Der wohl weitaus größte Teil verschwundener Haustiere jedoch fällt Jägern zum Opfer. Wildernde Hunde dürfen aus Gründen des Jagdschutzes abgeschossen werden, Katzen müssen sich je nach Bundesland lediglich in einer Entfernung von 200 - 500 m zum nächsten Haus aufhalten, um legal abgeschossen werden zu dürfen. Auch hier gibt es keine offiziellen Statistiken, da längst nicht alle geschossenen Tiere gemeldet werden. Häufig lassen Jäger ein abgeschossenes Haustier aus Angst vor Scham und Rache unerkannt verschwinden. Vertreter der Jagdverbände schätzen die Zahl der jährlich geschossenen Haustiere auf über 250.000 Hauskatzen sowie etwa 20.000 Hunde. Tierschützer gehen von noch einmal deutlich höheren Zahlen aus: bis zu 450.000 Katzen und bis zu 70.000 Hunde. Die Dunkelziffer jedoch ist unbekannt.
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