'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

Diskutiere 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Als jemand, der sich für Zucht interessiert, hätte ich gedacht, du weißt das. Z.B. die OKH wurde ca. 1950 dadurch auf den Weg gebarcht, dass man...
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.301

Wo und wann werden denn "neue Rassen" 'erfunden'? Und wenn, sind da sicher weniger irgendwelche Mixkatzen, deren Herkunft völlig unklar sind, Grundlage. Das halte ich für eine unhaltbare Behauptung - kannst du das irgendwie belegen?…
Als jemand, der sich für Zucht interessiert, hätte ich gedacht, du weißt das.

Z.B. die OKH wurde ca. 1950 dadurch auf den Weg gebarcht, dass man Siam mit gewöhnlichen Hauskatzen kreuzte. Auch Abessiner wurden eingekreuzt. Abessiner wurden nach dem Import aus Abessinien nach England zur Zucht mit Hauskatzen und British Shorthair gekreuzt. Oder die „Erfindung“ der Bengalkatze – ohne Hauskatzen wären die gar nicht vorhanden. Wenn man noch bissl sucht, dürfte man noch mehr Fälle finden.
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.302
Als jemand, der sich für Zucht interessiert, hätte ich gedacht, du weißt das. [...]
Nun ja, was das mit jemandem, der sich für Zucht interessiert, zu tun hat, wenn man aus dem, was du schreibst, nämlich
[...] wenn sie eine neue Rasse erfinden wollen. [...]
nicht auf die Vergangenheit, sondern auf die Zukunft schließt, verstehe ich nicht ganz. Wie du an meiner von dir zitierten Antwort erkennen kannst, bin ich davon ausgegangen, dass du die heutige Zeit meinst.
[...] ich erinnere mich auch nicht, dass das in letzter Zeit großartig passiert wäre, oftmals sind es alte Rassen, die wieder aufleben (z.B. GRX), aber anerkannte neue Rassen sind mir in den letzten Jahren nicht bekannt.. [...]
Vielleicht hättest du das Präteritum für Vergangenes wählen sollen, damit klar ist, dass du "als sie früher neue Rassen erfinden wollten" meintest :wink:.

[...] Z.B. die OKH wurde ca. 1950 dadurch auf den Weg gebarcht, dass man Siam mit gewöhnlichen Hauskatzen kreuzte. [...]
Sei mir nicht böse, aber ausgerechnet mir sagen zu wollen, wie sich die OKH entwickelt hat, entbehrt nicht einer gewissen Komik und nein, Hauskatzen wurden da nicht eingekreuzt. Und wie du schon schriebst, das ist fast 70 Jahre her!

[...] Auch Abessiner wurden eingekreuzt. [...]
Korrekt, da ging es um ein Zuchtprogramm, um die Abessinierfarbe sorrel (bei den OKH cinnamon) als Farbgebung bei den OKH einzuführen.

Was genau hat das mit deiner Behauptung zu tun, dass man Hauskatzen nehme, um neue Rasse zu kreieren?

[...] Abessiner wurden nach dem Import aus Abessinien nach England zur Zucht mit Hauskatzen und British Shorthair gekreuzt. [...]
Mit den Abessiniern kenne ich mich nicht so aus, hast du da mal eine wissenschaftliche/historisch belegte Quelle, zu welchem Zweck das damals gemacht worden sein soll und auch, dass es sich dabei um EHK, nicht EKH handelte?

[...] Oder die „Erfindung“ der Bengalkatze – ohne Hauskatzen wären die gar nicht vorhanden. Wenn man noch bissl sucht, dürfte man noch mehr Fälle finden.
Und auch hier frage ich, ob du da belegte Quellen hast, dass es sich um EHK und eben nicht um Rassetiere der Rasse EKH gehandelt haben soll. Wer sagt dir, dass das Zuchtprogramm, das - soweit ich weiß - sogar universitäre Unterstützung fand, nicht mit einem Rassetier durchgeführt wurde. Wie man dazu steht, Wildrassen mit domestizierten Katzen zu kreuzen, sei mal dahin gestellt, aber auch das ist doch schon weit über 50 Jahre her.

