euthanasie! wirklich immer nötig?

Diskutiere euthanasie! wirklich immer nötig? im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; ehrlich gesagt frage ich mich das seit langer zeit! ist es wirklich immer notwendig? warum dürfen unsere lieblinge nicht dann sterben, wenn es für...
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #1
yodetta

yodetta

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ehrlich gesagt frage ich mich das seit langer zeit!
ist es wirklich immer notwendig?
warum dürfen unsere lieblinge nicht dann sterben, wenn es für sie an der zeit ist?
warum bestimmen wir den zeitpunkt des todes?
kann man nicht gegen die symptome der todbringenden krankheit unterstützend wirken?
als mona getötet wurde hat sich alles in mir dagegen gewehrt! SO stirbt man doch nicht!!!!
das war die schlimmste entscheidung die ich je getroffen habe!
würden unsere tiere diesen tod wählen, wenn sie selbst entscheiden könnten?
mich würde interessieren wie ihr dazu steht!
liebe grüsse
melanie
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #2
Moin Melanie,

ich sage mal Jaein.

Es gibt ja Katzen, denen merkt man die Krankheit nicht an, sie sterben dann und wir fragen uns warum.

Aber, wenn man Krankheiten merkt und behandelt wie verrückt und nicht mehr helfen kann, ist Sterbehilfe nötig.

Zwei Beispiele. Unser Hund bekam von jetzt auf gleich Atemprobleme, er bekam schon seit Jahren Herztabletten. Beim Tierarzt bekam er dann noch einmal eine helfende Spritze. Die Info dazu, wenn die bis Mittwoch hält (das war am Sonntag), kann man ihm helfen. Aber sie hielt nicht bis Mittwoch. Wir mussten ihn vorher erlösen lassen, weil er keine Luft mehr bekam und ständig umkippte.

Lady, unsere Katze, hatte CNI und Krebs. CNI wurde behandelt, aber irgendwann kann man auch da nicht mehr behandeln. Lady war so schwach, sie schaffte nicht mal mehr den Weg zum FuNapf, sackte mit den Hinterbeinen weg, war klapperdürre. Auch sie habe ich erlösen lassen, weil ich nicht wollte das sie sich quält.

Und nun überlege, ob du in diesen Situationen anders entschieden hättest???? Zwei sich absolut quäldende Tiere zu sehen und du kannst nichts mehr machen, dieses Bild stell dir bitte vor und dann antworte.

Ich bin froh das wir unseren Tieren so helfen und ihnen damit eine letzte Ehre erweisen können um sie nicht länger zu quälen.
Sicher müssen wir für unsere Tiere entscheiden, sie können ja nicht sprechen.

Ich wäre froh, wenn ich später einmal für mich entscheiden könnte wann ich gehen möchte. Denn mich nicht mehr bewegen zu können, aber dabei fit im Kopf zu sein, ist für mich unvorstellbar.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #3
Mein Ex-Freund hatte eine Katze, die für zwei Jahre auch mein Leben begleitet. Sie war eine wunderschöne Glückskatze.. Freigängerin und 19 Jahre alt!
Eines Tages lag sie schlapp auf der Treppe als ich von der Arbeit kam, konnte nicht mehr aufstehen, wollte nichts fressen, nichts trinken.. Ich nahm sie mit rein, sie sackte dort zusammen wo ich sie absetzte, kein Schritt konnte sie alleine tun! Mir fiel auf dass sie Blut am Mäulchen hatte und bei genauem Hinsehen war der ganze Rachen / im Maul blutig! Wir sind natürlich sofort zum Tierarzt. Diagnose: Nierenversagen, schon soweit fortgeschritten dass sie Harnsäure im Magen hatte. Sie muss unsagbare Schmerzen gehabt haben, die Harnsäure hat sie von innen zerfressen (Deswegen das Blut)! Dadurch dass sie eigentlich 20 von 24 Stunden draußen war ist es niemandem aufgefallen, sie hat es sehr gut verborgen..
Dies war ihr letzter Tierarztbesuch. Wir haben beide geweint. Und sie wollte immer noch nicht sterben! Hat zu der Betäubungsspritze am Anfang und der eigentlichen Todesspritze noch eine zweite Einschläferungsspritze gebraucht... Sie wollte nich, sie hat gekämpft und ihr Herz wollte nicht aufhören zu schlagen! Aber ich frage dich: welche Alternative hätten wir gehabt? Der Tierarzt hat ihr noch zwei Tage gegeben.. (wobei ich nicht glaube dass sie die gehabt hätte).. Zwei Tage unter Schmerzen, ohne trinken oder fressen zu können. Das wollten wir ihr nicht antun! Sie hatte 19 schöne, freie Jahre! sie sollte friedlich einschlafen dürfen!

Also ich sage, je nach Krankheit / Situation ja zum Erlösen. Wie auch in Tex' Antwort: Es gibt Krankheiten bei denen eigentlich nur noch Erlösung ein Weg sein sollte. Allerdings sollte man abwägen wie die letzten Stunden / Tage des Tieres verlaufen. Schmerzhaft? Friedlich?
Natürlich tut es weh, es hat auch uns das Herz zerrissen..
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #4
hallöchen tex!
danke, für deine antwort.
hm, genau das meine ich.
ich weiß nicht wie ich in deinem fall entschieden hätte. zumindest heute weiß ich das nicht.
ich würde für mich niemals diese art des sterbens wählen! und ich habe schon viele menschen begleitet. passiv versteht sich! das waren nicht nur menschen die friedlich eingeschlafen sind sondern auch wirklich schlimme situationen die kaum auszuhalten waren!!
aber der tod hat nicht immer ein schönes gesicht.
wir schläfern ja auch uns oder unsere angehörigen nicht ein.
ich persönlich könnte diese art zu sterben nicht mit mir vereinbaren.

meine mona hatte pkd. ich habe ihr am ende morphium gespritzt. sie war sehr abgemagert.
alle aussenstehenden haben mir gesagt, du musst sie erlösen!
als sie eines morgens in ihrem erbrochenen lag und unter sich gelassen hatte, haben wir sie in den garten gebracht und haben den Tierarzt verständigt, zum einschläfern.
ehrlich gesagt bereue ich das bis heute!
warum haben wir nicht einfach weitergemacht, ihr telöffelweise futter angeboten. ihr weiter ihre medis verabreicht?
ich glaube heute das sie auch "natürlich" hätte sterben können.
es gibt medis gegen übelkeit, gegen durchfall, gegen atemnot, gegen schmerzen, usw!
würden unsere tiere so sterben wollen? durch eine spritze? erleben sie das sterben so wie wir?
und nein, sie können nicht sprechen.......und woher wollen wir dann so genau wissen das sie sich quälen? hat es vielleicht auf uns oft nur den anschein?
ich will die euthanasie nicht grundsätzlich in frage stellen! in einigen fällen ist es bestimmt die beste entscheidung. in sogenannten notfällen wie nahender erstickungstod oder unfallopfer, usw.....
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #5
Also ich bin richtig froh, dass es diese Möglichkeit für unsere Tiere gibt.
Bisher wurden alle meine Miezen eingeschläfert, wenn ich dann wirklich merke, dass keine Therapie mehr greift und sich das Tier nur noch quält dann kann ich das auch nicht mehr länger verantworten.

Ich habe mal wie gesehen wie ein Kater auf dem Tisch des Tierarztes erstickt ist, er hatte es nicht mehr geschafft die Spritze aufzuziehen, es war schrecklich. Dem gleichen Besitzer ist eine andere Katze unter dem Bett verstorben als er gerade nicht da war. Nein, so etwas möchte ich auf keinen Fall.
Der Gedanke, dass sie dann ganz allein waren oder auch noch dolle Schmerzen hatten, würde mich fertigmachen.

Es gibt bestimmt auch viele Menschen, die froh wären hätten sie diese Alternative.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #6
Mein Ex-Freund hatte eine Katze, die für zwei Jahre auch mein Leben begleitet. Sie war eine wunderschöne Glückskatze.. Freigängerin und 19 Jahre alt!
Eines Tages lag sie schlapp auf der Treppe als ich von der Arbeit kam, konnte nicht mehr aufstehen, wollte nichts fressen, nichts trinken.. Ich nahm sie mit rein, sie sackte dort zusammen wo ich sie absetzte, kein Schritt konnte sie alleine tun! Mir fiel auf dass sie Blut am Mäulchen hatte und bei genauem Hinsehen war der ganze Rachen / im Maul blutig! Wir sind natürlich sofort zum Tierarzt. Diagnose: Nierenversagen, schon soweit fortgeschritten dass sie Harnsäure im Magen hatte. Sie muss unsagbare Schmerzen gehabt haben, die Harnsäure hat sie von innen zerfressen (Deswegen das Blut)! Dadurch dass sie eigentlich 20 von 24 Stunden draußen war ist es niemandem aufgefallen, sie hat es sehr gut verborgen..
Dies war ihr letzter Tierarztbesuch. Wir haben beide geweint. Und sie wollte immer noch nicht sterben! Hat zu der Betäubungsspritze am Anfang und der eigentlichen Todesspritze noch eine zweite Einschläferungsspritze gebraucht... Sie wollte nich, sie hat gekämpft und ihr Herz wollte nicht aufhören zu schlagen! Aber ich frage dich: welche Alternative hätten wir gehabt? Der Tierarzt hat ihr noch zwei Tage gegeben.. (wobei ich nicht glaube dass sie die gehabt hätte).. Zwei Tage unter Schmerzen, ohne trinken oder fressen zu können. Das wollten wir ihr nicht antun! Sie hatte 19 schöne, freie Jahre! sie sollte friedlich einschlafen dürfen!

Also ich sage, je nach Krankheit / Situation ja zum Erlösen. Wie auch in Tex' Antwort: Es gibt Krankheiten bei denen eigentlich nur noch Erlösung ein Weg sein sollte. Allerdings sollte man abwägen wie die letzten Stunden / Tage des Tieres verlaufen. Schmerzhaft? Friedlich?
Natürlich tut es weh, es hat auch uns das Herz zerrissen..
ich glaube die wenigsten lebewesen sterben ohne schmerzen. dagegen gibt es aber heute eine riesen auswahl an mitteln.
heute, würde ich ihr wahrscheinlich ein starkes schmerzmittel geben und ihr das mäulchen immer wieder befeuchten und sie begleiten bis zum letzten atemzug.
die frage ist, ob das jeder aushalten kann?
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #7
Du schreibst, dass Du diese Art des Sterbens niemals für Dich möchtest. Du bist jetzt 35, Du kannst nicht wissen wie es Dir im Alter geht. Zum Glück wissen wir das alle nicht.

Wenn es später die Möglichkeit hier in Deutschland gibt und ich wüsste, dass ich den Rest nur noch dahinsiechen würde, würde ich mir so eine Spritze geben lassen.
Seit vielen, vielen Jahren beobachte ich nun meine Mutter, sie kann gar nichts mehr. Da ich mich aber vor ein paar Jahren für eine Magensonde für sie entschieden habe, kann das auch noch lange Zeit so weiter gehen. Das habe ich ihr so nicht gewünscht und ich weiss auch, dass es ihr nicht gefallen würde so leben zu müssen, wenn sie es denn merken würde.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #8
Du schreibst, dass Du diese Art des Sterbens niemals für Dich möchtest. Du bist jetzt 35, Du kannst nicht wissen wie es Dir im Alter geht. Zum Glück wissen wir das alle nicht.

