HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens

Diskutiere HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Wie läufts denn so? War die Katzenpsychologin da? Hier war zwischendurch auch wieder Ärger in der Bude, es hat ein paar kleinere Zusammenstöße...
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #41
Wie läufts denn so? War die Katzenpsychologin da?

Hier war zwischendurch auch wieder Ärger in der Bude, es hat ein paar kleinere Zusammenstöße gegeben. Aber es ist nicht ausgeartet. Ich hab auch gleich "eingegriffen" (Tellerchen werfen etc.), da merken die gleich, dass sie "irgendwie was auf die Mütze kriegen", wenn sie unhöflich zueinander werden.

Insgesamt hab ich bei meinen das Gefühl, dass sie vor einander Angst haben (also Carlito vor Loup), und deshalb fauchen oder knurren.

Heute morgen gabs eine kleinere Verfolgungsjagd, die ich allerdings sofort unterbunden habe, jetzt liegen alle da und schlafen, es hat sich also wieder beruhigt.

Ist ein ewiges auf und ab (wenn das "ab" nur selten vorkommt, gehts ja eigentlich schon) :wink:
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #42
Wie läufts denn so? War die Katzenpsychologin da?

Hier war zwischendurch auch wieder Ärger in der Bude, es hat ein paar kleinere Zusammenstöße gegeben. Aber es ist nicht ausgeartet. Ich hab auch gleich "eingegriffen" (Tellerchen werfen etc.), da merken die gleich, dass sie "irgendwie was auf die Mütze kriegen", wenn sie unhöflich zueinander werden.

Insgesamt hab ich bei meinen das Gefühl, dass sie vor einander Angst haben (also Carlito vor Loup), und deshalb fauchen oder knurren.

Heute morgen gabs eine kleinere Verfolgungsjagd, die ich allerdings sofort unterbunden habe, jetzt liegen alle da und schlafen, es hat sich also wieder beruhigt.

Ist ein ewiges auf und ab (wenn das "ab" nur selten vorkommt, gehts ja eigentlich schon) :wink:

Was machst du denn, wenn du nicht zuhause bist und sie kloppen sich???

Jedes Mal, wenn du dich einmischt, verhinderst du, dass sie ihre Rangordnung unter sich klären. Sie müssen das unter sich klären ohne Einmischung.

So lange sie immer wieder auch nebeneinander liegen und sich gegenseitig putzen, sind die Kloppereien nicht schlimm.

so lange kein Blut fließt, oder eine Katze sich komplett zurückzieht - machen lassen!!

Grüße fuzzy
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #43
Was machst du denn, wenn du nicht zuhause bist und sie kloppen sich???

Jedes Mal, wenn du dich einmischt, verhinderst du, dass sie ihre Rangordnung unter sich klären. Sie müssen das unter sich klären ohne Einmischung.

So lange sie immer wieder auch nebeneinander liegen und sich gegenseitig putzen, sind die Kloppereien nicht schlimm.

so lange kein Blut fließt, oder eine Katze sich komplett zurückzieht - machen lassen!!

Grüße fuzzy

Deshalb mische "ich" mich auch nicht ein. Die Eingriffe kommen von einem Ereignis, welches die Katzen nicht auf mich beziehen - sonst nützt es nichts. Das Tellerchen kommt "einfach so" geflogen, das kommt nicht von mir. Dann wirkt es nämlich auch, wenn man nicht da ist!

Und leider ist hier vorher Blut geflossen, die Tiere konnte nicht mehr in ein und demselben Zimmer bleiben, ohne dass schlimmste Kämpfe stattfanden. Und die Kacke und Pisse hat hier in den Ecken gelegen - also mit "so unter sich ausmachen machen lassen" war da eindeutig nix!

Der Rat meiner Katzenpsychologin war, solche Kämpfe NIEMALS austragen zu lassen sondern sie durch ein äußeres Ereignis zu beenden.

Das mit der Rangordnung ist im Übrigen bei Katzen so nicht zutreffend - Katzen leben nicht in Hierarchien. Es sind keine Rudeltiere wie Hunde oder Löwen. Das Zusammenleben innerhalb einer Katzengruppe regelt sich nicht wie bei Hunden, es ist grundlegend anders.

