Freigänger contra Wohnungshaltung

Diskutiere Freigänger contra Wohnungshaltung im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Echt nicht?
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #102
@ Kunterbunt, vielen vielen Dank für diesen Beitrag.
Genau das habe ich (etwas holpriger als Du) versucht zu sagen.

:oops: Danke, aber deine Argumentation fand ich keineswegs holprig, ich konnte dir sehr gut folgen! ;-)
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #103

Genau, echt nicht, oder zumindest nichts was die Qualen rechtfertigen würde. Kleiner hint am Rande mein Nachbar durfte einer annähernd 5 stelligen Betrag bezahlen weil seine Katze vors Falsche Auto gelaufen ist, seitdem hat der auch einen Zaun...
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #104
Dass sich Hunde und Katzen auf den Menschen einstellen müssen, damit ein gutes Zusammenleben funktioniert, da gebe ich dir völlig recht. Aber dennoch kann man Hunde und Katzen nicht ohne Weiteres miteinander vergleichen.
Hunde wurden vom Menschen domestiziert und wurden dementsprechend den Bedürfnissen des Menschen genetisch angepasst. Katzen hingegen sind eine Symbiose mit dem Menschen eingegangen. Es ist weniger ein miteinander, mehr ein nebeneinander gewesen, warum die Katze zum Haustier wurde. So lange sie einen persönlichen Vorteil hat (Schutz und Futter) wird sie bleiben, wenn das nicht der Fall ist, zieht sie weiter, wenn sie eine bessere Alternative gefunden hat.
.

Ich habe 6 Katzen vom Züchter und einen Hauskater. Meinst du ernsthaft die 6 Katzen vom Züchter werden sich irgendwann ein neues Zuhause wünschen? Wenn dem so ist, wieso lässt man die Katzen denn in der gewohnten Umgebung wenn man in Urlaub fährt? (Ausnahmen bestätigen die Regel) die 6 vom Züchter sind über Generationen gezüchtet, wieso sind Hunde für Menschen gezüchtet und die Katzen die vom Züchter kommen nicht? Die sind nicht irgendwann zum Züchter spaziert und haben gesagt: ich mag euch, lasst mich Babys machen.

Sehe ich anders, würde ich es so sehen wie du, hätte ich auch keine Wohnungskatze und würde vermutlich die Katze nicht mal füttern. Wieso auch, sie fängt sich ja ihre Mäuse sicherlich draußen.

Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Wenn meine nur Schutz und Futter wöllten, würden sie sich ganz anders verhalten. Zumal, auch Katzen werden gezüchtet, nicht nur Hunde und das bereits über Jahrzehnte.

@Marc79

alles ok, ich hatte es davor auch so verstanden, das du gegen den Freigang bist (von Katzen die es noch nicht kennen)

lg Juli
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #105
@ Canix ich glaube da hast Du Kunterbunt falsch verstanden.
Katzen wünschen sich nichts, die folgen (wenn man sie lässt) ihren Instinkten.
Da spielt jetzt "Rasse" eher eine untergeordnete Rolle.
Klar jedes "Haustier" wird gezüchtet, aber beim Züchten werden auch viele Instinkte weggezüchtet.
Und ich nehme mir mal die Freiheit zu behaupten, dass die Katze eines der Haustiere ist , die sich bis jetzt am meisten dagegen gewehrt hat. (Und nein, da habe ich keine Quelle)

Ach ja Marc_79 ich kann Dir auch gerne auf Anfrage tausende Fotos von gequälten, misshandelten, missbrauchten und getöteten Menschen schicken.

Aber deshalb möchte ich nicht aufhören ein Mensch zu sein.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #106
Also lasst uns einfach fröhlich weiter Quälen, ist ja normal...

Aber natürlich verdängt man ja sogar Gesetze wenn es um die eigene Meinung geht...

I. Allgemeine Verkehrsregeln

§28 Tiere

(1) Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können. Es ist verboten, Tiere von Kraftfahrzeugen aus zu führen. Von Fahrrädern aus dürfen nur Hunde geführt werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #107
Ich habe 6 Katzen vom Züchter und einen Hauskater. Meinst du ernsthaft die 6 Katzen vom Züchter werden sich irgendwann ein neues Zuhause wünschen? Wenn dem so ist, wieso lässt man die Katzen denn in der gewohnten Umgebung wenn man in Urlaub fährt? (Ausnahmen bestätigen die Regel) die 6 vom Züchter sind über Generationen gezüchtet, wieso sind Hunde für Menschen gezüchtet und die Katzen die vom Züchter kommen nicht? Die sind nicht irgendwann zum Züchter spaziert und haben gesagt: ich mag euch, lasst mich Babys machen.

Sehe ich anders, würde ich es so sehen wie du, hätte ich auch keine Wohnungskatze und würde vermutlich die Katze nicht mal füttern. Wieso auch, sie fängt sich ja ihre Mäuse sicherlich draußen.

Sorry, das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen.

Wenn meine nur Schutz und Futter wöllten, würden sie sich ganz anders verhalten. Zumal, auch Katzen werden gezüchtet, nicht nur Hunde und das bereits über Jahrzehnte.