Wenn es später die Möglichkeit hier in Deutschland gibt und ich wüsste, dass ich den Rest nur noch dahinsiechen würde, würde ich mir so eine Spritze geben lassen.
Seit vielen, vielen Jahren beobachte ich nun meine Mutter, sie kann gar nichts mehr. Da ich mich aber vor ein paar Jahren für eine Magensonde für sie entschieden habe, kann das auch noch lange Zeit so weiter gehen. Das habe ich ihr so nicht gewünscht und ich weiss auch, dass es ihr nicht gefallen würde so leben zu müssen, wenn sie es denn merken würde.
doch, liebe dora. ich weiß das ich nicht mit einer spritze getötet werden möchte!
ich bin nicht der liebe gott!
warum hast du dich für eine peg, eine magensonde entschieden?
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #9
Zu dem Zeitpunkt war sie zwar schon lange dement, konnte aber noch in Begleitung laufen.
Das Trinken und das Essen bereitete schon länger Probleme aber auch wegen den Schluckstörungen.
Sie erzählte aber noch gut und nach dem Gespräch mit dem Arzt stimmte ich der Peg zu.
Sie war in einem anderen Krhs. als sonst und wurde dort das erste Mal richtig untersucht.
Bis dahin hatte sie schon sieben Schlaganfälle, die hatte ich gar nicht bemerkt. Auch die andere Pflegerin, die mir damals half, hatte nichts bemerkt.
Als sie nach dem Einsetzen der Peg wieder nach Hause kam, war nichts mehr mit ihr los, sie konnte nicht mehr laufen. Im Krhs durften wir sie nicht mobilisieren (Versicherung). Jetzt ist sie in einem Heim.
Die Pflegerin konnte nicht mehr und ich habe es allein nicht mehr geschafft.
Ende letzten Jahres musste sie wieder ins Krhs weil sie Blut spuckte, meine Wut war grenzenlos, sie hatten beim VW die Peg nicht mobilisiert. Das Ding war festgewachsen.
Sie konnte auch nicht am selben Tag gewechselt werden, erst ein paar Tage später bekam sie eine Neue.
Das ist das erste Mal, dass ich mich darüber ausgelassen habe. Entschuldige bitte, yodetta.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #10
Ich glaube wenn man gewissenhaft mit der Entscheidung umgeht, dann sage ich ein klares JA!!!!
Unser Charly war nicht einmal 4 Jahre alt als ein einen Gehirnschlag nach einen Schlafanfall, den keiner bemerkt hat, ihr wißt selbst wie Katzen schmerzen verbergen können.
Wir hätte niemals anders entscheiden können, als ihn in frieden gehen lassen.
Unsere Sammy hatte beide Nieren komplett mit Zysten besetzt die, die Nieren von Sammy zerfressen haben. Er hatte die ersten Beschwerden am Dienstag und Freitag war der Körper schon so verseucht war, das er sich nur noch gewählt hätte.
Ich hätte niemals einen der beiden weiter leiden lassen.
Ich glaube das jede Euthanasie die eingesetzt wird nur dann gerechtfertigt ist ,wenn das Tier unheilbar krank ist.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #11
Ich bin froh dass es für mich die Möglichkeit gibt zu entscheiden mein Tier gehen zu lassen!
Mein Kater Felix wurde dreimal angefahren die ersten beiden Male überlebte er mit doppeltem Beckenbruch und beim dritten Mal muss er mit den Kopf an den Autoreifen gekommen sein :-(
Sein Kopf war ganz schief und die Nase und die Augen waren blutunterlaufen, er war ein schneeweißer Kater und man sah überall die schwarzen blutunterlaufenen Stellen, er verkroch sich in einen Schrank und maunzte mich nur ganz flehend an :cry: ich bin dann zum Tierarzt und habe ihn erlöst :-(
Es ist ja nicht so dass man nicht alles für sein Tier tut aber man kann es auch zu Tode therapieren :roll:
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #12
Zu dem Zeitpunkt war sie zwar schon lange dement, konnte aber noch in Begleitung laufen.
Das Trinken und das Essen bereitete schon länger Probleme aber auch wegen den Schluckstörungen.
Sie erzählte aber noch gut und nach dem Gespräch mit dem Arzt stimmte ich der Peg zu.
Sie war in einem anderen Krhs. als sonst und wurde dort das erste Mal richtig untersucht.
Bis dahin hatte sie schon sieben Schlaganfälle, die hatte ich gar nicht bemerkt. Auch die andere Pflegerin, die mir damals half, hatte nichts bemerkt.
Als sie nach dem Einsetzen der Peg wieder nach Hause kam, war nichts mehr mit ihr los, sie konnte nicht mehr laufen. Im Krhs durften wir sie nicht mobilisieren (Versicherung). Jetzt ist sie in einem Heim.
Die Pflegerin konnte nicht mehr und ich habe es allein nicht mehr geschafft.
Ende letzten Jahres musste sie wieder ins Krhs weil sie Blut spuckte, meine Wut war grenzenlos, sie hatten beim VW die Peg nicht mobilisiert. Das Ding war festgewachsen.
Sie konnte auch nicht am selben Tag gewechselt werden, erst ein paar Tage später bekam sie eine Neue.
Das ist das erste Mal, dass ich mich darüber ausgelassen habe. Entschuldige bitte, yodetta.
da gibt es nix zu entschuldigen!
ich kann deine wut gut verstehen. und das man eine frisch eingesetzte peg bewegen muß, hätte die pflegerin wissen müssen!
zum eigentlichen thema passt dein beitrag trotzdem.
die angehörigen, die vor dieser entscheidung eine peg legen zu lassen stehen, werden von dem arzt häufig gefragt: wollen sie das ihre mutter verhungert?
ich würde in diesem fall antworten: wenn sie das für sich so entscheidet, dann JA!
wie um alles in der welt dürfen wir denn heute noch sterben?
wir dürfen nicht verhungern, nicht verdursten, nicht verbluten?
warum wird sich nicht viel mehr auf das begleiten beim sterben konzentriert?
warum um jeden preis, leben?
ich glaube weil wir das nicht aushalten mit anzusehen.
und jetzt bin ich wieder beim "tier", von dem ja viele von uns sagen, dass es ein familienmitglied sei.
hat denn unser familienmitglied nicht die gleichen rechte wie alle anderen auch? was das sterben betrifft.

Ich glaube wenn man gewissenhaft mit der Entscheidung umgeht, dann sage ich ein klares JA!!!!
Unser Charly war nicht einmal 4 Jahre alt als ein einen Gehirnschlag nach einen Schlafanfall, den keiner bemerkt hat, ihr wißt selbst wie Katzen schmerzen verbergen können.
Wir hätte niemals anders entscheiden können, als ihn in frieden gehen lassen.
Unsere Sammy hatte beide Nieren komplett mit Zysten besetzt die, die Nieren von Sammy zerfressen haben. Er hatte die ersten Beschwerden am Dienstag und Freitag war der Körper schon so verseucht war, das er sich nur noch gewählt hätte.
Ich hätte niemals einen der beiden weiter leiden lassen.
Ich glaube das jede Euthanasie die eingesetzt wird nur dann gerechtfertigt ist ,wenn das Tier unheilbar krank ist.
auf deinen letzten satz bezogen: und warum muß es dann getötet werden?
warum nicht unterstützen mit medis und begleiten?

ich will die euthanasie nicht grundsätzlich in frage stellen! in einigen fällen ist es bestimmt die beste entscheidung. in sogenannten notfällen wie nahender erstickungstod oder unfallopfer, usw.....