Und noch mal - wo ist da auch nur EIN Beleg, dass Züchter heute neue Rassen erfinden und dazu (papierlose) Mixkatzen nutzen?

Ich zweifle ja nicht an, dass man Rassen mitunter wild gekreuzt hat, aber glücklicherweise tut man das nicht mehr und ich denke auch nicht, dass es nötig wäre, "neue" Rassen zu etablieren - ich kenne zumindest niemanden, der das will.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.303
Das macht für mich den großen Unterschied zwischen ZUCHT ODER VERMEHRER,


familiärer Aufzucht und gesundheitlicher Vorsorge!
2 Punkte Züchter 1 Punkt Vermehrer, glaube schon das viele wirklich liebevoll aufziehen

Die Tiere sind komplett geimpft!
2 Punkte Züchter 0 Vermehrer

Auf FIV und Leukose getestet!
2 Punkte Züchter 0 Vermehrer

Blutgruppentypisiert!
2 Punkte Züchter. 0 Vermehrer

Regelmäßig gegen Endo- und Ektoparasiten behandelt, wenn der Kottest positiv ist!
2 Punkte Züchter 0 Punkte Vermehrer

Die in Zucht eingesetzten Katzen von einem zertifizierten Untersucher auf HCM (negativ) untersucht!
2 Punkte Züchter 0 Vermehrer

Mittels Gentest als PKD frei eingestuft!
2 Punkte Züchter 0 Vermehrer

Alle Zuchttiere tragen einen Mikrochip, der sie einwandfrei identifiziert!
2 Punkte. 0 Vermehrer

Die Kitten wechseln frühestens mit 14 Wochen ins neue Zuhause
und sind dann gegebenenfalls entwurmt, gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Chlamydien, sowie Leukose geimpft, gechipt und mit dem EU-Heimtierpass ausgestattet!
2 Punkte. 0 Vermehrer

Auch wenn ich die Kastration der Welpen nun als letztes anspreche, sie ist für mich der Grundstein zur Vermeidung von Vermehrung!
1 Punkt Züchter tun noch zu wenige 0 Punkte Vermehrer

@ Emy 28, du siehst spricht alles für einen Züchter und nicht für einen Vermehrer. Liebevoll und familiäre Aufzucht ist eben nicht alles.

lg
Verena
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.304
Ich habe keine wissenschaftlich belegten Quellen. Brauche ich auch nicht, mir reicht es, wenn ich in diversen Quellen das gleiche lese. Das ist für mich glaubwürdig genug. Und ob etwas 50 oder 70 Jahre her ist, ist im Zusammenhang mit Zucht eigentlich wurscht, denn das ist ne verdammt kurze Zeit für ne Rasse. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass momentan neue Rassen am laufenden Band erfunden werden, aber es gibt schon auch noch etliche Versuche in der Moderne, wo man neue Rassen kreieren will. Die EKH wird auf jeden Fall erst recht kurz gezüchtet, per Definition sind somit die eingekreuzten Hauskatzen eben genau das: irgendwelche Katzen. Und wenn man bei den OKH angeblich keine Hauskatzen eingekreuzt hat frage ich mich, warum man das immer wieder liest. Ich halte das nicht für die Spinne in der Yuccapalme.

Irgenwoher müssen ja neue Rassen kommen. Indem man einfach nur wartet, bis Mutter Natur herummutiert, schafft man das nicht. Also werden Geenpools gesucht, die eingemischt werden sollen. Das kann natürlich zwischen 2 oder mehreren Rassen laufen, aber es wurden eben auch immer wieder Wildtiere und ebenso auch Katzensorten die von alleine entstanden sind (EHK, britische Kurzhaar Hauskatze etc) genutzt. Und ich bin sicher, neue Rassen werden weiterhin entstehen, immerhin gibt es diverse "Rassen", die zwar noch nicht anerkannt sind, die aber auch alle erst im 21 Jahrhundert entstanden sind bzw noch entstehen (Experimentalstadium).
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.305
Ich habe keine wissenschaftlich belegten Quellen. Brauche ich auch nicht, mir reicht es, wenn ich in diversen Quellen das gleiche lese. [...]
Dass das Internet aber gerne von sich selber abschreibt, ist ja nun hinlänglich bekannt - wie sonst können sich gewisse Mythen immer weiter halten :wink:?