Ja, du hast mich irgendwie vollkommen falsch verstanden. Das mag daran liegen, dass du meine Erklärung auf dich persönlich beziehst - warum auch immer, ich hab für meine Begriffe eigentlich recht objektiv geschrieben. Sollte ich dich irgendwie angegriffen haben, dann entschuldige ich mich. Ich erkläre aber gerne noch einmal, warum man Hunde nicht mit Katzen vergleichen sollte:

Hunde werden schon seit einigen tausend Jahren vom Menschen gezüchtet. Die Anfänge der Domestition liegen so weit zurück, dass nicht ganz geklärt ist, wann sie wirklich begann (vor ca. 40.000-100.000 Jahren). Dementsprechend wurden sie im Verhalten und Aussehen komplett so gezüchtet und angepasst, wie der Mensch sich das wünscht und als Haustier zum Menschen passt.
Katzen leben ebenfalls sehr lange mit Menschen zusammen, aber nicht gezüchtet, sondern sie haben sich freiwillig angeschlossen. "Richtige" Zuchten und damit die Veränderungen in der Genetik ist recht jung, die ersten Rassezuchten gibt es seit dem 19. Jh. Dementsprechend ist die Katze in der Evolution nicht so weit wie der Hund dem Menschen angepasst und daher wesentlich wilder, freiheitsliebender und unahängiger. Dementsprechend gehen Katzen, wenn sie die Möglichkeit haben, ihr Futter selbst jagen (zumindest einen Teil), dementsprechend liegt es im Naturell der Katze, streunern zu gehen und eine Katze ist immernoch mehr auf sich bezogen, als auf ihren Menschen (sprich: wenn ihr persönlicher Schutz gefährdet ist und sie die Möglichkeit hat, dann sucht sie sich eine Alternative).
Es wäre also wesentlich sinnvoller die Katze mit einem phänotypisch dem ersten domestizierten Hund zu vergleichen. Solche Hunde gibt es tatsächlich immernoch, beispielsweise der Pariahund.

Und hier kommt die Diskussion um Wohnungskatzen vs. Freigänger ins Spiel und es wird schwierig, denn die Entwicklung des Menschen zwingt die Katze eigentlich zu etwas, das sie genetisch häufig noch gar nicht ist. Man müsste also eigentlich die Katze so züchten, dass sie diesen Freiheitsdrang nicht mehr hat, denn die Entwicklung des Menschen und die dadurch entstehenden Gefahren erfordern es eigentlich. Gott sei Dank sind Katzen aber recht anpassungsfähig. Wenn sie den Freigang nicht kennen, dann akzeptieren sie es. Den Freiheitsdrang und die Neugier haben sie aber dennoch noch, es liegt in ihrer Natur, weswegen sich viele Halter dafür entscheiden, trotz der Gefahren, die Katzen raus zu lassen.

Klar kann man diesen Schritt verurteilen, vor allem, wenn Katzen in einer gefährlichen Gegend in den Freigang gelassen werden, aber es wäre auch zu leicht gesagt, dass man Katzen ganz pauschal nur noch in der Wohnung halten sollte. Wenn man so konsequent sein möchte, dann muss man die Katze vom Wesen her auch konsequent verändern (was ja auch zum Teil schon stattfindet).
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #108
(sprich: wenn ihr persönlicher Schutz gefährdet ist und sie die Möglichkeit hat, dann sucht sie sich eine Alternative).

Und hier kommt die Diskussion um Wohnungskatzen vs. Freigänger ins Spiel und es wird schwierig, denn die Entwicklung des Menschen zwingt die Katze eigentlich zu etwas, das sie genetisch häufig noch gar nicht ist. Man müsste also eigentlich die Katze so züchten, dass sie diesen Freiheitsdrang nicht mehr hat, denn die Entwicklung des Menschen und die dadurch entstehenden Gefahren erfordern es eigentlich. Gott sei Dank sind Katzen aber recht anpassungsfähig. Wenn sie den Freigang nicht kennen, dann akzeptieren sie es. Den Freiheitsdrang und die Neugier haben sie aber dennoch noch, es liegt in ihrer Natur, weswegen sich viele Halter dafür entscheiden, trotz der Gefahren, die Katzen raus zu lassen.

Klar kann man diesen Schritt verurteilen, vor allem, wenn Katzen in einer gefährlichen Gegend in den Freigang gelassen werden, aber es wäre auch zu leicht gesagt, dass man Katzen ganz pauschal nur noch in der Wohnung halten sollte. Wenn man so konsequent sein möchte, dann muss man die Katze vom Wesen her auch konsequent verändern (was ja auch zum Teil schon stattfindet).

Ja, ist das nicht bei allen Tieren so? Wenn sie sich gefährdet sehen in ihrem Schutz, das sie sich verkriechen, verstecken? Wenn die Gefahr vorrüber geht, erst dann wieder vorkommen? Ich sehe das nicht nur bei der Katze so, jedes Tier was Panik bekommt, wird nicht mehr kontrollierbar sein. Egal wie lange gezüchtet und wie gut auf den Menschen angepasst.

Den Freiheitsdrang haben Hunde ebenso, sonst würde es doch reichen am Tag nur 5 min vor die Haustür zu gehen, aber das reicht denen bei weiten auch nicht. Sicher gibt es unterschiede, es gibt Hunde die weniger temperamentvoll sind, andere die kaum zu bremsen sind. Gibt es bei Katzen aber ebenso.

