Hallo Leeyah!
Ich möchte dir hier noch ein bisschen was erzählen, bevor du völlig auf stur schaltest, vielleicht verstehst du dann ein bisschen, warum hier alle gereizt werden, wenn du sowas schreibst...
Ich fange jetzt mal etwas schroffer mit den Dingen an, die bei dir leider nicht ganz ok waren, vermutlich hat dich wer ein bisschen falsch beraten, weil das leider wenige wissen:
Eine Katze in dem Alter, die ohne Mutterkatze aufgewachsen ist (also jünger als mit 12Wochen abgegeben wurde) hat leider nie gelernt, wie man sich richtig seinen Artgenossen gegenüber verhält. Das bedeutet, dass sie im Freigang ganz oft eine "aufs Maul" bekommen wird, weil die älteren Katzen sie jetzt zu erziehen versuchen.
Dann kommt noch dazu, dass sie nie gelernt hat, wie man sich vor einem Fuchs (wohnst du nahe einem Wald?), einem Auto, giftigen Pflanzen, giftigen andern Dingen schützt. Ältere Katzen können sich da besser auf ihren Instinkt verlassen, und sind weniger neugierig und viel vorsichtiger, es kann also sein, dass deine Kleine einfach mal nicht mehr heimkommt.
Ich habe hier auch zwei Kätzchen, ein paar Wochen jünger als deine, die beide erst im kommenden Frühling rauskommen werden. Dann dafür aber mit unbegrenztem Freigang. Das war bei uns schon immer so.
Dann zur Schwangerschaft/dem wilden Vermehren:
Ein Nachbar von uns hatte eine Katze, die wurde im 7. Monat rollig. Er wollte sie eigentlich rechtzeitig kastrieren lassen, sie ist ihm aber dann zu früh rollig geworden, und dann gleich vom Balkon entwischt...
Langer Rede kurzer Sinn: Die Katze war tragend, und zwar viel zu früh. Der Körper ist ja selbst noch nicht entwickelt, und muss nun statt ins eigene Wachstum in die Entwicklung der Jungen investieren. Das schlaucht ganz schön.
Die Katze unseres Nachbarn ist seither nicht mehr gewachsen, ist immer sehr klein und zart geblieben, und irgendwie ist auch das Fell/die Unterwolle nie richtig dick geworden.
Der Tierarzt hat geholfen so gut er konnte: Sie hat sehr Energiereiches Futter bekommen, und fast immer gefressen, was aber leider nicht geholfen hat.
Dann kams zur Geburt: Sie war total überfordert, der Nachbar hat dann mich gebeten auch mal vorbeizuschauen, weil alles sehr sehr lange gedauert hat. Ich hab dann so schnell es ging den Arzt aus dem Bett geklingelt!!! Die Katze war mehrere Stunden in den Wehen, und von dem ursprünglich sehr kleinen Wurf von 3 Kätzchen lebt inzwischen nur mehr eines! Eines ist, genau wie es die Mutterkatze beinahe auch wäre, bei der Geburt gestorben, weil der Hüftbereich zu schmal war, und es steckengeblieben ist. Zum Glück war es das letzte, so hatten die anderen beiden wenigstens keinen vorhersehbaren Schaden von der langen Geburt. Das zweite ist in den folgenden Tagen trotz zufütterns verhungert. Es wollte nicht richtig fressen, es wusste wohl selbst schon, dass es zu schwach zum Leben sein werden wird.
Das letzte hat es dank meiner Hilfe und der aufopfernden Liebe meines Nachbarn überlebt, sie ist eine süsse kleine Katzendame geworden.
Aber wenn du mal einen 56jährigen Mann um seine liebe kleine Katze weinen gesehen hast, dann würdest du soetwas nie in deinem Leben riskieren. Nichtmal die hübsche Kleine war das wert!
