Tierschutz - aber Fleisch essen ?

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  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #21
Erdbeeren im Winter

Das ist gar nicht mal der Extremfall.

Für 1 kg Orangen werden beispielsweise in Israel rund 400 Liter des ohnehin knappen Wassers benötigt, weil die Böden extrem trocken sind und das meiste ungenutzt verdunstet.

In günstigeren Gebieten sind es 50-100 Liter.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #22
Indirekt sind wir aber auch am Aufschung Chinas und dem dort zu erwartenden hohen Verbrauch verantwortlich: Indem wir massenhaft dort produzierte Waren kaufen und auf diese Art auch unseren eigenen Markt ruinieren.

Wer beispielsweise Billigkleidung aus China und Indien (z.B. Hennes & Mauritz) kauft, muss sich nicht wundern, wenn hierzulande kaum noch was produziert wird oder nur zu Ausbeuterlöhnen.

Die daraus resultierenden Gewinne geben diese Länder freilich wieder bei uns aus. Z.T. für Lebensmittel, die dann hier eben zwangsläufig teurer werden müssen.

Ob man da nun Tofufrikadellen isst oder nicht hat keinerlei Einfluss auf dieses Geschehen. Selbst wenn ganz Deutschland kein Fleisch mehr isst, juckt das kein "Schwein", um beim Thema Fleisch zu bleiben.

Die Spirale dreht sich immer weiter. Und kein Mensch kann das mehr aufhalten. Nur eine Katastrophe kann das.

Wir ernähren uns auch sehr bewußt und versuchen alles an heutigen Erkenntnisse aufzugreifen und uns anzupassen. An der Gesamtsituation ändert das nichts.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #23
Da Orangen ausschließlich in sehr warmen, sonnigen Gebieten wachsen, würde mich übrigens mal interessieren, wo du die sonst anbauen willst. In Florida? In Israel gibt es zumindest keine Wasserknappheit wie in Kalifornien. Dort ist uns im Sommer alle 2 Wochen das Wasser weggeblieben. In Sizilien ist es auch klasse. Wenn der Tank auf dem Dach leer ist und das Wasser mal wieder ausgestellt, kann es einem passieren, dass man seifig in der Dusche steht und kein Wasser mehr aus der Leitung kommt.
Also, woher sollen die Orangen kommen? Im Kibbuz werden sie zumindest anständig angebaut.

Unglaublich. Das zeigt mal wieder, wie wenig Du Dich mit der Sache eigentlich auseinandersetzt!

Was denkst Du, warum Israel immer noch die Westbank z.T. besetzt und wasserwirtschaftlich reguliert?

"Allein für die
Orangenproduktion benötigt Israel 300
Liter Wasser pro Kilogramm Orangen.
Da dies erkennbar unverhältnismäßig
ist, hat Israel beschlossen, seine Oran-
gen-Plantagen in den nächsten Jahren
trocken zu legen. Palästina wiederum
ist in seiner Wasserversorgung völlig
von Israel abhängig. Es gibt nur zwei
Städte, die über eine autonome Was-
serversorgung verfügen. Somit nutzt
Israel 90 Prozent des Grundwassers
der besetzten Westbank für sich und
verdient am Verkauf von Wasser an die
Palästinenser."

"In der West Bank, jenem Gebiet auf der Westseite des Jordan zwischen dem Staat Israel und Jordanien, das Israel seit dem Sechstage-Krieg von 1967 besetzt hält, ist das Wasser, ein knappes Gut in dieser Gegend, ungerecht verteilt: Der größte Teil der Bevölkerung, die Palästinenser, hat jetzt im Sommer nur an einem oder zwei Tagen in der Woche fließendes Wasser." Quelle: Unesco

"Zugang zu Wasser war eine der Voraussetzungen für die Gründung des Staates Israel. „Es ist unerlässlich, dass die Wasserressourcen, von denen die Zukunft des Landes abhängt, nicht außerhalb der Grenzen der künftigen jüdischen Heimstätte liegen“, schrieb 1973 Israels früherer Ministerpräsident David Ben Gurion. Und weiter: Aus diesem Grund haben wir stets verlangt, dass das Land Israel das Südufer des Litani-Flusses, den Oberlauf des Jordan und die Hauran-Region ab der El-Aura-Quelle südlich von Damaskus umfasst."

