Tierschutz - aber Fleisch essen ?

Diskutiere Tierschutz - aber Fleisch essen ? im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Ethik? Was soll das denn sein?
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #41
Ethik? Was soll das denn sein?
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #42
Nicht Dein Ernst, oder? :D
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #43
Ich habe niemals gesagt, dass ich das Ok finde. Das hättest Du bei aufmerksamerem Lesen bemerken können.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #44
"Erstmalig wurden auch pionierhaft bereits seit Gründung freiwillige neutrale Kontrollen für die Erzeugerbetriebe, Schlachtung und Verarbeitung eingeführt. Standards für artgerechte Tierhaltung und standortgebundene bäuerliche Landwirtschaft, antibiotikafreies Futter, Verzicht auf Tiermehl und Gentechnik sowie tierschutzgerechte Schlachtmethoden wurden modellhaft entwickelt und umgesetzt.

Der Pro-Tier- Förderpreis wird von der "Allianz für Tiere" verliehen. Die Allianz für Tiere in der Landwirtschaft ist ein Zusammenschluss führender
Organisationen im Bereich des Tierschutzes sowie des Umwelt- und Verbraucherschutzes. Gründungsmitglieder der Arbeits- und Projektgemeinschaft sind:

- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)
- Deutscher Tierschutzbund e.V.
- Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv)
- Schweisfurth-Stiftung"
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #45
Dass der übermässige Fleischkonsum aber ebenso schädlich ist, zeigt sich bei ausgestorbenen Stämmen der Menschheit. Australopitecus Afarensis z.B. hat Kaumuskeln gehabt, die in der Dimension einem normalen heutigen Unterarms entsprechen: Ein Fleischfresser, wie er im Buche steht. Zugrunde gegangen ist er letztlich an zuviel Vitamin D aus verzehrten Innereien.
meines wissens nach ist das völliger quatsch. zum australopithecus afarensis folgen zwei zitate aus dem buch Die Frühzeit des Menschen. Der Weg zum Homo sapiens von Friedemann Schrenk:
"Die relative Hirngröße entspricht der heutiger Schimpansen, vor allem die Backenzähne sind jedoch deutlich größer, als bei Schimpansen ähnlicher Körpergröße zu erwarten wäre. Dies läßt auf die Verarbeitung relativ grober Nahrung schließen..." -> meint also pflanzliche nahrung. da der a. afarensis nach der gängigen theorie als direkter vorgänger einer sich in zwei stränge aufgliedernden reihe von hominiden gesehen wird, kann er weder den robusten (= pflanzenfresser), noch den grazilen (= eher fleischfresser) australopethicinen zugeordnet werden, wenn ich das hier auf die schnelle richtig sehe.
".. Der Nahrungserwerb dürfte relativ unspezialisiert gewesen sein. Früchte, Beeren, Nüsse, Samen, Schößlinge, Knospen und Pilze standen zur Verfügung. Unterirdische Wurzeln und Knollen konnten ausgegraben werden. Im Wasser und am Boden lebende kleine Reptilien, Jungvögel, Eier, Weichtiere, Insekten und kleine Säugetiere wurden nicht verschmäht." -> spricht imho auch nicht gerade für einen ausgesprochenen fleischfresser ;)

gerade im bereich der hominiden wird die ausgeprägte kaumuskulatur keinesfalls als indiz für fleischverzehr angesehen! das ist genau falschherum.
nur um das mal richtig gestellt zu haben.. (mal abgesehen davon, dass der vergleich mit einem unterarm auch ziemlich hinkt..)

zur zeitlichen abfolge der entwicklung von aufrechtem gang, vergrößerung des hirnvolumens und dem fleischverzehr kann ich jojos these bestätigen. der a. afarensis war bereits ein permanent aufrechtgehendes wesen. über die gründe zur entwicklung des aufrechten gangs kann nur spekuliert werden. derzeit wird er vor allem mit veränderungen in der umwelt der urmenschen in zusammenhang gebracht, die sich zunächst v.a. kletternd im wald bewegten, der nach und nach einer steppenlandschaft wich. die größer werdenden abstände zwischen einzelnen bäumen mussten hierbei am boden überwunden werden. hier wird der ursprung des aufrechten gangs vermutet. (steht auch alles bei herrn schrenk zum nachlesen)

der a. afarensis war nun auch wirklich noch kein jäger. wenn ich das jetzt richtig im kopf habe, sind die ersten jagdwaffen (speere) für homo erectus belegt, vor ca. 370.000 jahren. der a. afarensis war dann doch ein so einige hunderttausend jahre früher. ;)

Ein anderer Aspekt ist das Angebot. Vor 100 Jahren wusste keine Sau, was Vitamine, Mineralstoffe, Kalorien oder sonstwas sind. Zudem musste man das essen, was zur Verfügung stand: saisonbedingt, erntebedingt, kaufkraftbedingt. Ersteres klingt ausgewogen, ist es aber nicht gewesen, wie die geringe damalige Lebenserwartung belegt.

dazu hatte jojo ja schon ausführlicher geantwortet. ich wollte dazu nur ergänzen, dass die recht hohe lebenserwartung auch keine errungenschaft modernerer zeiten ist. es gibt viele funde aus der ur- und frühzeit, die belegen, dass es auch damals schon recht alte menschen gegeben hat. zb gibt es so einige neanderthaler-funde, für die ein lebensalter von 60 und mehr jahren angenommen wird.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #46
Fällt dir jetzt nichts mehr ein oder warum schreibst du mir sowas absolut Irrelevantes?