Nein, man muss die Katze da nicht im Wesen verändern, man kann sich darauf einstellen. Denn meine akzeptieren es nicht nur drin zu sein, sie vermissen das streunern gar nicht, eben weil sie es nicht kennen. An allem anderen, kann man selber arbeiten, seien es genügend Kratzbäume, Kletterm,öglichkeiten, den Balkon sichern, oder ein Freigehege bauen. Es bedeutet nicht zwangsläufig das die Katzen die drin leben, es nur akzeptieren, bzw hinnehmen. Sie fühlen sich dort wohl, sie kennen es als ihr Zuhause. Nicht umsonst braucht eine Katze auch ihre Zeit um sich in einer neuen Umgebung einzuleben.

Man kann es sich einfach machen, ich kenne viele die der Meinung waren, meine gehören raus. Eben weil sie mal in den Gardinen hingen usw. Ähm, nein, deshalb gehören sie nicht raus, sie waren jung und Kitten haben nun mal Pfeffer im Hintern. Nur Kitten lassen viele ja auch nicht raus, sondern, wenn dann erst später. Da hingen meine dann von alleine nicht mehr in den Gardinen.

Und wieso darf nun eine taube Katze nicht raus, eine gut hörende aber schon? Macht das einen Unterschied wenn ein Jäger sie mit einem Fuchs verwechselt z.B.? In dem Augenblick wo sie den Schuß hört, ist es ja auch schon zu spät.

Ich hatte mich übrigens nicht angeggriffen gefühlt, ich halte es nur nach wie vor für Schwachsinn, behaupten zu wollen, Katzen ziehen weiter, sobald sie die Möglichkeit sehen. Da machen meine wirklich keine Ausnahme, denn ich habe das auf alle Katzen bezogen. Sprich, auch auf alle Wohnungskatzen, Rassekatzen und nicht nur auf Freigänger.

lg Juli
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #109
Neben hinterlistigen Jägern gibt ja noch weit aus mehr Gefahren, die eine nicht hörende Katze eben nicht einschätzen kann.
Ein fremder Mensch, ein Hund, ein Fahrzeug ... für die Liste ruhig weiter.
Ein solchermaßen seiner natürlichen Sinne beraubtes Tier würde ich auch nicht in den ungesicherten Freigang schicken; genau so wenig wie eine blinde Katze.
Ein Dreibeinchen könnte dagegen grundsätzlich gut klar kommen.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #110
Ja, ist das nicht bei allen Tieren so? Wenn sie sich gefährdet sehen in ihrem Schutz, das sie sich verkriechen, verstecken? Wenn die Gefahr vorrüber geht, erst dann wieder vorkommen? Ich sehe das nicht nur bei der Katze so, jedes Tier was Panik bekommt, wird nicht mehr kontrollierbar sein. Egal wie lange gezüchtet und wie gut auf den Menschen angepasst.

Ich rede nicht von gefährlichen Situationen, sondern davon, dass eine Katze sich in ihrem Territorium unwohl und gefährdet fühlt. Zum Beispiel durch einen rivalisierenden Artgenossen oder durch neue, ungewohnte Begebenheiten, mit denen sie evtl. nicht klar kommt. Freigängern ziehen dann einfach aus dem alten Zuhause aus. Nicht nur das: Bereits während der Zeit, in der sich die Katze in ihrem Territorium wohl fühlt, schaut sie sich bereits Alternativen aus, für den Fall der Fälle.
Hunde sind wesentlich mehr auf ihr Herrchen geprägt. Nicht ohne Grund spricht man davon, dass Hunde treu sind. Sie bleiben bei ihrem Herren, auch wenn sie kurz vorm verhungern sind oder geschlagen werden. Eine Katze lässt sich das, wenn sie die Wahl hat, nicht bieten.

Den Freiheitsdrang haben Hunde ebenso, sonst würde es doch reichen am Tag nur 5 min vor die Haustür zu gehen, aber das reicht denen bei weiten auch nicht. Sicher gibt es unterschiede, es gibt Hunde die weniger temperamentvoll sind, andere die kaum zu bremsen sind. Gibt es bei Katzen aber ebenso.

Du sprichst von Bewegungsdrang, ich sprech von Freiheitsdrang. Ersteres haben beide, letzteres insbesondere Katzen.

Nein, man muss die Katze da nicht im Wesen verändern, man kann sich darauf einstellen. Denn meine akzeptieren es nicht nur drin zu sein, sie vermissen das streunern gar nicht, eben weil sie es nicht kennen. An allem anderen, kann man selber arbeiten, seien es genügend Kratzbäume, Kletterm,öglichkeiten, den Balkon sichern, oder ein Freigehege bauen. Es bedeutet nicht zwangsläufig das die Katzen die drin leben, es nur akzeptieren, bzw hinnehmen. Sie fühlen sich dort wohl, sie kennen es als ihr Zuhause. Nicht umsonst braucht eine Katze auch ihre Zeit um sich in einer neuen Umgebung einzuleben.

Ich glaub dir, dass sich deine Katzen vollkommen wohl fühlen und absolut glücklich sind. Ich hab auch Wohnungskatzen, denen ich dasselbe unterstell ;-) Aber dennoch kann man ihnen ihre Wesenszüge und Instinkte nicht absprechen, nur weil sie sich arrangiert haben. Und Katzen arrangieren sich eben nur, wenn sie es nicht anders kennen. Deswegen wirst du eine Katze, die ihren Freigang liebt, eben niemals dazu bekommen, eine Wohnungskatze zu werden. Es ist ihre Natur.

Und wieso darf nun eine taube Katze nicht raus, eine gut hörende aber schon? Macht das einen Unterschied wenn ein Jäger sie mit einem Fuchs verwechselt z.B.? In dem Augenblick wo sie den Schuß hört, ist es ja auch schon zu spät.