Ranking der Orangenproduktion (Mittelmeeranrainer):

Spanien
Italien
Ägypten
Türkei
Griechenland
Marokko
Israel

Quizfrage: Welche der genannte Länder sind die Trockensten? (Nein Ägypten ist es wg. des Nils nicht)

Und noch eine Frage: warum hat Israel den 6-Tage Krieg begonnen und hält die Golanhöhen und die Jordanquellen seit dem besetzt?



In Kalifornien z.B. müssen die Menschen mit ihrem EIGENEN Wasser haushalten, bzw. dem was sie früher mal vor über 300 Jahren gestohlen haben.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #24
Was ist daran beleidigend, wenn ich Dich darauf hinweise, dass Du Dich offenbar nicht mit dem Thema auseinandersetzt oder möglicherweise auch garnicht willst?

Und was ändert ein Besuch in einem Kibbuz an den o.g unumstößlichen Tatsachen? Wird der Wasserverauch geringer, wenn man hinfährt?

Die Quellen sind zudem unstreitbar und seriös, wie sich leicht fststellen lässt. Das sind nichts anderes als lange bekannte und jedem zugängliche Tatsachen.

Oder "leugnest" Du das? ;-)

Und was ist it der Sig? Stört Dich, dass sich dieser Verein für unterdrückte Menschen einsetzt, die von einflußreichen Teilen der israelischen Öffentlichkeit und Bevölkerung als eine Untermenschen angesehen und behandelt werden?

Damit musst Du leider fertig werden. Die Zeiten, als Okkupanten lästige Ureinwohner wie Indianer, Aborigines oder Schwarze in Südafrika so einfach "entsorgen" konnte, sind gottseidank vorbei. ;-)

Im Übrigen ist es mehr als billig und beleidigend, wenn Du mir angebliche Ahnungslossigkeit vorwirft, ohne dich mit o.g. Quellen und Inhalten auch nur ansatzweise auseinandersetzen.

Letztlich ist es aber egal, weil ich auch nichts anderes erwarte oder gewohnt bin.

Allerdings muss ich Dich auch mal loben! Wenigsten hast Du den sonst obligatorischen albernen Antisemitismus-Vorwurf diesmal weggelassen. ;-)
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #25
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #26
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #27
Und dann kannst du mir ja hier antworten, ob du das in dem Video auch als Anlass für Unsachlichkeit siehst.

Das Video ist bekannt.

Ebenso bekannt ist die Tatsache, dass die Todesrate im Verhältnis 1:7 bis 1:10 rangiert.

D.h. für einen von palästinensichen Extremisten getöteten Israeli sterben 7-10 Palästinenser und die meisten davo sind ganz normale Zivilisten und Kinder (300 Kinder im letzten Jahr!). Durch die Armee der angeblich "einzigen Demokratie des Nahen Ostens".

Das wäre in etwa so, ein Video über von französichen Partisanen getötete Wehrmachtssoldaten zu zeigen, um damit Oradour zu rechtfertigen. Nicht mehr und nicht weniger.

Solange Leute nach Kfar Qasem pilgern, wird sich an dieser Einstellung auch nichts ändern.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #28
Jetzt läuft das aber ganz schön vom eigentlichen Thema weg.