[...] Das ist für mich glaubwürdig genug. [...]
Für mich eben nicht.

[...] Und ob etwas 50 oder 70 Jahre her ist, ist im Zusammenhang mit Zucht eigentlich wurscht, denn das ist ne verdammt kurze Zeit für ne Rasse. [...]
50-70 Generationen finde ich keine "verdammt kurze Zeit", aber das mag tatsächlich Ansichtssache sein. Und noch mal - wenn du Rassen aus der Vergangenheit meinst, dann hast du deinen Satz meiner Meinung nach einfach unpräzise formuliert, was du aber aus dem, was ich geschrieben habe, hättest ersehen können.

[...] Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass momentan neue Rassen am laufenden Band erfunden werden, aber es gibt schon auch noch etliche Versuche in der Moderne, wo man neue Rassen kreieren will. [...]
Genau danach hatte ich eigentlich gefragt - daher noch mal: Welche denn und wer will das?

[...] Die EKH wird auf jeden Fall erst recht kurz gezüchtet, per Definition sind somit die eingekreuzten Hauskatzen eben genau das: irgendwelche Katzen. Und wenn man bei den OKH angeblich keine Hauskatzen eingekreuzt hat frage ich mich, warum man das immer wieder liest. Ich halte das nicht für die Spinne in der Yuccapalme.

Irgenwoher müssen ja neue Rassen kommen. Indem man einfach nur wartet, bis Mutter Natur herummutiert, schafft man das nicht. Also werden Geenpools gesucht, die eingemischt werden sollen. Das kann natürlich zwischen 2 oder mehreren Rassen laufen, aber es wurden eben auch immer wieder Wildtiere und ebenso auch Katzensorten die von alleine entstanden sind (EHK, britische Kurzhaar Hauskatze etc) genutzt. Und ich bin sicher, neue Rassen werden weiterhin entstehen, immerhin gibt es diverse "Rassen", die zwar noch nicht anerkannt sind, die aber auch alle erst im 21 Jahrhundert entstanden sind bzw noch entstehen (Experimentalstadium).
Kann man so sehen, muss man aber nicht.

Aber wir sind uns sicher einig, dass niemand neue "Rassen" braucht. Es gibt genug, zumal es bei den Katzen ja auch nicht solch eklatante Unterschiede wie bei den Hunden z.B. gibt.
Die vorhandenen Züchter sollten sich darauf konzentrieren, die aktuellen Rassen zu erhalten und lediglich daran zu arbeiten, die gesundheitlichen Aspekte immer weiter zu verbessern.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.306
Also ja, da sind wir uns sowas von einig! Zumal die "neuen Rassen" immer extremer Outfits erzeugen wollen. Da werden nackte Katzen mit Faltohren angestrebt, Katzen mit Locken, Katzen mit besonders kurzen Beinen usw. Da steckt die selbe Sorte Mensch dahinter, die auch die Hunde geformt hat, bis vom original nix mehr über war. Dabei ist weniger oft mehr.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.307
Also ja, da sind wir uns sowas von einig! Zumal die "neuen Rassen" immer extremer Outfits erzeugen wollen. Da werden nackte Katzen mit Faltohren angestrebt, Katzen mit Locken, Katzen mit besonders kurzen Beinen usw. Da steckt die selbe Sorte Mensch dahinter, die auch die Hunde geformt hat, bis vom original nix mehr über war. Dabei ist weniger oft mehr.
Wobei man bei den Hunden ja, sagen muss, dass da ursprünglich oft die Idee der "Arbeit" dahintersteckte - Dackel sind ja deshalb so, wie sie sind, weil sie eben in die Löcher reinsollten, um die Tiere rauszuholen.