(es klingt hart, aber damit du das auch noch dazurechnen kannst: Tierarzt, Nachtdienst, Narkose, Spezialfutter, Katzenmilch,Nachbehandlung, Medikamente und Vitamine für die Mutterkatze waren da 400€)-
Einem Bekannten, da war ich aber nicht dabei, erging es ähnlich: Katze immer mal wieder entwischt, bis sie schwanger heimkam - mit 8Monaten. Sie ist auch nie so gross geworden wie ihre Wurfgeschwister es inzwischen sind. Der gesamte Wurf war eine Totgeburt.
( Tierarzt, um die Katze selbst zu retten: 150€, Narkose, Nachbehandlung nochmal 100€)
Auf einem Bauernhof bei uns in der Nähe ist der Lieblingskatze des Bauern "geplant" auch schon im 8.Monat ein Wurf beschert worden - sie hat die Jungen verschleppt und zerbissen.
Ein so junger Körper ist für soetwas einfach noch nicht gedacht. Ja, eine Katze kann früh rollig werden, weil wir Menschen das ausgesiebt haben! Die meisten Kätzchen die man heutzutage bekommt sind Resultate aus zu früher Rolligkeit gemischt mit einem Unachtsamen Besitzer (also indem sie auskommen) - das spiegelt sich natürlich in den Genen auch wieder.
Und wie Patrick(?) schon gesagt hat: Hättest du gerne im Alter von 10/13 Kinder bekommen?
Und das Argument mit der freien Natur: eine Hauskatze ist keine Wildkatze, der Zyklus einer Wildkatze beginnt viel später, dann, wenn das Tier ausgewachsen ist. Es leben auch weniger Wildkatzen auf so engem Raum, also dauert es viel länger, bis sich Partnertiere finden, und selbst da gibt es immer wieder Komplikationen!
Und denke auch daran, was der Kater alles an Krankheiten übertragen kann, an die Jungen: genetische Defekte, Hörschäden, Augenschäden, Infektionen...
Die Katzen sind selbst noch verspielt, jung, die verstehen nicht "ah, Schmerz von den Wehen, ich werde jetzt endlich Mama" - die verstehen nur, dass es wehtut, und wenn du Glück hast lösen dann der Geruch und die Hormone ein Muttergefühl aus. Aber leider auch nicht immer.
Hinzu kommt Futter, die erste Impfung, die erste Entwurmung - alles in den ersten 12 Wochen, bevor du die hoffentlich gesunden Jungen abgeben kannst.
(Monatliche Futterkosten: 30-40€(je nach Qualität auch viel viel mehr!), Imfpung ca. 35€/Tier, Entwurmung 20€/Tier, sonstige Tierarztkosten: 100€)
Wenn du nicht bereit bist/es dir nicht leisten kannst, dann behalte entweder die Katze noch ein halbes Jahr im Haus, oder versuche, sie so bald als möglich kastrieren zu lassen. Die Katze ist das, was uns wichtig ist. Es ist natürlich nicht schön, wenn du dich angegriffen fühlst, aber dein Verhalten ist einfach sehr trotzig und zeugt NICHT von Verantwortungsgefühl.
ich hoffe, du denskt heute nocheinmal darüber nach, und machst vielleicht morgen schon einen Termin beim Tierarzt. Es gibt auch Hormonpillen, falls du später, wenn sie ausgewachsen und gesund ist, wirklich unbedingt Kätzchen züchten willst. Das wäre ja schon ein Schritt in die richtige Richtung.
Mir ist noch etwas eingefallen: Meine Katzen waren gratis, die Dame hatte einen "Unfall" mit ihrer Katze, und hat von 5Jungen 3einfach nicht "losbekommen" - die war sehr sehr froh, als wir sie mitgenommen haben.
Seither hatten sie über ein Monat schwersten Durchfall, die ganze Wohnung war besch*: spontane Tierarztkosten beliefen sich auf 400€ mit Imfpungen, Untersuchungen, Medikamenten. Wenn man sich keine 150€ für eine Katze leisten kann, dann kann man auch nicht für ihre Tierärtliche Versorgung aufkommen, daher rate ich dir: leg jeden Monat Geld auf die Seite, damit du, falls jemals etwas passiert, Geld zur Verfügung hast!