Nochmal zur Landwirtschaft:

Ich will übermäßigen Fleischkonsum nicht gutreden, im gegenteil, ich selbst esse auch wenig Fleisch, aber leider kann man sich nicht abschütteln und sagen "ich esse kein Fleisch ich bin guter Tierschützer", denn auch vegetarische Lebensmitteln können Natur und Tiere stark gefärden. Da kann eine umsichtige Ernährung mit Fleisch in Maßen statt in Massen deutlich sinnvoller sein.
Außerdem sollte man "fesunde vegetarische Ernährung" nicht mit "ungesunder Ernährung mit Fleisch" gleichsetzen, da vergleicht man Äpfel mit birnen, denn es gibt auch ungesunde vegetarische Ernährung und gesunde mit Fleisch. Ich selbst bin nach wie vor der Überzeugung daß Fleisch und vegetarische Bestandteile in ausgewogenem Verhältnis zur wirklich gesunden Ernährung gehören, streiten läßt sich da meiner Ansicht nach lediglich wann das ausgewogen ist.

Pauschalisierungen - das ist eben meine Meinung - sind immer falsch und nie gerecht.

Schade finde ich, daß die Diskusion hier so persönlich genommen wird.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #29
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #30
Du hast das tote Kind gesehen, oder?

Selbstverständlich. Soll ich jetzt berührter sein, weil es ein jüdisches Kind ist? Oder berührter, als wenn israelische Soldaten Palästinensern in der öffentlichkeit ganz gezielt, bewußt und ungeniert die Knochen brechen?

Wie gesagt: 1:10 bis 1:7.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #31
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #32
"Im Berichtsjahr tötete die israelische Armee mehr als 700 Palästinenser, unter ihnen etwa 150 Kinder. Die meisten dieser Tötungen waren ungesetzlich – so wurden Wohngebiete rücksichtslos unter Gewehr- und Mörserbeschuss genommen oder bombardiert – oder das Ergebnis exzessiver Gewaltanwendung. Bei Selbstmordattentaten und Angriffen mit Schusswaffen und Mörsergranaten töteten palästinensische bewaffnete Gruppen 109 Israelis, unter ihnen 67 Zivilisten und acht Kinder"

Aus dem Amnesty-International-Jahresbericht 2005



"Israel / Palästinensische Autonomiegebiete

Frau Rihab ‘Attia Abu Taha, 28 Jahre
Frau Karima Abu Dalal, 34 Jahre
Herr Bassam al-Oehidi
Herr Sha’aban Fares Salama Abu ‘Obeid, 37 Jahre
Herr Tayseer al-Qanou’, 50 Jahre
Herr Ibrahim al-Qanou’, 28 Jahre
Herr Rami al-Masri, 25 Jahre
Herr Ahmad Mas’oud, 20 Jahre
Herr Sameer Taleb, 47 Jahre
Herr Iyad Jandiya, 32 Jahre
Herr Amin Fayad, 28 Jahre
Herr Rami Al-Arouqi, 29 Jahre
Herr Bassam al-Dos, 35 Jahre

Die israelischen Behörden verweigern schwerkranken Palästinenserinnen und Palästinensern die Ausreise aus dem Gazastreifen, um dringende medizinische Versorgung zu erhalten, die es vor Ort nicht gibt. Seit Israel im Juni 2007 die Blockade des Gazastreifens verstärkt hat, indem es den Übergang zwischen dem Gazastreifen und Ägypten schloss, müssen alle Bewohnerinnen und Bewohner, die den Gazastreifen verlassen wollen, eine Erlaubnis der israelischen Militärbehörden einholen. Diese wird ihnen fast immer verweigert.

Die 13 oben genannten Personen leiden alle an Krebs oder anderen lebensbedrohlichen Krankheiten. Das Ausreiseverbot nimmt ihnen die Möglichkeit, sich der dringend erforderlichen Behandlung zu unterziehen und bringt damit ihr Leben in Gefahr. Zahlreiche Personen, denen die Ausreise zur Behandlung verweigert wurde, sind in den letzten Monaten gestorben."



Schau Dich dort um dann findest Du weit mehr in dieser Preisklasse.