Aber ja, da sind wir uns im Großen und Ganzen einig!
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.308
Dackel schon. Aber Dalmatiner nicht.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.309
AW: Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

Sie schrieb auch "oft" und nicht "immer".
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.310
Abessiner wurden nach dem Import aus Abessinien nach England zur Zucht mit Hauskatzen und British Shorthair gekreuzt.
Es ist richtig, dass englische Katzen mit den Importen gekreuzt wurden, denn es gab keine andere Möglichkeit, da die Zucht mit einer um 1870 importierten Katze namens Zula begann.
Ob es Kreuzungen mit British Shorthair gab, weiss ich nicht, da auch die gezielte Zucht der englischen Hauskatzen zur British Shorthair damals erst am Anfang stand - also ob britische Hauskatzen oder Britische Kurzhaar - wahrscheinlich ja...;-)

Ich habe jetzt auch keine bessere Quelle, da meine alten Favoriten auf meinem alten Rechner verschollen sind, aber Wikipedia sagt hier auch nichts anderes.

Zitat:
"Über Zulas historisches Schicksal in England sind keine weiteren Einzelheiten bekannt. Der neue und bis dahin unbekannte Katzentyp erregte aber insbesondere durch den Agouti-Effekt des Fells bei englischen Katzenzüchtern sehr viel Aufsehen. Es kam zu Kreuzungen mit britischen Kurzhaarkatzen, teils Hauskatzen, teils Rassekatzen um der Inzucht entgegenzuwirken. Ein Ergebnis der Kreuzungen waren auch die ersten Abessinierkatzen mit Silberfärbung. Bereits 1871 wurde eine „abessinische“ Katze (wahrscheinlich Zula oder direkte Nachkommen von ihr) bei der ersten öffentlichen Katzenausstellung im Crystal Palace in London ausgestellt und errang den 3. Preis in der Gesamtwertung. 1882 wurde die Abessinierkatze als neue Katzenrasse offiziell anerkannt. Der damalige Präsident des englischen nationalen Katzenklubs, Harrison Weir, definierte 1889 höchstpersönlich den Rassestandard für die Abessinierkatzen[2]. Damit gehört sie zusammen mit den Siam- und Perserkatzen zu den ältesten Rassekatzen der Welt."

(Man beachte auch: es gab schon bald silberne Abys damals. :shock: Wie schön...:-D)

Dann wurde erst mal konsequenter an der Rasseerscheinung gearbeitet.

Zitat:
"In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbreitete sich die Abessinierkatzenzucht weiter in Europa und den USA. Auf beiden Kontinenten arbeiteten die Züchter in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts verstärkt an der Selektion von abessiniertypischen Rassemerkmalen. 1926 gründete Major E. Sydney Woodiwiss, ein bekannter englischer Züchter, den ersten Abyssinian Cat Club. In Deutschland wurden 1933 die ersten Abessinierkatzen beim damals einzigen deutschen Katzenzuchtverein, dem 1. Deutschen Edelkatzenzüchter-Verband (1. DEKZV e. V.), registriert."

Nach dem zweiten Weltkrieg war der Genpool leider wieder so geschrumpft, dass abermals Fremdeinkreuzungen notwendig wurden.

Zitat:
"Rückschläge in der weiteren Verbreitung und der Zucht der Abessinierkatze gab es durch die beiden Weltkriege. In England, dem damaligen Zentrum der Abessinierkatzenzüchtung in Europa, überlebten lediglich 12 reinrassige Abessinierkatzen und -kater den Zweiten Weltkrieg. Eine Katzen-Leukose-Epidemie in den 1960er Jahren führte zusätzlich zu den in den beiden Nachkriegszeiten zurückgegangenen Züchter- und Katzenzahlen fast zu einem Aussterben der Abessinierkatzenrasse."



Die ersten "Abessinier" wurden übrigens zwar von Engländern aus Abessinien (heute Äthiopien) importiert, deren Vorfahren stammen aber wohl ursprünglich aus den Dschungeln Südostasiens, da nur dort das Abessinier-Tabby-Gen (Tierarzt) bei dortigen Katzen natürlich auftritt.

