Hallo,
wir haben ein ähnliches Problem wie Du. Letztes Jahr im September verstarb unser Sternenkaterchen und wir suchten wieder einen Katzenkumpel für unsere MissC, wollten uns aber Zeit lassen. Freunde von uns sind mit einer Tierschutzdame bekannt und erzählten von unserem Todesfall und gaben unsere Telefonnummer und Emailadresse. Die Dame schickte mir daraufhin Bilder von Smartie und rief mich so lange an, bis ich mürbe wurde und mein Mann und ich hin fuhren. Wir wollten eigentlich eine mindestens 6jährige Katze, weil unsere MissC schon 10 Jahre alt ist (damals 9 war), aber die Dame von der Tierhilfe sagte uns, dass Smartie perfekt zu ihr passen würde und vom Charakter her auch so ruhig und verschmust wäre, wie sie und eher introvertiert und sich unterordnend. Er tat uns leid, weil er von der Tierhilfe von ziemlich asozialen Leuten weggenommen worden war. Also zog er am 22.10.2010 bei uns ein und schon bald schlug er unsere MissC echt heftig. Es flog Fell, es floß Blut und MissC wurde unsauber vor lauter Angst und erbrach immer Speichel (wir ließen sie selbstverständlich durchchecken, aber sie war - zum Glück - gesund). Wir probierten Bachblüten, Felliway, Fellifriend, Clickertraining, Tierpsychologin, Verhaltenstherapeutin, Tierkommunikatorin - das volle Programm - aber es wurde nicht besser, sondern immer schlimmer. Egal ob sie fraß oder was auch immer MissC machte, er fiel sie wie ein Hühnerhabicht von hinten an und drosch auf sie ein. Wir versuchten es nochmal auf neutralem Boden, weil die Dame der Meinung war, dass es unsere Schuld wäre, weil MissC so ein verzogenes Püppchen wäre, das sich nicht wehrt... und wir brachten beide zu einer Bekannten von ihr, aber keine Besserung, obwohl laut Ausage der Dame "alles bestens wäre". Er schlug sie nach wie vor und sie pinkelte auf ihr eigenes Schwänzle und ich musste sie täglich baden. In unserer Verzweiflung zogen dann noch Onya und Orpheus bei uns ein, weil wir dachten, dass es besser werden würde, wenn er zwei fast gleichaltrige Spielgefährten hätte, aber er schlug die 2 ganz genauso wie MissC. Die 3 - also MissC, Orpheus und Onya verstehen sich recht gut und kommen prima miteinander aus. Wir konnten das den 3en gegenüber nicht mehr verantworten und separieren Smartie seit ungefähr April. Er wohnt jetzt tagsüber abwechselnd in 3 verschiedenen Zimmern. Das größte davon hat 24 Quadratmeter. Wir wollten und konnten ihn auch nicht wieder ins Tierheim zurück bringen, weil auch wir sicher waren, dass sie ihn wieder falsch vermiteln würde. Er ist definitiv eine Einzelkatze, das haben uns die Tierärztin, die Verhaltenstherapeutin und die Tierpsychologin bestätigt. Er wurde wohl als 3wöchiges Kitten gefunden und dann 2 Jahre als Einzelkater mehr schlecht als recht gehalten und ist daher absolut nicht sozialisiert. Es wurde bei ihm auch noch
felines Asthma diagnostiziert. Zum Glück in einer sehr leichten Form und er wird von unserer Tierärztin gut behandelt und die Anfälle treten nur ca. alle 3 Monate auf. Wir versuchen noch heraus zu finden, auf was er allergisch reagiert, aber auch so beeinträchtigt es ihn nicht so sehr. Wir haben- wirklich schweren Herzens - ein halbes Jahr ohne Erfolg selber nach einem neuen guten Zuhause für ihn gesucht. Es haben sich nur seltsame Leute gemeldet, denen ich meinen Schatz niemals anvertraut hätte.
Wir machen es jetzt so, dass wir mit ihm mit einem Walking Jacket (ich habe mir erst gestern ein sicheres bei
www.cats-convenience.net bestellt) Gassi gehen. Er liebt es. Wenn es regnet, spiele ich eben länger mit ihm Rascheltunnelsurfen, oder mit seiner Spielschiene. Klar ist es so nicht ideal, aber wir haben im Moment keine Alternative. Ich mache mir sehr oft nen Kopf darum, was ich noch tun könte, um ihm das Leben noch mehr zu verschönern. Wir planen ein Freigehege über den gesamten Garten (ca. 100 Quadratmeter), aber da müssen wir noch was mit den Nachbarn abklären, aber bis zum Frühjahr wird es definitiv realisiert werden. Bis dahin gehen wir Gassi und bespielen ihn. Er ist uns Menschen gegenüer echt lieb, aber er spielt schon mal auch richtig grob und mein mann und ich sehen oft aus, als hätten wir Borderline und würden uns ritzen. Ich habe die Tierschutzdame gefragt, ob sie uns wenigstens helfen könnte, in dem sie Interessenten für ein Einzeltier an uns verweist, aber das hat sie abgelehnt. Entweder, sie macht die Vermittlung ganz, oder gar nicht. Das weiderum haben wir abgelehnt. Er bleibt bei uns. Ich weiß nicht, ob wir das die nächsten 20 Jahre so durchhalten können, aber vielleicht kommt mit der Zeit die Lösung und wir können ihn vielleicht im Freundes- und Bekanntenkreis oder Familienkreis ein neues Zuhause für ihn finden, wo wir ihn besuchen könnten. Anders kann ich ihn nicht hergeben. ich bring das echt nicht fertig.
Ich wünsche mir für Euch, dass Ihr die richtige Lösung für Patches, aber vielleicht könnte Gassi gehen mit einem Warking Jacket für sie auch gut sein.
Ganz liebe Grüße
Margit