Niemand kann behaupten, dass er nichts wüsste, um diese Redewendung mal in einem modernen und in jedem Falle zutreffenden Zusammenhang zu verwenden. ;-)
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #33
Ganz aktuell. natürlich wird sich Israel wieder nicht darum scheren, das macht es ja nie. Ob es das Rote Kreuz ist, die Uno mit sehr vielen resolutionen, der Atomwaffensperrvertrag oder sonstwas.

Israel ist es völlig egal. Mittlerweile wohl auch, was die Amis sagen, wenn es um z.B. die illegalen neuen Siedlungen geht.

"UN warnen Israel vor Kollektivstrafe für Gazastreifen
Sa Jan 19, 2008 11:25 MEZ

New York (Reuters) - Die Vereinten Nationen haben Israel aufgefordert, die Abriegelung des Gazastreifens aufzuheben.

Die palästinensische Bevölkerung in dem von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Küstengebiet dürfe nicht kollektiv für die Taten von Extremisten bestraft werden, sagte UN-Nothilfekoordinator John Holmes am Freitag in New York. Die Raketenangriffe radikaler Palästinenser rechtfertigten diese Reaktion Israels nicht. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kritisierte, Israel schneide die 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen von der Energie- und Wasserversorgung sowie der Lieferung dringend benötigter Lebensmittel und Hilfsgüter ab. Er forderte beide Seiten zum Stopp der Gewalt auf.

Trotz internationaler Kritik hatte Israel sein Vorgehen gegen den palästinensischen Gazastreifen am Freitag verschärft. Die Armee riegelte das Gebiet vollständig ab und flog mehrere Luftangriffe. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben. Seit Montag wurden mindestens 34 Palästinenser bei israelischen Luftangriffen getötet. Militante Palästinenser feuerten in den vergangenen Tagen mehr als 110 Raketen auf Israel."

 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #34
Eine Bekannte von mir hat selbst Schafe. Sie schlachtet auch hin und wieder (ich selbst könnte das nicht, gebe ich zu), aber sie hät ihre Tiere klasse und es geht ihnen wirklich super gut. Irgendwie bin ich mir nicht so sicher, daß es besser wäre erst keine zu ziehen als solch eine Halttung mit einzelnen Schlachtungen. Solches Fleisch esse ich ohne Bedenken. Auch Wildfleisch aus Hegeaschussen finde ich o.k., warum sollte man soetwas entsorgen?
Wenns um massentierhaltung geht, dann bin ich auch strikt dagegen, das ist klar, solches Fleisch gehört nicht auf den Speiseplan, da gebe ich Dir Recht.

Wie schon geschriben, ich esse nur sehr wenig Fleisch, da ich aber kein Problem mir Speck im kartoffelsalat oder Fleisch bei Einladungen etc. habe und wenn ich es aus guter Quelle bekomme auch gerne mal ein schönes Steak esse bin ich kein Vegetarier. Für mich selbst koche ich eigentlich immer fleischlos.

Darüber ob völlig fleischlose Ernährung für Kinder gut ist kann man streiten, da sind sich nicht mal die Ernährungsexperten einig, besser als Junkfood auf jeden Fall, das ist klar.

Ich geb Dir auch Recht, daß sich vegetarier in vielen Fällen wirklich Gedanken über ihre Ernährung machen, allerdings hald leider bei weitem nicht alle, das sind dann oft die Leute, die die aus allen teilen der Welt importierten Früchte kaufen, weil sie sich ja kein Fleisch leisten und meinen sie tun der Natur etwas gutes *seufz*, die sind auch nicht besser als die zugegebenermaßen hirnlosen Massen-Billigfleisch-Konsumenten.