Zitate:
"Die Vorfahren der heutigen Abessinierkatze stammen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ursprünglich aus den Dschungeln Südostasiens. Denn die lange nur bei dieser Katzenrasse auftretende Mutation des Tabby-Gens „Abessinier-Tabby“ (Tierarzt) findet sich bei Katzen an der Küste des Indischen Ozeans zwischen Singapur und Sri Lanka, während es in Ägypten und Ostafrika nicht nachweisbar ist. Der Abessinierkatze ähnelnde Wildkatzenarten in Eurasien, Asien und Afrika sind die Falbkatze (Felis silvestris lybica) und die Rohrkatze (Felis chaus).
Und
"Die bekannte Vorgeschichte der modernen Abessinierkatzenrasse weist in die gleiche Richtung: Frühe Illustrationen im englischen Katzenjournal aus dem 19. Jahrhundert, welche der Abessinierkatze ähnlich sehen, wurden dort als „asiatische Katzen“ bezeichnet. Ein ausgestopftes Tier mit Merkmalen des Tierarzt-Gens aus den 1830er Jahren existiert nach wie vor als Ausstellungsstück im zoologischen Museum der niederländischen Stadt Leiden. Die grobgesprenkelte wildfarbene Katze, die einer wildfarbenen modernen Abessinierkatze auch vom Exterieur her sehr ähnlich sieht, wird dort als „Patrie, domestica India“ (Indische Hauskatze) bezeichnet."

Quelle:

Ich habe keine wissenschaftlich belegten Quellen. Brauche ich auch nicht, mir reicht es, wenn ich in diversen Quellen das gleiche lese. Das ist für mich glaubwürdig genug. Und ob etwas 50 oder 70 Jahre her ist, ist im Zusammenhang mit Zucht eigentlich wurscht, denn das ist ne verdammt kurze Zeit für ne Rasse. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass momentan neue Rassen am laufenden Band erfunden werden, aber es gibt schon auch noch etliche Versuche in der Moderne, wo man neue Rassen kreieren will. Die EKH wird auf jeden Fall erst recht kurz gezüchtet, per Definition sind somit die eingekreuzten Hauskatzen eben genau das: irgendwelche Katzen. Und wenn man bei den OKH angeblich keine Hauskatzen eingekreuzt hat frage ich mich, warum man das immer wieder liest. Ich halte das nicht für die Spinne in der Yuccapalme.

Irgenwoher müssen ja neue Rassen kommen. Indem man einfach nur wartet, bis Mutter Natur herummutiert, schafft man das nicht. Also werden Geenpools gesucht, die eingemischt werden sollen. Das kann natürlich zwischen 2 oder mehreren Rassen laufen, aber es wurden eben auch immer wieder Wildtiere und ebenso auch Katzensorten die von alleine entstanden sind (EHK, britische Kurzhaar Hauskatze etc) genutzt. Und ich bin sicher, neue Rassen werden weiterhin entstehen, immerhin gibt es diverse "Rassen", die zwar noch nicht anerkannt sind, die aber auch alle erst im 21 Jahrhundert entstanden sind bzw noch entstehen (Experimentalstadium).
Siehe oben.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.311
Danke für die Infos, wobei ich immer noch nicht sehe, dass HEUTE Mixkatzen genommen werden, um neue Rasse zu kreieren :wink:, weil Züchter "eine neue Rasse erfinden wollen". Das war ja mein Haupt(kritik)punkt.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.312
Gleich mal vorweg, ich bin ja nu Laie und versteh meistens dieses Fachchinesch nicht ;-)

Es wird immer und immer wieder darauf rumgeritten, das man eine Main Coon nur dann Main Coon nennen darf, wenn sie vom Züchter kommt/ Stammbaum hat (Beispiel, natürlich auch bei anderen Rassen).
So, diese Rasse war in ihrem Urspung ja bestimmt mal ganz anders. Es werden heute Züchtungen angeboten, die nix mehr mit der Ursprungskatze zu tun haben.
Da werden bestimmte Tiere rausgesucht um bestimmt Farben zu bekommen, bestimmte Formen ect.
Es werden womöglich auch verschiedene Rassen gekreutzt um ein anderes, besseres Ergebnis zu bekommen,

Warum sind diese Tiere dann eine Rasse ? Sie hat mit der eigentlich Katze nix mehr gemein.

