Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread)

Diskutiere Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) im Zucht und Genetik Forum im Bereich Katzenzucht und Nachwuchs; Jepp, Weiß ist eine zugelassene Farbe bei den Europäern/EKH: www1.fifeweb.org/dnld/std/EUR.pdf Hätte mich auch gewundert, wenn nicht. Schließlich...
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #981
Aber nun gut. Wenn weiße Katzen also rasserein gezüchtet werden, muss ich dann wohl davon ausgehen, dass meine Susi (hier noch mal ein Bild zur Erinnerung> ) aus einer unverantwortlichen Weißkatzen-„Zucht“ stammt? Oder ist es möglich, dass jemand weiße katzen nur auf das Merkmal WEISS züchtet, von der „Rasse“ her aber bei der Hauskatze bleibt?

I
Sicher gibt es die Möglichkeit, dass ein EKH-Züchter auch einmal ein weißes Tier im Wurf hat (Mutation) oder bewusst mit einem solchen züchtet, aber ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob die Farbe bei den EKHs zugelassen ist. Müsste ich mal nachschauen.

Jepp, Weiß ist eine zugelassene Farbe bei den Europäern/EKH: www1.fifeweb.org/dnld/std/EUR.pdf

Hätte mich auch gewundert, wenn nicht. Schließlich gibt es auch viele weiße Hauskatzen, gerade weil auch Menschen, die keine Ahnung von Zucht haben, gerne weiß auf weiß setzen, da so hübsch... (Die unverantwortliche Weißkatzen-Vermehrung bei Hauskatzen, die virra wahrscheinlich meinte.) Bei uns in der Gegend z.B. sind weiße Hauskatzen gar nicht selten sondern eher häufig anzutreffen.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread)

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  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #982
Wieviele weiße Katzen kommen denn schon in einer Rasse wie z.B. BKH vor? Ich kann mir echt nicht vorstellen, dass da genug Auswahl ist.

Ich kenne jetzt den Anfang dieser Geschichte nicht - aber kann es sein, dass dir nicht bewusst, dass man nur eine weiße Katze braucht, um Weiß zu züchten?

Deine Frage nach der "Auswahl" hört sich so an, als würdest du glauben, dass man zwei weiße Katzen bräuchte. Tatsache ist, dass seriöse Weißzüchter NIE mit zwei weißen Tieren züchten würden, weil dass das Taubheitsrisiko absolut vervielfacht. Wer es ganz ernst nimmt, verpaart Weiß auch nur mit Vollfarben (also Schwarz, Rot, Chocolate und Cinnamon) und meidet sogar die Verdünnung und auch die Weißscheckungen.

Aber davon mal abgesehen, ist es denn legitim, dass man immer das Risiko in Kauf nimmt taube Katzen zu produzieren, blos weil man unbedingt weiße haben will und die dann auch noch rasserein sein sollen?

Rein aus der Sicht der Züchterethik heraus finde ich es (persönlich) NICHT legitim. Meines Erachtens nach weiß man viel zu wenig über Hintergründe der Taubheit. Seriöse Weißzüchter kennen ihre Linien in- und auswendig, Linien, die über Jahre hinweg hörend getestet werden - und dann - plötzlich und unerwartet ist doch mal ein taubes Kitten dabei.

Ich bin der Ansicht, dass das Risiko einfach zu groß ist und man es deshalb defintiv lassen sollte. Insbesondere bei den Briten gibt es so viele tolle Farben - und wenn es doch "weiß" sein soll, dann kommen Tiere in chinchilla in einer verdünnten Farbe so dicht da dran - und bei bedarf als chinchilla Points auch noch mit blauen Augen - ohne das geringste Taubheitsrisiko. Da ist reines Weiß absolut unnötig.

Aber nun gut. Wenn weiße Katzen also rasserein gezüchtet werden, muss ich dann wohl davon ausgehen, dass meine Susi (hier noch mal ein Bild zur Erinnerung> ) aus einer unverantwortlichen Weißkatzen-„Zucht“ stammt? [/QUOTE]

Hier verstehe ich jetzt den Zusammenhang nicht .... heißt das, dass deine Katze ist eben icht "rasserein" - das heißt ja auf jeden Fall, dass sie keine Papiere hat und somit (völlig unabhängig von ihrer Farbe) NICHT von einem seriösen ZÜchter stammen kann .... oder verstehe ich etwas nicht??

Grüße,
Nic
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #983
Es gibt aber eben auch weiße Katzen, die nicht häufiger taub sind als andere (waren das nicht die TUA?) - und auch weiße Orientalen sind da (wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe) nicht zwingend betroffen, im Gegensatz zu weißen Siamesen - aber nagle mich nicht darauf fest, da bin ich noch ganz weit am Anfang mit dem Lernen.

