TIERFÄNGER sind unterwegs

Diskutiere TIERFÄNGER sind unterwegs im Vermisste Katzen Forum im Bereich Pinnwand; Hallo Ilona, ich habe nicht viel Zeit, möchte aber gern kurz was zu deinem Post sagen. Ich denke, niemand findet den Gedanken an leidende Tiere...
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #81
Hallo Ilona,
ich habe nicht viel Zeit, möchte aber gern kurz was zu deinem Post sagen.
Ich denke, niemand findet den Gedanken an leidende Tiere schön und jeder möchte, dass dies wenn möglich komplett vermieden wird. Wenn das jemand anders sieht, dann stimmt mit dem irgendwas nicht, denn schlimm und traurig ist das allemal.
Ich möchte aber versuchen, dir meinen Gedankengang näher zu bringen.
Stell dir vor, du hast ein Kind, einen Mann, ein Geschwister, ein Elternteil, der schwer krank ist. Es gibt da in der Theorie vielleicht ein Medikament, das helfen könnte. Da man aber bislang sich nur im Kopf vorgestellt hat, wie das wirken könnte, fehlen jegliche Erfahrungen. Vielleicht hat man das Medikament schon an einer Zellkultur getestet, aber wie wird das Medikament durch den Stoffwechsel verändert? Bilden sich dadurch eventuell Toxine? Der harmloseste Fall wäre, dass es seine Wirkung verliert. Oder wirkt es gar auf andere Teile des Körpers so stark, dass die eigentlich gewünschte Wirkung in den Hintergrund tritt? Ein Medikament wirkt niemals nur lokal, sondern verbreitet sich im gesamten Organismus.
Du hast nun also deine geliebte kranke Person und das Medikament, von dem bislang nur Mutmaßungen angestellt werden konnten. Würdest du wollen, dass das Medikament bei deinem Kind, deinem Mann etc. angewandt wird? Wenn ehrlich darüber nachdenkst und sagen kannst, dass du es so verantworten könntest, dann muss ich vor dir meinen Hut ziehen. Ich könnte es nicht.
Auch, wenn ich mir gänzlich bewusst bin, dass der Rückschluss von Tier auf Mensch nicht 1:1 gezogen werden kann, ist es mir in so einem Fall doch lieber dass der Wirkstoff zuvor an Tieren getestet wurde.
Ich stimme dir zu, wir brauchen keine Tierversuche für Tiernahrung oder Kosmetik. Aber selbst die Impfstoffe gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche, mit denen die meisten Katzenbesitzer ihre Fellnasen impfen lassen, wurden garantiert in einem Tierversuch getestet, bevor sie auf den Markt kamen.
Würdest du deine Katze mit dem Prototyp eines Impfstoffes impfen lassen? Vermutlich eher nicht oder?
Deinen letzten Satz unterschreibe ich! Das sollte und darf niemals vergessen werden!
LG,
Frau Flausch
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #82
Ein sehr interessanter Thread und ein extrem schwieriges Thema.
Ich bin Wissenschaftlerin in der Krebsforschung und dort werden natürlich viele Versuche mit Mäusen gemacht. Bisher habe ich zum Glück immer nur Projekte gehabt, bei denen ich alle Ergebnisse aus der Zellkultur bekommen konnte, aber viele meiner Mitarbeiter arbeiten tagtäglich mit Mäusen.
Ich hätte auch ein Riesenproblem damit, Mäuse zu einer bestimmten Zeit für einen Versuch zu opfern. Daher habe ich immer darum gebeten, ein Projekt zu bekommen, bei dem ich sowas nicht machen muss.
Ohne diese Versuche wüssten wir aber nur einen Bruchteil unseres jetzigen Wissenstandes über vererbbare Krankheiten, Mutationen die zu Krebs führen und wir hätten keinen einzigen Impfstoff.