Dann habe ich schon mehrfach gelesen, das nicht alle Züchter gut sind. Ach ..... wie soll ein Laie dieses erkennen (er geht schon zum Züchter, bezahlt viel Geld, bekommt Stammbaum) und trotzdem ist er einem schwarzen Schaf aufgesessen.
Da sehe ich jetzt nicht den Unterschied zum Vermehrer (ja, saurier, ich weiß - die ganzen Untersuchungen ;-) ).
Es gibt auch bei Vermehrer nicht nur schwarze Schafe.

Was ich damit ausdrücken möcht: wenn jemand sich eine Mietz anschaffen möchte, hat derjenige es ganz schön schwer.
Und wird auch teilweise abgeschreckt.
Ich bin selbstverständlich für Aufklärung, Tierschutz, artgerechte Haktung usw



Dann fällt mir auf:
Da macht jemand alles richtig, was die Kazenanschaffung angeht (vorher informieren, Züchter ect) und trotzdem wird das Haar in der Suppe gesucht und derjenige was sein Handeln angeht kritisiert.
Ja was denn nun?
Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen und nicht alles schlecht machen (was nicht schlecht ist)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.313
Gleich mal vorweg, ich bin ja nu Laie und versteh meistens dieses Fachchinesch nicht ;-)

Es wird immer und immer wieder darauf rumgeritten, das man eine Main Coon nur dann Main Coon nennen darf, wenn sie vom Züchter kommt/ Stammbaum hat (Beispiel, natürlich auch bei anderen Rassen).
So, diese Rasse war in ihrem Urspung ja bestimmt mal ganz anders. Es werden heute Züchtungen angeboten, die nix mehr mit der Ursprungskatze zu tun haben.
Da werden bestimmte Tiere rausgesucht um bestimmt Farben zu bekommen, bestimmte Formen ect.
Es werden womöglich auch verschiedene Rassen gekreutzt um ein anderes, besseres Ergebnis zu bekommen,

Warum sind diese Tiere dann eine Rasse ? Sie hat mit der eigentlich Katze nix mehr gemein.

Dann habe ich schon mehrfach gelesen, das nicht alle Züchter gut sind. Ach ..... wie soll ein Laie dieses erkennen (er geht schon zum Züchter, bezahlt viel Geld, bekommt Stammbaum) und trotzdem ist er einem schwarzen Schaf aufgesessen.
Da sehe ich jetzt nicht den Unterschied zum Vermehrer (ja, saurier, ich weiß - die ganzen Untersuchungen ;-) ).
Es gibt auch bei Vermehrer nicht nur schwarze Schafe.

Was ich damit ausdrücken möcht: wenn jemand sich eine Mietz anschaffen möchte, hat derjenige es ganz schön schwer.
Und wird auch teilweise abgeschreckt.
Ich bin selbstverständlich für Aufklärung, Tierschutz, artgerechte Haktung usw



Dann fällt mir auf:
Da macht jemand alles richtig, was die Kazenanschaffung angeht (vorher informieren, Züchter ect) und trotzdem wird das Haar in der Suppe gesucht und derjenige was sein Handeln angeht kritisiert.
Ja was denn nun?
Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen und nicht alles schlecht machen (was nicht schlecht ist)


Um mich nicht endlos wieder und wieder zu wiederholen, verlinke und zitiere ich mal

Vermutlich liegt das Problem darin, wie man "Zucht" und "züchten" definiert. Für Emy ist es offensichtlich Katze auf Kater setzten und niedliche Babys produzieren, um die man sich dann "toll kümmert".

