Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll...
Ich war gestern kurzfristig mit Gina beim
Tierarzt, weil sie schon wieder seit 2,5 Tagen keinen Kotabsatz hatte. Sie hat es auch nicht einmal versucht. Also tippte ich wieder auf zu niedrigen Blutdruck und ließ das ganze untersuchen. Naja, Blutdruck bei 130, aber Schilddrüse immer noch in Unterfunktion. Gina wurde gründlich abgetastet und es stellte sich heraus, dass sie nicht verstopft war, da war nur etwas im Enddarm. Da sie aber (aus irgendeinem Grunde) dehydriert war, vermutete die TÄ das als Ursache, dass eben der Körper den Kot solange es geht drin behalten will, um ihm Wasser zu entziehen. Ein Selbstregelungsmechanismus eben. Gina bekam Infusionen und so sollte dann alles seinen gewünschten Gang nehmen; der Kot sollte von allein rauskommen.
Am Abend und in der Nacht ging es Gina sehr schlecht. So schlimm, dass ich ein paar Mal beinah zum Telefon gegriffen hätte. Gina wollte überhaupt nichts fressen, war apathisch, schaute mich nicht mal an, schrie, wenn ich sie anfassen wollte und lief bestenfalls 3 Schritte hintereinander, in einem sehr trägen, steifen Gang mit gekrümmten Rücken. Sprünge waren gar nicht möglich, nicht mal 50 cm. Kot setzte sie natürlich auch nicht ab
Also rief ich heute Morgen wieder in der Praxis an und fuhr dann mit ihr hin. Die TÄ war sehr besorgt, zumal diesmal Ginas Bauch auch gebläht und hart war und sie ganz offensichtlich Schmerzen hatte (das war ja gestern nicht). Sie tastete ganz vorsichtig und meinte, Gina ist aber nicht verstopt; wenn sie nun den Tastbefund und die Schmerzäußerungen zusammen nimmt, vermutet sie, dass da irgendetwas ist.
Sie ließ sich dann die Röntgenaufnahme von vor 4 Wochen holen, die wir ja damals gemacht haben. Die schaute sie sich intensiv an und sagte, dass das, was sie damals für ein Stück Kot im Enddarm gehalten haben, vielleicht die Ursache für das Schmerzempfinden und generelle Unwohlsein sein könnte. Es wurde dann eine neue Röntgenaufnahme gemacht, um zu schauen, ob an derselben Stelle wieder etwas ist. Wäre es Kot, würde er ja doch diesmal etwas anders liegen; es wäre wohl schon sehr ungewöhnlich, wenn die Lage 2x haargenau dieselbe wäre.
Tja, es war wieder haargenau an derselben Stelle etwas, nur größer. Leider ließ sich nicht abgrenzen, ob es nun im Darm ist oder auf den Darm drückt. Was aber gesehen werden konnte ist, dass Gina definitiv kein Verstopfungsproblem hat. GsD, denn damit müssen auch keine Kot ablassenden Maßnahmen ergriffen werden. Gina bekommt nun Kontrastmittel in den Darm, um dessen Verlauf zweifelsfrei bestimmen zu können. Dann ist auch klar, wo sich das "Ding" befindet. Dann wird sie leicht ruhig gestellt (Kombi aus natürlichem Schlaf und Schmerzmittel) und eine Gewebeprobe entnommen. Wie es dann weiter geht, hängt vom Befund ab. In jedem Falle bleibt sie erstmal in der Praxis und sie hat auch wieder Infusionen bekommen.
Tja, es stehen 3 Möglichkeiten zur Verfügung, was dieses "Ding" sein könnte: eine Zyste, ein geschwollener Lymphknoten (da in der Nähe sind wohl welche) und.. ein Tumor :-( Ich bin im Moment völlig verzweifelt...
Bitte drückt ihr die Daumen, dass es nichts schlimmes ist und leicht behoben werden kann!
Liebe Grüße :-(