CU
Danny
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #35
Hi Michael und Jojo,

darf ich einmal darauf hinweisen, dass es nicht sehr freundlich gegenüber einem Threadersteller ist, so gänzlich von dessen Thema abzuweichen?
Zudem ist Eurer beider Meinung zu Israel hinlänglich bekannt, aber eigentlich ist ein Katzenforum der falsche Diskussionsplatz dafür, wenn diese Diskussion sich immer wiederholt.
Dort geschieht unbestritten auf beiden Seiten großes Unrecht, beide Seiten bezichtigen den anderen dessen und ihr tut das Gleiche....wem bitte nützt das, und was soll es ändern?
Ich mag Diskussionen und sie können auch gern mal OT sein, aber innerhalb eines Threads sollte man doch bitte beim Thema des Erstellers bleiben

VG
Russian
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #36
Also, um nochmal zum Thema zurück zukommen:

Im Endeffekt sind wir alle Tiere - nur die Nahrungskette spielt eine Rolle.
Wie heißt es nicht so schön, Löwen fressen Antilopen und wenn Löwen sterben, werden die Körper zu Gras und die Antilopen fressen das Gras. Und wenn wir uns mal ein paar Abertausende Jahre zurückbegeben, wo wir Mammuts gegessen haben und deren Felle verarbeitet haben - da waren wir auch gut und gerne mal das Hauptgericht eines Säbelzahntigers!

Was ich damit sagen möchte: Jeder mampft jeden - wo, wann und wie sei dahergestellt. Katzen fressen Mäuse, Mäuse fressen Kakerlaken, Kakerlaken fressen die Freaks aus dem Dschungelcamp, die Freaks aus dem Dschungelcamp essen Opossum (ich hab bewusst mal nicht KUH, HUHN oder SCHWEIN genommen). etc. etc. und so weiter ...

Wer definiert denn mal das Wort TIERSCHUTZ? Freiheit für die Biber? Lasst uns alle Ökolatschen anziehen und Bäume abknutschen?

LG, Audrey
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #38
Ich denke, man muss auch ein paar grundlegende Aspekte berücksichtigen.

In der Natur ist im Prinzip jedes Tier Nahrung! Ob es nun von Raubtieren oder Mikroorganismen verwertet wird, spielt letztlich keine Rolle.

In den allermeisten Fällen erfolgt der Tod auch durch Gewalteinwirkung. Und die läuft in den meisten Fällen extrem schmerzhaft und brutal ab.

Selbst Menschen an der Spitze der Nahrungskette, sofern deren leichen nicht eingeäschert werden, werden post mortem gefressen.

Ohne dies würden wir auch nicht existieren. Mit dem heutgen Wissen kann man sich natürlich vegetarisch ernähren, aber die Entwicklung unseres z.T. klugen, großen und in jedem Falle sehr energiefordernden Gehirnes ist auch zwei besonderen Faktoren zu verdanken: Fleisch als geballter Energieträger und Feuer. Letzteres, um die Verdauung zu vereinfachen und die damit im Verdauungstrakt freiwerdende Energie für das Hirn nutzen zu können. Wer ewig mit der Futtersuche und der Verdauung beschäftigt ist, kann sich zwangsläufig nicht wesentlich weiterentwickeln.

Ohne Fleisch und Feuer keine Kultur.

Dass der übermässige Fleischkonsum aber ebenso schädlich ist, zeigt sich bei ausgestorbenen Stämmen der Menschheit. Australopitecus Afarensis z.B. hat Kaumuskeln gehabt, die in der Dimension einem normalen heutigen Unterarms entsprechen: Ein Fleischfresser, wie er im Buche steht. Zugrunde gegangen ist er letztlich an zuviel Vitamin D aus verzehrten Innereien.

Ein anderer Aspekt ist das Angebot. Vor 100 Jahren wusste keine Sau, was Vitamine, Mineralstoffe, Kalorien oder sonstwas sind. Zudem musste man das essen, was zur Verfügung stand: saisonbedingt, erntebedingt, kaufkraftbedingt. Ersteres klingt ausgewogen, ist es aber nicht gewesen, wie die geringe damalige Lebenserwartung belegt.