Ach, so, jetzt verstehe ich das auch mit der "Auswahl", da wusste ich so gar nicht, was gemeint war, aber klar wenn man meint, man müsse weißxweiß verpaaren :shock: - davon bin ich jetzt nicht ausgegangen, da virra ja die Seite von Schneesturm verlinkt hatte - ich bin davon ausgegangen, dass sie sich dort eingelesen hätte.
 
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  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #984
Erstmal vielen Dank für eure aufklärenden Antworten.

Ja, ich bin davon ausgegangen, dass man 2 weiße miteinander verbandeln müsste, damit wieder weiße dabei rauskommen. Habe in der besagten Seite zwar gelesen, aber ich habe sicherlich nicht ALLES gelesen, und habe auch keine Kenntnisse übers Züchten. Bin halt von dem bissl ausgegangen, was man in der Schule in Bio so mitbekommen hat und naja dominat und rezessiv – also das was man halt mal so gehört hat. Da drängte sich das natürlich auf, dass man 2 weiße brauchen würde. So, wie bei einem dunklen und einem hellen Menschen ja meist die Nachkommen auch eher dunkler werden als hell …

Was die Susi angeht: Nee, die scheint wohl keine Papiere zu haben. Die ehemaligen Eigentümer (also der Mann von denen) hat nur mal nen blöden Spruch gemacht, als ich angeregt hatte, dass Susi offiziell in meinen Besitz übergehen sollte, ungefähr so: Örks, murmel, da muss ich mal meine Frau erst fragen, immerhin haben wir für die Katze mal viel Geld bezahlt … (Ich hatte das Thema dann erstmal ruhen lassen, bis es sich ergab SIE mal drauf anzusprechen und sie war total anders drauf, hat mir gleich die Papiere gegeben und gesagt, wenn ich Hilfe bräuchte um sie bei Tasso umzumelden etc, würde sie mir auch ein Schreiben aufsetzen oder sowas. Susi ist inzwischen offiziell meine.)

Bis zu dieser Aussage war ich halt immer davon ausgegangen, dass Susi halt ne Wald- und Wiesen Hauskatze ist, die nur zufällig weiß ist. Und als ich dann bissl geforscht habe, bin ich auf besagte Seite gestoßen und habe erfahren, dass es Züchter gibt, die weiße Katzen herstellen und dass das auch nicht unproblematisch ist. Susi hat halt, soweit ich das beurteilen kann, keine Rassenmerkmale, außer eben die einer typischen Hauskatze (falls man das so sagen kann). Und dann hatte ich halt Kopfkino, weil Susi offensichtlich nicht toll sozialisert wurde und die Nachbarn mal erwähnten dass sie sie a) aus dem Internet haben und b) sie angeblich schon mehrfach den Besitzer gewechselt hatte bevor sie zu ihnen kam. Und da ist mir irgendwie der Kamm bissl geschwollen und so denke ich eben manchmal drauf rum, wie man sowas machen kann, weiße Katzen züchten, und dass ich das nicht dolle finde und auch nicht unterstützen würde, indem ich ne weiße Katze aktiv suchen würde.

Immerhin gibts ja auch haufenweise seriöse Züchter, die Katzen mit zu kurzen Nasen herstellen oder Katzen mit zu engem Becken und das ist dann alles gesellschaftlich akzeptiert und so ein Züchter tut in meinen Augen auch etwas, das ich verurteile. Ich habe auch was gegen nackte Katzen und gegen Hunde, die dieses oder jedes Handikap haben, wo es aber als ok gilt, weil die „Rasse halt so ist“ (Beispiel Dalmatiner, deutsche Dogge oder Mops um nur mal ein paar zu nennen).

Achsoja, Susi ist weder taub noch sonstwie behindert. Sie hört gut, wenn sie will. Ich hab halt nur öfter Mitleid mit ihr, wenn sie sich sichtlich langweilt, aber sie ist wohl zur Einzelkatze verdammt. Naja, wenigstens kann sie sich draußen mit den Nachbarskatzen prügeln, wenn sie Lust dazu hat (schwacher Trost).
 
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  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #985
Ja, ich bin davon ausgegangen, dass man 2 weiße miteinander verbandeln müsste, damit wieder weiße dabei rauskommen.

Naja - im Gegensatz zu Saurier bin ich drauf trainiert, falsche "Grundanahmen" zu erkennen :mrgreen::mrgreen:

Bin halt von dem bissl ausgegangen, was man in der Schule in Bio so mitbekommen hat und naja dominat und rezessiv – also das was man halt mal so gehört hat. Da drängte sich das natürlich auf, dass man 2 weiße brauchen würde. So, wie bei einem dunklen und einem hellen Menschen ja meist die Nachkommen auch eher dunkler werden als hell …

*hüstel .... ich sag jetzt mal so ... wenn du das mit dominant und rezessiv WIRKLICH mitbekommen hättest ... naja - aber lassen wir das jetzt :mrgreen:
Ach ja ... und die Vererbung der Hautfarbe passiert eben genauso nicht ... also da gibt es kein dominates oder rezessives Gen. In dem Fall wäre es nämlich möglich, dass z.B. zwei Schwarze ein weißes Kind bekommen könnten. Hier reden wir über einen ganz anderen Erbgang, als die Farbvererbung der Katze.

Was die Susi angeht: Nee, die scheint wohl keine Papiere zu haben. Die ehemaligen Eigentümer (also der Mann von denen) hat nur mal nen blöden Spruch gemacht, als ich angeregt hatte, dass Susi offiziell in meinen Besitz übergehen sollte, ungefähr so: Örks, murmel, da muss ich mal meine Frau erst fragen, immerhin haben wir für die Katze mal viel Geld bezahlt … (Ich hatte das Thema dann erstmal ruhen lassen, bis es sich ergab SIE mal drauf anzusprechen und sie war total anders drauf, hat mir gleich die Papiere gegeben und gesagt, wenn ich Hilfe bräuchte um sie bei Tasso umzumelden etc, würde sie mir auch ein Schreiben aufsetzen oder sowas. Susi ist inzwischen offiziell meine.)

Also nur, damit wir hier auch wirlich die gleiche Sprache sprechen: wenn wir Papiere sagen, meinen wir einen Stammbaum - nicht einen Kaufvertrag oder den Impfausaus.

Bis zu dieser Aussage war ich halt immer davon ausgegangen, dass Susi halt ne Wald- und Wiesen Hauskatze ist, die nur zufällig weiß ist.

Genau das ist sie auch ohne Papiere ...

Und als ich dann bissl geforscht habe, bin ich auf besagte Seite gestoßen und habe erfahren, dass es Züchter gibt, die weiße Katzen herstellen und dass das auch nicht unproblematisch ist.

"Herstellen" ist ja jetzt wirklich ne lustige Formulierung :mrgreen:

Und dann hatte ich halt Kopfkino, weil Susi offensichtlich nicht toll sozialisert wurde und die Nachbarn mal erwähnten dass sie sie a) aus dem Internet haben und b) sie angeblich schon mehrfach den Besitzer gewechselt hatte bevor sie zu ihnen kam. Und da ist mir irgendwie der Kamm bissl geschwollen und so denke ich eben manchmal drauf rum, wie man sowas machen kann, weiße Katzen züchten, und dass ich das nicht dolle finde und auch nicht unterstützen würde, indem ich ne weiße Katze aktiv suchen würde.

Du solltest vielleicht zwischen züchten und vermehren unterscheiden. Ich persönlich bin zwar, aus oben erwähnten Gründen, kein Freund von Weißzucht (insbesondere nicht bei Rassen, bei denen es farblich echte Alternativen gibt) - aber wer ohne Sinn und Verstand rumvermehrt ... der vermurkst sowieso alles - mal ganz abgesehen von der Farbe - also das ist nicht besser, wenn es eine andere Farbe ist.

Immerhin gibts ja auch haufenweise seriöse Züchter, die Katzen mit zu kurzen Nasen herstellen oder Katzen mit zu engem Becken und das ist dann alles gesellschaftlich akzeptiert und so ein Züchter tut in meinen Augen auch etwas, das ich verurteile.
Ich habe auch was gegen nackte Katzen und gegen Hunde, die dieses oder jedes Handikap haben, wo es aber als ok gilt, weil die „Rasse halt so ist“ (Beispiel Dalmatiner, deutsche Dogge oder Mops um nur mal ein paar zu nennen).

Auch hier solltest du die Sache etwas differenzierter sehen - und Dinge nicht nur auf Grund von sehr dünnem Halbwissen unterscheiden. Mir persönlich ist es scheißegal, ob irgendetwas "gesellschaftlich" akzeptiert ist oder nicht - wenn es dem Tier nicht gut tut, dann gehört es nicht gezüchtet!

So ... jetzt ist es aber bei Katzen mit kurzen Nasen nicht zwingend so, dass sie eine Beeinträchtigung haben - Katzen mit zu engen Becken kenne ich jetzt nicht - ich weiß nur, dass es in der Hundezucht Rassen gibt, die auf Grund angezüchteter Merkmale a) nicht auf normalen Wege trächtig werden können und b) kaum normal gebären können und deshalb fast ausschließlich Kaiserschnitte haben. Das finde ich absolut pervers und gehört für mich verboten.

Könnten dir dein Vorurteile bei den Nacktkatzen wieder einen Streich spielen?? Diese Tiere sind durch absolut gar nichts eingeschränkt und es gäbe keinen Grund, sie nicht zu züchten. Hier ist oft ein "oh wie ekelig" der Grund, warum die Zucht gleich verbieten möchte.

