bin, der Probleme im Sinne der Tiere möglichst schnell löst, habe ich mich sehr zeitnah wieder an Streunerglück gewandt. Und diese haben sich tatsächlich auch sofort bei mir zurückgemeldet. Was der Austausch ergeben hat und wann Mücke wieder Gesellschaft kriegen wird, möchte ich in diesem Thread mit euch teilen. Aktuell entwickelt sich alles sehr schnell und zu meinem persönlichen Glück auch sehr zum Positiven.
Dann noch ein paar
Shortfacts zur Mücke:
- 5 - 6 Jahre alt, (zwei mal

) kastrierter Kater
- Er ist
solid white und sehbehindert
- Er ist total verspielt, kuschelbedürftig und gesellig
- Er befindet sich seit drei Jahren auf semi-Diät, weil er die einzige Katze ist, die ich kenne, die von hochwertigem Nassfutter an Gewicht zulegt
Ich freue mich, wenn ihr uns in den nächsten Wochen wieder bei unserer Reise begleitet. Hier zum Abschied noch ein Bild von unserer Mücke:
