Mein Kater Fynn hat es nicht geschafft ...
Ich bin so unendlich traurig. Mein Kopf ist leer und doch so voll mit allen Gedanken und Erinnerungen an meinen ganz besonderen Kater. Mein Katerchen ist nur 2 Jahre und 9 Monate alt geworden. Bis Donnerstag letzter Woche war alles gut, ihm ging es gut. Fynn, ein weißer Birma Kater, so süß, so lieb, so ganz besonders. Als ich ihn das erste Mal gesehen habe, war er 6 Wochen alt. Er fiel mir direkt auf und auch wenn er ohne Unterbrechung immer miaut hat, habe ich mich für ihn entschieden. "Er wird es schon noch drangeben..." dachte ich und es kam anders. Schon auf der Autofahrt, als ich ihn und seine Schwester Fee nach Hause holte (da waren die beiden 14 Wochen jung) miaute er laut und lauter und am lautesten. Fee hat einmal, kaum hörbar mau gemacht. Beide Kätzchen eroberten ihm Sturm unsere Herzen und aller, die sie sahen. Und Fynn war immer der Liebling . Er wirkte von Anfang an einwenig zerstreut, einwenig tollpatschig und sein kleiner Silberblick ließ ihn so anders sein, als seine Schwester. Ihn konnte man nehmen, sanftmütig und geduldig wie er war, sein Miauen und sein Blick waren so unterschiedlich, aber einfach einzigartig und alle die ihn kannten liebten ihn aus diesem Grund.
Am Freitag ging es ihm gar nicht gut und mein Mann (ich war nicht da) hat ihn direkt in die Tierklinik gebracht. Er weinte (wir auch) und krümmte sich vor Schmerz. Wir dachten, er hat wieder einen Darmverschluss, so wie vor 10 Wochen, als er operiert werden musste und dann nach 5 Tagen erst wieder zu uns kam als kleines Häufchen Elend. Wir haben ihn dann aufgepäppelt und die letzten Wochen hat er sich so gut erholt und war wieder der alte. Freitag bis Sonntag wurde er untersucht, stabilisiert, schmerzfrei gestellt, infundiert, aber so richtig wussten die Ärzte auch nicht was ihm fehlt. Sonntag durften wir ihn nach Hause holen, weil er nicht gefressen hatte und der Versuch gestartet werden sollte, dass er bei uns wieder zu Kräften kommt. Das gelang aber nicht, im Gegenteil, Montag war er so schwach, dass er nicht mehr auf seinen Beinchen stehen konnte. Wieder in die Tierklinik. Fassungslos und ratlos waren die Ärzte. Ich habe ständig telefoniert und mich nach ihm erkundigt und letztendlich besteht der Verdacht, dass er FIP hatte. Letzte Nacht kam zur Flüssigkeit an der Lunge, der Schwäche eine Atemnot und um 3 Uhr ging es ihm schlecht. Er konnte kurz stabilisiert werden, dann um 6 rief die Ärztin an. Ich habe mich mit meiner Tochter auf den Weg gemacht und wollte ihm beistehen, doch er war schon ohne Bewusstsein als wir losfuhren und als wir bei ihm ankamen, lag er wie schlafend in eine Decke gehüllt, er hatte es nicht mehr geschafft. Fynn hat es nicht mehr geschafft...
Wir haben ihn heute am schönsten Platz in unserem Garten begraben, mit Blumen und Tränen bedeckt und werden ihn so immer in unserer Mitte haben.
Ich habe so Angst, dass unserer kleinen Fee nun dies auch passiert. Die Ergebnisse stehen noch aus und die Tierklinik wird uns noch Bescheid geben. Bitte nehmt sie mir nicht auch noch weg. Armes kleines Katzenmädchen, jetzt so alleine, ohne Bruder. Sie wird nun mit unseren Hunden spielen müssen und ich werde mich jetzt noch viel viel mehr um sie kümmern. Gleich rufe ich sie und dann folgt sie mir auf Schritt und Tritt.
Fynni wir lieben Dich und sind unsagbar traurig dass Du nicht mehr da bist. Du warst und bist was ganz Besonderes. "Fly to a higher Place, heaven's not enough - Fynni, flieg zu einem höheren Platz, der Himmel ist nicht genug". Danke dass Du bei uns warst...
Danke, dass ich hier die Möglichkeit habe mir meinen Kummer von der Seele zu schreiben...