Das ist echt Bullshit, aber du kannst eine Einzelkatze, noch dazu eine die in Wahrheit gar keine ist sondern Gesellschaft bräuchte, nicht mit einem eingespielten Team vergleichen.
Meine vier toben zwar sehr viel miteinander, aber sie stellen nichts an, weil sie haben ja einander. Eben weil sie sich zur Beschäftigung haben.
Ich denke auch, dass eine einjährige Katze kein "eingefleischter Einzelgänger" sein kann. Und eure Vermieterin ist *zensiert*. In meinen Augen sollte das Mietrecht dringend geändert werden, dahingehend dass Zustimmung zu Katze gleichbedeutend ist mit Zustimmung zu ZWEI Katzen. Über mehr kann man dann ja diskutieren. Ebenso sollte das Mietrecht und die Bestimmungen über Wohneigentümergemeinschaften so geändert werden, dass eine Balkonsicherung immer erst mal erlaubt ist und nur, wenn sie jetzt wirklich objektiv störend ist (weil was weiß ich, grell-neon-orangefarbenes Netz verwendet wurde) darf sie bemängelt werden.
In der Schweiz MÜSSEN ja Katzen in der Wohnung mindestens zu zweit gehalten werden nach Tierschutzgesetz. Das finde ich gut.
Zur Frage der Zusammenführung: Es wird schwierig werden. Deine Katze ist eine normale Hauskatze? Mit Rassekatzen kann es in der Tendenz leichter sein eine Vergesellschaftung nach längerer Einzelhaltung durchzuführen wenn die Rasse sehr auf Sozialverhalten selektiert wurde.
Wenn bei euch der Umzug in eine geeignetere Wohnung abgeschlossen ist, würde ich dazu raten, ZWEI weibliche Kitten dazu zu nehmen. Die haben dann vorrangig sich zum bespaßen, sind auch nicht bedrohlich, weil nicht zu groß. Wichtig ist, dass es dann genügend Rückzugsmöglichkeiten für die Katzen gibt und anfangs würde ich die Wohnung in zwei Teile trennen mit Gittertüre und eine langsame Zusammenführung machen.
Der Einsatz von Feliway hat sich auch schon sehr oft als begünstigend herausgestellt. Und es soll sehr gut helfen, wenn man die Neuzugänge und die bereits vorhandene

Katze

mit stark riechenden Leckerli abreibt und diese dann auch zum Fressen gibt.
"Stallgeruch" ist da das Stichwort. Es kann auch helfen, wenn man die schön eingehaarte Decke der "Altkatze" nimmt, um den Kennel beim Abholen der Kleinen damit zu bestücken.
Oder alle mit durchgeschwitztem T-Shirt abreiben.
Wenn du dich darauf einstellst, dass es nicht leicht werden wird, aber dass du alles tust, um es für deine Katze so schonend wie möglich zu gestalten, hast du die besten Chancen dass es klappt.
Wichtig ist auch, gerade am Anfang lieber mehr Klos aufzustellen als nach der Mindestregel unbedingt nötig.
Für drei Katzen wären ja 1 pro Katze plus 1 pro Wohnung nötig, also vier, aber ich würde lieber im Bereich der Altkatze (mindestens) zwei aufstellen und im Bereich der Kitten mindestens drei.
Achte auch darauf, dass du gut sozialisierte Kitten, nicht vor der 12. Woche nimmst.
Wenn du schon eine Katze mit gestörter Sozialisation hast, sollten wenigstens die Neuzugänge gutes Katzenverhalten aus dem effeff beherrschen, dann lernt das auch deine Katze - wenn man sie nicht mit zu schneller Zusammenführung anfangs überfordert.