Katzenfutter - Neutrale Betrachtung

Diskutiere Katzenfutter - Neutrale Betrachtung im Allgemeine Ernährung Forum im Bereich Katzenfutter; 1. Frühzeit von Mensch und Katze Mit beginnender Sesshaftigkeit der Menschen schloss die Katze sich ihnen – zunächst als Abfallvertilger am Rand...
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Felis-Fan

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1. Frühzeit von Mensch und Katze
Mit beginnender Sesshaftigkeit der Menschen schloss die Katze sich ihnen – zunächst als Abfallvertilger am Rand von Siedlungen lebend – an. Vermutlich kam es infolge der sich daraus ergebenden beiderseitigen Vorteile allmählich zur Selbstdomestikation der Tiere. Knochen kleinerer Katzen wurden zusammen mit menschlichen Knochen aus einer Zeit von vor bereits 9000 Jahren in Mesopotamien, Südost-Anatolien und Jordanien gefunden [1].

2. Besonderheiten der Verdauung
Die Katze benötigt, wie die meisten Säugetiere (einschließlich Mensch), Retinol (oder Vitamin A1), nimmt aber eine Sonderstellung ein, da sie im Gegensatz zu fast allen anderen Tieren nicht β-Carotin in Retinol umwandeln kann. Sie ist daher natürlicherweise auf den ausreichenden Genuss von Leber angewiesen, um sich mit Vitamin A versorgen zu können [2a].
Katzen dürfen nicht vegetarisch ernährt werden. Sie sind auf eine essentielle Aminosäure (Taurin) angewiesen, die nur in tierischem Protein enthalten ist. Auch die Fettsäure Arachidonsäure, die für Katzen lebensnotwendig ist, ist nur in tierischen Fetten enthalten [2b].

3. Energiebedarf
Aufgrund des massiven Einflusses von Übergewicht auf den Energiebedarf sollte für die Fütterungspraxis zwischen über- und normalgewichtigen Katzen unterschieden werden. Basierend auf Daten von Kienzle (München 2003) [3a] lässt für Katzen mit Normalgewicht (BCS bis 5) eine Energieaufnahme von ca. 251 kJ ME/kg KM (♀ und ♂-kastriert) bzw. 419 kJ ME/kg KM (♂-unkastriert) empfehlen.
Für Tiere mit höherem Body Condition Score [3b] ist anhand der Ergebnisse ein Erhaltungsbedarf von ca. 544 kJ ME/kg KM zu veranschlagen.

4. Grundsätzliches
Ein normalgewichtiges Tier (≥3,3 kg) benötigt demnach zwischen 830 kJ/Tag (♀ und ♂-kastriert) und ein normalgewichtiger unkastrierter Kater (≥4,5 kg) 1.900 kJ. Im Mittel also 1.365 kJ/Tag [4].
Geht man davon aus, das eine Maus ca. 125 kJ [4] und 30 g Wasser (Feldmaus (Microtus arvalis) bis 40 g Ø-max.-Körpermasse und einem 75%igen Wasseranteil) liefert, benötigt eine Katze theoretisch elf Mäuse/Tag und nimmt ca. 330 ml Wasser zu sich. Nach diversen Internetquellen [4a] benötigt übrigens eine Katze ca. 60 – 80 ml Wasser/kg KM.
Wild lebende Katzen trinken nicht dort, wo sie fressen, weil es in freier Wildbahn unwahrscheinlich ist, dass sich direkt neben der geschlagenen Beute eine Wasserstelle befindet. Katzen regulieren ihren Wasserhaushalt NICHT allein durch Nahrungsaufnahme.
Katzenhalter wundern sich oft, dass ihre Katze so wenig trinkt. Die Katze ist ursprünglich ein Wüstentier. Wenig trinken und damit eine überdurchschnittlich hohe Konzentration ihres Harns ist somit normal. Aus tierärztlicher Sicht ist dies aber nicht wünschenswert. Die meisten Hauskatzen leiden unter Bewegungsmangel. Sie sind den ganzen Tag Zuhause, liegen herum, viele leiden an Übergewicht. Die Folge: Viele Tiere bekommen Harnsteine. Auch die Katzen, die ausschließlich durch Nassfutter ernährt werden, können Harnsteine bekommen. Trinken ist wichtig für die Harnsteinprophylaxe. Sie sollten Ihrer Katze deshalb an verschiedenen Stellen Wasser anbieten, um sie an das Trinken zu erinnern. Vorteilhaft wirkt sich ein Trink- oder Zimmerbrunnen aus. Auch die Zugabe von etwas Bouillon, Kaffeerahm oder Knoblauchpulver kann die Akzeptanz erhöhen.