Leider ist das meilenweit von dem entfernt, was wir (also die meisten hier) unter Zucht verstehen. Wir verstehen darunter nämlich eine sinnvolle, zielgerichtete und geplant Verpaarung mit einem festgelegten Zuchtziel. Das geht nun mal nicht ohne Stammbaum, aus dem man ersehen, WAS man da eigentlich vor sich hat.



Genau das ist eben noch lange nicht Zucht. Es geht nicht um "toll" und "superschön" - aber das scheinst du nun tatsächlich nicht zu verstehen. Ist allerdings auch ein sehr komplexes Thema, was sich dem Laien eben nicht so einfach erschließt.




Nun, Fakt ist nun mal, dass ich ohne Stammbaum bestimmte Untersuchungen auf Erbkrankheiten nicht sinnvoll durchführen kann, weil diese erst aussagekräftig werden, wenn sie nachweislich über mehrere Generationen durchgeführt werden.



Das ist so nicht richtig. Richtig ist, dass es unter Vereinzüchtern auch eine gewisse Anzahl schwarzer Schafe gibt, was hier auch niemand bestreitet. Weshalb wir eben auch immer Wert auf "seriöse Vereinszüchter" legen. Das ist uns durchaus bewusst. ABER Vermehrung ohne Stammbaum und Verein ist eben per Definition unseriös. Wenn jemand angeblich alles richtig macht, dann gibt es überhaupt keinen Grund nicht im Verein zu züchten - ganz einfach!

Grüße,
Nic


















Es tut mir leid, wenn sich dir das - trotz der vielen, vielen erklärenden Beiträgen - immer noch nicht erschießt, aber irgendwann gebe ich auch einmal auf - denn wer es nicht verstehen WILL (so kommt es mir zumindest vor), dem kann man dann wohl einfach auch nichts nahe bringen, so sehr man sich auch bemüht.
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.314
Also für mich unterscheidet sich ein seriöser Züchter, ganz klar von einen Vermehrer und sei dieser noch so nett und fürsorglich.
Das Ziel eines Züchters ist es doch, die jeweilige Rasse " vorrangzubringen" und nicht einfach Kitten zu bekommen um sie dann zu verkaufen.
Es werden doch dann die Kitten verkauft, welche nicht zur Zucht geeignet sind.
Und natürlich hat man vielleicht mehr " Ausschuss", als perfekte, zuchttaugliche Kitten.

Ein Vermehrer hingegen , produziert Kitten um sie ausschließlich zu verkaufen.
Aber diese Kitten müssen nicht sein, die Tierheime sind voll und süße Kitten bekommt man auch dort.
So gesehen sind diese Würfe einfach nicht notwendig.

Und wenn ich eine bestimmte Rasse möchte, informiert man sich doch vorher, schaut sich mehrere Zuchten an und wird bestimmt Unterschiede erkennen.
Es ist sicher für einen absoluten Laien nicht einfach, die schwarzen Schafe zu erkennen.
Aber so gewisse Sachen, lassen sich leicht im Netz in Erfahrung bringen, soviel Zeit sollte man investieren.
Ich von mir, würde behaupten, könnte, jetzt und auch Dank des Forums schon erkennen, wer eine ordentliche Zucht betreibt und wer nicht.
Und manche Sachen sind auch individuelle Einstellungen, z.b würde ich bei keinem Züchter Kitten kaufen, welcher nur Trockenfutter füttert und das auch für die optimale Ernährung hält.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.315
Da werden bestimmte Tiere rausgesucht um bestimmt Farben zu bekommen, bestimmte Formen ect.
Es werden womöglich auch verschiedene Rassen gekreutzt um ein anderes, besseres Ergebnis zu bekommen,
Warum sind diese Tiere dann eine Rasse ? Sie hat mit der eigentlich Katze nix mehr gemein.

Zumindest wurde hier nicht einfach drauf los verpaart, sondern es wurde versucht ein Zuchtziel zu erreichen.

Saurier hat - ich meine es war in diesem Thread - erzählt, dass Abbys in die OKH eingekreuzt wurden, um die Farbe Cinnamon (bei Abbys sorrel) zu bekommen. Es ging also nicht darum, irgendwas zu verpaaren, sondern darum, eine bestimmte Farbe in die Rasse zu bekommen.