Hunde die durch Selektion z.B. so kurz gezüchtet werden, dass sie kaum Luft kriegen bzw. an einer OP nicht vorbei kommen, weil das Gaumensegel nicht mehr in den kurzen Fang passt, lehne ich absolut ab. Oder Tiere, die neurologische Ausfälle haben, weil die Köpfe so klein gezüchtet werden, dass das Gehirn nicht mehr wirklich reinpasst .... leider läuft sowas alles unter dem Deckmantel der "seriösen VDH-Züchter". Bei Katzen gibt es das allerdings in dieser Form so gehäuft nicht. Da fallen mir jetzt wirklich nur die Weißen ein - oder aber die Folds, die meiner Ansicht nach auch absolut verboten gehören.

Grüße,
Nic
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #986
Könnten dir dein Vorurteile bei den Nacktkatzen wieder einen Streich spielen?? Diese Tiere sind durch absolut gar nichts eingeschränkt und es gäbe keinen Grund, sie nicht zu züchten. Hier ist oft ein "oh wie ekelig" der Grund, warum die Zucht gleich verbieten möchte.


Grüße,
Nic


Da ich mittlerweile Nackies persönlich kennen lernen durfte stimme ich Dir uneingeschränkt zu.
Tolle Tiere und durch absolut nichts eingeschränkt. Mich hatte früher auch eher das Aussehen abgeschreckt, aber mittlerweile bin ich tatsächlich ein Fan geworden. Selten so lebhafte und verschmuste Katzen gesehen :-D
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #987
Das Thema mit der "bösen" Weißzucht ist vor vielen Jahren deshalb hoch gekocht, weil eine Züchterin meinte, BEWUSST taube Katzen züchten zu wollen, weil die ja viel weniger schreckhaft sind und Taub x Taub verpaart hat!!! :shock:
Dass so etwas ein absolutes NO-GO sein sollte, brauche ich hoffentlich nicht extra erläutern.

Aber als "Weißzüchter" möchte ich meinen unmaßgeblichen Senf auch noch mal zum Thema beitragen, auch auf die Gefahr hin, dass man mich als "Tierquäler" mit Steinen bewerfen wird. :cry:

Zucht bedeutet das Erhalten und Verbessern einer bestimmten Varietät, erreichbar durch gezielte Selektion. Natürlich soll und darf so etwas nicht zu lasten der Tiere gehen, indem man bewusst Merkmale hin oder weg züchtet und dadurch Leid verursacht.
Die Weißzucht sehe ich da allerdings ein wenig anders. Ich züchte nicht bewusst etwas, damit die Tiere taub werden, im Gegenteil - alle weißen Tiere, die in meinem Haushalt geboren werden, werden audiometrisch getestet, immer in der Hoffnung, dass dadurch das Risiko für taube Nachkommen nicht höher ist als bei farbigen Katzen auch. Wer von uns lässt denn bitte farbige Katzen auf Hörfähigkeit testen? Und wem der vehementen Weißzuchtgegner ist wirklich bewusst, wie gut eine taube Katze ihre Taubheit verbergen kann? Klatschtest - dass ich nicht lache! Der Windzug der Bewegung der Hände reicht der Katze aus, um den Kopf zu drehen. Wie viel Prozent der farbigen Kätzchen taub oder schwer hörig sind, hat niemand jemals so streng kontrolliert, weil da eben kein Züchter hingegangen ist und versucht hat bewusst taube Katzen zu züchten. Nur so nebenbei. ;-)

Ja, das Risiko taub zu sein ist bei weißen Katzen, aus noch nicht abschließend geklärten Ursachen scheinbar erhöht. Aber soll man eine solche Varietät deshalb aussterben lassen? Sollte man nicht eher versuchen, sie so gesund als möglich weiter zu erhalten, bis die Forschung vielleicht noch mal wieder einen Schritt weiter ist und endlich heraus gefunden hat, woher das erhöhte Risiko kommt, damit man dann (sinnvoll) entscheiden kann, ob und wenn wie man diese Farbe ohne das bescheuerte Damoklesschwert der Taubheit weiter erhalten kann?

Kein weißes Kätzchen wird ohne audiometrischen Test mein Haus verlassen. Auch wenn ich noch keines hatte, bin ich mir bewusst, dass es auch meine Katzen nach X Generationen ohne taube Kätzchen noch treffen kann, aber wenn wir immer alles "ausmerzen", was nicht wie gewünscht funktioniert, dann kommen wir irgendwann an einen Punkt, wo nicht mehr viel übrig ist. :-(

Und wenn mir jetzt jemand sagt, dass man fast weiße Katzen auch über die Farbvarietät des "shaded" bzw. "chinchilla", also über silber züchten kann, dann sage ich "ja, ich weiß", aber es ist eben nur "fast weiß" und in manchen Rassen nicht wirklich vertreten.
Und wenn wir mal ehrlich sind, dürften noch viele andere Varietäten nicht gezüchtet werden, weil sie Probleme haben KÖNNTEN (nicht müssen). :shock:

Vielleicht irre ich, wenn ich glaube, dass es langfristig einen Weg geben sollte, reinweiße Katzen ohne Taubheitsproblemtik züchten zu können, weil die Forschung immer mehr und weitere Fortschritte macht, vielleicht bin ich ein schlechter Mensch, weil ich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein gewisses Restrisiko in Kauf nehme, dass eines der Katzenkinder taub sein könnte, aber wenn wir Züchter mal ehrlich sind - gehen wir nicht mit jeder Verpaarung immer ein (natürlich gegebenes) Restrisiko ein, dass ein Kätzchen ein Problem haben könnte?