Den Zusammenhang zur Diskussion versteh ich jetzt nicht ganz. Dass kranke Tiere insbesondere schützen muss, steht doch wohl außer Frage.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #111
Den Zusammenhang zur Diskussion versteh ich jetzt nicht ganz. Dass kranke Tiere insbesondere schützen muss, steht doch wohl außer Frage.

Ganz einfach, wenn man die Natur der Katze respektieren soll, und der Freiheitsdrang zu groß ist, soll man sioe ruhig raus lassen. Nur, dieselbe Katze lässt man nicht mehr raus, weil sie nicht hören kann? Der Witz für mich ist, die taube wird drin behalten, egal wie sehr sie raus möchte, weil es ja zu gefährlich ist. Meine halte ich auch nur drin, weil es zu gefährlich ist.

Der Grund warum sie drin bleiben muss, ist derselbe, wie bei Wohnungskatzen. Es ist zu gefährlich.

Dabei ist es nicht gesagt das eine hörende Katze länger draußen lebt, als eine taube. (nur als Beispiel, ich bin grundsätzlich auch dagegen)

Sie bleiben bei ihrem Herren, auch wenn sie kurz vorm verhungern sind oder geschlagen werden. Eine Katze lässt sich das, wenn sie die Wahl hat, nicht bieten.
Naja, aber selbst misshandelte Katzen sind noch händelbar. (nicht alle, aber viele, die vorher lieb zum Menschen waren, sind es auch noch hinterher) Ich bin mir eigentlich sicher, das auch Katzen durchaus treue gefährten sind. (wie war das mit dem Hauskater und dem Musiker? Die dann zusammen mit dem Fahrrad durch die Gegegnd sind, ich krieg nicht mehr alles zusammen, war in England, soweit ich weiß) Auch ein Hund, kann und wird, wenn er clever ist, zubeißen, wenn man ihn misshandelt.

Du sprichst von Bewegungsdrang, ich sprech von Freiheitsdrang. Ersteres haben beide, letzteres insbesondere Katzen.
Hmm, also reicht es 5 min vor die Tür zu gehen und sonst, kauf ich ihm ein Laufband? Kann man das wirklich so einfach differenzieren? Bewegungsdrang und kein Freiheitsdrang? Das bezweifle ich.
Ich glaub dir, dass sich deine Katzen vollkommen wohl fühlen und absolut glücklich sind. Ich hab auch Wohnungskatzen, denen ich dasselbe unterstell Aber dennoch kann man ihnen ihre Wesenszüge und Instinkte nicht absprechen, nur weil sie sich arrangiert haben. Und Katzen arrangieren sich eben nur, wenn sie es nicht anders kennen. Deswegen wirst du eine Katze, die ihren Freigang liebt, eben niemals dazu bekommen, eine Wohnungskatze zu werden. Es ist ihre Natur.
Da stimme ich dir zu, aber nur,m wenn sie es kennt. Eine Katze die drin geboren wurde, die muss man nicht raus lassen, sie vermisst nichts, kann sie gar nicht.

lg Juli

Neben hinterlistigen Jägern gibt ja noch weit aus mehr Gefahren, die eine nicht hörende Katze eben nicht einschätzen kann.
Ein fremder Mensch, ein Hund, ein Fahrzeug ... für die Liste ruhig weiter.
Ein solchermaßen seiner natürlichen Sinne beraubtes Tier würde ich auch nicht in den ungesicherten Freigang schicken; genau so wenig wie eine blinde Katze.
Ein Dreibeinchen könnte dagegen grundsätzlich gut klar kommen.

Naja, nur wo die eine sich erschrickt und dann vielleicht aus Panik direkt vors Auto läuft, bliebe die taube eventuell sitzen am Fußweg? Man kann sich das alles so drehen das es Sinn ergibt, verstehst du?

Nur grundsätzlich ist der Grund derselbe, man lässt sie nicht raus, weil es zu gefährlich ist. Eine taube Katze versteht das aber nicht, ihr ist es egal das sie taub ist, iust sie draußen aufgewachsen und geboren, zieht sie genauso nach draußen, wie die gesunden.

lg Juli
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #112
Ich weiß um die Gefahren und auch im Gegenzug um die Bereicherung des Freiganges.
Natürlich lebe ich auch mit der Angst, dass etwas schreckliches passieren könnte und bin immer wieder aufs Neue erleichtert, wenn es gut ging.
Es ist durchaus zwiespältig, aber ich halte es für ok Ihnen den gewünschten und z.T. Ersehnten Freigang zu gewähren.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #113
Ganz einfach, wenn man die Natur der Katze respektieren soll, und der Freiheitsdrang zu groß ist, soll man sioe ruhig raus lassen. Nur, dieselbe Katze lässt man nicht mehr raus, weil sie nicht hören kann? Der Witz für mich ist, die taube wird drin behalten, egal wie sehr sie raus möchte, weil es ja zu gefährlich ist. Meine halte ich auch nur drin, weil es zu gefährlich ist.

Man hält eine taube Katze drinnen oder im gesicherten Freigang, weil sie gar keine Chance hätte, mit den Gefahren draußen klar zu kommen und diesen schutzlos ausgeliefert wäre. Eine gesunde Katze ist diesen Gefahren ebenfalls ausgeliefert, hat aber kein handicap, weswegen sie einen Teil der Gefahrenquellen gut einschätzen kann.