Ausschlaggebend für Katzen ist ihr Territorium, welches sie gegen andere verteidigen.

Bei Katzen, die sich auf einmal nicht mehr ausstehen können, ist meist ein Territorialitätsproblem gegeben, oder der Geruch einer Katze hat sich so verändert, dass sie auf dem Territorium der anderen nicht mehr gedultet werden kann. Deshalb muss man ja auch rausfinden, ob vielleicht eine Katze krank ist und daher anders riecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #44
O.K.

Du trennst deine Tiere immer wenn du aus dem Haus gehst??
Du (ein Ereignis von außen) gehst jedes Mal dazwischen, wenn sie sich käbbeln??

Und wenn es Spiel ist??
Meine jagen sich hier auch mal durch die Bude. Da wird sich auch mal gekugelt und es fliegen Haarbüschel. Aber später liegen sie zusammen und putzen sich die Öhrchen.

Hat die Psychologin denn auch Ursachen erforscht?
Sollst du jetzt für den Rest eures Zusammenlebens Trennen, Socken und Tellerchen werfen?

Hast du auch mal Felliway Stecker probiert = Wohlfühlpheromone aus der Steckdose??

Wie lange haben deine Katzen als Gruppe gelebt, bevor die Probleme anfingen?
Manchmal ist die Zusammensetzung einer Gruppe für einzelne Tiere nicht geeignet
Dann sollte man einen geeigneten Platz für dieses Tier finden und es aus diesem Dauerstress rausholen.

Hat die Psychologin denn die Aussicht auf Erfolg??

Grüße fuzzy
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #45
hallöchen!
mich würde auch interessieren wie es bei euch weitergeht? die therapeutin war ja nun schon da. was sagt sie denn?

im übrigen, bin ich auch kein freund von "auskämpfen lassen"! weil wenn sie sich dann doch verletzen (bis blut fließt), kann man die zusammenführung wohl komplett vergessen. und du hattest das schon dramatisch beschrieben...
lg melanie
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #46
O.K.

Du trennst deine Tiere immer wenn du aus dem Haus gehst??
Du (ein Ereignis von außen) gehst jedes Mal dazwischen, wenn sie sich käbbeln??

Und wenn es Spiel ist??
Meine jagen sich hier auch mal durch die Bude. Da wird sich auch mal gekugelt und es fliegen Haarbüschel. Aber später liegen sie zusammen und putzen sich die Öhrchen.

Hat die Psychologin denn auch Ursachen erforscht?
Sollst du jetzt für den Rest eures Zusammenlebens Trennen, Socken und Tellerchen werfen?

Hast du auch mal Felliway Stecker probiert = Wohlfühlpheromone aus der Steckdose??

Wie lange haben deine Katzen als Gruppe gelebt, bevor die Probleme anfingen?
Manchmal ist die Zusammensetzung einer Gruppe für einzelne Tiere nicht geeignet
Dann sollte man einen geeigneten Platz für dieses Tier finden und es aus diesem Dauerstress rausholen.

Hat die Psychologin denn die Aussicht auf Erfolg??

Grüße fuzzy

Kurz der Reihe nach:

1. Nein, ich muss sie jetzt nicht mehr trennen, wenn ich weggehe; während ich bei der Arbeit bin, bleibt jetzt alles ruhig. Ich finde abends weder Blut noch Exkremente - und hoffe, dass es so bleibt ...

2. Wenn nur gespielt / gekabbelt wird, wieso sollte ich dann dazwischen gehen? Das wäre doch Blödsinn. Die Kater, die sich hier nicht (mehr) grün sind, liegen NIE mehr zusammen und putzen sich. Aber zumindest tolerieren sie sich wieder im selben Raum und können 1-2 m entfernt voneinander liegen, ohne dass es "ausartet".

3. Ja, natürlich hat die Psychologin die Ursachen ausgelotet; es ist eine Altersfrage und ein Territorialitätsproblem, ausgelöst durch großen Lärmstress (Bauarbeiten, Böller) - zumindest sieht es so aus.

4. Reagieren muss ich immer dann, wenns "Ärger" gibt, d.h. bösartige Aktionen, die KEIN Spiel sind. Das kann ich ganz gut auseinanderhalten :wink:

5. Feliway haben sie bereits.

6. Meine Katzen leben seit 2 Jahren zusammen, die älteren sei 3 Jahren; es hat bisher nie Probleme gegeben; sie haben sich immer super verstanden.