Mutter Natur ist grausam und so sehr wir uns immer wieder bemühen, sie auszutricksen, sie lässt sich am Ende nicht austricksen.

Jede getestete genetische Erkrankung kann auch immer spontanmutiert "einfach so" auftreten. Das ist bei Tieren nicht anders als beim Menschen. Wir können uns tot testen, können alles menschenmögliche machen, um Leid und Elend zu verhindern, aber Mutter Natur sitzt am längeren Hebel und zuckt nicht mit der Wimper, wenn nicht perfekte Wesen auf die Welt kommen. Wenn "nicht perfekt" (in unseren Augen) zäh genug ist, entsteht wieder etwas ganz neues, oft sehr Liebenswertes.

Langer Rede, kurzer Sinn - ich denke schon, dass man weiße Katzen weiter züchten sollte, weil sie es genau wie viele andere Varietäten verdienen, dass man sie erhält. ABER ich finde, dass dies wirklich in SEHR verantwortungsbewusste Hände gehört, wo wirklich alles - dem aktuellen Wissensstand angepasste - gemacht wird, um das Risiko der Taubheit so gering wie möglich zu halten, um so wenig wie möglich Leid zu erzeugen (aber sollte das nicht eigentlich immer gelten?).
Dazu gehören bei der Weißzucht neben den üblichen genetischen Kenntnissen vorrangig die audiometrischen Tests und die Konsequenz, dass wirklich nur mit voll hörfähigen Tieren gezüchtet wird, die Vermeidung von Verpaarungen Weiß x Weiß und Weiß x Scheckungsweiß, weil diese das Risiko für Taubheit deutlich erhöhen können.

Weiße Katzen sind übrigens nicht nur optisch etwas Besonderes - zumindest bei meinen Rassen sind die Weißen auch charakterlich auffällig anders - noch offener, verschmuster, anhänglicher und irgendwie völlig tiefenentspannt. :idea:

Nun dürft Ihr Eure Steine holen und los legen. ;-)
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #988
Langer Rede, kurzer Sinn - ich denke schon, dass man weiße Katzen weiter züchten sollte, weil sie es genau wie viele andere Varietäten verdienen, dass man sie erhält. ABER ich finde, dass dies wirklich in SEHR verantwortungsbewusste Hände gehört, wo wirklich alles - dem aktuellen Wissensstand angepasste - gemacht wird, um das Risiko der Taubheit so gering wie möglich zu halten, um so wenig wie möglich Leid zu erzeugen (aber sollte das nicht eigentlich immer gelten?).
Dazu gehören bei der Weißzucht neben den üblichen genetischen Kenntnissen vorrangig die audiometrischen Tests und die Konsequenz, dass wirklich nur mit voll hörfähigen Tieren gezüchtet wird, die Vermeidung von Verpaarungen Weiß x Weiß und Weiß x Scheckungsweiß, weil diese das Risiko für Taubheit deutlich erhöhen können.

Weiße Katzen sind übrigens nicht nur optisch etwas Besonderes - zumindest bei meinen Rassen sind die Weißen auch charakterlich auffällig anders - noch offener, verschmuster, anhänglicher und irgendwie völlig tiefenentspannt.

Wenn man das so verantwortungsvoll macht wie Du, ist da was dran.
Meine Befürchtung ist nur, dass nicht jeder Züchter so verantwortungsvoll ist.
Nun dürft Ihr Eure Steine holen und los legen. ;-)
Glaube nicht, dass es hier zu einer Steinigung kommt, Du hast das sehr schön erklärt, auch wenn meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der "Weißzucht" immer noch überwiegen.

Ich werfe mal ein Gummibärchen.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #989
Weiße Katzen sind übrigens nicht nur optisch etwas Besonderes - zumindest bei meinen Rassen sind die Weißen auch charakterlich auffällig anders - noch offener, verschmuster, anhänglicher und irgendwie völlig tiefenentspannt. :idea:

Nun dürft Ihr Eure Steine holen und los legen. ;-)

Dann fange ich die Steine mit auf :wink: Als ehemalige Dosi eines weißen ( tauben ) Katers finde ich weiße Katzen einfach toll. Unser war charakterlich genau so, wie es sein Name aussagt :mrgreen: ( allerdings auch absolut anhänglich und verschmust )Aber, wie Du schon geschrieben hast gehört es nur in die Hand verantwortungsvoller Züchter. Aber wie verhindert man bei den Lastramis ( unser Rambo war ein Bauernhofkater ) die ungehinderte Vermehrung ? Auch seine ebenfalls weiße Mutter und Schwester waren wahrscheinlich taub und gerieten wohl aus diesem Grund unter die Räder :cry: Das Thema Kastration war für den alten Bauern ein absolut rotes Tuch :evil: Zumindest wollte er sich keine neuen Katzen mehr anschaffen. Rambo und sein grau-weißer Bruder waren die Letzten.
 
