'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

Diskutiere 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Leider ist es ja so, das man ein Zitat immer als solches kenntlich machen muss und die genaue Quelle angeben muss. Bei "Tante Google" findet man...
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.441
Leider ist es ja so, das man ein Zitat immer als solches kenntlich machen muss und die genaue Quelle angeben muss. Bei "Tante Google" findet man eine ganze Menge an verschiedenen Beiträgen mit unterschiedlichen Quellen, zu dem Thema.
Ich ergänze das jetzt, in Deinem Beitrag, kein Problem.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.442
"Tante Google" ist eine Suchmaschine, keine Quelle.
Es steht aber bei Wikipedia, das wiederum z.B. für wissenschaftliche Arbeiten keine zitierfähige Quelle ist.
Aber nehmen wir es mal ernst.
Dort steht auch:
Eine Rassekatze ist eine Katze, die nach den Richtlinien eines felinologischen Dachverbandes (FIFe, WCF, GCCF, CFA, TICA) gemäß einem Rassestandard gezüchtet wurde-
Quelle:

-ganz abgesehen davon, dass es richtig heißen müsste "gemäß eines Rassestandards" (und so einer Quelle vertraust Du?) - wird klar, dass es sich um die Definition dieser Dachverbände handelt und somit für deren Mitglieder gilt. Wenn ich keinem solche Verband angehöre - wer soll mich hindern, es anders zu definieren?

Weiter unten liest man, Rassenkatzen würden in der Regel über viele Generationen rein gezüchtet, also weder mit anderen Rassen noch mit nicht reinrassigen Katzen gekreuzt. Wie wir wissen, ist das ja gerade bei Siam und OKH anders, so weit man keine reine Siamesenzucht hat. Deren Anzahl ist bekanntlich verschwindend gering.

Deutlich wird doch, dass gewisse Standards nicht wirklich allgemeingültig und bindend sind, sondern immer nur in ihrem gewissen Bezugsrahmen.

Ich selbst kaufe meine Katzen schon gern bei (meines Wissens) seriösen Züchtern, die einem Dachverband angehören und von denen ich einen Stammbaum für meine Katzen bekomme.
Aber ich halte meine Vorliebe nicht für maßgebend.

Ich finde es völlig in Ordnung, wenn man aufklären will darüber, was in den eigenen Augen richtig und gut ist.
Hier kam es aber - zumindest bei mir - so rüber, als werde da jemand "abgewatscht", nur weil sie noch nicht "vom Baum der Erkenntnis" genascht hat.;) (Vielleicht will sie das ja gar nicht?)

Mit gutem Gruß
Antonia
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.443
Antonia, jetzt mal von Wiki und der dort verfassten Definition abgesehen,
wie soll die Rasse belegbar sein, wenn nicht über den Stammbaum?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.444
Antonia, es ging lediglich um die Erklärung warum Rasse, eben nur durch den Stammbaum erkennbar ist... nicht darum, dass man jemanden abwatschen will.

Daher verstehe ich gerade nicht deine Anmerkung nicht. Abgesehen davon, dass du dich für die orthografischen Kühe von anderen interessierst.

(und so einer Quelle vertraust Du?)

lg
Verena
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.445
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.446
was würde passieren, wenn sich alle schwarzzüchter/vermehrer dieser welt vereinen und einen eigenen dachverband aufmachen? Und willkürlich festgesetzt regeln bzgl stammbäumen usw erlassen?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.447
Gab es doch schon, hat sich nicht durchgesetzt, weil sich eben keiner an Regeln halten will :ROFLMAO:.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.448
:ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:

vllt besser so
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.449
Was den Dativ bei "gemäß" angeht - sorry, da habe ich wieder etwas dazu gelernt(auch wenn es sich in meinen Ohren schrecklich anhört) - danke!
:)
Zum Rest vielleicht morgen mehr.