Wenns so leicht wäre, gute Familien zu finden, wären die Guten nicht hier: sie sollten eigentlich alle vermittelt werden (ich war die Pflegestelle, es sind Tierschutzkatzen, von draußen eingefangen, teils etwas verwildert), aber sie sind im Endeffekt hiergeblieben, da sehr schwer zu vermitteln. Sie lebten auch draußen schon zusammen und waren dort schon unzertrennlich. Die "Ärgerkater" sind 2 recht junge (2 Jahre alte) und ein älterer (4-5 Jahre) Kater. In der Altergruppe ist Ärger oft vorprogrammiert ...

Und ja, die Psychologin sieht ganz klar Hoffnung, es hat sich ja schon enorm verbessert (vor 6 Wochen dachte ich, ich geb mir die Kugel!). Sie sagt, es hängt von mir ab - wie konsequent ich bei der "Ärgerabwehr" bin - ob es klappt. Aber sie hat mir wirklich Hoffnung gemacht.

Aber jetzt wäre ich sehr interessiert daran, wie es mit den Thread-Katern weiterläuft - ich hoffe, gut!
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #47
Ehrlich gesagt bin ich ja fast beruhigt, dass bei anderen auch sowas passiert... obwohl ich es weiß Gott niemandem wünsche!!

So, hier nun auch das Update aus unserem Terror-Haushalt: Die Katzentherapeutin war am Samstag fast drei Stunden da, hat sehr ausführlich die Anamnese aufgenommen, sich die Angriffs-Videos angeschaut usw. Ergebnis: Sie ist sich ziemlich sicher, dass der Mini den Dicken plötzlich nicht mehr erkennt, dass er ihn wie einen fremden Kater (in seinem Revier) behandelt. Aus seiner Körperhaltung, Art des Angriffs etc. hat sie ganz klar geschlossen, dass er nicht aus Aggressivität heraus angreift, sondern aus Unsicherheit! (Dazu passt auch, dass er sehr stark markiert, hat z.B. auch diese Kinn-Akne.) Per se ist das eine gute Nachricht, weil es die Chancen auf eine Wieder-Zusammenführung steigert. Der Plan sieht so aus:

1. Raumrestriktion: Jeder Kater hat ab sofort einen Raum für sich, den der andere nicht betreten kann, er aber auch nicht verlassen kann. So soll jeder erst einmal wieder "Reviersicherheit" bekommen.
2. Nach ca. 2 Wochen, wenn beide sich in ihren jeweiligen Revieren wieder wohlfühlen, dürfen sie abwechselnd stundenweise den Rest der Wohnung (natürlich nicht den Raum des anderen) wieder erkunden und "erobern". So werden sie also wieder langsam mit den Markierungen des anderen vertraut gemacht.
3. Sicht-/-Geruchskontakt: Über z.B. eine Türschlitzsperre können sie sich wieder sehen und riechen - sobald gefaucht/geknurrt wird, geht die Tür zu. Bleibt das (hoffentlich) irgendwann aus, wandert auf jeder Seite der Futternapf näher an den Türschlitz, bis sie nach einigen Tagen/Wochen friedlich nebeneinander (jeder auf seiner Seite des Türschlitzes) fressen.
4. Tür auf uns sehen, was passiert... Bei jedem Anzeichen von Aggressivität wieder einen Schritt zurück, insgesamt kann das wohl etliche Wochen dauern.

Für mich hört sich das Konzept sehr logisch an - erst beide Kater bestärken, dann behutsam wieder annähern. Unterstützt wird das Ganze mit Bachblüten und Spieltherapie.

