• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Impfen wir unsere Lieben zu Tode?

Diskutiere Impfen wir unsere Lieben zu Tode? im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Furchtbar war es...war aber sehr froh darüber, dass meine TÄin so kooperativ war und ständig angerufen hat :oops:
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #741
Furchtbar war es...war aber sehr froh darüber, dass meine TÄin so kooperativ war und ständig angerufen hat :oops:
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #742
Ich persönlich habe die Impfen bei meinen drei runtergefahren. Als mein Sternchenkater noch Freigänger war,sah das anders aus,da war ich hinterher. Aber nachdem er Stubenkater geworden ist,habe ich die Abstände doch sehr vergrößert. Habe zwar keine negativen Impferfahrungen gemacht,aber steh dem Thema "jedes Jahr" dann doch eher etwas kritisch gegenüber. Bislang hat's meinen in jedem Fall nicht geschadet. Sie sind kerngesund (bis auf's Julchen momentan) hatten nie was,sind nicht anfällig und ihnen geht's gut.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #743
Aus aktuellem Anlass:

Unerwünschte Impfreaktionen bei der Katze

Der Impfstoffhersteller muss im Rahmen des Registrierungsverfahrens Wirksamkeit und Unschädlichkeit des Produktes nachweisen. Wie bei anderen Medikamenten kann die Anwendung von Impfstoffen jedoch auch unerwünschte Wirkungen auslösen. So kann einerseits die Schutzwirkung ungenügend sein, oder andererseits können Nebenwirkungen auftreten.

Keine Impfung ist 100 %ig wirksam: Sporadisch treten bei Katzen Infektionserkrankungen auf, obwohl sie dagegen geimpft wurden (so genannter Impfdurchbruch). Gründe für Impfdurchbrüche sind einerseits eine falsche Aufbewahrung, Handhabung oder Gabe des Impfstoffes. Andererseits können Gründe für eine ungenügende Schutzwirkung beim Patienten selber liegen: So sind Katzen, die an einer Schwäche des Immunsystems leiden (z. B. wegen einer Infektion mit dem Leukämievirus FeLV), Tiere mit einer erhöhten individuellen genetischen Empfänglichkeit für die Erkrankung oder Jungtiere besonders für einen Impfdurchbruch gefährdet. Jungtiere sind besonders anfällig auf einen Impfdurchbruch, wenn sie noch die mütterlichen Antikörper haben. Diese maternalen Antikörper wirken nämlich dem effektiven Aufbau einer Immunität nach einer Impfung entgegen. Auch bei Tieren, die zum Zeitpunkt der Impfung den Erreger schon beherbergen, ohne jedoch klinische Krankheitszeichen zu zeigen, können Impfdurchbrüche vorkommen.

Nebenwirkungen von Impfungen treten am häufigsten als unspezifische generalisierte Krankheitszeichen auf: Die Katze frisst nicht mehr so recht, ist müde und hat vielleicht etwas Fieber. Diese Nebenwirkungen treten meistens wenige Stunden nach der Impfung auf und können ein bis drei Tage andauern. Sie sind im Allgemeinen von milder Natur und verschwinden von alleine. Da die Wirkung der Impfstoffe über die Stimulation des Immunsystems vermittelt wird, werden diese Nebenwirkungen in Kauf genommen.
Es kann auch vorkommen, dass nach einer Impfung milde Symptome der Erkrankung auftreten, gegen die der Impfstoff gerichtet war. So können z. B. Schnupfen, Niesen und Nasenausfluss nach einer Katzenschnupfen-Impfung auftreten.
Gelegentlich kommen nach Impfungen auch allergische Reaktionen vor: Bei der Katze äussern sich diese am häufigsten als Durchfall, Erbrechen, Atemprobleme und Nesselfieber. In sehr seltenen Fällen kann es zum Tod der Katze kommen. Diese Nebenwirkungen treten Sekunden oder Minuten nach der Impfung auf und können 24 bis 48 Stunden dauern. Die Patienten müssen für diese Zeit beobachtet werden, und eine Therapie durch den Tierarzt kann notwendig sein.
Ob Impfungen zu einer klinisch relevanten Schwächung des Immunsystems führen können, ist bis heute nicht eindeutig bewiesen.

Örtlich begrenzte Nebenwirkungen kommen an der Impfstelle relativ oft vor. Sie äussern sich v. a. als Schmerzen und Schwellungen. Diese gutartigen Schwellungen verschwinden meistens spontan nach Wochen bis Monaten. Gravierende lokale Nebenwirkungen treten bei Katzen in Form eines bösartigen Tumors, eines so genannten Sarkoms, auf. Darauf wird im Folgenden näher eingegangen.