Eine handicap Katze mit Freiheitsdrang kannst du auch nicht in der Wohnung halten. Ihre Lebensqualität würde dadurch komplett eingeschränkt werden. Zum Glück gibt es ja noch Alternativen, wie zum Beispiel den gesicherten Freigang. Und wenn man selbst einer Katze mit Behinderung so etwas nicht bieten kann, sollte man sich ein alternatives Zuhause für sie suchen.

Naja, aber selbst misshandelte Katzen sind noch händelbar. (nicht alle, aber viele, die vorher lieb zum Menschen waren, sind es auch noch hinterher) Ich bin mir eigentlich sicher, das auch Katzen durchaus treue gefährten sind. (wie war das mit dem Hauskater und dem Musiker? Die dann zusammen mit dem Fahrrad durch die Gegegnd sind, ich krieg nicht mehr alles zusammen, war in England, soweit ich weiß) Auch ein Hund, kann und wird, wenn er clever ist, zubeißen, wenn man ihn misshandelt.

Ich versuche in meiner Argumentation eigentlich Ausnahmen auszuschließen, denn diese gibt es immer, sind aber eben nicht die Regel. Bob, die Katze aus England, ist eine außergewöhnliche Katze, eine gewöhnliche Katze würde einen solchen Lebensstil aber nicht mit machen.
Also zurück zur Diskussion: Klar sind Katzen treu und haben einen Bezug zu "ihren" Menschen - aber eben, wie ich schon ein paar Mal erwähnt habe, ist das nicht mit Hunden zu vergleichen. Hunde sehen den Menschen (oder sich) als Teil des Rudels. Im besten Fall (manchmal ist aber auch hier die Erziehung fehlgeschlagen) ist der Mensch der Chef im Rudel und der Hund ordnet sich unter, vertraut dem Menschen und nimmt Entscheidungen des Herrchens ohne Bedenken hin. Bei Katzen und Menschen ist es ein anderes Verhältnis, es ist ein Nebeneinander. So lange es der Katze gut geht, ist doch alles prima, aber wenn das gefährdet wird, lösen Katzen die Symbiose zu ihrem Menschen eben auf und suchen sich eine Alternative.

Da stimme ich dir zu, aber nur,m wenn sie es kennt. Eine Katze die drin geboren wurde, die muss man nicht raus lassen, sie vermisst nichts, kann sie gar nicht.

Das ist aber lediglich ein Resultat aus Anpassung und Erziehung, nicht aus Anpassung ihres Naturells und ihrer Instinkte.

Hmm, also reicht es 5 min vor die Tür zu gehen und sonst, kauf ich ihm ein Laufband? Kann man das wirklich so einfach differenzieren? Bewegungsdrang und kein Freiheitsdrang? Das bezweifle ich.

Aber hier ist es doch mal wieder interessant zu sehen, dass man Hunden es zugesteht, draußen schnüffeln und buddeln gehen zu dürfen, Katzen können/sollen sich aber anpassen. Was aber an der Stelle sogar noch einen Ticken intensiver ist, denn Katzen sind - wie ich auch bereits ausreichend erklärt habe - vom Wesen her noch ein gutes Stück weit mehr freiheitsliebender als Hunde. Wie gesagt: Vergleiche doch mal den Freiheitsdrang von Katzen mit Pariahunden, nicht mit dem gewöhnlichen Haushund, dann kommen wir der Sache ein gutes Stück weit näher.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #114
Ich habe auch lange mit mir gerungen und viel nachgedacht, soll ich oder soll ich nicht. Inzwischen bin ich erleichtert, dass mir durch die Lage meiner Wohnung (mitten in der Stadt) die Entscheidung abgenommen worden ist, da Freigang nicht möglich ist. Ich bin dankbar, dass mir die Entscheidung abgenommen wird, wenn ich mir vorstelle jeden Abend darauf zu warten, dass sie wieder gesund wiederkommen. Früher hatte ich Freigänger:

Ich hatte seit meinem 10.Lebensjahr immer Haustiere, ein Leben ohne Tiere kann und will ich mir überhaupt nicht vorstellen. Leider habe ich bei meinen ersten Katzen vieles falsch gemacht, auch wenn man sich dass jetzt nicht vorstellen kann, da gab es weder vernünftige Bücher zu dem Thema und vorallem noch gar kein Internet, ist nämlich schon über 30 Jahre her.

Der erste Kater war uns zugelaufen und sich uns also selbst ausgesucht, ich lebte da noch auf dem Land, am Rande einer Kleinstadt. Er war unkastriert, Freigänger und wurde mit Whiskas, Kitekat und Brekkies ernährt, so groß war die Auswahl da noch nicht und von richtiger Ernährung hatte ich auch keine Ahnung. Leider ist er eines Tages auf Nimmerwiedersehen verschwunden, auch der zweite Kater der ein paar Jahre später eingezogen ist, wurde nicht kastriert und auch nicht anders gefüttert. War noch recht jung als ich ihn bekommen habe, ungefähr ein halbes Jahr, aus einer mißglückten Wohnungshaltung und ist leider im Alter von 2-3 Jahren überfahren worden, obwohl wir wirklich von lauter Wiesen und Äcker umgeben waren und eine nur ganz wenig befahrene Straße vor der Tür hatten.