Nun sind also bei uns Schlaf- und Wohnzimmertür geschlossen, und alle entspannen sich langsam. Hart ist es nur, weil beide ja gewohnt sind, praktisch 24 Std am Tag "Zugriff" auf mich zu haben (arbeite vorwiegend im Home-Office, wo sie beide die meiste Zeit mir mir verbracht haben), was jetzt natürlich nicht mehr geht. Ich versuche jetzt feste Zeiten für beide zu etablieren: morgens eine halbe Stunde bei jedem, mittags ebenso, abends ein wenig länger... Besonders für den Mini ist es hart, der ist ja ganz extrem auf mich fixiert, wie wir festgestellt haben. Aber ganz pragmatisch gesehen hat diese Trennung auch den Vorteil, dass, wenn das alles nicht funktionieren sollte und die beiden sich einfach als unvereinbar herausstellen, der Mini von mir schon ein bisschen "entwöhnt" ist... :-( Aber daran will ich noch gar nicht denken!!! Die Therapeutin hat dem beschriebenen Vorgehen eine 51/49-Erfolgschance eingeräumt, das reicht mir zunächst mal aus, um wieder Hoffnung zu schöpfen!

In einem Punkt hat es immerhin schon geholfen: Mir geht es viiiel besser ;-) (was sich natürlich auch auf die Kater auswirkt).

Ich muss nochmal betonen, wie sehr mir der Austausch hier geholfen hat - DANKE! Auch, wenn es bei uns in Zukunft problemlos laufen sollte, werde ich diesem Forum sicher treu bleiben... Vielleicht kann ich ja auch mal mit einem Tipp helfen oder moralische Unterstützung bieten.

Sonnige Grüße
Ulrike
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #48
Das klingt mir nach einem sehr guten Konzept !!

Ich drücke die Daumen, dass es wieder besser wird.

Übrigens hat meine Katzenpsychologin mir auch von dieser Methode erzählt; sie wäre bei meinen auch zur Anwendung gekommen, wenn die anderen Mittel nicht gereicht hätten. Zum Glück gings bei mir auch ohne die komplette Trennung - bisher.

VIEL GLÜCK FÜR DEINE BEIDEN !!!
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #49
Hallo Ulrike,

bitte berichte auf jeden Fall weiter.

Diese Erfahrungen sind sehr wichtig und können einigen hier bestimmt weiterhelfen.

Grüße fuzzy
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #50
Klar, mache ich gern! :)
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #51
ach ulrike, das hört sich ja wunderbar an! ich meine das konzept! nix mehr mit, "auskämpfen lassen"!
das spricht für mich für eine seriös arbeitende therapeutin.
ich drücke dir die daumen und hoffe du hast die kraft das durchzuhalten!
liebe grüsse
melanie
ein durchsichtiger kennel könnte am ende der therapie auch helfen. statt dem oder nach dem geöffneten türschlitz.
viiiiiiieeeeel erfolg!
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #52
ach ulrike, das hört sich ja wunderbar an! ich meine das konzept! nix mehr mit, "auskämpfen lassen"!
das spricht für mich für eine seriös arbeitende therapeutin.
ich drücke dir die daumen und hoffe du hast die kraft das durchzuhalten!
liebe grüsse
melanie
ein durchsichtiger kennel könnte am ende der therapie auch helfen. statt dem oder nach dem geöffneten türschlitz.
viiiiiiieeeeel erfolg!

Yodetta, auskämpfen lassen geht, so lange die Katzen gesund sind und kein Blut fließt, das ist wichtig.

Ich fände es auch schön, wenn auch Neryz hier weiter berichten würde, da eure Bericht bestimmt sehr vielen Katzenbesitzern helfen können.

Vielleicht könntet ihr auch schreiben, wie ihr eine seriöse Tierpsychologin gefunden habt und woran man diese erkennen kann.

Außerdem zeigen eure Bericht ja auch ganz toll, dass man selbst bei scheinbar ausweglosen Situationen, zwar mit viel Arbeit, noch etwas zum positiven ändern kann.

Grüße fuzzy
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #53
Also, ich hab "meine" Katzenpsychologin per Internet gefunden ... ich hab eine Weile gesucht, auf auf den Homepages gelesen ... die Seite meiner Katzenpsychologin erschien mir besonders seriös und gut recherchiert. Ich hab einfach mal angerufen und mit ihr gesprochen, ihr das Problem geschildert. Da hat sich mein guter Eindruck noch mehr verstärkt :wink:
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #54
Bei mir war es auch die Internet-Recherche, die mich zu meiner Katzentherapeutin geführt hat. Allerdings hätte ich sie wohl auch übers Fernsehen finden können, da ich ja mittlerweile weiß, dass sie auch für das Magazin "hundkatzemaus" auf Vox arbeitet! ;-)
Mein Entscheidungskriterium (denn Anbieter gibt es ja wahnsinnig viele im Netz) waren zum einen die Ausführlichkeit und Seriosität der Internetseite, zum anderen das Konzept: immer zuerst Hausbesuch, dann Kombination aus Verhaltenstherapie & Homöopathie/Bachblüten... Dass sie nur vier Straßen von mir entfernt wohnt, hat ihr in letzter Konsequenz dann auch nicht zum Nachteil gereicht! ;-)