Durch eine Impfung ausgelöste Tumore (Sarkome)

Laut amerikanischen Studien treten diese Sarkome bei einer bis zehn von 10 000 geimpften Katzen auf. Meistens sind Impfstoffe gegen Tollwut oder FeLVfür die Entwicklung dieser Tumore verantwortlich. Im Allgemeinen handelt es sich bei diesen Sarkomen um Tumore des Bindegewebes. Sie treten dort auf, wo eine Impfung verabreicht wurde, häufig zwischen den Schulterblättern oder seitlich in der Brustkorbgegend. Das Verhalten dieser Sarkome ist sehr bösartig. Die Tumorzellen breiten sich rasch in der Tiefe der Unterhaut aus und dringen zwischen und durch die Muskulatur bis zur Wirbelsäule. Ableger in weiter entfernte Organe wie Lunge und Lymphknoten sind möglich. Da gutartige entzündliche Reaktionen nach einer Impfung häufig auftreten und zu Beginn stark einem Sarkom ähneln, ist es äusserst wichtig, gutartige von bösartigen Schwellungen zu unterscheiden.

Verdacht auf ein Sarkom besteht: 1. Wenn die Masse drei oder mehr Monate nach der Impfung noch vorhanden ist. 2. Wenn die Masse grösser als zwei Zentimeter im Durchmesser ist. 3. Wenn die Masse vier Wochen nach der Impfung noch wächst.
Ist eines dieser drei Kriterien gegeben, dann muss die Katze unbedingt dem Tierarzt vorgestellt werden, welcher weitere Untersuchungen veranlassen wird. Gewebeproben der Schwellung können den Verdacht eines Sarkoms bestätigen. Wird die Diagnose eines Sarkoms gestellt, dann überprüft man mittels einer vollständigen Blutuntersuchung das Allgemeinbefinden des Patienten. Anhand von Röntgenbildern der Lunge stellt man sicher, dass keine Hinweise für Ableger des Tumors vorhanden sind.

Die beste Therapie gegen ein Sarkom ist eine frühzeitige, vollständige chirurgische Entfernung. Manchmal ist zusätzlich auch eine Strahlentherapie angebracht. Trotz dieser aufwändigen Therapie bleibt die Prognose für viele Patienten schlecht. Umso wichtiger ist es deshalb, unnötige Impfungen (v. a. gegen Tollwut und FeLV) zu vermeiden.


Wie kann das Risiko von unerwünschten Impfreaktionen gesenkt werden?

Obwohl die Notwendigkeit, Katzen weiterhin zu impfen, unbestritten ist, haben die möglichen Nebenwirkungen (insbesondere das nicht unerhebliche Risiko eines durch eine Impfung ausgelösten Sarkoms) Tierärzte und Tierbesitzer/innen sensibilisiert und dazu geführt, dass die seit Jahrzehnten durchgeführten Impfprotokolle revidiert wurden. Anhand von wissenschaftlichen Studien konnte bei manchen Krankheiten gezeigt werden, dass jährliche Impfungen nicht notwendig sind.


Wenn eine Katze nach einer Impfung Nebenwirkungen anzeigt, auf keinen Fall mehr impfen lassen!
Wenn eine Katze die rot markierten Nebenwirkungen zeigt, muss sie beim Tierarzt unter Beobachtung bleiben! Die Anzeichen müssen nicht zwangsläufig sofort nach der Impfung auftreten, es kann auch einige Zeit vergehen.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #744
Danke für die Info:!: Ich lasse meine Katzen nichtmehr Impfen,haben als Kitten die Grundimpfungen bekommen,ich habe im Inet gelesen das reicht ein Lebenlang,und da meine eh Wohnungs Katzen sind,was vielleicht bei Freigängern anders aussieht.Lg ;-)
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #745
ich habe im Inet gelesen das reicht ein Lebenlang,und da meine eh Wohnungs Katzen sind,was vielleicht bei Freigängern anders aussieht

Darüber würde ich auch gerne nochmal diskutieren.

Warum wäre es bei Freigängern etwas anderes?

Schützt die Imfung bei Freigängern weniger?:neutral:
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #746
Gilt aber eigentlich auch bei Freigänger. Die Impfung macht da keinen Unterschied. :mrgreen:


High-5 Melli!
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #747
:lol: Ach Moni! ♥

Aber ich lese das häufig, also immer mal her mit Meinungen.:)
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #748
Ich verweise nur auf die Studie.

Ist doch egal ob Wohnungskatze oder Freigänger, der Schutz besteht bei beiden gleich.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #749
Darüber würde ich auch gerne nochmal diskutieren.

Warum wäre es bei Freigängern etwas anderes?

Schützt die Imfung bei Freigängern weniger?:neutral:
Ich meinte das Freigänger vielleicht doch öffter Geimpft werden müssen, als Wohnungs Katzen.:-|

Gilt aber eigentlich auch bei Freigänger. Die Impfung macht da keinen Unterschied. :mrgreen:


High-5 Melli!
nee die Impfung nicht:mrgreen: aber sicher sind die Freigänger draussen mehr anfälliger für Krankheiten als die Wohnungs Katze:-|
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #750
Ich meinte das Freigänger vielleicht doch öffter Geimpft werden müssen, als Wohnungs Katzen.:-|

nee die Impfung nicht:mrgreen: aber sicher sind die Freigänger draussen mehr anfälliger für Krankheiten als die Wohnungs Katze:-|

Warum glaubst Du das?

Im Grunde lassen wir doch unsere HAUSkatzen impfen, weil wir unter den Schuhen jeden Tag etwas mit einschleppen können.
Freigänger haben draussen evtl. Kontakt mit kranken Tieren.