Um mal zu beschreiben, wie ein Krebsmedikament getestet werden muss (sehr kurz umrissen):

Als erstes muss die Mutation, die zur Entwicklung des Krebs geführt hat, gefunden werden. Dazu arbeitet man mit Krebszellen, die aus einem Tumor entnommen wurden. Diese werden im Labor in Zellkulturflaschen kultiviert. Wenn man schon ungefähr weiß, welche Funktion in der Zelle gestört ist, kann man sich gezielt bestimmte Gene ansehen, in dem man DNA isoliert und diese dann sequenzieren lässt.
Findet man nun tatsächlich in einem dieser Gene eine Mutation, wird man eine intakte Form dieses Gens in die Zelle einbringen und falls es das richtige Gen ist, sollte die Zelle wieder normal funktionieren und sich nicht mehr unkontrolliert teilen.
Man wird dann in einer gesunden Zelle dieses Gen gezielt mutieren und sollte dann anders herum sehen, dass die Zelle anfängt sich unkontrolliert zu teilen.

Als nächstes kann man dann anfangen Medikamente zu testen, die eventuell die unkontrollierte Teilung dieser Zelle hemmen können. Das muss ein Medikament sein, was möglichst nur die Krebszelle abtötet und die gesunden Zellen nicht schädigt. Dafür ist es wichtig, genau zu wissen, warum diese Zelle sich so verhält. Das haben wir aber hoffentlich schon durch die Identifikation der Mutation herausgefunden. In so einem Fall gibt es sehr spezifische Medikamente (z.B. Antikörper, die dann ein 'kaputtes' Protein binden und es so inaktivieren). Solche Medikamente kann man nicht in einer Zellkultur testen, da Zellen in der Zellkultur ja nicht mehr Teil eines Organismus sind und es sehr wichtig ist herauszufinden, ob es Nebenwirkungen gibt und wie schnell das Medikament abgebaut wird (um zu etablieren, wie oft es gegeben werden muss).

Es wird aber nicht einfach so alles an Tieren getestet. Es gehen jahrelange Versuche in der Zellkultur voran, bis man dann irgendwann ans Tiermodell gehen kann.
Zudem gibt es an jeder Uni und jedem Forschungsinstitut Tierställe in denen die Tiere leben. Es sind eine ganze Reihe von Tierpflegern angestellt, die den Wissenschaftlern sehr genau auf die Finger schauen und das Wohl der Tiere über die Versuche stellen. Wenn das Tier leidet, wird der versuch abgebrochen.
Jeder Wissenschaftler muss einen 'Tierkurs' absolvieren, in dem er genau lernt, wie er mit den Tieren umzugehen hat.

Ich selber habe auch letztens von einer befreundeten Wissenschaftlerin gehört, dass sie im Tierkurs gelernt hat Blut bei Katzen abzunehmen. Die Vorstellung, dass Katzen in Käfigen gehalten werden, ließ es mir auch kalt den Rücken runter laufen.
Also, wie gesagt, ich kann mir auch nicht vorstellen, jemals auch nur eine Maus für einen Versuch zu töten, aber Fakt ist, dass wir ohne diese Versuche keinen einzigen Impfstoff und kein Medikament hätten. Das muss man einfach im Hinterkopf behalten.

Es geht sehr viel Geld in die Erforschung von Alternativen. Das ist aber kein einfaches Unternehmen, da man ein Modell finden muss, was den menschlichen Stoffwechsel ziemlich genau wiedergibt. Medikamente werden ja im Körper abgebaut und manchmal ist ein Abbauprodukt eines Medikaments toxisch. Auch muss man testen, wie viel man von einem Medikament/ Impfstoff geben kann, bevor es toxisch ist. Für so etwas braucht man einen funktionierenden Stoffwechsel.
Das heißt, das was im Moment stattfindet, ist quasi der Versuch eines Mittelweges: Solange es keine geeigneten Alternativen gibt, werden Tierversuchen sehr strenge Auflagen erteilt und diese werden durch die Tierpfleger forciert. Man muss für jeden Tierversuch einen sehr detaillierten Antrag schreiben und bevor dieser genehmigt ist, darf nichts getestet werden. Sobald es eine Alternative gibt, wird diese auch genutzt werden, denn Tierversuche sind mit sehr hohen kosten verbunden.