Es ist ja nicht so dass man nicht alles für sein Tier tut aber man kann es auch zu Tode therapieren :roll:
wie ich schon sagte......
es gibt bestimmt ausnahmen.......
und in krankheitsfällen die den tod herbeiführen, würde ich nur noch vom unterstützen sprechen. nicht von einer therapie die alles wieder gut werden lässt.
mit medis unterstützen und begleiten.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #13
kann man nicht gegen die symptome der todbringenden krankheit unterstützend wirken?
Das kommt wohl sehr darauf an, was für eine Krankheit es ist. Wenn es ein Tumor im Anfangsstadium ist und Behinderungen durch Medikamente leicht unterdrückt werden können, muss Euthanasie m.E. nicht sein.

Viele Symptome lassen sich aber nicht unterdrücken. Wir hatten 3 FIP-Tode in der Familie und einen, der einer hätte sein können. Beim ersten wusste keiner, was das Problem war, also hatten wir Hoffnung, ihn retten zu können. So quälte das Kätzchen sich die 9 Monate seines Lebens daher, zog zähe Schleimstränge am After mit sich herum, war zu schwach zum fressen und schrie vor Hunger. Das Spielen und Erkunden war ihm heilig, aber mit ca. 7 Monaten war auch das vorbei und er musste seinen Geschwistern traurig dabei zusehen, wie sie ihm Schnee tobten, weil er kaum von seinem Kissen herunter konnte. Als er endlich sterben durfte, wog er 700 Gramm. Hätte auch nur einer des Dutzends an Tierärzten, früher festgestellt, dass Taichou so oder so sterben würde, hätten wir ihm das nicht angetan.


Seine Schwester Misao starb 6 Wochen später, musste nach der Diagnose aber nicht lange leiden und lebte weitgehend normal. Bei ihr sagte der Tierarzt, er könne die Flüssigkeit abzapfen und so ihr Leben verlängern, aber das wären tägliche größere Eingriffe - und was hätte sie davon gehabt, den halben Tag betäubt zu sein, um die andere Hälfte vom Tag das Tierarzt-Trauma zu verarbeiten? Ich finde, man sollte so schnell wie möglich gehen, wenn die beste Zeit vorbei ist und eine garantiert nur noch schlechte Zeit anbricht. Es gibt kein Nirvana, das dich dafür belohnt, möglichst lange zu leiden. Es gibt nur Auswege, das Leid zu verkürzen.

Als Moshe kaum bewusstlos in meinem Arm lag und zuckte, fragte ich die Tierärztin auch, ob man denn nichts mehr machen könnte. Sie meinte, es gäbe lebensverlängernde Maßnahmen, aber es sei nicht fair. Sie erklärte es nicht und ich wollte Moshe auch nicht mehr leiden lassen. Unterwegs in diese Notfallklinik hatte ich übers Handy vom Tierarzt die Diagnose "Fip" erhalten. Ich denke, die Tierärztin in der Klinik meinte etwas, das den Tod herauszögert, aber was bitte bringt es, zu "leben" (atmen, fressen, kacken), wenn man dieses Leben nicht mehr genießen kann? Das bringt den Angehörigen den Trost, einen "leben" zu sehen, aber in einem gewissen Zustand ist ein Leben nicht mehr lebenswert.

Wenn eine Krankheit nicht heilbar ist und nur noch Leid bringt, ist es reiner Egoismus, die Unfähigkeit, loszulassen, der hier gegen eine Erlösung spricht. Das ist zwar nur menschlich und auch irgendwo verzeilich, aber manchmal muss man eben schwere Entscheidungen treffen. Das Leben ist kein Disney-Film. Liebe allein reicht nicht immer und manchmal ist es auch Liebe, zu tun, was einem selbst wehtut, wenn es dem anderen hilft.

Wobei mir eine gewisse Doppelmoral schon auffällt. Dieselben Leute, die ihr Tier bei der ersten Blasenschwäche gleich "erlösen", würden einen Menschen dafür in die Psychiatrie sperren, wenn er sich von seinem Leid erlösen will. Was wurden schon Suizidenten, deren Leben wirklich nicht mehr zu ertragen war, mit Psychiatrie und dergleichen bestraft, endlich ruhen zu wollen. Bei Tieren wird dann immer von einer Wohltätigkeit gesprochen, sie zu erlösen - warum wird diese Menschen nicht gegönnt, frage ich mich. Mein Freund hat MS und ich unterstütze seinen Entschluss, bei vernichtenden Behinderungen Schluss zu machen, vollständig, weil ich nicht will, dass er unglücklich dahinsiecht und nur noch seine Organe "leben".
Auch meiner ersten Oma hätte ich einen schnelleren Tod gewünscht. Fast ein Jahr lang lag sie doch dement und, in den wenigen hellen Momenten, bitterlich weinend vor Erniedrigung, im Pflegeheim, wurde nicht umgedreht und lag sich so den einen Arm blau und dick, während der andere immer dünner wurde. Was sollte diese Tortur? Eine andere alte Frau wollte sich das Leben nehmen, weil es bergab mit ihr ging. Zur Strafe sperrte man sie in die Geschlossene, wo sie, nach ihrer Vergiftung total dement, rumgeschoben, zugedröhnt und vernachlässigt wurde und für jede kleine Hilfe "Helft mir" weinen musste, ehe jemand ihr wenigstens die Suppe zum Mund führte. Aber hey - wenigstens lebte sie noch!

