So, es gibt zwar noch keine Bilder, aber ich will doch mal erzählen, wie es Erna und Willi in ihrem neuen Zuhause geht.
Am Dienstagabend, nachdem wir unsere geliebte Joy morgens gehen lassen mussten, sind Erna und Willi bei uns eingezogen. Ging alles so saumäßig schnell. Joys Krise am Morgen hat mir das Blut in den Adern gefrieren lassen. Wir sind um sechs Uhr morgens, nachdem sie über mich getaumelt ist und fürchterlich gehechelt hat, sofort in die Tierklinik gefahren. Die Lunge war innerhalb einer Woche mit Metastasen angefüllt gewesen, sodaß die Spritze für Joy eine Erlösung war. Wir sind erstmal eine Stunde durch den Taunus gefahren, Tränen in den Augen, völlig fertig.
Nachmittags saßen wir Zuhause, Joys Platz hatte ich aufgeräumt und mein Mann meinte, wir hatten ja bereits vor Wochen besprochen, wenn Joy nicht mehr sein sollte, würden wir zwei Kätzchen nach Hause holen, damit eins nicht so allein ist, wenn wir beide arbeiten sind. Er meinte auch, wir könnten ja mal unverbindlich auf den Tierheimseiten im www gucken. Haben wir gemacht und gesehen, daß das
Tierheim Rüsselsheim viele Pärchen auf der Seite stehen hat. Männe wollte wissen, wie das dort mit der Vermittlung ist. Ich sagte, das können wir nur herausfinden, wenn wir hinfahren und fragen.
Da genau an dem Tag auch Vermittlungszeit war, haben wir uns mit verheulten Augen ins Auto gesetzt. Dort angekommen, hat uns die Mitarbeiterin am Empfang direkt ins Katzenhaus geschickt. Dort erwartete uns eine nette Frau, die, als sie hörte, was wir so bieten können (90qm Dachwohnung, 1000 Versteck- und Kuschelplätze, 1 Riesenkratzbaum und ne Kletterburg, alles katzentauglich, Erfahrung mit zwei Miezen und Krankheit, viel Geduld und Ruhe) anfing zu strahlen. Sie meinte, sie könne uns da ein paar Pärchen vorstellen.
Wir gingen ins Katzenhaus, sahen ein paar Pärchen und dann sagte sie, sie hätte da Zwei, die sehr schüchtern seien und sie wolle sie uns unbedingt vorstellen, Erna und Willi. Diese Namen! Ich wollte sie unbedingt kennenlernen. Und da lagen sie, unter Decken versteckt. Uns beide hat der Schlage getroffen. Willi war Joy wie aus dem Gesicht geschnitten, Erna ähnelt Whisky in der
Färbung, nur die Fellzeichnungen sind anders.
Nach kurzem Überlegen ergriff mein Mann die Initiative und fragte mich, ob wir wollen. Ich sagte, ich sei einverstanden, wir hatten das ja besprochen und mein Wort gilt. Emotional war ich noch gar nicht in der Lage, eine Entscheidung zu treffen. Die
Tierheim-Mitarbeiterin beruhigte uns, daß sie uns einen Transportkorb leihen würden, den wir zum Impftermin wieder mitbringen können. Wir gingen zum Empfang, um die Formulare auszufüllen. Pro Tier zahlten wir eine Vermittlungsgebühr von 100,-€. Da sind sogar die letzte Impfung, Chip und die Kastra in 2 Monaten mit drin.
Als die Beiden dann im Korb vor mir standen, war ich wieder wie vom Donner gerührt. Willi versteckte sich - wie Joy - unter der Decke, Erna legte sich über ihn und zitterte vor Aufregung.
Zuhause angekommen kümmerte ich mich um die technischen Sachen - Katzenklo füllen, Essen und Wasser vorbereiten, alles ins Wohnzimmer schaffen, während Männe die Beiden aus der Box lockte. Erna verschwand unters Sideboard, Willi lies sich ein wenig streicheln, erschrak dann aber, als er merkte, es ist einer, den er noch nicht kennt und flitzte unter die Eckbank.
Ende der Einzugsgeschichte
2. Der erste Abend:
Gegen 23:30h sahen wir was unterm Esstisch rumflitzen. Beide wagten sich nach und nach weiter vor, inspizierten den Kratzbaum und die Kletterburg und nahmen Joys Spielzeug in Beschlag. Bis 00:30h sahen wir den Beiden still vom Sofa aus zu. Dann ging ich ins Bett.
Am nächsten Morgen war das Katzenklo benutzt und die Futternäpfe leer. Beide hatten sich in Männes Zimmer unter Bett und Schrank verzogen, der ruhigste Ort in der Wohnung.
3. Der nächste Tag:
Frisches Futter hingestellt, Klo geputzt, ab zur Arbeit. Um 14h kam ich nach Hause. Der Flurteppich hatte eine dicke Welle, da waren sie rumgeflitzt, überall in der Wohnung lagen kleine Staubflusen rum (Ja, Männe muß mal wieder staubsaugen :lol

, was aber ein prima Indikator für die Wege der Beiden war. Das Spielzeug war verschleppt. Später habe ich dann auf meinem Sessel im Schaffell eine kleine Pfütze entdeckt. War wohl, weil ich das Klo morgens ins Bad gestellt habe, das war auch benutzt, sie hatten es also gefunden. Fell in die Waschmaschine gepackt, neues hingelegt, basta.
Ab und an hat dann mal eine Fellnase um die Ecke gelugt, aber sobald sie eine Tür gehört haben, sind sie wieder unter Bett und Schrank verschwunden. Zwischen 0Uhr und 6 Uhr morgens haben sie dann das Futter aufgegessen, das Klo benutzt, gespielt und erkundet.
4. Heute Morgen:
Klo geputzt, Schüsselchen gefüllt, Willi unterm Bett entdeckt, Erna war unterm Schrank, gespanntes Warten was sie angestellt haben, wenn ich heute Mittag heimkomme.
Wir wollen heute mal, wenn die Zwei im Wohnzimmer sind, Männes Zimmertür zumachen, damit sie sich besser an unsere Geräusche gewöhnen, wenn sie in einem Raum mit uns sind. Da haben sie auch 1000 Plätze, um sich zu verstecken, da steht das Futter. Wir probierens aus.
So daß sind die ersten Neuigkeiten. Sobald die Zwei sich photographieren lassen, gibt´s hier Bilder. Sie sind sehr schüchtern, aber zuckersüß und bildhübsch. Ich freu mich langsam auf die gemeinsame Zeit, wenn sie das erste Mal sich anfassen lassen, das erste Schmusen,....
Ui, das war lang. Ich hoffe, die Gliederung hilft beim Lesen.
To be continued...