Das Tiere von der Straße eingefangen werden, ist für solche Versuche unvorstellbar. Man würde riskieren jedes Tier im Tierstall mit Krankheiten, Parasiten und Ungeziefer zu infizieren. Es wäre unmöglich darüber Herr zu werden.
Man kennt die genetische Ausstattung des Tieres nicht. Man müsste das Genom jedes einzelnen Tieres sequenzieren, was jeden finanziellen Rahmen sprengen würde.
Das Tierheimkatzen für die Studie der Uni Gießen als Träger verwendet wurden, finde ich ehrlich gesagt nicht dramatisch. Es wird in jedem Tierversuch darauf geachtet, dass die Tiere so wenig Stress wie möglich haben. Und es ist für die Entwicklung eines Impfstoffes notwendig mit betroffenen Tieren zu arbeiten. Was wäre die Alternative gewesen? Hätte man gesunde Labortiere mit der Krankheit infizieren sollen? So konnten die Tiere scheinbar in ihrer gewohnten Umgebung leben (mussten nicht dauerhaft in Laborkäfigen leben) und wurden nur für die erforderlichen Untersuchungen 'gestört'.

Hoffentlich ist das nicht zu lang geworden. Genau wie Frau Flausch hoffe ich, das ich nichts unvorsichtig formuliert habe... Bitte nicht böse werden :???:
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #83
Hallo Emilia,
danke Dir und allen, die sich hier solche Mühe geben, uns Laien einmal richtig aufzuklären über dieses brisante und wichtige Thema.

Nein, es wird hier niemand böse. Wenn man sachlich und verständlich von kompetenten Leuten informiert wird, sind wir schon ein ganzes Stück weiter.

Ich "höre" gern zu und weiß jetzt, daß meine geliebte Schwester ohne diese Versuche wahrscheinlich nicht mehr leben würde. Nun bin ich in einem Gewissenskonflikt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werden bereits erkrankte Tiere für diese Versuche eingesetzt, damit man die Wirksamkeit eines Medikamentes oder evtl. auch mehrerer Medikamente testen kann bzw. um an erkranktes Material zu gelangen.
Was mir dabei jetzt aber noch zu denken gibt ist, warum werden sie isoliert in Käfigen gehalten? Könnte es den Tieren nicht etwas angenehmer und erträglicher gemacht werden?
Was ich enorm wichtig und begrüßenswert finde ist, daß Tierpfleger auf das Befinden der Tiere aufpassen.

Es ist nicht ganz leicht, uns unwissenden und tierlieben Menschen, dieses Thema nahe zu bringen, weil wir immer an unsere geliebten Tiere denken müssen dabei.
Emilia ich rechne es Dir hoch an, daß Du als Wissenschaftlerin für Dich entschieden hast, nicht am lebenden Objekt zu forschen und das hier auch ganz ehrlich sagst.

Wenn am Ende dieser Forschung der Erfolg steht, dann habt Ihr mich zumindenstens zu 50 Prozent überzeugt. Und das ist im Moment schon sehr viel.

Ihr dürft gern weiter berichten und diskutieren.
Danke für Eure Ausführungen.

LG Ilona
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #84
Ich "höre" gern zu und weiß jetzt, daß meine geliebte Schwester ohne diese Versuche wahrscheinlich nicht mehr leben würde. Nun bin ich in einem Gewissenskonflikt.
Wenn ich es richtig verstanden habe, werden bereits erkrankte Tiere für diese Versuche eingesetzt, damit man die Wirksamkeit eines Medikamentes oder evtl. auch mehrerer Medikamente testen kann bzw. um an erkranktes Material zu gelangen.
Was mir dabei jetzt aber noch zu denken gibt ist, warum werden sie isoliert in Käfigen gehalten? Könnte es den Tieren nicht etwas angenehmer und erträglicher gemacht werden?
Was ich enorm wichtig und begrüßenswert finde ist, daß Tierpfleger auf das Befinden der Tiere aufpassen.

So wie ich es von Frau Flausch verstanden habe, waren die Tierheimkatzen, die bei dem Versuch der Uni Gießen als Trägertiere genutzt wurden, schon erkrankt.