Vielleicht ist es, weil Tiere nicht die Last haben, ein Teil unserer Gesellschaft zu sein. Bei ihnen können wir's uns leisten, sentimental zu sein, zu töten, zu kreieren, ohne dass es einen nennenswerten Impakt hätte. Wenn eine Katze erlöst wird, weint ein Haushalt. Wenn ein Mensch sich erlöst, gibt es einen Steuerzahler oder wenigstens Statistik-Abiturienten weniger und das kann man ja nicht zulassen...

Ich halte wenig von dem Satz "Respekt vor dem Leben", denn oft scheint er zu bedeuten, Leben mit aller Gewalt zu erhalten, zum "Glück" zu zwingen, wo rationell betrachtet kein Glück mehr zu finden ist. Man sollte vielleicht erstmal Respekt für die Lage derer haben, die ihr eigenes Leben ertragen müssen und respektieren, dass nicht jeder sein Leben ertragen kann oder will. Bei Tieren bedeutet das auch, die tatsächlichen Chancen auf Besserung höher zu werten, als die persönlichen Hoffnungen und Wünsche, die gemeinsame Zeit mit allen Mitteln zu verlängern. Ein schönes Leben sollte wichtiger sein, als ein Langes.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #14
als sie eines morgens in ihrem erbrochenen lag und unter sich gelassen hatte, haben wir sie in den garten gebracht und haben den Tierarzt verständigt, zum einschläfern.
ehrlich gesagt bereue ich das bis heute!
warum haben wir nicht einfach weitergemacht, ihr telöffelweise futter angeboten. ihr weiter ihre medis verabreicht?
ich glaube heute das sie auch "natürlich" hätte sterben können.

Nun, ich denke, das wäre auch nicht "natürlich" gewesen. Natürlich wäre gewesen, wenn die Katze nie irgendein Medikament oder andere Hilfestellungen bekommen hätte. Denn in dem Moment, wo therapiert wird, werden u.U. die Qualen und das Leiden verlängert. Und dann sind wir in der PFLICHT, es nicht noch länger hinaus zu zögern, sondern wirklich die Erlösung zu wählen. Die wäre ohne Eingreifen nämlich meist sehr viel früher gekommen.
Die meisten meiner Outdoors sterben natürlich. Sie verabschieden sich regelrecht bei mir und erscheinen dann nicht mehr - weder tagsüber um in der Sonne zu liegen noch abends zur Fütterung. Dann weiß ich, dass wieder eines gegangen ist.
Merke ich aber rechtzeitig, dass es einer dieser Katzen nicht gut geht, wird auch sie behandelt und notfalls auf den letzten Weg geschickt.

Ich bin sehr froh, dass wir Tierhalter diese Möglichkeit haben und ich würde mir wünschen, dass es bei mir auch möglich wäre. Denn der Tod selber ist nicht schlimm, aber meistens der Weg dahin.

Das sagt jemand, der dem Tod bereits zweimal von der Schippe gesprungen ist - Nahtoderlebnisse nehmen die Angst vor dem Tod, aber die Qual, bis dahin zu kommen, die nehmen sie nicht.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #15
Um auf den Titel zu antworten, nein Euthanasie ist nicht immer nötig, aber diese 'glücklichen' Fälle eines sanften Todes sind selten, von allen Katzen die mein Leben begleitet haben durften nur zwei sanft einschlafen.
Wenn es aber um Krankheiten geht die kein sanftes Ende gewähren, die Schmerzen und Qual bedeuten bin ich dankbar dafür meinen Tieren dies ersparen zu können.