Was ist daran irrelevant? Mach Dich doch erstmal schlau. das war ein kleiner Hinweis, wie Du das tun könntest. Lernt ihr an der Uni nicht, vernünftig zu rechercheieren?
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #47
@ Orphee: Austr. A. hat ganz sicher keine Elefanten oder Büffel gefressen, schon, weil sie selbst relativ klein und selbst auch Beutetier waren! Auch kleinere Tiere bestehen aus Fleisch. ;-) An gefundenen Knochen ließ sich eine Vitamin A-Vergiftung nachweisen, die auf den vermehrten Verzehr von Innereien wie Leber hinweisen.

Zur Lebenserwartung habe ich schon was gesagt. Es geht dabei nicht nur um einen groben Durchschnitt, der von Kindersterblichkeit Seuchen oder Missernten abhängt, sondern auch um maximale Lebenserwartungen!

Um eine blödes Beisspiel zu bemühen: Päpste werden heute älter als früher! Und man wird nur Papst, wenn man eh schon alt ist. ;-)
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #49
Na was denn jetzt? Vitamin A oder Vitamin D? Dann ist genau eine Generation daran gestorben, denn die nachfolgenden hätten gar nicht das Erwachsenenalter erreicht, bei dem Mangel an anderen Vitaminen, die sie sicher gehabt hätten.

Vitamin A. Der Austr. A. ist ausgestorben! :) Behauptet man zumindestens... Ganz sicher bin ich mir nicht. :lol:
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #50
@ Orphee: Austr. A. hat ganz sicher keine Elefanten oder Büffel gefressen, schon, weil sie selbst relativ klein und selbst auch Beutetier waren! Auch kleinere Tiere bestehen aus Fleisch. ;-) An gefundenen Knochen ließ sich eine Vitamin A-Vergiftung nachweisen, die auf den vermehrten Verzehr von Innereien wie Leber hinweisen.

imho kann man das an derart alten funden sowieso nicht mehr nachweisen (wir reden hier von ca. 3,7 bis 2,9 mio jahren). ganz sicher bin ich mir da nicht, ich lerne ja noch (wobei das wohl sowieso nie mein spezialgebiet werden wird.. :( ) da ist man schon über ne gröbere datierung der zeit, in der die betreffende spezies gelebt hat froh. woher hast du das denn? vielleicht verwechselst du den a. afarensis ja mit irgendwem anders gerade..
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #51
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #52
Eine Überversorgung mit Vitamin A führt u.A. zu Osteoporose und Knochenhautwucherungen und -entzündungen. Und beides ist auch bei Knochen aus dem Pliozän nachweisbar.
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #53
Eine Überversorgung mit Vitamin A führt u.A. zu Osteoporose und Knochenhautwucherungen und -entzündungen. Und beides ist auch bei Knochen aus dem Pliozän nachweisbar.

wobei man aber bedenken sollte, dass es nur sehr sehr wenig vergleichsmaterial gibt. man kann also in manchen fällen schlecht sagen, ob es sich um eine krankhafte oder um die normale form handelt.

lange zeit wurde der neanderthaler zb als sich eigenartig gebückt fortbewegend dargestellt. hier trat der fall andersrum ein: anhand von knochenfunden eines einzelnen individuums wurde der gang rekonstruiert und davon auf die allgemeinheit geschlossen. spätere vergleiche mit anderen funden zeigten jedoch, dass das besagte individuum lediglich unter einer (alters- oder krankheitsbedingten) knochendeformation litt und der neanderthaler keineswegs komisch gelaufen ist. ^^

nochmal etwas näher zum eigentlichen thema: ich habe mal gelesen, dass es auch in der nordischen bronzezeit eine ganze kultur gab, die sich rein vegetarisch ernährt hat, obwohl sie durchaus die möglichkeit zur ergänzenden fleischkost hatte. hab leider gerade keine quellen parat, aber ich glaube, das "mädchen" von windeby zb gehörte dieser kultur an.

jetzt aber genug OT für heute, ich geh jetzt schlafen..
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #54
Hallo Jojo,

ich glaube ich kann Dir recht gut folgen, wenn Du kaum Unterschied zwischen Massentierhaltung und Biohaltung siehst, solange beides nur dazu dient Tiere zu unserem Nutzen zu halten.
Lass mich das aber mal etwas weiter spinnen, und über eine rein vegetarische Versorgung der Menschen nachdenken.
Haben wir überhaupt genug landwirtschaftliche Nutzflächen auf der Erde um alle Menschen damit ausreichend zu ernähren?
Können wir auf diesen Nutzflächen schädliche Monokulturen vermeiden?
Können wir verhindern das weltweit wichtige Gebiete z.B. die Regenwälder verschont bleiben?
Können wir immer noch auch den pflanzenfressenden Tieren dann ausreichend Lebensraum bieten?