Ob wir es mit dem Konzept wirklich zum Positiven wenden könne, muss sich bei uns ja erst noch zeigen - aber mir war und ist es eben sehr wichtig, alles zu versuchen!!
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #55
Yodetta, auskämpfen lassen geht, so lange die Katzen gesund sind und kein Blut fließt, das ist wichtig.
fuzzy, auskämpfen lassen geht nicht. für mich zumindest. rangeleien oder wildes toben ist kein problem. kloppen sich meine kater so das einer laut schreit, schmeiße ich einen gegenstand auf den boden. so das beide erschrecken und voneinander ablassen. in meiner gegenwart gibts das nicht.
ausserdem ist die situation bei der te ja eh schon äusserst belastend. wenn man da jetzt noch zugucken oder warten würde bis blut fließt....na dann...prost mahlzeit. dann gibt es doch gar keine chance mehr.
liebe grüsse
yodetta
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #56
fuzzy, auskämpfen lassen geht nicht. für mich zumindest. rangeleien oder wildes toben ist kein problem. kloppen sich meine kater so das einer laut schreit, schmeiße ich einen gegenstand auf den boden. so das beide erschrecken und voneinander ablassen. in meiner gegenwart gibts das nicht.
ausserdem ist die situation bei der te ja eh schon äusserst belastend. wenn man da jetzt noch zugucken oder warten würde bis blut fließt....na dann...prost mahlzeit. dann gibt es doch gar keine chance mehr.
liebe grüsse
yodetta

Ebenso! Rangeleien sind keine "Kämpfe", sondern Spiel, zum Teil etwas brutaler. Klar, da quiekt auch einer mal! Dennoch ist es Spiel, und da greift man nicht ein, und muss auch nicht (im Gegenteil).

Aber echte Kämpfe, wo es bitterböse zugeht (da muss noch kein Blut fließen!), sind anders! Die Katzenpsychologin hat mir einiges dazu gesagt, und wie man es feststellt. Wenn z.B. ein Kater den anderen unverhohlen anstarrt, ohne zu blinzeln oder den Kopf mal wegzudrehen, dann ist das bereits eine Aggression (und so fängt ein Spiel NIE an!)! Daher soll ich Anstarren immer gleich unterbrechen, durch Tellerchen werfen oder einfach was dazwischenhalten (Blickkontakt unterbrechen!).

In der Tat hab ich beobachtet, dass den schlimmen Kämpfen so ein Starren vorausgeht. Es läuft so:

1. Anstarren
2. Leises Knurren
3. Lauteres Knurren, welches in ein
4. Heulen übergeht
5. dem der tätliche Angriff folgt:

dabei stürzt sich der eine auf den anderen, HEULT SCHREIT KNURRT, verkeilt sich in den anderen Kater, während alle anderen sich aufplustern und auch draufstürzen - und dann gibts Gepinkel, Gekacke und Blut alles auf einem großen Haufen - DAS GRAUEN!!!

Diesen fatalen Ablauf muss man bereits bei Stufe 1. abbrechen. Daraus lernen die Katzen!

Wenn man dennoch bei Stufe 5 anlangt (das habe ichmehrfach mitmachen müssen), sagt mir die Psychologin folgendes:

Man verwandelt sich in Sekundenschnelle in ein großes, gut gelauntes Trampeltier, welches singend, rufend (nicht böse) und trampelnd mit wedelnden Armen mitten rein in das "Vergnügen" läuft. Wichtig: LAUT, nicht bedrohend, und mit riesig wedelnden Armen.

NICHT die Namen der Katzen sagen. Singen, rufen und Lärm machen.

Ich kann Euch sagen: der Angriff hört SOFORT auf. Die gucken dich an wie ein Auto!