In der Krebsforschung werden gesunden Tieren auch gezielt Tumorzellen gespritzt, damit dann verschiedene Therapien getestet werden können.
Man kann in Mäusen auch von vornerein ein bestimmtes Gen, welches unter Verdacht steht in mutierter Form Krebs auszulösen, ausschalten, so dass diese Tiere schon genverändert zur Welt kommen. Dann wird beobachtet, ob und wann sie Tumore bilden.
Es werden also durchaus auch gesund Tiere gezielt krank gemacht.
Aber wie gesagt, wir hätten keine einzige Krebstherapie ohne Tierversuche. Krebs ist heutzutage bei rechtzeitiger Diagnose (vor Metastasierung) sehr gut heilbar. Das verdanken wir den Tierversuchen. Auch die Tatsache, dass niemand mehr an Masern, Pocken etc. sterben muss, verdanken wir den Tierversuchen.

Es wird in der Forschung respektiert, wenn man sagt man möchte keine Projekte machen, bei denen Tierversuche durchzuführen sind. Darüber bin ich froh.
Ich habe allerdings auch sehr großen Respekt vor meinen Kollegen, die diese Versuche durchführen und das mit ihrem Gewissen vereinbaren müssen. Sie handeln auch im Dienste der Wissenschaft und wenn man jeden Tag an der Krebsstation vorbei läuft, nimmt man die Tierversuche in Kauf.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #85
Mit welcher Begründung und welchem Recht entscheidet ein Mensch über Leben und Tod eines Tieres? Was macht denn den Mensch so viel anders? Stelle sich jeder mal im Gedankenexperiment vor, dass morgen die Alliens unseren Planeten einnehmen. Sie sind mächtiger und intelligenter als wir und verfügen über bessere Technik. Wäre das die Rechtfertigung, dass Menschen gefangen und zu Menschenversuchen benutzt werden?

Nochmals, was unterscheidet uns vom Tier? Ist der Mensch selbst nichts anderes als ein "intelligentes Tier"? Und das "intelligent" würde ich angesichts des Zustandes der Natur und der Gesellschaft in der wir leben noch mal sehr kritisch hinterfragen.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #86
Mit welcher Begründung und welchem Recht entscheidet ein Mensch über Leben und Tod eines Tieres? Was macht denn den Mensch so viel anders? Stelle sich jeder mal im Gedankenexperiment vor, dass morgen die Alliens unseren Planeten einnehmen. Sie sind mächtiger und intelligenter als wir und verfügen über bessere Technik. Wäre das die Rechtfertigung, dass Menschen gefangen und zu Menschenversuchen benutzt werden?

Nochmals, was unterscheidet uns vom Tier? Ist der Mensch selbst nichts anderes als ein "intelligentes Tier"? Und das "intelligent" würde ich angesichts des Zustandes der Natur und der Gesellschaft in der wir leben noch mal sehr kritisch hinterfragen.

Das ist genau das Problem, was ich auch mit Tierversuchen habe und weshalb ich selber keine machen möchte.
Aber was ist die Konsequenz daraus? Würdest du, wenn du oder einer deiner Angehörigen eine schwere Krankheit hättest/ hätten, den Ärzten im Krankenhaus sagen, du möchtest keine Therapie bekommen, die an Tieren getestet wurden? D.h. würdest du dich deinem 'Schicksal' fügen und tatenlos auf den Tod warten?
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #87
Es betrifft ja nicht nur schwere Krankheiten. Du dürftest dich weder impfen lassen noch Antibiotika nehmen. ALLE Medikamente sind zuvor in Tierversuchen getestet worden.
Eine Welt ohne Tierversuche wäre schön. Aber die Konsequenz momentan wäre nunmal, dass es dann keine neue Entwicklung von Medikamenten mehr geben könnte, die Grundlagenforschung wäre bei nahezu Null oder die Menschen erklären sich bereit, dass an ihnen geforscht wird, an ihnen Medikamente getestet werden. Wärst du bereit das auf dich zu nehmen? Auf deine Familie?
Ja, Tiere sind auch Lebewesen mit Gefühlen. Aber mir persönlich ist das Leben meines Freundes zum Beispiel mehr Wert, als das einer Ratte. Das mag dir jetzt falsch erscheinen, aber ich setze an dem Punkt Prioritäten.
Es ist übrigens nicht so, dass die Tiere grundsätzlich allein und isoliert gehalten werden. Im Normalfall werden gesellige Tiere in Gruppen gehalten (bei Ratten zwischen 2 und 4 Tiere pro Gruppe) und wenn es irgendwie möglich ist, versucht man die Umgebung für die Tiere interessanter zu gestalten (enrichment). Das heißt, sie bekommen Nagemöglichkeiten und Versteckmöglichkeiten.
Es sind auch nicht nur die Tierpfleger, die sich um die Tiere kümmern. Jeder in Tierversuchen Tätige, den ich bis jetzt kennen gelernt habe, hat sich um seine Tiere gekümmert und dafür gesorgt, dass es den Tieren so gut wie möglich geht, dass eben kein Tier unnötig leidet. Und JEDEM ging es nah, wenn er ein Tier erlösen musste.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #88
Heute kam ein Mann auf unser Grundstück mit körben die er vor den Eingängen verteilte. Bei mir gingen alle Alarmglocken an. Es ist von Quo Vadis, ver. jugend und altenhilfe. Da ich schon gehört habe das dieser Verein zu den auffälligen vereinen gehört, hab ich eine frage. Wißt ihr wie ich herausfinden kann ob diese sammlung angemeldet ist, leider ist natürlich wochenende und die gemeinde hat bis montag geschlossen. Ich habe alle meine freunde gewarnt sie sollen ihre katzen die nächsten tage nicht rauslassen, viele haben mir nicht geglaubt. Ich habe gelesen das solche großen sammlungen angemeldet sein müßen. Wo kann ich mich am wochenende danach erkundigen. Weiß jemand einen Rat ? Lieben Dank :)
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #89