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  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #990
Glaube nicht, dass es hier zu einer Steinigung kommt, Du hast das sehr schön erklärt, auch wenn meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit der "Weißzucht" immer noch überwiegen.
Nun, dann muss man aber an der Zucht per se zweifeln. Denn passieren kann trotz aller Umsicht immer etwas und wie ein Liebhaber mal zu mir sagte "Leben ist Risiko". Die Frage ist aber immer, wie gehe ich mit dem "Ergebnis" um? Manche Züchter wollen keinen "Schandfleck" und lassen, mit keinem Respekt vor dem Leben, auch durchaus gut lebensfähige, behinderte (egal welche Form von Behinderung) Katzenkinder einschläfern. Andere prüfen, ob das Tier eine gute Lebensqualität hat und wenn ja, dann wird es entweder behalten oder ein adäquater Platz dafür gesucht. Ich hatte mal ein Katerchen mit einer behinderten Vorderpfote - aus dem ganzen Wurf hatte er das sonnigste Gemüt und hat sich prima mit seinem Handicap zurecht gefunden, er kannte es nicht anders. Seine Menschen lieben den inzwischen gut 8 Jahre alten Kerl abgöttisch und haben ihre Entscheidung für ein HandiCat niemals bereut!

Manchmal frage ich mich, ob sich zukünftige Eltern vor dem Zeugen ihrer Kinder so viele Gedanken machen, wie SERIÖSE Züchter vor der Verpaarung von Katzen - angefangen von Tests bis hin zu Stammbaumrecherche. Und ich würde mal vermuten - NEIN! ;-)
Auch wenn ich Dich wahrscheinlich nicht überzeugen kann, denke ich, dass es schon Sinn macht, die Artenvielfalt so umfangreich wie möglich zu erhalten und das geht nun mal bei Stubentigern nur über gute, seriöse und somit durchdachte Zucht.

Dann fange ich die Steine mit auf :wink: Als ehemalige Dosi eines weißen ( tauben ) Katers finde ich weiße Katzen einfach toll. Unser war charakterlich genau so, wie es sein Name aussagt :mrgreen: ( allerdings auch absolut anhänglich und verschmust )Aber, wie Du schon geschrieben hast gehört es nur in die Hand verantwortungsvoller Züchter. Aber wie verhindert man bei den Lastramis ( unser Rambo war ein Bauernhofkater ) die ungehinderte Vermehrung ? Auch seine ebenfalls weiße Mutter und Schwester waren wahrscheinlich taub und gerieten wohl aus diesem Grund unter die Räder :cry: Das Thema Kastration war für den alten Bauern ein absolut rotes Tuch :evil: Zumindest wollte er sich keine neuen Katzen mehr anschaffen. Rambo und sein grau-weißer Bruder waren die Letzten.
Nun ja, hier könnte die immer wieder angesprochene Kastrationspflicht helfen, wenn es denn auch Möglichkeiten gibt, sie zu überprüfen. So könnte ein Großteil des nicht geplanten bzw. sinnlosen Vermehrens unterbunden werden. So würde dann auch verhindert, dass Söhne Mütter oder Väter Töchter heiraten, Weiß x Weiß sich miteinander verpaart usw. usf...
Aber das Gesetz auf den Weg zu bringen, ist eines, wie man es kontrollieren soll, etwas anderes.
Vet-Ämter leiden eh schon an zu viel Arbeit und zu wenig Personal, Amtstierärzte (habe ich jetzt neulich noch in einer Ärztezeitung gelesen) sind aufgrund von zu wenig Personal und zu vielen Baustellen einfach am Leistungslimit. Da müssten einfach mehr Stellen geschaffen werden, da ist wiederum die Politik gefragt...das kann dauern, leider!
Bis dahin bleibt wohl nur, dass man als Käufer wirklich gut die Augen auf macht und drei mal überlegt, wo man sich sein Kätzchen holt. Für mich gibt es da nur zwei Alternativen - guter seriöser Tierschutz (auch hier ist leider nicht alles immer Gold, was glänzt) oder guter seriöser Züchter.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #991
Nun, dann muss man aber an der Zucht per se zweifeln. Denn passieren kann trotz aller Umsicht immer etwas und wie ein Liebhaber mal zu mir sagte "Leben ist Risiko". Die Frage ist aber immer, wie gehe ich mit dem "Ergebnis" um?
Muss man nicht, aber könnte man.
Ich habe hier im Forum die Zucht ( das seriös setz ich mal voraus), immer verteidigt, nur hast Du ja selbst geschrieben, dass bei der "Weißzucht" noch mehr zu beachten ist, als bei der üblichen Zucht von Rassekatzen.

