Ich hatte Nele 3 Wochen an einer Oesophagussonde - also diejenige, die Gina auch bekommen soll, und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Es ist nicht das, was man sich für seine Katze wünscht, aber wenn man zusieht, wie sie immer weniger werden... wir mussten ein bisschen herumprobieren, bis wir sie soweit hatten, dass sie mit der Sonde zunahm. Sie hat eine spezielle sondengängige Päppelnahrung - Hill's Prescription Diet a/d - bekommen, die wir mit Reconvales, Calopet und Wasser angerührt haben. Wir hatten eineinviertel Dosen am Tag (eine Dose hat 156g Futter), das Ganze verteilt auf 6 Mahlzeiten. Medis kamen gemörsert in die Spritze. Nachdem Nele angefangen hat, an Gewicht zuzunehmen, ist langsam auch ihre Kraft zurückgekehrt und mit ihr ihre Fähigkeit, ihre Krankheit zu besiegen.
Als sie wieder normal gefressen hat und die Sonde Geschichte war, hatte ich sie zur Nachuntersuchung bei meiner Tierärztin, die in ihren Fünfzigern ist. Sie hat mir erzählt, dass zu der Zeit, als sie ausgebildet wurde, für Nele keine Rettung bestanden hätte... Oesophagussonden werden bei Katzen erst seit der Jahrtausendwende eingesetzt. Es ist kein Unglück, wenn sie zum Einsatz kommen - es ist ein grosses Glück, dass mittlerweile diese Möglichkeit besteht.