Katzenfängern auf der Spur -->> Daniel und Nad Bähner wollen Tierquäler überführen - Internetseite ab Sonntag online


Wollen den Tätern das Handwerk legen: Daniel und Nad Bähner bringen an diesem Wochenende eine Homepage an den Start, über die sie mit Menschen in Kontakt kommen wollen, deren Katzen ebenfalls verschwunden sind...



 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #90
Und nun bin ich wieder mal froh, dass meine Katzen zu Hause sind mit gesichertem Balkon...:mrgreen:
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #91
Also ich finde es nach wie vor in höchsten Maße ärgerlich, wenn zum wer weiß wie vielten Male eine noch niemals bewiesene und äußerst umstrittene Gefahr als wahre Tatsache hingenommen wird, aber die vielen anderen, scheinbar banalen Gefahren des täglichen Katzenalltags, weswegen pro Jahr hundertausende Katzen ihr Leben lassen müssen, die werden kategorisch ausgeblendet. Lieber glaubt man an die hirnrissigsten Geschichten als sich einfach an Tatsachen zu halten.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #92
Nun ja, wenn in einem gebiet innerhalb kürzester zeit 20-30 katzen verschwinden, finde ich das nicht abwegig. was sollen die gemacht haben, gemeinschaftlichen Selbstmord?
Und das so etwas oft in zusammenhang mit den kleidersammlungen beobachtet wird, ist auch eine tatsache.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #93
Und wo sollen die Katzen gelandet sein? Jetzt sag bitte nicht: "In einem Tierversuchslabor". Ich habe auf den vorherigen Seiten schon erklärt, warum das nicht so ist. Kurz zusammengefasst: Für einen Tierversuch muss die Anzahl der Variablen so klein wie möglich sein. Tiere ohne bekannten genetischen Hintergrund und ohne bekannten Gesundheitsstatus (und genau das sind Tiere, die draußen rumlaufen) ermöglichen KEINE belastbaren Ergebnisse, da es zu viele unbekannte Faktoren gibt. Kein Wissenschaftler würde unter den Bedingungen einen Versuch machen!
Es tut mir echt wahnsinnig Leid, wenn immer wieder Tiere verschwinden. Aber ihr müsst die Ursachen an anderer Stelle suchen. Sie landen definitiv nicht in einem Labor!
Lg
Frau Flausch
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #94
Die Gerüchteküche brodelt seit Jahren, genauso wie der Swiffer-Hoax. :sad:




Mal noch ein Auszug aus Mausis Link:

Seit dem Pfingstwochenende ist nun auch die dritte Katze, Ada, spurlos verschwunden. Tragisch daran: Das Tier hatte gerade fünf Junge bekommen.

*hmpf*
Ein Muttertier, höchstwahrscheinlich immer noch nicht kastriert und wieder rollig, im Freigang. Ob die Kater kastriert waren, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich habe Zweifel.