Ich glaube aber viel schwerer als diese entgültige Entscheidung zu treffen ist es zu wissen wann dies nötig ist.
In uns sträubt sich alles ein Leben zu beenden, wir fürchten deren Entgültigkeit und den Verlust, und es ist auch richtig, dass wir diese grosse Hemmung haben ein Leben zu beenden.
Nur haben unsere Tiere in unserer Obhut nicht die Möglichkeit ihr Leben so zu beenden, wie es in der Natur tun würden, oder wie es dort geschieht, und nur deshalb kommt uns oft diese schwere Verantwortung zu
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #16
Das kommt wohl sehr darauf an, was für eine Krankheit es ist. Wenn es ein Tumor im Anfangsstadium ist und Behinderungen durch Medikamente leicht unterdrückt werden können, muss Euthanasie m.E. nicht sein.

was bitte bringt es, zu "leben" (atmen, fressen, kacken), wenn man dieses Leben nicht mehr genießen kann? Das bringt den Angehörigen den Trost, einen "leben" zu sehen, aber in einem gewissen Zustand ist ein Leben nicht mehr lebenswert.
zum ersten absatz:ich rede vom tumor im endstadium. warum das tier töten?
warum nicht schmerzfrei einschlafen lassen?
zum zweiten absatz:genau davon spreche ich. man muß nicht um jeden preis leben erhalten! aber, ich finde, man muß auch nicht töten. wenn die zeit gekommen ist, ist sie da. den tod werden wir nicht aufhalten. aber warum nicht dann eine palliative versorgung?

Nun, ich denke, das wäre auch nicht "natürlich" gewesen. Natürlich wäre gewesen, wenn die Katze nie irgendein Medikament oder andere Hilfestellungen bekommen hätte. Denn in dem Moment, wo therapiert wird, werden u.U. die Qualen und das Leiden verlängert. Und dann sind wir in der PFLICHT, es nicht noch länger hinaus zu zögern, sondern wirklich die Erlösung zu wählen. Die wäre ohne Eingreifen nämlich meist sehr viel früher gekommen.
Die meisten meiner Outdoors sterben natürlich. Sie verabschieden sich regelrecht bei mir und erscheinen dann nicht mehr - weder tagsüber um in der Sonne zu liegen noch abends zur Fütterung. Dann weiß ich, dass wieder eines gegangen ist.
Merke ich aber rechtzeitig, dass es einer dieser Katzen nicht gut geht, wird auch sie behandelt und notfalls auf den letzten Weg geschickt.

Ich bin sehr froh, dass wir Tierhalter diese Möglichkeit haben und ich würde mir wünschen, dass es bei mir auch möglich wäre. Denn der Tod selber ist nicht schlimm, aber meistens der Weg dahin.

Das sagt jemand, der dem Tod bereits zweimal von der Schippe gesprungen ist - Nahtoderlebnisse nehmen die Angst vor dem Tod, aber die Qual, bis dahin zu kommen, die nehmen sie nicht.
das "natürlich" bezog sich nur auf den sterbeprozess. natürlich hat sie ihre therapie bekommen als pkd diagnostiziert wurde.
ich glaube grundsätzlich ist es eine lebenseinstellung, wie man sterben möchte. damit meine ich, wer sich die "spritze" für sich selbst mal wünscht, der erlöst auch sein tier auf diese art und weise.
ich wünsche mir das für mich, wie gesagt, nicht.

schön das sich so viele beteiligen.
ich finde das sehr interessant.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #17
ich wollte wir menschen drüften auf so humane weise sterben
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #18
Um auf den Titel zu antworten, nein Euthanasie ist nicht immer nötig, aber diese 'glücklichen' Fälle eines sanften Todes sind selten, von allen Katzen die mein Leben begleitet haben durften nur zwei sanft einschlafen.
Wenn es aber um Krankheiten geht die kein sanftes Ende gewähren, die Schmerzen und Qual bedeuten bin ich dankbar dafür meinen Tieren dies ersparen zu können.

Ich glaube aber viel schwerer als diese entgültige Entscheidung zu treffen ist es zu wissen wann dies nötig ist.
In uns sträubt sich alles ein Leben zu beenden, wir fürchten deren Entgültigkeit und den Verlust, und es ist auch richtig, dass wir diese grosse Hemmung haben ein Leben zu beenden.
Nur haben unsere Tiere in unserer Obhut nicht die Möglichkeit ihr Leben so zu beenden, wie es in der Natur tun würden, oder wie es dort geschieht, und nur deshalb kommt uns oft diese schwere Verantwortung zu
schmerzen können gelindert werden. z.b. mit morphium.
ich könnte jetzt fragen, ob es nicht viel schwerer ist, sich gegen die euthanasie zu entscheiden.
das würde nämlich bedeuten das man genau beobachten muß, medis verabreichen muß, das mäulchen befeuchten, usw.! und vorallem muß man das aushalten können und dabei noch ruhig bleiben.
die frage ist, haben wir die zeit dafür? haben wir das geld dafür? HABEN WIR DIE KRAFT?

ich wollte wir menschen drüften auf so humane weise sterben
für mich ist die spritze nicht human.
palliative versorgung ist human, für mich.
 
