in jedem Verein ist es einem Züchter verboten, Nachzucht nicht zu melden und dann ohne Papiere abzugeben. Tut er es trotzdem, verstößt er gegen die Vereinsorndnung, was zu einem Ausschluss führt, wenn das dem Verein bekannt wird.
Sinn der Sache ist, wenigstens für einen gewissen Schutz der Zuchttiere zu sorgen, so dass eine Zuchtkatze nicht mehr Würfe hat als erlaubt ist. Wer als Käufer auf ein solch unseriöses Angebot eingeht, nimmt billigend in Kauf, dass mal mit und mal ohne Papiere vermehrt wird und so wesentlich mehr WÜrfe zur Welt kommen, als eigentlich erlaubt ist.
Ich kenne übrigens keinen seriösen Hundezuchtverein, in dem ein Züchter nicht sofort rausfliegen würde, wenn er Würfe nicht meldet.
Doch ich kenne einen, nämlich den VDH! Meine Freundin hat vor einigen Jahren bei einem seriösen Züchter vom VDH einen Old english Mastiff gekauft mit Papieren. Dieser Züchter hat "aus Versehen" einmal den Deckrüden zu einer anderen Hündin gelassen, die noch nicht angekört worden war. Er hat es dem Verein nicht gemeldet, es ist aber rausgekommen und er hat dann eine Verwarnung bekommen und war für einige Zeit als Züchter gesperrt, das war alles. Nach der Sperrfrist (wie lange die war weiß ich nicht mehr), hat der Züchter dann wieder einen Wurf gehabt. Er ist also nicht sofort hinausgeflogen.
das heißt eigentlich nicht viel. Man kann sogar mit einer Katze Pokale gewinnen, wenn sie gar keine Papiere hat. So lange sie wie die Rasse aussieht, für die man meldet, wird sie nach dem entsprechenden Standard beurteilt und kann auch gewinnen. Da interessiert es fasst keinen Verein, ob es sich tatsächlich um eine Rassekatze mit Papieren handelt.
Und selbst wenn jemand Katzen mit Ahnentafeln hat und auch auf Ausstellungen war, heißt das noch lange nicht, dass er seriös züchtet und seine Kitten mit den entsprechenden Nachweisen verkauft. Ich kenne ehrlich gesagt kaum jemanden, der sich den ganzen Aufwand mit Zuchtuntersuchungen und allem drum und dran antut und das ohne Verein macht, weil er einfach keinen Grund dafür hat. Wenn ein Züchter alles richtig macht, Rassekatzen mit Zuchterlaubnis hat und seine Katzen nicht ausbeutet, hat er wirklich keinen Grund, sich das nicht von einem Verien bestätigen zu lassen.
man kann nicht auf die Gesundheit oder auch andere Eigenschaften achten, wenn man die Verwandtschaft nicht kennt. Das äußere Erscheinungsbild = Phänotyp ist nur die sichtbare Hälfte dessen, was die Katze als Erbanlagen in sich trägt. Auf die unsichtbare Hälfte kann man nur Rückschlüssen ziehen, wenn man möglichst viele nahe Verwandte einer Katze kennt. Und dazu braucht man Stammbäume, weil in den seltensten Fällen sämtliche 4-5 Vorfahrengenerationen einer Katze bei ein und demselben Züchter gelebt haben und der dann auch noch einen Überblick über die Tiere hat, die bei Liebhabern leben.
Dass eine Katze, die Nachwuchs haben darf, äußerlich gesund ist und unter akzeptablen Bedingungen lebt, sollte selbstverständlich sein und hat mit Zucht nichts zu tun.