Mit guten Gruß
Antonia
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.450
Im Wikipedia Artikel werden ja Dachverbände genannt und solche Dachverbände sind durchaus wissenschaftlich zitierbare Quellen bzw. deren Satzungen (je nach Auslegung des Terminus Wissenschaftlichkeit):
Eine Katze gilt als reinrassig, wenn der Stammbaum Vorfahren in anerkannten Varietäten der gleichen Rasse oder verwandter Rasse in mindestens drei Generationen vor der aktuellen Katze aufweist.
Fédération Internationale Féline (2018): Zucht- & Registrierungsregeln. S. 16. URL:

The word "breed" shall be defined as a sub-population of cats which differ from other cats with respect to certain genetically determined characteristics which all members of the defined sub-population share in common. These characteristics are described in the written "standard" for the breed.
The International Cat Association, Inc. (2017): Registration Rules & Related Standing Rules. URL:

Das sind jetzt nur zwei der Dachverbände, bei den andren hab ich oft aber auch ähnliche Regelungen gesehen. Da mein Englisch aber nicht so toll ist (und die Satzungen alle auf Englisch...) hab ich die jetzt nicht alle genau durchgelesen...
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.451
Man darf sich aber auch nicht wundern, was andere Ansichten bzw manche Unwissenheit betrifft...
Es heißt zumeist, Katze vom Züchter mit Papieren oder aber vom Tierschutz aus PS...
Gerade vor kurzem gelesen... eine PS bietet eine EKH reinrassig zur Vermittlung an... seufz
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.452
Antonia, jetzt mal von Wiki und der dort verfassten Definition abgesehen,
wie soll die Rasse belegbar sein, wenn nicht über den Stammbaum?
Liebe Melli,
warum und wem gegenüber sollte ich als Liebhaber beweisen müssen, dass es sich bei meinen Katzen um Rassetiere handelt?

Beim Kauf ist für mich persönlich der Stammbaum wichtig, Danach nicht mehr.

Anderen reicht es völlig aus, dass ihr Tier so aussieht wie eine Siam und das Wesen einer Siam hat, um eine Siam zu SEIN.
Andere nennen ihre Katze Siam, obwohl sie nicht einmal so aussieht - aber das ist doch nicht "verboten".
Lediglich für die MItglieder der Verbände sind deren Regeln verbindlich.
Ergänzung ()

Im Wikipedia Artikel werden ja Dachverbände genannt und solche Dachverbände sind durchaus wissenschaftlich zitierbare Quellen bzw. deren Satzungen (je nach Auslegung des Terminus Wissenschaftlichkeit):

Das habe ich nicht bestritten.

Ich habe versucht, klar zu machen, dass die Satzungen nur für die Mitglieder der Verbände verbindlich sind. Für mich als Käuferin stellen sie, so ich Wert darauf lege (was ich tue ;-), eine gewisse Garantie dar, beim Kauf ein Tier zu bekommen, das den dort festgelegten Standards entspricht, was mit den Stammbaum belegt werden soll.
So weit, so gut.
Dass es keine wirkliche Garantie gibt, macht ja gerade die Diskussion darüber deutlich, ob bestimmte Züchter/Zuchtgemeinschaften (Verbände?) wirklich seriös sind.

Die Verbände geben ihren Mitgliedern Regeln für die Zucht vor. Nur wer sich innerhalb des Verbandes an diese Regeln hält, darf ein Tier dann auch als Rassetier bezeichnen.

Für Nicht-Mitglieder sind die Regeln selbstverständlich nicht verbindlich.

Bezüglich der strafrechtlichez Relevanz, falls man sein Tier ohne Stammbaum als Siam verkauft, würden mich Gerichtsurteile interessieren. Ich kann mir vorstellen, dass es als Betrug gewertet wird, wenn man von einer reinrassigen Siam spricht (sind damit dann eigentlich nur die wirkliche reinen Siamese gemeint, ohne OKH-Einkreuzungen?), nicht aber, wenn man sie lediglich als "Siamkatze" verkauft.

