Dass der übermässige Fleischkonsum aber ebenso schädlich ist, zeigt sich bei ausgestorbenen Stämmen der Menschheit. Australopitecus Afarensis z.B. hat Kaumuskeln gehabt, die in der Dimension einem normalen heutigen Unterarms entsprechen: Ein Fleischfresser, wie er im Buche steht. Zugrunde gegangen ist er letztlich an zuviel Vitamin D aus verzehrten Innereien.
meines wissens nach ist das völliger quatsch. zum australopithecus afarensis folgen zwei zitate aus dem buch
Die Frühzeit des Menschen. Der Weg zum Homo sapiens von Friedemann Schrenk:
"Die relative Hirngröße entspricht der heutiger Schimpansen, vor allem die Backenzähne sind jedoch deutlich größer, als bei Schimpansen ähnlicher Körpergröße zu erwarten wäre. Dies läßt auf die Verarbeitung relativ grober Nahrung schließen..." -> meint also pflanzliche nahrung. da der a. afarensis nach der gängigen theorie als direkter vorgänger einer sich in zwei stränge aufgliedernden reihe von hominiden gesehen wird, kann er weder den robusten (= pflanzenfresser), noch den grazilen (= eher fleischfresser) australopethicinen zugeordnet werden, wenn ich das hier auf die schnelle richtig sehe.
".. Der Nahrungserwerb dürfte relativ unspezialisiert gewesen sein. Früchte, Beeren, Nüsse, Samen, Schößlinge, Knospen und Pilze standen zur Verfügung. Unterirdische Wurzeln und Knollen konnten ausgegraben werden. Im Wasser und am Boden lebende kleine Reptilien, Jungvögel, Eier, Weichtiere, Insekten und kleine Säugetiere wurden nicht verschmäht." -> spricht imho auch nicht gerade für einen ausgesprochenen fleischfresser
gerade im bereich der hominiden wird die ausgeprägte kaumuskulatur keinesfalls als indiz für fleischverzehr angesehen! das ist genau falschherum.
nur um das mal richtig gestellt zu haben.. (mal abgesehen davon, dass der vergleich mit einem unterarm auch ziemlich hinkt..)
zur zeitlichen abfolge der entwicklung von aufrechtem gang, vergrößerung des hirnvolumens und dem fleischverzehr kann ich jojos these bestätigen. der a. afarensis war bereits ein permanent aufrechtgehendes wesen. über die gründe zur entwicklung des aufrechten gangs kann nur spekuliert werden. derzeit wird er vor allem mit veränderungen in der umwelt der urmenschen in zusammenhang gebracht, die sich zunächst v.a. kletternd im wald bewegten, der nach und nach einer steppenlandschaft wich. die größer werdenden abstände zwischen einzelnen bäumen mussten hierbei am boden überwunden werden. hier wird der ursprung des aufrechten gangs vermutet. (steht auch alles bei herrn schrenk zum nachlesen)
der a. afarensis war nun auch wirklich noch kein jäger. wenn ich das jetzt richtig im kopf habe, sind die ersten jagdwaffen (speere) für homo erectus belegt, vor ca. 370.000 jahren. der a. afarensis war dann doch ein so einige hunderttausend jahre früher.
Ein anderer Aspekt ist das Angebot. Vor 100 Jahren wusste keine Sau, was Vitamine, Mineralstoffe, Kalorien oder sonstwas sind. Zudem musste man das essen, was zur Verfügung stand: saisonbedingt, erntebedingt, kaufkraftbedingt. Ersteres klingt ausgewogen, ist es aber nicht gewesen, wie die geringe damalige Lebenserwartung belegt.
dazu hatte jojo ja schon ausführlicher geantwortet. ich wollte dazu nur ergänzen, dass die recht hohe lebenserwartung auch keine errungenschaft modernerer zeiten ist. es gibt viele funde aus der ur- und frühzeit, die belegen, dass es auch damals schon recht alte menschen gegeben hat. zb gibt es so einige neanderthaler-funde, für die ein lebensalter von 60 und mehr jahren angenommen wird.