Die Aufgabe und eigentlich Zuchtarbeit beginnt im Anschluss - wenn man nämlich den restlichen unerwünschten Abby-Einfluss wieder raus haben will. Sprich wieder auf den Ursprungstyp zurück will. Das hat was mit planvollem Vorgehen und eben einem Ziel zu tun. Und das ist lang mal was anderes als Mixe zu produzieren.


Dann habe ich schon mehrfach gelesen, das nicht alle Züchter gut sind. Ach ..... wie soll ein Laie dieses erkennen (er geht schon zum Züchter, bezahlt viel Geld, bekommt Stammbaum) und trotzdem ist er einem schwarzen Schaf aufgesessen.
Da sehe ich jetzt nicht den Unterschied zum Vermehrer (ja, saurier, ich weiß - die ganzen Untersuchungen ;-) ).

Sicher ist es nicht ganz einfach, die schwarzen Schafe - deren Existenz wir nie leugnen - rauszufiltern, aber muss denn immer alles einfach sein?? Wenn man sich ein ganz klein bisschen Mühe gibt und mal ein bisschen Zeit investiert klappt das - vor allem heute, dank Internet - sehr gut.

Es gibt auch bei Vermehrer nicht nur schwarze Schafe.

Nochmal: wenn einer angeblich alles richtig macht, gibt es keinen Grund nicht im Verein und ohne Papiere zu züchten. Ordentliche Zucht ist nur MIT Papieren möglich. Weil bestimmte Dinge eben nur MIT Papieren gehen!

Was ich damit ausdrücken möcht: wenn jemand sich eine Mietz anschaffen möchte, hat derjenige es ganz schön schwer.

That´s life!
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.316

Ich finde, am Anfang hilft es sehr eine größere Katzenausstellung zu besuchen und sich mit mehreren Züchtern seiner Wunschrasse zu unterhalten.
Einfach mal die Züchter aushorchen, wie sie es so halten...
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.317
saurier,
ich verstehs doch ;-)
Und ich würde auch nicht bei einem Vermehrer kaufen (allerdings auch nicht beim Züchter, aber das ist n anderes Thema).

Das was ich geschrieben habe, waren mal so ein paar gedanken, warum/wieso etwas so ist. Warum vielleicht enige uneinsichtig sind.



Moni, ich war schon mal auf einer Ausstellung und, sorry, mir tun die mietzen soooo leid. Ich weiß, das sie das von klein auf lernen/ das es dazu gehört ect.
Aber das ist nicht meins ;-)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.318
Moni, ich war schon mal auf einer Ausstellung und, sorry, mir tun die mietzen soooo leid. Ich weiß, das sie das von klein auf lernen/ das es dazu gehört ect.
Aber das ist nicht meins ;-)

Dann weißt du doch aber auch, dass sie meistens in ihren Scheltern liegen und pennen.
Die sind da gar nicht gestresst. Eine Katze, die so etwas stresst, nimmt ein Züchter doch gar nicht erst mit.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.319
Jaaaaaaaa.........
Aber ich könnt das halt nicht ;-)
Ich hatte mal ne Userin von hier auf ner Ausstellung getroffen und mich lang unterhalten und richtig, die Mietzen dort sind schon alle sehr chillig. Lassen sich nicht ausm Konzeot bringen. :)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.320
Dann weißt du doch aber auch, dass sie meistens in ihren Scheltern liegen und pennen.
Die sind da gar nicht gestresst. Eine Katze, die so etwas stresst, nimmt ein Züchter doch gar nicht erst mit.

Ich weiß nicht...Bin da eher skeptisch. Gibt es eine Garantie, dass die Katzen nicht irgendwie "ruhiggestellt" wurden?:-? Daher war ich auch noch nie auf einer Katzenausstellung.

Mein Mogli war auch die Ruhe selbst, als er aus dem Flieger aus Spanien stieg. Er hatte aber ein Beruhigungsmittel bekommen....
 
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