Sein Tier als Rassenkatze bezeichnen darf aber jede/r...;)
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.453
Moin, ich muss mal eine oder mehrere blöde Fragen einwerfen...
Wieviele Verbände gibt es in Deutschland?
Sind die Zuchtvorgaben / Zuchtziele identisch?
Wenn jeder Verband seine eigenen Regeln macht, gibt es dann seriöse Verbände mit Vorgaben?
Welchem Verband kann man dann „ trauen“?
Oder wonach sucht man sich( sofern man ein Rassetier mit Papieren will) dann einen Züchter aus, wenn keine Einigkeit in den Vorgaben besteht?

Bitte versteht mich jetzt nicht falsch aber da hier viele Mitleser sind , finde ich , wäre das doch ein Ansatz für viele die nach einem Rassetier suchen...
und dann die dort gelisteten Züchter...
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.454
warum und wem gegenüber sollte ich als Liebhaber beweisen müssen, dass es sich bei meinen Katzen um Rassetiere handelt?
Frag ich mich auch.

Beim Kauf ist für mich persönlich der Stammbaum wichtig,
Für mich persönlich ist ein Stammbaum vollkommen UNwichtig. Zudem kaufe ich keine Katze, genauso wenig wie ich eine Frau kaufe.

Anderen reicht es völlig aus, dass ihr Tier so aussieht wie eine Siam und das Wesen einer Siam hat, um eine Siam zu SEIN.
DAS ist die Diskrepanz zwischen Realität und seltsamen Vorschriften.


Bezüglich der strafrechtlichez Relevanz, falls man sein Tier ohne Stammbaum als Siam verkauft, würden mich Gerichtsurteile interessieren.
Wie schaut es denn bei allen möglichen Produkten, die von der Werbung mit diesen oder jenen falschen Eigenschaften (etwa Diesel..) vollmundig angepriesen werden, aus? Ich würde mich als Fake-Rassenkatzenvermittler gemütlich zurücklehnen und der Dinge harren.
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.455
Liebe Melli,
warum und wem gegenüber sollte ich als Liebhaber beweisen müssen, dass es sich bei meinen Katzen um Rassetiere handelt?

Beim Kauf ist für mich persönlich der Stammbaum wichtig, Danach nicht mehr.

Da stimme ich Dir natürlich zu.
Meine Familie/Freunde wollten noch nie den Stammbaum meiner Tiere sehen, als Beweis für deren Reinrassigkeit und wenn ich mir das so vorstelle, wäre das auch echt ..... komisch.:LOL:

Mir ging es jetzt aber eher darum, dass es einfach falsch ist zu sagen, dass man eine Siamkatze hat, wenn man keinen Stammbaum dazu hat.
Na klar, es ist einfach nur falsch so etwas zu behaupten und nicht verboten oder gar strafrechtlich zu verfolgen!:D


Anderen reicht es völlig aus, dass ihr Tier so aussieht wie eine Siam und das Wesen einer Siam hat, um eine Siam zu SEIN.

Na das ist für mich fraglich.
Wie kann der Siam-Mix das typische Wesen einer Siam haben, wenn es kein Siam ist?

Liebe Grüße
Melli
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.456
Warum sind Papiere wichtig?
Diese Frage habe ich auch einmal gestellt und lange gebraucht, um zu verstehen warum es so ist.
Zum einen werden die Papiere natürlich gebraucht, um die Rassekatze als Rassekatze auszuweisen.
Das ist für mich als Liebhaber zum Zeitpunkt des Kaufes wichtig, damit ich wirklich bekomme, was ich erwarte. Einer Siamkatze werden besondere körperliche und charakterliche Eigenschaften zugeschriebenen, die das Tier dann auch erfüllen sollte. Von charakterlichen Eigenheiten, die jedes Tier haben kann, abgesehen.