Dann sind viel zu viele Jahre ohne Katzen vorbeigegangen, ganz am Anfang gab es einen Hund, da wohnte ich in einer WG, später als ich in die Stadt gezogen bin, die erste eigene Wohnung hatte und gearbeitet habe, dann "nur noch" Wellensittiche, Fische und Meerschweinchen.

Vom Land kommend habe ich viele Jahre gebraucht, um mich überhaupt mit der reinen Wohnungshaltung von Katzen anzufreunden und es gab auch sonst noch einige Faktoren, die dagegen gesprochen haben. Die erste Wohnung war ein Wohnklo mit Kochnische, viel zu klein für Katzen, in der zweiten hätte ich nur eine Katze halten dürfen, da habe ich auch dem Tier zuliebe verzichtet, weil ich schließlich arbeiten muss und Katzen auch keine solchen Einzelgänger sind, wie man ihnen immer nachsagt, konnte ich schon auf dem Land beobachten, die haben zwar allein gejagt, waren aber auf dem Bauernhof meist in Gesellschaft anderer zu sehen.

So war es dann erst 2010 wieder soweit, dass ich mich zur Anschaffung von Katzen entschieden habe. Noch recht unerfahren, habe ich mich wegen der Wohnungshaltung Rassekatzen zugewandt, ich wollte eine Katze die zu mir und meinen Wohnverhältnissen passt, der ich den Freigang nicht verwehren muss, sondern die erst gar keinen einfordert. Natürlich haben mir auch Maine Coons, Norweger, Siamkatzen und Abessinier usw. sehr gut gefallen, aber für die reine Wohnungshaltung und meiner doch recht kleinen Wohnung, habe ich mich dann für die BKH entschieden, Perser (natürlich nur welche mit Nase) waren mir dann doch etwas zu ruhig. Ich glaube ich habe ca. 20 Katzenbücher in 2 Monaten gelesen, mich in Foren angemeldet und mich dann auf die Suche nach einem seriösen Züchter gemacht, was ja gar nicht so einfach ist, wie ihr mir sicher bestätigen könnt.
 
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  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #115
Man hält eine taube Katze drinnen oder im gesicherten Freigang, weil sie gar keine Chance hätte, mit den Gefahren draußen klar zu kommen und diesen schutzlos ausgeliefert wäre. Eine gesunde Katze ist diesen Gefahren ebenfalls ausgeliefert, hat aber kein handicap, weswegen sie einen Teil der Gefahrenquellen gut einschätzen kann.
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Ist dem wirklich so? Die Katze kann Gefahren nicht über Vibrationen wahrnehmen? Geruchssinn z.B.? Es ist nur menschlich gedacht, das hat nichts mit der Natur der Katze zu tun. Wir zwingen in diesem Moment der Katze auch nur unsere Sichtweise auf, nichts weiter. Einen LKW kann eine taube Katze über Vibrationen genauso gut einschätzen, oder auch nicht. Denn wenn sie zw parkenden Autos einem Vogel hinterher jagt, hört sie das Auto vielleicht, achtet aber dennoch nur auf den Vogel. Der Mensch sagt: eine taube darf nicht mehr ungesichert raus, sie hört ja nichts. Die gesunde darf, sie kann alles besser einschätzen. Ich denke das ist grundlegend falsch gedacht, denn die menschlichen Gefahren, kann keine Katze wirklich einschätzen. Man kann es sich versuchen einzureden, aber dem ist nicht so. In der Natur und in ihren Instinkten kommen Gafhren wie Autos, Jäger, Giftköder usw nicht vor.

Eine handicap Katze mit Freiheitsdrang kannst du auch nicht in der Wohnung halten. Ihre Lebensqualität würde dadurch komplett eingeschränkt werden. Zum Glück gibt es ja noch Alternativen, wie zum Beispiel den gesicherten Freigang. Und wenn man selbst einer Katze mit Behinderung so etwas nicht bieten kann, sollte man sich ein alternatives Zuhause für sie suchen.

kann man doch auch auf gesunde Katzern auslegen, nicht? Sie leben im gesicherten Freigang nicht schlechter als die taube, warum also das Maß nicht für alle gleich ansetzen?
Im besten Fall (manchmal ist aber auch hier die Erziehung fehlgeschlagen) ist der Mensch der Chef im Rudel und der Hund ordnet sich unter, vertraut dem Menschen und nimmt Entscheidungen des Herrchens ohne Bedenken hin. Bei Katzen und Menschen ist es ein anderes Verhältnis, es ist ein Nebeneinander. So lange es der Katze gut geht, ist doch alles prima, aber wenn das gefährdet wird, lösen Katzen die Symbiose zu ihrem Menschen eben auf und suchen sich eine Alternative.

Aber oist es nicht so, das in der freien Natur, es immer mal wieder zu Kämpfen kommt, weil einer an der Rangordnung knabbert und selber Chef sein will? Warum macht das der Hund mit dem Menschen nicht genauso? Warum beißt er nicht einfach ab und an seinen Menschen und schaut ob er nicht selber Chef sein kann?