Du hast natürlich recht, passieren kann immer was und das Leben ist nun mal lebensgefährlich, aber warum die Risiken bewusst erhöhen ?
Mag sein dass Du bei den "Weißen" das festgellt hast
Weiße Katzen sind übrigens nicht nur optisch etwas Besonderes - zumindest bei meinen Rassen sind die Weißen auch charakterlich auffällig anders - noch offener, verschmuster, anhänglicher und irgendwie völlig tiefenentspannt. :idea:
Das sie optisch etwas Besonderes sind ist klar, aber worauf führst Du es zurück, dass sie noch offener, verschmuster und anhänglicher sind ?
Könnte das vielleicht nicht auch sein weil sie sich durch ihre Farbe so deutlich von ihren Artgenossen unterscheiden und sich damit mehr dem Menschen zuwenden ?

Versteh mich nicht falsch, wenn ich jemals eine weiße Katze haben wollte, würde ich mich an Dich wenden, trotzdem glaube ich, dass "weiß" als Fellfarbe in der Natur nicht wirklich vorgesehen ist (Eisbären und ein paar andere ausgenommen), und die Risiken bei einer "Weißzucht" eben nochmal höher sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #992
In den Würfen mit den Weißen sind meist auch farbige Katzenkinder dabei und so hat man unter gleichen Bedingungen sehr gute Vergleichsmöglichkeiten, wie sich die Tiere entwickeln. Und da ist bisher auffällig, dass die Weißen eben charakterlich (trotz absolut identischer Aufzucht) doch noch anders sind. Man kann es kaum in Worte fassen, aber es ist so und zeigt sich teilweise schon in einem sehr zarten Alter von 3 bis 4 Wochen, wo Mensch noch kaum Einfluss genommen hat. Scheint mit der Farbe auch was am Charaktergen mutiert zu sein. Muss man erleben. ;-)

Und das Weiß hat die Natur selber geschaffen. In die Siam/OKH kam es z.B. über Hauskatzen. ;-)
Mutter Natur fand es offensichtlich notwendig, dass es auch Schneeflocken unter den Katzen geben soll, aber irgendwie war der Bauplan noch nicht 100%ig ausgereift, als Frau Natur die "Produktion" gestartet hat. Anders formuliert - bei der natürlichen Mutation der weißen Farbe, ist scheinbar auch ein ganz merkwürdiger Baufehler in Punkto Hörfähigkeit entstanden. Ich weiß sicherlich nicht alles, aber mir ist nicht bekannt, dass Weiß von Züchtern kreiiert wurde, genauso wenig wie Albinos, Teil- bzw. Kältealbinos "gezüchtet" wurden, sie sind einfach entstanden und irgendwer, dem es gefiel, hat versucht es zu erhalten, in dem er damit gezüchtet hat.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #993
Und um mal kurz zu zeigen, wovon wir bei Gesine sprechen:

Das ist Betty, die Mutter meines Isseys

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Das deren Mutter Alaska

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und die beiden Kinder von Betty Infinity und Incredible Me (genannt Herr Tütü)

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Hier noch einmal mit Papa:

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Und noch mal Issey (Sohn von Betty und Bruder der beiden weißen) - seal-point Siamese:

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Zuletzt bearbeitet:
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #994
Ich weiß sicherlich nicht alles, aber mir ist nicht bekannt, dass Weiß von Züchtern kreiiert wurde, genauso wenig wie Albinos, Teil- bzw. Kältealbinos "gezüchtet" wurden, sie sind einfach entstanden und irgendwer, dem es gefiel, hat versucht es zu erhalten, in dem er damit gezüchtet hat.
Albinismus ist doch eine Pigmentstörung, die jetzt bewusst zu erhalten oder zu züchten, da hätte ich jetzt wirklich ein Problem, das zu verstehen.
Nochmal @Ninniach, ich finde es toll wie verantwortungsvoll Du beschrieben hast, warum Du auch "weiße" Katzen züchtest.

Nur bleibt das für mich ein absoluter Grenzbereich in der Zucht mit dem ich halt meine Probleme habe.
Und Mutter Natur hat meiner Meinung nach in der Regel, "weiß" nur dort vorgesehen, wo es die Anpassung and die Natur eben erfordert (wie bei den Eisbären), sonst ist "weiß" bei fast allen Tierarten eher eine Signalfarbe.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #995
Ach Mark nun hab Dich halt nicht so!:mrgreen:

Schau Dir mal Herrn Tütü an!:d078::d078::d078:
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #996
Bei Tauben, Schimmeln, Schneeeulen, Kakadus, Schwänen, Hermelinen etc. ist das aber i.d.R. doch keine Tarn- oder Signalfarbe - oder irre ich da jetzt?
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #997
Deshalb schrieb ich ja "fast" Heike, und ja bei der Schneeeule ist es Tarnung.
Und ja Melli, die sind alle wunderschön.