Und damit sind wir aber auch schon dort, wo es weitergehend interessant wird. All diese Tiere sind aus einem bestimmten Genpool entstanden, der manchmal (soweit nötig mit Zustimmung der Zuchtvereine) erweitert wurde.
Dieser Genpool sichert auch die Eigenschaften der jeweiligen Rasse zu.
Was passiert, wenn solche Gepool verloren gehen, konnte man nach dem Ende des zweiten Weltkriegs sehen. In Kriegszeiten ist die Katzenzucht nicht weiter betrieben worden, viele Zuchtkatzen waren gestorben und die Rassen zu erhalten, war unendlich mühsam, weil entsprechende Tiere zur Vermehrung fehlten. Man kann ja auch hier nicht einfach x mit y verpassen. Es sollten schon Tiere sein, die den Standards entsprachen. So hat man versucht Russisch Blau in die Siamlinien einzukreuzen, was zur Folge hatte, dass man aggressive Tiere erhielt, die nichts mehr von Siamkatzen hatten.
Einige Rassen standen vor dem Verlöschen.
Auch die Entwicklung der Thaikatze kann ein Beispiel sein. Nachdem aus der Siamkatze immer modernere Formen gezüchtet wurden, wollte man wieder zurück zur ursprünglichen Siamkatze, kompakter und mit runderem Kopf. Aber auch hier waren kaum noch Zuchtkatzen zu finden. Man muss ja bedenken, dass man mit Katzen über die Lebenspanne nicht unendlich lange züchten kann - oder sollte ?- der Katze zuliebe. Es bleibt also ein kleines Fenster von ein paar Jahren, dann sollte die Katze kastriert werden.
Man hat zurückgezüchtet oder eingekreuzt. Bei Thai gern BKH.
Einkreuzen ist aber immer ein Risiko. Gerade bei Siam verändert das den Charakter. Und man muss als Züchter immer die unerwünschten Merkmale herauszüchten. Das dauert so lange wie das Zurückzüchten. Zu lange für manche Vermehrer.

Heutzutage gibt es für die meisten Rassen gute und breite Genpools. Aber leider auch einige Linien, in denen sich Murks befindet, weil die Züchter nicht ordentlich gearbeitet haben.
Und bei Vermehrern findet man eine Menge Murks, weil dort einfach nicht ordentlich gearbeitet wird bzw. werden kann. Wie soll das gehen ohne Stammbaum?

Fazit: wenn ich Liebhaber einer Rasse bin sollte ich auch immer eine originale Rassekatze mit Stammbaum kaufen. Sonst laufe ich Gefahr, eine Siam mit BKH-Fell zu besitzen. Oder eine, die eben nicht so gesprächig oder verspielt ist.

Und... viel schlimmer: jede diese Vermehrer-Katzen nimmt einer Rassekatze einen Platz weg.
Züchter sind aber darauf angewiesen, für ihre Kitten ein liebevolles Zuhause zu finden. Sonst hören sie irgendwann auf zu züchten. Denn es ist ein teures Hobby,bei dem sie sowieso schon draufzahlen.
Und mit jedem guten Züchter, der aufhört, verringert sich der Genpool und die Gefahr, dass die Rasse, die wir lieben, verlöscht. Wir können also eine Rasse nur erhalten, wenn sie nicht nur so aussieht, sondern auch die passenden Papiere hat.
Andernfalls würden sich die Rassen immer weiter vermischen bis sich irgendwann alle Katzen mehr oder weniger ähneln. Denn in einer globalen Welt gibt es keine Nischen mehr, wo sich Katzenrassen entwickeln können.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.457
Andernfalls würden sich die Rassen immer weiter vermischen bis sich irgendwann alle Katzen mehr oder weniger ähneln
Und … was wäre daran so schlimm? Der humane Genpool wird im Laufe der Zeit und im Zuge der Globalisierung, sofern wir uns nicht selber vernichtet haben, eine einheitliche Matrix mit kleinen Absonderlichkeiten.

Davon abgesehen – kann Züchter irgendwie nicht verstehen. Sie produzieren Katzen, an denen sie vermutlich auch emotional hängen (oder gibt es nur ein Ziel – also die emotionslose Züchtung), aber das Ziel ist letztlich der Verkauf und damit die Trennung von ihren Lieblingen. Wäre für mich absolut unmöglich.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.458
Liebe Melli,
warum und wem gegenüber sollte ich als Liebhaber beweisen müssen, dass es sich bei meinen Katzen um Rassetiere handelt?

