Wenn sie zu dir ins Bett kommt, wird ja schon mal eine gewisse Nähe hergestellt. Das wird sicher nicht schaden.
Aber du hast hier ja auch schon diverse Ratschläge bekommen, wie man sie darin bestärkt, zutraulicher zu werden. Allerdings - und das haben ja hier viele beschrieben - gibt es viele unterschiedliche Charaktere unter Katzen. Vom Kampfschmuser bis zum Rührmichnichtan ist alles möglich.
Aber deine hat sich ja offenbar im
Tierheim streicheln lassen. Insofern dürfte sie nicht so schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass sie es ganz ablehnt.
Sie scheint sich nur noch nicht richtig heimisch zu fühlen bei dir. Meine Katze aus dem
Tierheim hat sich einen Tag nach dem Einzug so verhalten, als gehöre ihr die Bude. Andere brauchen eben länger.
Wie gesagt, langsam auf sie zugehen. Hab jetzt nicht nochmal alles gelesen, ob sie da mitmacht....aber gerade auch gemeinsames Spielen stärkt ihr Vertrauen. Womit spielt sie denn gern? Gegen eine Katzenangel mit z.b. dem Dabird (fedriges Teil) ist eigentlich kaum eine Katze "immun".
Und außerdem sind sie "bestechlich" ;-) . Spiele mit ihr oder setze dich zu ihr und rede mit ihr. Lies laut irgendwas - egal was. Damit lernt sie deine Stimme kennen. Und schiebe ihr dabei Leckerchen hin. Versuche, sie wie von mir oben beschrieben langsam ans Streicheln zu gewöhnen. Wenn sie es im
Tierheim mochte, stehen die Chancen doch ganz gut, dass sie es eigentlich mag.
Sie fühlt sich auf dem Kratzbaum sicher. Daher sitzt sie vermutlich die ganze Zeit dort.
Evtl. versuchst du es mit Feliway. Gibts als Stecker oder als Spray im Zoohandel. Oder auch im Internet. Das ist ein Pheromon, welches Katzen "entspannt". Dauert allerdings ein paar Tage, bis es seine Wirkung entfaltet. Daher nicht direkt ungeduldig werden, wenn nach 3 h noch nichts passiert ;-) .
Ich würde es damit versuchen und gleichzeitig unaufdringliche "Annäherungsversuche" wie oben beschrieben unternehmen. Nicht übertreiben.
Manche Katzen sitzen nach dem Neueinzug oft wochenlang unter dem Sofa o.ä. - und auch diese leben sich dann meist noch gut ein, wenn man die notwendige Geduld mitbringt. Manchmal ist wochenlang Stillstand und dann platzt der Knoten ganz schnell. Wenn sich die Katze bei dir "sicher" und geborgen fühlt, wird sie sich entspannen. Ob sie dann der Mega-Kuschler wird, weiß niemand. Aber es gibt eigentlich selten Katzen, die Streicheln überhaupt nicht mögen. Vielleicht lieber auf dem Boden als auf dem Schoss, da hat halt jede dann ihre Vorlieben. Bonnie mag es z.B. nicht, auf ihrem Kratzbaum gestreichelt zu werden. Warum auch immer - überall sonst liebt sie es. Man kann in die kleinen Struköpfe halt nicht reinschauen.
