Habe auf Fb was interessantes gefunden, ist zwar für Hunde, wird aber bei Katzen wohl nicht anders sein
Lebensmittelallergien in Hunden – ein hausgemachtes Problem
Aus dem Dogs Naturally Magazine
Autorin: Dana Scott
Übersetzt von Karina Joanna Decke
Fast alle Nahrungsmittel, die unsere Hunde essen, enthalten Proteine.… und diese Proteine haben alle die Fähigkeit, Lebensmittelallergien auszulösen. Die Proteine, die am häufigsten Allergiesymptome auslösen sind Rindfleisch, Molkereiprodukte und Hähnchen obwohl manche pflanzliche Proteine wie Mais, Weizen und Soya auch Auslöser sein können.
Die meisten Tierärzte und Besitzer von Haustieren konzentrieren sich darauf, die bereits existierenden Allergien durch Ausschlussdiät oder gefährliche Immunsupressiva zu behandeln. Aber die Ursache der Lebensmittelallergien wird nicht verstanden oder sie wurde vergessen …
Alles fing mit einem Hund und einer Qualle an
1913 gewann der französische Physiologe Charles Robert Richet den Nobelpreis für seine Impfexperimente. Er spritzte Hunden Spurenmengen von Quallengift, um zu sehen, ob die Hunde ihm gegenüber eine Toleranz entwickeln. Als er das Gift den Hunden das erste Mal spritzte, schienen sie in Ordnung zu sein. Als er ihnen das Gift das zweite Mal spritzte reagierten die Hunde heftig und starben sehr schnell.
Die Reaktion war das Gegenteil von dem Schutz, den Richet erwartet hatte. Er nannte diese Reaktion Anaphylaxe. Das ist lateinisch für Anti-Schutz.
Neugierig geworden über diese Ergebnisse experimentierte Richet weiter. In den folgenden Jahren spritzte er Katzen, Kaninchen und Pferden geringe Mengen von Milch und Fleischproteinen und fand dieselben Ergebnisse. Die erste Injektion schien eine Sensibilisierung gegenüber den gespritzten Proteinen zu verursachen.
Die Serumkrankheit
Diese Ergebnisse waren jedoch nicht ganz überraschend für Richet. Zu derselben Zeit, zu der er seine Forschungen betrieb, bemerkte der österreichische Kinderarzt Clemens von Pirquet, dass bis zur Hälfte der geimpften Kinder eine misteriöse Krankheit entwickelt hatten nach der ersten großen Massenimpfung gegen Diphtherie. Diese Krankheit wurde einfach “Serumkrankheit” genannt bis Pirquet anfing, sie zu studieren. Er bemerkte, dass die Symptome ähnlich waren wie bei Menschen, die gegenüber Pollen und Insektenstichen überempfindlich waren. 1906 erfand er das Wort Allergie, um diese Reaktivität besser zu beschreiben.
Solche massiven Allergien wie die Serumkrankheit waren unbekannt bevor Impfungen entwickelt wurden. Aber am Ende des 20. Jh. haben Ärzte Impfungen ganz klar als die Ursache von Allergien identifiziert.
Wie entstehen Lebensmittelallergien
Wenn Hunde Proteine essen, werden diese zuerst im Magen vorverdaut, wo Säuren und Enzyme die Proteine in kleinere Stücke aufspalten. Dieses zum Teil verdaute Essen wandert dann in den Dünndarm, wo es weiter verdaut wird und die Proteine in ihre kleinsten Bestandteile aufgespalten werden, die Aminosäuren. Diese kleinen Aminosäuren wandern weiter durch die Wände des Dünndarms in den Körper durch spezielle Zellen, die Enterozyten. Diese Zellen haben die Fähigkeit, alle Aminosäuren abzulehnen, die sie als Bedrohung einstufen.… und alle Fremdproteine, die doch durchgehen, werden schnell vom Immunsystem abgetötet.
Das ist der natürliche Weg, auf dem Proteine in den Körper gelangen sollten.
Aber die Viren im Impfungen werden auf tierischen Proteinen gezüchtet wie Rinderföten oder Hühnerembryos. Ein kleiner Teil dieser Proteine gelangt zusammen mit den Viren in die Impfstoffe. Wenn ein Hund geimpft wird, werden diese unverdauten tierischen Proteine direkt in die Blutbahn gespritzt und umgehen somit den körpereigenen Verdauungsprozess.
Diese unverdauten Proteine verursachen eine Immunantwort durch die Immunzellen, die TH2 Lymphozyten. Diese TH2 Zellen wirken zusammen mit anderen Lymphozyten, den B Zellen, welche einen Großteil der Antikörper ausmachen, die IgE heißen und die spezifisch für jede Proteinart sind. Die IgE zirkulieren im Blut und docken an IgE-spezifische Rezeptoren an der Oberfläche von anderen Immunzellen, den Mastzellen und Basophilen, welche nach einer Impfung an einer akuten Entzündungs- oder Immunreaktion beteiligt sind.
Die IgE beschichteten Zellen sind dann gegenüber dem gespritzten Protein sensibilisiert. Das ermöglicht dem Immunsystem eine schnelle Reaktion, wenn so ein Protein in Erscheinung tritt.
Aber was passiert, wenn ein Hund jetzt ein Protein ißt, für das sein Körper sensibilisiert ist? Die aktivierten Mastzellen und Basophilen setzen Histamin und andere chemische Entzündungsstoffe frei wie Zytokine, Interleukine, Leukotrienes und Prostaglandine an das benachbarte Gewebe und verursachen somit mehrere Immunreaktionen wie Erweiterung der Blutgefäße, Schleimabsonderung, Nervenstimulation und Kontraktionen der glatten Muskulatur. Das Ergebnis ist Juckreiz und Anaphylaxe.
Abhängig von Hund können die Symptome sich auf den ganzen Körper beziehen (Anaphylaxe) oder lokal auftreten, zum Beispiel an der Haut.
Die Role der Impfungen
Für die meisten Viren wie den Staupe- und den Parvovirus gilt, dass der Virus selbst gezüchtet und „geerntet“ werden muss, um den Impfstoff herzustellen. Dieser Prozess beginnt mit einer kleinen Menge an Viren, die an Zellen gezüchtet werden müssen. Verschiedene Zelltypen können dafür verwendet werden wie Hühnerembryos oder andere Zellenlinien, die sich schnell vermehren, können dafür verwendet werden.
Wenn das Antigen gezüchtet ist, versuchen Impfstoffhersteller diesen von den Zellen zu isolieren. Aber Proteine und andere Lebensmittelpartikels können trotzdem in der Impfung enthalten sein. Dann wird ein Adjuvant hinzugefügt um eine übertriebene Immunreaktion zu stimulieren sowie Stabilisatoren oder Konservierungsstoffe.
Robert S Mendelsohn MD, Professor der Kinderheilkunde an der University of Illinois warnt, “Niemand kennt die Langzeitkonsequenzen, die das Spritzen von Fremdproteinen in den Körper hat. Noch schockierender ist die Tatsache, dass niemand eine strukturierte Bemühung anstellt das herauszufinden.”
Bis zu dem Tag, an dem Wissenschaftler, Tierärzte und Ärzte sich bemühen, mehr darüber zu lernen, wie diese gespritzten Proteine Allergien und viele andere Autoimmunerkrankungen in Hunden (und uns) auslösen, scheint Prävention die beste Herangehensweise an Lebensmittelallergien zu sein.