Beim Kauf ist für mich persönlich der Stammbaum wichtig, Danach nicht mehr.

Anderen reicht es völlig aus, dass ihr Tier so aussieht wie eine Siam und das Wesen einer Siam hat, um eine Siam zu SEIN.
Andere nennen ihre Katze Siam, obwohl sie nicht einmal so aussieht - aber das ist doch nicht "verboten".
Lediglich für die MItglieder der Verbände sind deren Regeln verbindlich.
Ergänzung ()

Im Wikipedia Artikel werden ja Dachverbände genannt und solche Dachverbände sind durchaus wissenschaftlich zitierbare Quellen bzw. deren Satzungen (je nach Auslegung des Terminus Wissenschaftlichkeit)

Das habe ich nicht bestritten.

Ich habe versucht, klar zu machen, dass die Satzungen nur für die Mitglieder der Verbände verbindlich sind. Für mich als Käuferin stellen sie, so ich Wert darauf lege (was ich tue ;-), eine gewisse Garantie dar, beim Kauf ein Tier zu bekommen, das den dort festgelegten Standards entspricht, was mit den Stammbaum belegt werden soll.
So weit, so gut.
Dass es keine wirkliche Garantie gibt, macht ja gerade die Diskussion darüber deutlich, ob bestimmte Züchter/Zuchtgemeinschaften (Verbände?) wirklich seriös sind.

Die Verbände geben ihren Mitgliedern Regeln für die Zucht vor. Nur wer sich innerhalb des Verbandes an diese Regeln hält, darf ein Tier dann auch als Rassetier bezeichnen.

Für Nicht-Mitglieder sind die Regeln selbstverständlich nicht verbindlich.

Bezüglich der strafrechtlichez Relevanz, falls man sein Tier ohne Stammbaum als Siam verkauft, würden mich Gerichtsurteile interessieren. Ich kann mir vorstellen, dass es als Betrug gewertet wird, wenn man von einer reinrassigen Siam spricht (sind damit dann eigentlich nur die wirkliche reinen Siamese gemeint, ohne OKH-Einkreuzungen?), nicht aber, wenn man sie lediglich als "Siamkatze" verkauft.

Sein Tier als Rassenkatze bezeichnen darf aber jede/r...;)


Und genau das stimmt in meinen Augen so nicht. Zwar sind die Satzungen streng genommen verbindlich nur für die Mitglieder, aber es geht hier ja auch um die Frage was ein Züchter, was eine Rasse etc. ist.Darum auch mein Hinweis auf die Wissenschaftlichkeit bzw. Seriösität.

Wenn man streng wissenschaftlich bzw. seriös vorgehen will,müsste man den Begriff Rassekatze erst mal streng innerhalb seines Forschungsfeldes oder zumindest nach der Allgemeinheit/kulturellen Auffassung definieren. Da wir hier ein zweiteiliges Wort haben (Katze/Rasse) müsste also geklärt werden, was eine Katze und was eine Rasse ist. Ich versuche das jetzt mal auf die Schnelle wissenschaftlich aufzudröseln, für alle Lesefaulen fasse ich unten nochmal zusammen :D