Ich wollte hier auch niemanden angreifen, ich finde das sogar ziemlich gut darüber zu reden.
Nur bewegt sich da halt meiner Meinung nach die "Katzenzucht" in einem Grenzbereich bei dem ich hoffe, dass nur Züchter die sich dieser Verantwortung so bewusst sind wie @Ninniach diese Grenze überschreiten.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #998
@Montrosa:
Auch die Siamzeichnung ist ein Albinismus, der natürlich entstanden ist. Dann dürfte diese "Pigmentstörung" auch nicht mehr gezüchtet werden und eine der ältesten Katzenrassen überhaupt (die ganz natürlich entstanden ist), würde irgendwann aussterben und mit ihr nicht nur die unverwechelbare Optik (die auch in viele andere Rassen Einzug gehalten hat), sondern auch hier wieder, der besondere Charakter. ;-)

Und schon sind wir an dem Punkt, den ich gleich zu Anfang angesprochen habe - wenn wir all das, was wir als "nicht normal" definieren (das Wort "Störung" deutet darauf hin), nicht erhalten, ist die Artenvielfalt ganz schnell futsch.
Weiß ist natürlich entstanden, die verschiedenen Teilalbinos, Haarlosigkeit,...
Die Natur hat es geschaffen und manche möchten es erhalten, damit auch spätere Generationen nicht nur in Büchern davon lesen können.
So verwerflich???
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #999
Und schon sind wir an dem Punkt, den ich gleich zu Anfang angesprochen habe - wenn wir all das, was wir als "nicht normal" definieren (das Wort "Störung" deutet darauf hin), nicht erhalten, ist die Artenvielfalt ganz schnell futsch.
Weiß ist natürlich entstanden, die verschiedenen Teilalbinos, Haarlosigkeit,...
Die Natur hat es geschaffen und manche möchten es erhalten, damit auch spätere Generationen nicht nur in Büchern davon lesen können.
So verwerflich???

Wo hast Du jetzt herausgelesen, dass ich es als verwerflich empfinde, ich habe nur meine Bedenken geäußert.
Das mit der "Störung" ist auch nicht von mir sondern so wird Albinismus vereinfacht definiert, als Pigmentstörung die auch in der Regel zu einer überhöhten Empfindlichkeit auf die Umwelt (zum Beispiel Lichtempfindlichkeit ) führen kann (nicht muss).

Ich bin weit davon entfernt, "Weißzucht" als verwerflich zu bezeichnen, aber Du wirst mir doch erlauben meine Bedenken zu äußern ?

Ich werfe nochmal ein Gummibärchen.
 
  • Genetisches Grundwissen - Farben (Frage- und Übungsthread) Beitrag #1.000
Nun ja, hier könnte die immer wieder angesprochene Kastrationspflicht helfen, wenn es denn auch Möglichkeiten gibt, sie zu überprüfen. So könnte ein Großteil des nicht geplanten bzw. sinnlosen Vermehrens unterbunden werden. So würde dann auch verhindert, dass Söhne Mütter oder Väter Töchter heiraten, Weiß x Weiß sich miteinander verpaart usw. usf...
Aber das Gesetz auf den Weg zu bringen, ist eines, wie man es kontrollieren soll, etwas anderes.
Vet-Ämter leiden eh schon an zu viel Arbeit und zu wenig Personal, Amtstierärzte (habe ich jetzt neulich noch in einer Ärztezeitung gelesen) sind aufgrund von zu wenig Personal und zu vielen Baustellen einfach am Leistungslimit. Da müssten einfach mehr Stellen geschaffen werden, da ist wiederum die Politik gefragt...das kann dauern, leider!
Bis dahin bleibt wohl nur, dass man als Käufer wirklich gut die Augen auf macht und drei mal überlegt, wo man sich sein Kätzchen holt. Für mich gibt es da nur zwei Alternativen - guter seriöser Tierschutz (auch hier ist leider nicht alles immer Gold, was glänzt) oder guter seriöser Züchter.

Nun ja, unseren Rambo holten wir 1998 völlig ungeplant. Eigentlich sollten wir in Boizenburg nur eine Katze für eine ehemalige Nachbarin abholen als Partner für ihre bereits Vorhandene.
Dann brachte der Sohn des Bauers zwei Kitten aus der Scheune. Als wir fragten, was mit dem zweiten passieren würde kam die Antwort: den schmeißt mein Vater dann morgen gegen die Wand :shock:
Schwupps hatten wir blitzschnell beide Kater im Kennel. Denn als der Alte dazu kam war uns klar, dass die Antwort genau so gemeint war :evil: Und im Nachhinein muss ich sagen, dass sich Rambo für unseren Einzelkater Joschi als absoluter Glücksfall herausgestellt hat. Die Beiden waren nach einer Woche ein Herz und eine Seele und nur noch im Doppelpack anzutreffen :-D
 
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