  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #19
Yodetta, ja, Schmerzen können GELINDERT werden - aber hast Du schon mal einen Krebskranken bis zu dessen Tod begleitet? Ich schon, 2x. Und die haben trotz Morphium beide schwer gelitten - und beide hätten sich gewünscht, eher gehen zu dürfen. Deren letzte Tage hatte mit einem würdevollen Leben, geschweige denn einem würdevollen Ableben NICHTS zu tun. Sie wurden so gut gepflegt, wie es eben ging, aber nicht alles an Qualen kann beseitigt werden. So romantisch, wie das oft in Filmen dargestellt wird, ist es einfach nicht.

Und dazu kommt auch, dass bisweilen die vielen Maßnahmen, die nötig sind, einem Tier seine Qualen zu nehmen, ihrerseits Qualen bedeuten. Bei solchen Maßnahmen sollte meines Erachtens auch immer der Nutzen gegen den zusätzlichen Schaden abgewogen werden - der da insbesondere auch im Stress begründet ist. Ich hätte es meiner Gina sicherlich noch einige Male - wahrscheinlich jeden Tag - antun können, sie zum Be- und Entwässern und an die Sauerstoffmaske zu bringen, damit sie nicht qualvoll erstickt. Aber das wäre Stress ohne Ende gewesen und daneben hat das Herz mehr und mehr an Pumpleistung verloren, sie hatte keine Kraft mehr, selbst das Umdrehen in eine andere Liegeposition trieb die Atemfrequenz nach oben. Ja, statt auf Euthanasie zurückzugreifen, hätte ich ihr diese Qualen sicherlich noch einige Tage länger antun können. Oder ich hätte eben nichts mehr getan und zusehen müssen, wie sie qualvoll erstickt. Aber dann hätte ich mich als Tierquäler ansehen müssen, in jedem Fall. Die Spritze, die sie bekam, ließ sie ruhig und ohne Angst in meinen Armen einschlafen.

Es gibt Gründe, weshalb die Diskussion um die aktive Sterbehilfe immer wieder aufkeimt, warum so viele Betroffene sie sich wünschen...
 
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  • euthanasie! wirklich immer nötig? Beitrag #20
Yodetta, ja, Schmerzen können GELINDERT werden - aber hast Du schon mal einen Krebskranken bis zu dessen Tod begleitet? Ich schon, 2x. Und die haben trotz Morphium beide schwer gelitten - und beide hätten sich gewünscht, eher gehen zu dürfen. Deren letzte Tage hatte mit einem würdevollen Leben, geschweige denn einem würdevollen Ableben NICHTS zu tun. Sie wurden so gut gepflegt, wie es eben ging, aber nicht alles an Qualen kann beseitigt werden. So romantisch, wie das oft in Filmen dargestellt wird, ist es einfach nicht.

Und dazu kommt auch, dass bisweilen die vielen Maßnahmen, die nötig sind, einem Tier seine Qualen zu nehmen, ihrerseits Qualen bedeuten. Bei solchen Maßnahmen sollte meines Erachtens auch immer der Nutzen gegen den zusätzlichen Schaden abgewogen werden - der da insbesondere auch im Stress begründet ist. Ich hätte es meiner Gina sicherlich noch einige Male - wahrscheinlich jeden Tag - antun können, sie zum Be- und Entwässern und an die Sauerstoffmaske zu bringen, damit sie nicht qualvoll erstickt. Aber das wäre Stress ohne Ende gewesen und daneben hat das Herz mehr und mehr an Pumpleistung verloren, sie hatte keine Kraft mehr, selbst das Umdrehen in eine andere Liegeposition trieb die Atemfrequenz nach oben. Ja, statt auf Euthanasie zurückzugreifen, hätte ich ihr diese Qualen sicherlich noch einige Tage länger antun können. Oder ich hätte eben nichts mehr getan und zusehen müssen, wie sie qualvoll erstickt. Aber dann hätte ich mich als Tierquäler ansehen müssen, in jedem Fall.

Es gibt Gründe, weshalb die Diskussion um die aktive Sterbehilfe immer wieder aufkeimt, warum so viele Betroffene sie sich wünschen...
knuddelmiez, der erstickungstod ist mit sicherheit der schlimmste mit. in dem fall hätte ich bestimmt auch erlöst.
ob ich schon krebskranke im endstadium gepflegt habe? ja, das habe ich. ich bin seit 13 jahren altenpflegerin. und seit fast 20 jahren in dem beruf.
du wirst es mir nicht glauben, aber keiner von diesen menschen hat um den tod gefleht.
in hospizen und auf palliativ stationen wird würdevoll begleitet. und auch eine grandiose schmerztherapie eingeleitet.
das wünsche ich mir für mich. und das ist für mich auch ein würdevoller tod.
mein verständnis zum sterben ist ein anderes. und deshalb kann ich diese diskusion um die aktive sterbehilfe auch nicht nachvollziehen. ich persönlich, für mich, nicht!
und romantik und tod passt für mich wenig zusammen.
glaub mir, ich bin nicht naiv, was das sterben betrifft!
 
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