Gehen wir rein wissenschaftlich vor, würden wir für "Katze" vermutlich in der Zoologie bzw. des Oberfaches Biologie. Das Wort "Rasse" finde ich schwierig, da es hier ja ein Begriff ist, der nicht spezifisch für Katzen, sondern allgemein für Lebewesen angewandt ist. Außerdem beschäftigen sich Biologie und Zoologie ja mehr mit der ganzen Tierart und weniger mit Subgruppen wie einzelnen Rassen. Daher ist der biologische Rassenbegriff auch sehr allgemein gefasst:
Rassen sind Populationen einer Art, die sich in ihrem Genbestand (Allelenbestand, Genpool) und damit auch in ihrer Merkmalsausprägung (phänotypisch) von anderen Populationen derselben Art (Spezies) in einem Ausmaß unterscheiden, das eine taxonomische Abtrennung (und damit Belegung mit einem eigenen Rassennamen = Trinomen, Nomenklatur) rechtfertigt.
().
Da der Begriff aber auch kulturell definiert ist (und um den geht es hier uns eher), müssen wir uns also vor allem die kulturelle Definition von Rasse ansehen:
Kulturrassen, vom Menschen durch künstliche Selektion gezüchtete Haustier- und Pflanzenrassen (Tierzucht, Pflanzenzüchtung). Sie sind auf bestimmte Wildarten als Stammarten zurückzuführen, mit denen sie oft noch fruchtbar kreuzbar (Kreuzung) sind. Sie werden nicht mit einem eigenen Rassennamen bezeichnet, sondern als forma domestica der Stammart benannt.
().

Das heisst wir sind, wenn es darum geht, wie "Rasse" definiert ist, müssen wir uns den kulturellen Begriff im Bezug auf domestizierte Hauskatzen ansehen. Schaut man sich jetzt die Definition der "Kulturrasse" an, wird diese in den Lexika mit "Zuchtrasse" gleichgesetzt (z.B. ), dass heisst, Rassen zu allererst sind gezüchtete und domestierte Katzen. Somit würden schon mal alle "Upps-Würfe" keine Rassekatzen sein können (nach dieser Definition). Hier endet aber auch die Biologie, da es in diesem Fall bei "Rasse" ja um einen kulturell geprägten Begriff geht. Bei kulturell geprägten Begriffen gibt es zwei Vorgehensweisen zur Definition (zumindest in den Wissenschaften): Einmal die allgemeine Definition, dass heisst wie der BEgriff im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet wird und eine fachliche Definition, dass heisst, wie der Begriff in der Wissenschaft gebraucht wird.

Allgemeine Definitionen finden wir z.B. im Duden:
Rasse = Gesamtheit der auf eine Züchtung zurückgehenden Tiere, seltener auch Pflanzen einer Art, die sich durch bestimmte gemeinsame Merkmale von den übrigen derselben Art unterscheiden; Zuchtrasse
Hier sind zwei Merkmale herauszuheben: Zucht und gemeinsame Merkmale. Das heisst eine Rassekatze ist demnach eine Katze, die bewusst mit einer Kombination von Merkmalen gezüchtet wurde, die sie von anderen Katzen unterscheidet.

Wissenschaftliche Definitionen findet man in dem jeweiligen Fachbereichen, hier müsste also erst geklärt werden, welchen Fachbereich wir benötigen. Da es sich um einen kulturellen Begriff handelt, bieten sich hier die Kulturwissenschaften an, da es uns speziell um "Rassen" geht aber entweder die Germanistik (um die Herkunft des Wortes Rasse zu untersuchen) oder die Ethonologie/Kulturanthropologie (da der Begriff Rasse kulturell gesehen vor allem mit dem Menschen verwendet wird. (Kulturanthropologie ist im Übrigen mein Fachbereich in dem ich forschend tätig bin). Da eine wissenschaftliche Definition mir gerade nicht möglich ist, ohne Zugang zur entsprechenden Fachliteratur und wir uns ja in erster Linie auch auf die allgemeine Bevölkerung beziehen, verwende ich daher weiter die allgemeine Definition von Rasse.