Also warum sollte jetzt die Impfung (Seuche), die 7,5 Jahre bis lebenslang anhält bei einem Freigänger nicht so lange schützen, wie bei einer reinen Wohnungskatze?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #751
Weil ich es so dachte,,,ich habe ja nicht behauptet das es so ist :roll: lass gut sein:-o
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #752
Weil ich es so dachte,,,ich habe ja nicht behauptet das es so ist :roll: lass gut sein:-o

Deine Reaktion verstehe ich jetzt gar nicht.

Ich wollte wirklich ganz sachlich darüber diskutieren und nachfragen warum "man" das so glaubt, wie Du es beschrieben hast. Wie gesagt, ich hatte es hier schon häufig gelesen und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich das auch mal gedacht.
Aber logisch ist es doch nicht, oder?

Die letzte Frage gilt jetzt an alle.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #753
nee die Impfung nicht:mrgreen: aber sicher sind die Freigänger draussen mehr anfälliger für Krankheiten als die Wohnungs Katze:-|

Ich gebe dir insoweit recht, als das Freigänger bzgl. Katzenschnupfen durch Kontakte mit anderen Katzen einem größeren Risiko ausgesetzt sind.
Der Schutz gegen Katzenschnupfen liegt bei 52 - 63% während er bei der Impfung gegen Katzenseuche bei 100% liegt.
D.h. auch Freigänger würden sich nach einer erfolgreichen Impfung nicht mit Katzenseuche anstecken. Eine Ansteckung mit Katzenschnupfen ist sehr wohl möglich.
Vor allem, da der Impfstoff veraltet sind und inzwischen Virenmutationen im Umlauf sind, die von der Impfung nicht mehr abgedeckt werden.
Um wenigstens ein wenig Schutz zu haben, ist eine Katzenschnupfenimpfung sinnvoller als bei Wohnungskatzen.

Allerdings ist eine Auffrischung dieser Impfung nur dann sinnvoll, wenn damit neue Virenstämme abgedeckt werden. Es wird aber seit Jahren der alte Impfstoff verwendet. Der Schutz von 52 - 63 % besteht auch noch nach Jahren.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #754
Deine Reaktion verstehe ich jetzt gar nicht.

Ich wollte wirklich ganz sachlich darüber diskutieren und nachfragen warum "man" das so glaubt, wie Du es beschrieben hast. Wie gesagt, ich hatte es hier schon häufig gelesen und wenn mich nicht alles täuscht, habe ich das auch mal gedacht.
Aber logisch ist es doch nicht, oder?

Die letzte Frage gilt jetzt an alle.

Nun meld ich mich auch wieder zu Wort :mrgreen:

ich war ja der gleichen Auffassung Angi54
Bin anfangs auch davon ausgegangen dass Freigänger eben mehr gefahren ausgesetzt sind, als reine Stubentiger :mrgreen: Warum ich das dachte? Keine Ahnung..... War irgendwie "für mich" eine logische Schlußfolgerung....

Wobei es natürlich klar ist, dass entweder die Impfung schützt oder eben nicht....
Meine werden jetzt auch nur noch nächstes Jahr mit 1 Jahr geimpft und dann nicht mehr.;-)
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #755
Darauf wollte ich hinaus.
Danke Siva! ♥
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #756
Darauf wollte ich hinaus.
Danke Siva! ♥

Naja.... ein paar Seiten davor (in diesem Thread) war ich ja diejenige, die diese Frage gestellt hatte :lol:

Deine Erklärung war aber absolut einleuchtend und ich bin froh ♥ darüber!!!;-)
Denn hätte ich es nicht gelesen, dann hätte ich wohl blind auf den Tierarzt vertraut und vermutlich jedes Jahr fleißig geimpft :shock::oops:

Absolut nachvollziehbar und klar auf der Hand, ist für mich diese Tatsache:
Wenn die Impfung 7,5 Jahre hält, wozu dann eher impfen und die Fellnasen unnötig belasten :-D

Ich als absoluter Impfmuffel, weigere mich immer gegen all die "guten" Impfungen (für mich) und meinen Katzen (die nicht mal die Wahl haben) werden vollgepumpt? No way!
Aber hier ist halt wieder der Punkt: Wenn man es nicht besser weiß, tut man eben das, was einem "gesagt" wird - und das ist halt immer (oder zumindest oft) das Problem.... :?
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #757
Okay, aber ich meine, ich selbst habe das auch mal geglaubt, dass Freigänger öfter geimpft werden müssen.
Warum, weiß ich auch nicht.

Das "warum", wäre aber mal interessant gewesen.
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #758
Ich würde sagen, dass ist die "unlogische" Logik :mrgreen:
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #759
:lol: Ja, kann sein!

Frei nach dem Motto: Viel hilft viel!
 
  • Impfen wir unsere Lieben zu Tode? Beitrag #760
Ja vermutlich! :-D

Aber vielleicht meldet sich noch jemand, mit einen "handfesten" Argument :mrgreen:
 
Thema:

Impfen wir unsere Lieben zu Tode?

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