Und nein, auch das glaube ich nicht so ganz. Katzen geht es nicht immer gleichermaßen gut. Kommt ein Neuzugang haben die anderen erst einmal Streß und sehen einen Eindringling in ihrem Revier, sehen dann wie diese Katze auch die Zuneigung von ihrem Menschen bekommt. Warum kämpfen Katzen darum? Warum ziehen dann die Freigänger nicht einfach weiter und kommen nie wieder? Warum gibt es Fälle wie die, das die Katze im Motorraum seines Besitzers saß, 40 km weiter offenbar rausgesprungen ist und dann Tage/ Wochen später zuhause auftauchte? Es sind außergewöhnliche Fälle, für uns. Aber wer weis wie oft es die wirklich gibt, ohne das je jemand darüber erfährt. Es gibt Katzen die Einbrecher angegriffen haben, die einen Hund verjagt haben, als er das Kind der Familie angriff. Warum tun sie das? Wäre es nicht eher in ihrerv Natur, wegzulaufen, wenn ihnen etwas Angst macht, bzw ihr Schutz bedroht ist?

Das ist aber lediglich ein Resultat aus Anpassung und Erziehung, nicht aus Anpassung ihres Naturells und ihrer Instinkte.

Nein, es ist das Resultat auch aus der Zucht. Ein Resultat daraus, was die Katze kennenlernt und was sie als normal betrachtet. Eine wohnungskatze passt sich nicht einfach so an, für sie ist das ihr Lebensraum, von Anfang an, sie hat es bereits von ihrer Mutter mit gelernt und ein Großteil des Wesens vererbt sich auch. Das heißt, auch in der Zucht wird/ und wurde immer versucht nicht nur typmerkmale zu züchten und Gesundheit, sondern auch das Wesen wurde berücksichtigt. Ein normaler Hund wird auch immer zuerst den Instinkt haben zu jagen, ich glaube nicht das man das aus ihm komplett rauszüchten kann. Wohl aber kann man ihn offenbar besser kontrollieren, was nicht zuletzt an hartem Training liegt und daran das er am Anfang dafür an der Leine ist.
Aber hier ist es doch mal wieder interessant zu sehen, dass man Hunden es zugesteht, draußen schnüffeln und buddeln gehen zu dürfen, Katzen können/sollen sich aber anpassen. Was aber an der Stelle sogar noch einen Ticken intensiver ist, denn Katzen sind - wie ich auch bereits ausreichend erklärt habe - vom Wesen her noch ein gutes Stück weit mehr freiheitsliebender als Hunde. Wie gesagt: Vergleiche doch mal den Freiheitsdrang von Katzen mit Pariahunden, nicht mit dem gewöhnlichen Haushund, dann kommen wir der Sache ein gutes Stück weit näher.

Wir haben aber alle Hauskatzen, keine Wildkatzen die wir halten. Also hinkt der Vergleich auch, denn sonst müssen wir immer und überall unsere Katzen laufen lassen, aber die Hunde ebenso. Die Pferde, Kanninchen usw. Nur das was wir als Haustiere halten, ist vom Wesen inzwischen weit entfernt von den Wildtieren. Denn Wildtiere würden nicht einmal in die Nähe eines sichtbaren Menschen kommen.

lg Juli
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #116
Ich finde es ja auch sehr traurig, dass meine Katzen keinen Freigang haben können, natürlich finde ich es mit Freigang schöner und natürlicher für Katzen, aber ich fürchte auch, dass es heutzutage kaum noch Gegenden gibt, wo ich es verantworten könnte und würde.

Wie bereits geschrieben, hatte ich vor über 30 Jahren zwei Freigängerkater, beide hatte ich nicht lange und der Verkehr hat inzwischen deutlich zugenommen. Ich fürchte auch, dass die meisten Katzen den Gefahren des Freigangs leider nicht gewachsen sind.

Hunde werden auch überfahren, nur wird das von umsichtigen Besitzern durch entsprechende Haltung (anleinen im Gefahrenbereich) und entsprechende Erziehung und Training vermieden, dass geht aber nur in sehr geringen Maße mit Katzen.

Ich denke heutzutage ist die beste Haltung der gesicherte Freigang für Katzen, leider können dass nur wenige Katzenhalter ihren Tieren bieten.

Ich habe ja auch viele Jahre gebraucht, bis ich mich mit der reinen Wohnungshaltung von Katzen angefreundet habe, aber inzwischen glaube ich fest, dass es möglich ist, ihnen dennoch ein erfülltes und abwechslungsreiches Leben zu bieten. Natürlich ist man bei reiner Wohnungshaltung ganz besonders in der Pflicht sich wirklich täglich ausgiebig mit ihnen zu beschäftigen und vorallem regelmässig für genügend Abwechslung zu sorgen.

Katzen sind im Gegensatz zu Hunden Lauerjäger und keine Hetzjäger, sie brauchen nicht soviel Auslauf wie Hunde und ihnen reicht, wenn genügend Nahrung vorhanden ist, auch in der Natur ein relativ kleines Revier vollkommen aus. Natürlich kann Wohnungshaltung niemals dem Freigang gleichkommen oder auch nur nahekommen, aber wie schon zu anfangs gesagt, man kann ihn leider heutzutage nur noch selten verantworten, weil er einfach zu gefährlich ist, wir Menschen wohnen nun mal nicht in einer artgerechten Umgebung für Katzen, sie haben nicht die Möglichkeit in unserer Nähe zu sein und gleichzeitig die Gefahren unseres Lebensraumes zu vermeiden.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #117
... dann ist jetzt alles gesagt?

Es gibt kein richtiges Leben im Falschen wurde mal in einem anderen Zusammenhang bemerkt, um die Wichtigkeit zu betonen sich den Sinn für das Richtige nicht nehmen zu lassen.

