Mir kommt es vor, als wärst Du 5 Jahre alt und willst unbedingt ein Schmusetier. Als ich meine KAtze bekommen habe, habe ich keine Sekunde nachgedacht, ob sie mal auf meinem Schoß liegen wird oder nicht. Ich wollte eine Katze, weil es mit denen nie langweilig wird und Du immer was zu lachen hast. Gut, jetzt weicht meine Katze mir keinen Schritt von der Seite und ich darf nirgendwo sitzen/liegen, wo sie nicht auf den Schoß kann. Aber wenn sie dann mal nicht möchte, würde ich nie auf die Idee kommen, sie zu zwingen.
Anscheinend hast Du noch nichts über Katzen gelernt, denn dann wüsstest Du, dass Katzen immer das Gegenteil von dem machen, was der Mensche gerade möchte. Du ziehst immer den Kürzeren. Denn wenn Du sie weiterhin immer auf Deinen Schoß setzt, sei Dir sicher, dass sie das in ihrem Leben nicht mehr freiwillig machen wird. Du bist jetzt ihr "untergebener", nicht sie Deiner.
Katzen sind stur, haben einen dicken Kopf und sind durch und durch von sich überzeugt :lol:
Tu uns und Dir den Gefallen und produziere nicht noch eine verängstigte Katze, die dann wieder im Tierheim landet "weil sie nicht schmusen will"....
!!!!
Dem schließe ich mich mal an. Habe mal mir sämtliche Beiträge durchgelesen. Und nach meinem Empfinden und dem Klang Deiner Formulierung in Deinen Beiträgen kommt es mir ehrlich gesagt auch vor, dass Du anscheinend noch ein wenig jung zu sein scheinst.
Die Katze ist von der Natur aus ein Wildtier. Im alten Ägypten haben sie sich dem Menschen anhand des reichen Nahrungsangebotes in den Kornkammern ein wenig angepasst. Sie sind zwar Kulturfolger und in unserer heutigen Zeit zu Heimtieren, so heißt es eigentlich richtig, geworden, aber sie behalten sich denn noch ihre Wildheit vor. Dass ist auch der eigentliche Grund, warum ich und viele andere bspw. Katzen lieben. Ein Hund benötigt immer einen Rudelführer, der ihm zeigt, wo's langgeht, eine Katze nicht. Sie war, ist und bleibt ihr eigener Herr. Man kann sie ein wenig erziehen, soweit sie sich erziehen lassen, aber "Herr" über sie werden, kann man nicht. Und das wollen wir vernünftigen Katzenhalter auch nicht. Sie entscheidet immer noch, ob, wann, wo und wie sie gestreichelt werden möchte, ob sie schmusen, spielen, wenig bis hin zu gar keinen menschlichen Kontakt haben möchte.
Als Akira bei mir einzog, spielte sie viel lieber, als dass sie schmusen wollte. Und genau das habe ich mit ihr auch getan. Ich habe viel mit ihr gespielt. Wenn ich mich dann mal auf meine Couch gesetzt hatte, um mir eine interessante Sendung anzusehen, kam sie zu mir und legte sich neben mich. Ich habe sie hin und wieder mal gestreichelt, aber richtig schmusen war nie drin. Da war sie auch zwischen drei bis sechs Monate. Ich habe sie nie zu irgendwas gezwungen, von Anfang an nicht. Im Gegenteil! Wenn sie spielen wollte, kam sie immer von sich aus. Sie war auch von Anfang äußerst neugierig. Wenn ich beim Abwaschen oder Kochen war, sprang sie mir immer mit voller Wucht meinen Rücken hoch, weil sie noch zu klein war, um auf die Spüle springen (die Kratzspuren spüre ich heute noch! Mann, tat das so manchesmal weh! Ich war der lebende Kratzbaum!)
Aber lange Zeit war sie auch kein Schmusepanther. Jetzt ist es anders. Sie ist jetzt 1 Jahr und neun Monate alt, und ist auf einmal richtig schmusig geworden. Wenn sie ihre Streicheleinheiten und Aufmerksamkeiten einfordert, muss ich generell erstmal alles stehen und liegen lassen, damit Madame zu ihrer "Massage" kommt.
Bei Samira war es auch nicht anders. Im
Tierheim ließ sie sich überhaupt nicht anfassen, und hat alle nur zerkratzt und alle anderen Kitten im Kinderzimmer verprügelt. Seitdem sie aber bei mir ist und ich ihr mit viel Geduld, Zutrauen und Liebe entgegenkommen bin, ist sie eher verspielt, schmusig und äußerst "gesprächig" geworden. Und mit ihr habe so einiges durch. Sie pinkelte mir auch oft auf Läufer, vor die Balkontür, in den Rascheltunnel, auf Sitzauflagen usw. Jeder andere hätte sie an meiner Stelle längst zurückgegeben, aber ich habe um sie gekämpft, weil ich von vornherein wusste, dass sie einen kleinen psychosomatischen Knacks weghatte. Und was ist? Es wurde immer besser. So etwas geht nur mit viel Geduld und Spucke. Flöhe hatten meine beiden auch schon. Und auch das haben wir drei nach einer langen Zeit in den Griff gekriegt.
Man muss auch mal als zukünftiger Heimtierhalter sich mit Konsequenzen, Einschränkungen, Eigenheiten des Tieres usw. auseinandersetzen, bevor man sich etwas in die Wohnung holt.