Ich rüttel: Wer sägt denn an dem Ast, mit dem er Geld verdienen will! Das wäre ungefähr so, als würde VW auf einen Großteil der Verschraubungen im PKW verzichten: Das Auto im Verkaufsraum sieht echt gut aus und der Käufer merkt's nicht. Und wenn er's merkt, ist es zu spät - Der Pathologe hat ihn schon auf dem Tisch...
Ich finde deinen Rüttel-vergleich etwas hinkend
Was sagst du zu meinem Vergleich: Futterhersteller und Lebensmittelhersteller ( zb die große Kette mit dem gelben M ): Dort werden Lebensmittel verkauft, die, in Massen gegessen, potentiell gesundheitsschädlich sind.
Ich habe auch nicht gesagt dass das minderwertige Futter ( ob Nass oder Trocken) Miez sofort killt sondern einfach nur dass es dem Hersteller ziemlich egal ist ( und auch sein kann auf lange und wirtschaftliche Sicht gesehen) ob sein Produkt zu Erkrankungen BEITRAGEN kann ( beitragen, NICHT auslösen!!).
Aber sowas liest man ja öfter: Probleme mit der Niere? Trockenfutter war's. In der Regel ist doch der Katzenhalter schuld, weil er nicht in der Lage ist, Trockenfutter von Nassfutter zu unterscheiden...
Und das Katzen grundsätzlich empfindliche Nieren und zwischen zwei und sieben Jahren vermehrt mit Harnablagerungen zu kämpfen haben oder diverse Rassekatzen anfälliger sind für Nierensteine, scheinen einige zu ignorieren...
Pauschalisierungen wie "Nieren putt-
Trockenfutter wars!!!" kann ich auch nicht unterschreiben und sind so gesehen auch wirklich nicht korrekt. Es geht doch den meisten "
Trockenfutter-Verteuflern" darum, dass es zur entstehung von Krankheiten beitragen kann, nicht dass es alleine dafür verantwortlich ist!
Wie du richtig sagst ist es ja eben bekannt dass gerade Katzen ein sehr empflindliches und anfälliges Blasen-Nieren-System haben. Und wenn ich weiss, das meine Katze zum Beispiel nicht genug Flüssigkeit aufnehmen kann, wenn ich sie mit
Trockenfutter ernähre ( was viele andere Katzen auch nicht können, Ausnahmen gibt es aber natürlich, das bestreite ich auf keinen Fall!), dann mache ich es eben nicht ( vom Getreide im minderwertigen
Trockenfutter das den größten marktanteil ausmacht mal abgesehen ). Und der von dir erwähnte Fakt wird nicht übersehen sondern im Gegenteil ja angeführt! Das ist doch einer der Gründe, warum viele Katzenhalter von Trockenfutter abraten! Anfällige Nieren- Man muss es ja nicht noch begünstigen.
Verminderter Harndurchfluss der Nieren begünstigt nunmal deren Erkrankung und das ist ein Fakt. Wenn ich eine potentielle Gefahrenquelle durch gabe von Nassfutter ausschalten kann so mache ich es und setze meine Katze diesem Risikofaktor eben einfach nicht aus.
Hersteller von "hochwertiges Futter" wollen kein Gewinn einstecken? Und Selbermachen? Okay, solange einem der eigene Metzger nicht minderwertige Ware unterjubelt und die Hersteller von Zusätzen ggf. nicht das einhalten, was sie versprechen? Denn genau wie Trockenfutter- und Nassfutter-Hersteller könnten die dich theoretisch auch auf's Kreuz legen wollen...
Ich habe nicht gesagt dass sie keinen Gewinn einstecken wollen, nie. Natürlich wollen sie das ( und warum auch nicht, das will doch jedes Unternehmen und das ist ja wohl nicht verwerflich)
Und natürlich kann man überall übers Ohr gehauen werden. Beim eigenen Lebensmittelkauf, bei der Kleidung, beim Kauf von Haushaltsgeräten, Medimanente......Aber ganz ehrlich: Das ist mir bewusst und damit lebe ich einfach. Dennoch kann ich mich an die Informationen, die mir von den Futterherstellern gegeben werden ja orientieren. Und in dem Fall wähle ich zB den Hersteller, der offen deklariert was in seinem Futter drin ist als der, der es durch schwammige Begriffe verschleiert. Eine andere Möglichkeit hat der Verbraucher nunmal nicht, gute und schlechte Qualität auseinanderzuhalten. So what.
Und was das selbstgemachte Futter angeht: Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was mir der Fleischlieferant von dem ich beziehe anderes unterjubeln will als eben die Fleischabschnitte/Schlachtabflälle, die ich nun mal bei ihm bestelle. Und was die Zusätze angeht: ich supplementiere nur mit natürlichen Produkten und nicht mit Pülverchen, aber das ist Nebensache hier

Jedenfalls kann ich so zumindest noch ein wenig besser kontrollieren, was bei mir in die Katz kommt.
Standardfehler: Nassfutter mit Trockenfutter vergleichen, das funktioniert nicht...
Inwiefern funktioniert das nicht? Man kann doch sehr wohl zwei Ernährungsformen ( bzw die gängigen Zutaten dieser Nahrungen) in Bezug auf deren Auswirkungen auf den Organismus verleichen. Man sollte natürlich nicht ein hochwertiges
Nassfutter mit einem minderwertigen
Trockenfutter vergleichen, das geht sicher nicht.
Aber was man zB machen kann: Man nimmt zB ein minderwertiges Nassfutter und ein minderwertiges Trockenfutter: Dann vergleicht man zB den Getreideanteil: Im
Trockenfutter ist dieser dann oft bei 60% oder mehr, selbst im minderwertigen Nassfutter bei weitem nicht so hoch ( insofern es in Prozent deklariert ist). Über den Flüssigkeitsgehalt müssen wir ja nicht schon wieder sprechen, aber auch den kann man vergleichen. Ich denke du siehst was ich meine?
Gähn - alter Hut. Ein Auszug aus meiner praktischen Laufbahn als Katzenbesitzer: Trockenfutter saugt circa das 2 bis 2,5-fache das Eigengewichts an Wasser auf (ca. 30 Minuten vor der Fütterungszeit). Was die Katzen dann in ihrer Schale vorfinden, ist Weichfutter mit einem Wassergehalt von ca. 70% und den Inhaltsstoffen von 30% (letzeres befreit von unverdaulichen Stoffen: Trockenfutter ist KEINE getrocknete Maus, sondern ein verdichteter Energieträger).
Eine Frage habe ich noch, heute stehe ich ein wenig auf dem Schlauch: Was meinst du damit: "letzteres befreit von unverdaulichen Stoffen"?
Und bei meinem "Spass mit
Trockenfutter-einweichen" habe ich eigentlich durch die Bank weg immer das 4fache des Eigengewichts als Ergebnis erhalten, aber das ist jetzt dann auch irgendwie Haarspalterei, so what