Christine Hauschild, die in diesem Forum an vielen Stellen empfohlen wird, beschreibt in 'Katzenhaltung mit Köpfchen' auf einfühlsame Weise die Wohnungshaltung aus Sicht des Haustieres. U.a. hat sie Tipps wie die zur Untätigkeit verurteilte Abhängigkeit von den Futterspendern (so gut es geht) überwunden wird.

Hab ich einem Freund aufgezwungen zu lesen. Zwei Wochen später hatte der kleine Kater seinen Raufekumpfel. Gut gemacht, liebes Buch!

So birgt die Liste, der Dinge, die wir richtiger machen können gewiss noch ein enormes Potential.

Aus dieser Diskussion nehme ich mit: Freigang ist gut für die Katzenpsyche. Wie eigene Anstrengung zum Erfolg führt, muss nicht (wie in der Wohnungshaltung) simuliert werden.

Es spricht auch grundsätzlich nichts gegen den Freigang, aber:

Please note
Insofern bin ich der Meinung, dass jeder Katzenbesitzer seine Katze genau anschauen sollte, sich die Gegend genau anschauen sollte, in der er wohnt und anschließend eine Entscheidung treffen sollte. Eine Entscheidung trifft sowieso jeder verantwortungsvolle Katzenbesitzer zum Wohle der Katze - ob es nun die Wohnungshaltung oder der Freigang wird.
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #118
. Natürlich kann Wohnungshaltung niemals dem Freigang gleichkommen oder auch nur nahekommen, aber wie schon zu anfangs gesagt, man kann ihn leider heutzutage nur noch selten verantworten, weil er einfach zu gefährlich ist, wir Menschen wohnen nun mal nicht in einer artgerechten Umgebung für Katzen, sie haben nicht die Möglichkeit in unserer Nähe zu sein und gleichzeitig die Gefahren unseres Lebensraumes zu vermeiden.

So sehe ich es auch, dennoch ist es natürlich jedem selber überlassen, wie er entscheidet. Aber man sollte sich der Gefahren schon bewusst sein. Deshalb fällt es mir immer so schwer nachzuvollziehen, wie von Besitzern von überfahrenen Freigängern kommt: wie konnte das nur passieren, oder warum hat der Autofahrer nicht gebremst.

Ich denke, man sollte sich bewusst sein, das immer was passieren kann und muss nicht für den Tod der Katze immer einen Schuldigen finden. Es sind nun mal die Gefahren die draußen lauern und es sind Gefahren, die die Katzen weder einschätzen, noch abschätzen können. So sehr man sich das auch wünschen würden.

lg Juli
 
  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #119
Da stimme ich dir zu, aber nur,m wenn sie es kennt. Eine Katze die drin geboren wurde, die muss man nicht raus lassen, sie vermisst nichts, kann sie gar nicht.
Ich wollte nur moch anmerken, dass es nicht so wichtig ist, ob die Katze drinnen geboren wurde und wo sie ihre erste Zeit verbracht hat, auch nicht welcher Rasse sie angehört.

Auch draußen, z.B. auf einem Bauernhof geborene Katzen, die schon draußen rumliefen, kann man zu Wohnungskatzen machen, zumindest wenn sie noch jung sind. Wo die kritische Altersgrenze liegt, weiss ich nicht, ich schätze mal bei ca. einem Jahr?
Bei ein paar Wochen alten Katzen habe ich das schon zweimal praktiziert. Die erste durfte später allerdings in den ungesicherten Garten und hat dieses Revier nie verlassen. (So eine Katze kriegen wir nie wieder...:cry:)

Zu Rassen: Dorli (Somalikatze aus Wohnungsaufzucht) geht sogar lieber raus als Carlo (Hauskater vom Bauernhof). Allerdings akzeptiert Carlo das Geschirr nicht so und wurschtelt sich gern raus, um nach drinnen zu gehen... Ich denke fast, dass da die Rassezugehörigkeit nicht so die Rolle spielt, wie der individuelle Charakter. Aber bei Rassekatzen stellt sich die Frage eh nicht, weil Züchter eigentlich nie in Freigang vermitteln.
 
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  • Freigänger contra Wohnungshaltung Beitrag #120
Deshalb fällt es mir immer so schwer nachzuvollziehen, wie von Besitzern von überfahrenen Freigängern kommt: wie konnte das nur passieren, oder warum hat der Autofahrer nicht gebremst.

Mir fällt es nicht schwer, das nachzuvollziehen. Ich verstehe jeden traurigen Freigänger-Besitzer, dessen Katze überfahren wurde.:sad:

Aber manchmal geht es so schnell und unverhofft. Ich selbst habe ja mal vor Jahren eine Katze angefahren. Das ging alles so schnell. Ich rollte nachts mit Tempo 30 auf eine rote Ampel zu und plötzlich tauchten wie aus dem Nichts eine (ich nehme an Katzenmama) mit ihrem Nachwuchs im Schlepptau auf.

Obwohl ich eine Vollbremsung hingelegt habe, hab ich die Kleine erwischt.:sad: Es gab einen fürchterlichen Knall, aber beide Katzen sind noch ins Gebüsch gelaufen.

Ich bin sofort ausgestiegen und habe die Katzen gesucht, nur leider nicht gefunden.

Auch in den nächsten Tagen bin ich nochmal im Hellen nachschauen gewesen. Habe die beiden Katzen aber auch da nicht gesichtet.

Ich hoffe, die kleine hat den Aufprall überlebt.:???:
 
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