Der starke Fleischkonsum einer breiten Bevölkerung hat faktisch erst in den späten 50ern und frühen 60ern als Folge des Wirtschaftswunders begonnen. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie wir früher gegessen haben: Viel Fleisch, und mehr zur Deko meist weich gekochtes Gemüse und ein paar Kartöffelchen um auch ja die dicke Soße aufnehmen zu können. Trotzdem gab es nicht annähernd soviel Übergewichtige, wie heute!

Das hat doch letzlich erst in der Convieniencezeit mit Fertiggerichten und den unglaublichsten Zusätzen begonnen und interessanterweise in der "Light"-Ära erst richtig durchgeschlagen.

Was den Fleischverbrauch in DE betrifft, so ist er seit etwa 10 Jahren konstant. Allerdings hat sich der Bedarf an Biofleisch alleine im letzten Jahr um ca. 20% gesteigert, was ich sehr erfreulich finde. Inzwischen gehen auch die Supermärkte dazu über, vermehrt solche höherpreisigen Produkte mit ins Sortiment zu nehmen. Und das bedeutet in letzter Konsequenz eben auch eine bessere Haltung.

Ich habe nichts gegen Nutztierhaltung, wenn folgende Kriterien erfüllt sind: Eine möglichst artgerechte Haltung und Fütterung und eine möglichst schmerzfreie und schnelle Tötung. Und angemessene Fleischpreise" Ein bauer, für den sich die Arbeit lohnt, setzt auch auf Qualität und wird nicht in Versuchung geführt, aus wirtschaftlichen Gründen zu bescheissen. Außerdem ein generelles Transport und Exportverbot, also nur Tiere aus der Region.

Bei uns gibt es zwei bis drei Mahlzeiten mit Fleisch pro Woche, wobei das zumeist Beilagencharakter hat. Allerdings nutze ich sehr gerne Fonds, Speck und dergleichen, weil es eine enorme Bereicherung für das Aroma ist. Unser Fleisch kaufen wir direkt vom Erzeuger, einem Bioschlachter, vom Jäger oder vom Fischer. das für die Katzen freilich auch. Wo es geht bzw. sinnvoll ist, vermeiden wir andere Quellen. Das geht leider noch nicht in jedem Falle (Katzenfertigfutter), aber man arbeitet daran.

Aber sowas geht eben auch nicht bei jedem! Wer jeden Cent umdrehen muss, muss eben auch anders kalkulieren. Keine Kaufkraft, keine gute Nahrung; zumindestens wenn man nicht kochen kann oder schlicht zuwenig über Ernährung weiss.

Und wenn man berücksichtigt, dass etwa 12 Millionen Haushalte als arm bezeichnet werden müssen, ist das ein Faktor: gegen Bio und für Massentierhaltung und allem, was daran hängt.

Letztlich ist Tierschutz auch und vorallem ein Frage des Wohlstandes.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #39
Ich rede doch nicht von Massentierhaltung, sondern ausdrücklich von artgerechter Haltung. Was willst Du denn?

Und nochmals: Tierfutter für Katzen und Hunde fällt auch nicht einfach vom Himmel. Siehst Du Dich nun in einer moralisch besseren Positon, weil Du das töten von Tiere nur wg. Deiner Katzen gutheisst, bzw gutheissen musst?

Bi heitigen Berechnungen der Lebsnerwartung spielt übrigens auch das Höchstalter eine Rolle. ;-) Bei der Rentenberechnung spielt z.B. die Lebenserwartung ab Eintritt ins Rentenalter die entscheidende Rolle.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #40
Wir haben jede Menge Gemüse im Garten und auf dem Teller. Trotzdem essen wir mitunter gutes Fleisch, Allesfresser, die wir nun mal sind.

Das Vegetarier angeblich gesünder sind, liegt zudem an einer insgesamt gesünderen Lebensführung (Nikotin, Alkohol, Sport) und nicht am Fleischverzicht, d.h. jemand der sich mich Fleisch vernünftigt ernährt und auch ansonsten vernünftig lebt, hat die selben Vorausetzungen in Sachen Gesundheit und Lebenserwartung.
 
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