Eine Rassekatze ist also gezüchtet und hat bestimmte Merkmale. Wir müssen als nächstes also Zucht definieren und die Merkmale. Wie bisher verwende ich dafür vor allem die allgemeinen Definitionen, dies ist aber nicht streng genommen kein astreines wissenschaftliches Vorgehen.
Zucht:
Verbesserung und/oder Erhaltung der genetisch fixierten Eigenschaften von Kulturpflanzen (Pflanzenzüchtung) und Nutztieren(Tierzüchtung) bzw. die Erzeugung neuer Sorten und Rassen mit definierten Qualitätsmerkmalen – unter der Zielsetzung, das Leistungsniveau zu verbessern
().
Eine Rasse kann also nur entstehen, wenn der Züchter unter bestimmten Kriterien züchtet, in diesem Fall zur Verbesserung des Leistungsniveaus. Damit sind auch alle "Rassekatzen" raus, die nur einfach so gezüchtet werden, ohne fest definiertes Zuchtziel (und Geld ist hier kein Zuchtziel). Wir halten also fest: Rassekatze = Katze mit bestimmten distinktiven Merkmalen, die von einem Züchter mit einem bestimmten Zuchtziel gezüchtet wird.

Jetzt stellen sich die Frage: Wann sprechen wir denn wirklich von einer Zucht bzw. einem gezüchteten Tier. Und hier gibt es tatsächlich juristische Grundlagen:
Zuchttier:
a) ein Tier, das in einem Zuchtbuch eingetragen ist (eingetragenes Zuchttier),
b)ein Tier, das selbst in der Hauptabteilung eines Zuchtbuches eingetragen ist oder vermerkt ist und dort eingetragen werden kann (reinrassiges Zuchttier), oder
c) ein Tier, das in einem Zuchtregister eingetragen ist (registriertes Zuchttier);
(TierZG, §2, 11).

Das heisst laut Gesetz ist ein reinrassiges Zuchttier ein Tier, dass in der Hauptabteilung eines Zuchtbuches eingetragen bzw. vermerkt ist oder wenigstens dazu fähig wäre. Nächste Frage also: Was ist ein Zuchtbuch? Auch hier hilft das Gesetz:
Zuchtbuch: ein von einer anerkannten Züchtervereinigung geführtes Buch der Zuchttiere eines Reinzuchtprogramms zu ihrer Identifizierung und zum Nachweis ihrer Abstammung und ihrer Leistungen;
(TierZG, §2, 4).
Ergo: Rassekatze darf sich nur nennen, was in ein Zuchtbuch einer ANERKANNTEN Züchtervereinigung gelistet ist. Das heisst: Wer behauptet eine Rassekatze zu haben, muss nachweisen können, dass die Katze in ein Zuchtbuch eingetragen ist, bzw. dass die Katze den Zuchtstandards des Zuchtverbandes erfüllt.

Nun zur letzten Frage: Wie weist man das nach? Durch die Papiere. Denn jede Zuchtvereinigung muss auch eine Zuchtordnung haben und wenn man sich die Zuchtordnungen anschaut, sagen die alle mehr oder weniger aus, dass in der Regel dieser Nachweis über die Rasse u.a. über das Zuchtbuch und den Stammbaum erfolgt.

Zusammenfassung:
Eine Rassekatze ist per allgmeiner Definition eine Katze, die von einem Züchter mit einem bestimmten qualitativem Zuchtziel und bestimmten distinktiven Merkmalen bewusst gezüchtet wird, ergo ist eine Rassekatze immer eine Zuchtkatze. Eine Zuchtkatze ist per Gesetz (TierZG, §2) nur, wenn sie in ein Zuchtbuch einer anerkannten Zuchtvereinigung eingetragen ist und dies nachweisbar ist. Das heißt, eine Rassekatze ist nur eine Katze, die den Nachweis erbringen kann, dass sie offiziell dieser Rasse zugehörig ist nach Standards ihres Zuchtverbandes, z.B. durch ihre Papiere.
 
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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.459
Eine Katze kann aussehen wie eine Siam, Perser, Bengale, Ragdoll usw. vielleicht hat ein Muttertier selbst Papiere... dennoch ist der Wurf erst dann reinrassig wenn ein Verein dieses bestätigt. Austellen darf das jeder Verein, ob er seriös ist .... steht auf einen Blatt.... denn sicher werden auch Gefälligkeitspapiere ausgestellt.

lg
Verena
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #1.460
@Garnet: Was an dem Urteil ist dir denn nicht genug/verständlich/unklar, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
 
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