Aber anstatt gleich von Tierquälern zu schreiben, würde ich mir erstmal an die eigene Nase fassen.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #95
es müssen nicht zwingend labore sein, fellverwertung reicht schon.
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #96
Fellverwertung von - entschuldigung dafür! - "stinknormalen 08/15" - Hauskatzen? Ehrlich jetzt?
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #98
Ich sehe in den beiden Links keinen Beleg dafür, dass es sich bei den Katzenfellen um das Fell von Hauskatzen handelt, die während des Freigangs geklaut wurden.
Auf der Seite des Tierschutzes Biberach steht zwar
Der Verdacht liegt nahe, dass viele Katzen Opfer von Katzenfängern werden.
aber das ist eine Behauptung, die einfach in den Raum gestellt wird. Nirgends steht, woher sie diese Information nehmen und welche Beweise sie dafür haben. Es ist immer leicht, Behauptungen aufzustellen und den Leuten Angst zu machen.
Bei den Überlegungen, wohin und warum Freigängerkatzen verschwinden, sollten erst einmal die wahrscheinlichen Gründe durchdacht werden (überfahren, von anderen angefüttert, etc.) und nicht eine große Panikmache über angebliche Tierfänger gestartet werden.

@mmk: Danke, dass du den Link eingestellt hast! Der Artikel ist wirklich lesenswert.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #99
Das heißt Du kannst es ausschliessen? Nur weil es nicht bewiesen ist, gibt es das nicht?
Nur weil es keine Beweise gibt, beweist das nicht , das es das nicht gibt.
Wie erklärst du dann Anhäufungen von verschwundenen Katzen an bestimmten Orten?
 
  • TIERFÄNGER sind unterwegs Beitrag #100
Dass Katzen nicht in Versuchslaboren landen schließe ich aus, weil ich WEISS, dass es nicht so ist. Dass sie nicht für die Fellproduktion gefangen werden schließe ich aus, weil ich keinen Markt für Felle von Freigängern sehe. WENN ich mir eine Katzenfelldecke kaufen wollte (ich sage jetzt nicht, dass ich das machen würde! Nur WENN), dann wäre das sicher keine, die aus verschiedenen Hauskatzen zusammengestückelt ist, deren Fell durch ihren Aufenthalt draußen gelitten hat. Und wenn ich Katzenfelldecken produzieren wollte, würde ich sicher nicht das Fell von Freigängerkatzen verwenden, die auch schonmal mit anderen Katzen eine Meinungsverschiedenheit haben oder mal wo hängen bleiben und deren Fellqualität daher nicht mehr so super ist (das soll jetzt keine Beleidigung der Felle eurer Freigänger sein!). Außerdem überleg doch mal: Die Kosten, Katzen mit gleicher Fellfarbe, -qualität etc. im Ausland irgendwo zu vermehren und dann deren Fell zu nutzen sind bei weitem geringer als die Kosten und Arbeitszeit, Fangaktionen zu starten. Die Leute müssten stundenlang auf der Lauer liegen, brauchen dafür geeignete Fahrzeuge, sollen nicht auffallen und müssen in dann auch noch die Katzen fangen, die sie für ihre angebliche Fellproduktion verwenden können. Ganz schön viel Aufwand und ganz schön hohes Risiko (btw. wenn ich dem Link von mmk glauben schenken darf, hat noch NIEMAND einen Tierfänger erwischt. Wie ist das wohl möglich?), wenn es doch so viel einfacher und billiger gehen würde, meinst du nicht auch?
Hast du dir den Link von mmk mal durchgelesen? Willst du behaupten, dass du 2,5 Jahre Recherche der Katzensuche Solingen für den Müll waren, weil sie es nicht richtig gemacht haben? Hast du selbst recherchiert und was anderes herausgefunden? Wenn ja, was sind deine Quellen und wie belegst du sie? Was ich da lese (und ganz offensichtlich beschäftigen die sich sehr ausgibig mit verschwundenen Katzen. Kannst du das von dir auch in dem Maße behaupten?) reicht mir als Beleg dafür, dass die Aussage (ich wage sogar zu sagen: die Panikmache) "Katzenfänger haben hier alle Katzen aufgesammelt" nicht zutreffen kann.
 
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