Wir Menschen tun uns schwer uns zu bescheiden, sei es in Ansprüchen auf Ernährung, auf Raum, auf Lebensqualität und auf Vermehrung, und wir teilen nicht gern mit anderen, wenn wir dabei auf etwas verzichten müßen.
Da sehe ich vor allem die Hauptprobleme, das wir lösen müßen

VG
Russian
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #55
aber ich glaube, das "mädchen" von windeby zb gehörte dieser kultur an.

Der Windeby-Junge (früher dachte man, es wäre ein Mädchen) litt unter Mangelernährung und Wachstumstörungen.

Kein Fleisch zu haben, bedeutet nicht, aus Überzeugung Vegetarier zu sein.

Was war die Ursache für die Völkerwanderungen? NAHRUNG!
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #56
Im Übrigen finde ich es unlogisch, dass eine ganze Spezies auf Grund einer (sich relativ kurzfristig äußernden) Fehlernährung ausgestorben sein soll.

Wieso sollen sie denn kurzfristig ausgestorben sein?

Und wenn das schon unlogisch sein soll, warum sind sie dann überhaupt ausgestorben? ;-)
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #57
... Dem geht es ausschließlich um die Vermeidung von Tierleid und es ist ihm herzlich egal, ob er damit CO2 produziert. Abgesehen davon, dass die meisten (nicht ganz zu Unrecht) behaupten, dass bei der Fleischproduktion ja noch mehr CO2 anfällt ...

Genau da liegt der Fehler. Gerade für die Zucht von Südfrüchten und anderen importierten Lebensmitteln werden ganze Landstriche zerstört und Tiere verlieren ihren Lebensraum. Arten werden an den Rand der Existenz getrieben und es kommt wieder zu Tierleid ... diese Argumentation ist einfach nicht nachhaltig.


Was die Tötung von Tieren angeht:
Auch wenn man mich nun hier dafür steinigen wird, ich sehe auch keinen Unterschied darin ob man ein Schwein tötet oder eine Katze oder einen Menschen - Lebewesen ist Lebewesen. Viel mehr liegt der Unterschied darin warum man das Lebewesen tötet und vor allem wie und auch wie man es bis zu diesem Zeitpunkt behandelt.
Auch eine Sache die mich bei der Massentierhaltung und dann meist auch Massenschlachtung und vor allem bei dem was viele Völker mit Hunden oder Katzen machen sauer aufstößt. nachlässigkeit, Hudelei oder gar "traditionelle" grausame Tötungsmethoden sind für mich nicht annehmbar.

CU
Danny
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #59
Zu dem Urmensch-Bronzezeit Thema, empfehle ich ein paar Experten im , dort können solche Fragen besser beantwortet werden und vielleicht erkennt der/die eine oder andere mal die Fehler. Ist ein spannendes Thema wird hier aber falsch behandelt und zu viel spekuliert, was zu keinem befriedigenden Ergebnis führt... Das Forum ist richtig klasse. Mir wurde viel für mein Selbststudium (Skythen, Rus, Bronzezeit) geholfen :wink: Dann bekommt man auch genauere Aussagen über die damalige Ernährung...
 
  • Tierschutz - aber Fleisch essen ? Beitrag #60
@russian: Die Anbauflächen reichen aus. Das Futter für die Tiere wird ja heute auch schon angebaut und braucht wesentlich mehr Anbaufläche als nötig wäre um alle Menschen mit pflanzlicher Nahrung zu versorgen.
Jojo, dessen bin ich mir gar nicht so sicher, vor allem nicht in den Industriestaaten, deren Flächen so sehr von Fabriken, Firmen, großen Städten oder Wohngebieten beschlagnahmt werden.
Meinst du mit pflanzenfressenden Tieren jetzt die Nutztiere? Wenn ja, dann ist das Ziel natürlich, ihre Zahl drastisch zu reduzieren und diese degenerierten Tierrassen aussterben zu lassen (die Kühe mit dem Rieseneuter, die Schweine, die sofort einen Sonnenbrand bekommen)
Nicht primär, es gibt ja auch noch viele andere pflanzenfressende Tier, aber selbst wenn die 'Rieseneuterkühe' und 'Schnitzelschweine' nicht mehr gezüchtet werden, als ursprüngliche Art bleiben sie ja erhalten udn brauchen weiter ihr Futter.
Stimmt aber schon, was du sagst: Menschen sind halt nicht bescheiden. Ansonsten wären wir wohl auch kaum wso erfolgreich in der Evolution gewesen.
Sind wir denn wirklich so erfolgreich in der Evolution?, 250 Millionen Jahre Dinosaurier auf unserem Planeten ist etwas was ich wirklich erfolgreich nennen würde, dagegen sind wir Eintagsfliegen.
Und diese Riesen waren zum größten Teil Pflanzenfresser, die Evolution weiß schon warum sie die Fleischfresser in der Minderzahl hält. :wink:

VG
Russian
 
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