Der Vorteil: die Viecher vergessen, was sie eben noch gemacht haben. Man hat sich aber dennoch nicht eingemischt - es ist so, wie wenn ein riesiger Karnevalszug plötzlich vorbeirauscht - es unterbricht das fatale Geschehen, wird aber nicht Partei oder Teilnehmer der Sache. Und es ist keine Bedrohung für die Tiere, da man nicht schreit, nicht aufgeregt ist und keine Namen sagt ...

Das ist für den absoluten Schwerstangriff unter den Viechern. Es klappt!

PS: Spielen fängt zwischen den Katzen ganz anders an, da starrt niemand den anderen an.

Bei meinen läuft das so: einer geht auf den anderen zu, blinzelt, und reibt den Kopf am Kopf des anderen. Dann packt er mit der Tatze den Rücken, lässt sich selbst auf den Rücken fallen und streckt die Tatzen aus.

Oder er beisst ins Fell des anderen, und leckt ihn - oder stellt sich auf die Hinterbeine, mit ausgestreckten Armen ... und rast dann weg (damit der andere ihm folgt).

DAS ist dann Spiel, und manchmal siehts brutal aus. Da faucht auch schon mal jemand, oder quiekt! Aber es bleibt alles im grünen Bereich. Kein Vergleich mit dem Ablauf Stufe 1 - 5, die ich oben beschrieben habe.

Wenns knurrt, ist schon quasi Matthäi am letzten, sagt die Psychologin. Knurren ist ganz schlimm bei Katzen und zeigt immer ein ganz großes Unbehagen!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #57
danke neryz, für diesen aufklärenden beitrag!:p
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #58
Update...
...leider kein sehr positives... :-(

Wir leben ja mittlerweile schon seit einigen Wochen mit geschlossenen Türen, und eine wirkliche Besserung ist nicht in Sicht. Zwar haben beide mittlerweile wieder stundenweise "Freigang" im Rest der Wohnung (natürlich abwechselnd) - umso heftiger beschweren sie sich, wenn sie wieder eingesperrt werden! Das Schlimmste ist, dass sobald der Mini den Dicken wahrnimmt (der sich also z.B. nur hinter der geschlossenen Tür bewegt), das Fauchen und Aufplustern wieder losgeht. Beim ersten (ungeplanten) Sichtkontakt durchs Fenster ging er auch sofort wieder in Angriffsstellung... Der Dicke ist zwar nicht mehr ganz so schreckhaft (scheint begriffen zu haben, dass der Mini derzeit nicht an ihn rankommt), aber ohne Tür oder Fenster dazwischen wäre er sofort wieder im Schrank. Wir werden jetzt noch die nächste Phase ausprobieren (Fliegengittertür, Sichtkontakt...), aber sehr lange Zeit lasse ich nicht mehr verstreichen, bis wir eine finale Entscheidung treffen. Das Immer-Wieder-Einsperren bedeutet mittlerweile definitiv für beide Stress und Frust, das kann und will ich nicht noch wochen- oder gar monatelang durchziehen! Parallel versuchen wir es jetzt noch mit einer Tierkommunikatorin - aber wenn das auch nichts hilft, werden wir uns von dem Mini trennen müssen... :cry:
Ich möchte einfach nicht MEINE Wünsche (unbedingt beide behalten zu wollen) auf Kosten der Fellis und gegen ihr Wohlbefinden zwanghaft durchsetzen.

Vielleicht bekommen wir ja noch die Kurve, aber ich verliere langsam die Hoffnung... Ich halte Euch auf dem Laufenden.
Liebe Grüße
Ulrike
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #59
hallo ulrike!
oh je, das hört sich nicht gut an.
begleitet die therapeutin euch noch? hat sie sich das verhalten mal wieder angeschaut?
lg
 
  • HILFE! :-( Übler Katerkampf nach drei Jahren friedlichen Zusammenlebens Beitrag #60
Ja, sie begleitet uns weiter, hat aber (neben zusätzlichen Homöopathika und eben der Tierkommunikation) so langsam auch nicht mehr viele Ideen... :-(
(Fairerweise hatte sie uns ja von Anfang an nur eine 51/49-Chance eingeräumt. Momentan sehe ich uns eher bei den 49...)
 
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