*seufz*
Ja, mit Speck fängt man Mäuse und mit zweifelhaften Aussagen Anfänger :roll:.
Also, die Katzen sind bei einem seriösen Züchter nicht deshalb teurer, weil sie Papiere haben (die kosten nämlich nur ca. 15 Euro!), sondern, weil sich ein seriöser Vereinszüchter in der Regel (schwarze Schafe gibt es leider natürlich auch hier :evil: ) gewissenhafter um die Tiere kümmert und als einziger gewährleistet, dass man tatsächlich das bekommt, was man will, eine Bengalkatze und nicht nur eine Katze, die so aussieht wie eine Bengalkatze. Gerade bei so einer eher seltenen Rasse wie den Bengalen ist der Schwarzmarktwert natürlich extrem hoch, denn es langt manchmal schon, nur ein Tier zu haben und dann mit einem in der Anschaffung viel günstigeren Tier einer anderen Rasse zu kreuzen, um Katzen zu erhalten, die phänotypisch Bengalen ähneln - ob das Wesen allerdings dann dem der Bengalen entspricht, sei dahingestellt, zumal, wenn der Vermehrer dann mit Tieren der Mixed-Paarung weiterzüchtet... Es ist zwar schön, dass ihr die Mutter gesehen habt - aber auch den Vater? Und wer sagt euch, dass diese tatsächlich nur zwei Würfe pro Jahr hatte? Schließlich gibt es keinen Verein, der das überwacht! Erzählen kann man viel... Und bei den meisten Vereinen dürfen die Katzen auch nur drei Würfe in zwei Jahren haben - soviel mal dazu.
Ich hoffe, eure Kleine war voll durchgeimpft und mehrfach entwurmt! Alt genug scheint sie bei der Abgabe ja gewesen zu sein.
Natürlich könnt ihr jetzt sagen: "Ach, mir ist das egal, ob die Kleine ganz reinrassig ist, ICH will ja nicht damit züchten." Das klingt im ersten Moment auch logisch, aber habt ihr euch auch einmal überlegt, wo die Rasse, die ihr so toll findet, herkommt? Es gab Züchter, die viel Geld und Herzblut in die Zucht der Tiere gesteckt haben, Züchter, die sehr gut darauf geachtet haben, dass sie mit gesunden und reinrassigen Tieren züchten und nur durch deren gut durchdachte Zuchtprogramme bleibt die Rasse so, wie wir sie lieben, erhalten. Daher ist es, wenn man die Katze nicht als Prestige-Objekt kauft, sondern, weil man die RASSE so toll findet, wichtig, dass man seriöse Zuchten und deren durchdachtes Zuchtkonzept unterstützt und nicht aus Geldgier oder Geiz bei denjenigen, die jahrelange Zuchtarbeit zerstören. Ich verweise hier nur mal auf das Schielen und den Knickschwanz bei Siamesen, was bei seriösen Züchtern kaum noch vorkommt, in Scharzzuchten aber wieder vermehrt auftaucht.
Wenn du mal ein bisschen Zeit hast, lies dir doch vielleicht einmal auf
dieser Seite den Punkt Nr. 10 (zum Thema "Zucht") durch - bitte. Vielleicht siehst du danach den Kauf bei einem Vermehrer mit anderen Augen?
Im Grunde ist eine Schwarzzucht nichts anderes als Industriespionage und der Verkauf gefälschter Produkte. Klar kannst du in gewissen Ländern T-shirts/Taschen etc. kaufen, in/auf denen Lacoste, adidas oder nike steht und ja, die sehen sicher auch recht echt aus, aber welchen Vorteil haben diese Produkte gegenüber dem Original, außer, dass sie billiger sind? Keine, denn in der Regel sind sie - weil qualitativ eben nicht das Original- einfach weniger langlebig, strapazierfähig und einfach dem Original nicht ebenbürtig - vom wirtschaftlichen Schaden der Originalmarken mal ganz abgesehen. Jetzt schreien einige bestimmt wieder, weil ich Tiere mit Shirts und Taschen verglichen habe, aber wer mich kennt, weiß, dass das nicht die Wertigkeit ist, die meine Katzen bei mir haben, also bitte nicht ausflippen, es war nur ein Vergleich, um manche Sachen bildhaft darzustellen. Die Züchter, die sich jahrelang bemüht haben, die Rasse zu erhalten, Krankheiten auszumerzen und typvolle gesunde Tiere zu züchten, sollten diejenigen sein, die man unterstützt, wenn man sich denn für den Kauf einer RASSEkatze entschieden hat und nicht diejenigen, die sich "ins gemachte Nest" setzen und behaupten "Papiere braucht man doch nicht". Klar, "braucht" man sie als Liebhaber nicht wirklich, aber ich hoffe, du verstehst nun, wieso es eben doch sinnvoll ist, dass sie welche haben. Wobei - und das betone ich hier auch ausdrücklich - nicht jeder, der MIT Papieren züchtet, unbedingt seriös und nicht jeder, der OHNE sie züchtet, geldgierig sein muss. Allerdings konnte mir von denen, die ohne Papiere züchten und dann doch alles so machen wie die Vereinszüchter, noch keiner nachvollziehbar erklären, wieso sie nicht 20 Euro Jahresbeitrag für eine Vereinszugehörigkeit ausgeben und somit alles den legalen Weg läuft...
Was das "Predigt halten" angeht: Gut, dass er das gemacht hat, aber ein wirklich verantwortungsvoller Züchter hätte euch - so leid mir das für euch tut - das Kitten nicht mitgegeben.
Und was die Vereinsgeschichten angeht - ich kenne keinen Verien, der nur eine Rasse aufnimmt, also gibt es logischerweise auch keinen "Nur-Bengalen-Verein" - wozu auch? Und was die Titel angeht: Eine Katzenausstellung macht nicht der Verein unter sich aus. Da müssen unabhängige und ausgebildete Richter entscheiden und das hat nicht viel mit der Vereinszugehörigkeit zu tun, da hat man euch einen schönen Bären aufgebunden.
Ich würde auf keinen Fall lange warten mit dem Einzug des Spielgefährten!