5. Fütterungsformen von Hauskatzen (Alphabetisch geordnet, ohne Favoritisierung)
5a. BARF ist eine Methode zur Ernährung fleischfressender Haustiere und steht ursp. für „Born-Again Raw Feeders“, später für „Bones And Raw Foods“. Eingedeutscht auch „Biologisches artgerechtes rohes Futter“.
Das Prinzip vom BARF ist schnell erklärt: die ursprüngliche Beute des wilden Tieres wird zur Fütterung nachgeahmt und mit Ergänzungsmitteln wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralien unterstützt. BARF sollte also Bestandteile wie Muskelfleisch, Knochen, Fett, Organe, pflanzliche Inhaltsstoffe, Vitamine, Aminosäuren etc. enthalten, die in etwa dem Gleichgewicht und der Zusammensetzung entsprechen, die in der Nahrung der wilden Vorfahren der Katzen enthalten sind.
Beachten Sie bitte, das sich die zuzuführenden Ergänzungsmittel nach der Menge des Futters und dem Gewicht der Katze richtet und eine nicht zu unterschätzende aufwendige Prozedur werden kann.
Weiter setzt dass BARFEN eine Gewöhnungszeit voraus. Die Umgewöhnung sollte langsam, aber stetig erfolgen, um Magen-Darm-Problemen vorzubeugen.

5b. Feucht-/ Nassfutter – Genau wie beim BARFEN wird die Zusammensetzung des Beutetieres kopiert. Die Geschmacksrichtungen sind vielfältig und grenzen zum Teil ans exotische. Zu beachten ist hier ein möglichst hoher Fleischanteil (>60%). Der Wasseranteil liegt hier in der Regel um 80%.
Feuchtfutter wird durch erhitzen haltbar gemacht. Es ist darauf zu achten, das im Futter keine Konservierungsstoffe enthalten sind, da diese durch die Wärmebehandlung toxisch werden können. Auch die bei der Humanernährung unproblematischen Konservierungsstoffe wie Benzoesäure ist für die Katze toxisch, da diese nur schlecht entgiften kann [4].
Weiter ist auf Zucker/Karamell zu verzichten. Gerade karamellisiertes Futter weist eine satte braune Farbe auf, „hübscht“ optisch also die eher blasse Futterration auf, ist für die Katze jedoch in mehrfacher Hinsicht von Nachteil.

5c. Trockenfutter – Anders als das BARFEN oder das Feuchtfutter wird hier nicht das ursprüngliche Beutetier in seinen Zusammensetzungen imitiert, sondern es werden die lebenswichtigen Bestandteile auf den energetischen Erhaltungsbedarf der Katze zugeschnitten. Das Endergebnis als Kroketten (das Fertigungsverfahren ist das selbe wie für Müsli/Frühstückscerealien) beinhaltet jedoch nur einen Wasseranteil von 8 bis 10%. Trockenfuttermittel haben somit eine wesentlich höhere Energiedichte und im Verhältnis zu Feuchtfutter werden folglich zur Fütterung der Katze wesentlich kleinere Mengen benötigt.
Zu beachten ist hier, dass eine alleinige Fütterung mit Trockenfutter nicht ganz unproblematisch ist. Trockenfutter entzieht dem Körper zusätzlich Wasser [4].
Es ist unbedingt darauf zu achten, das die Katze genügend Wasser zu sich nimmt. Das Einweichen des Trockenfutters mit Wasser (es nimmt i.d.R. das 2 bis 2,5-fache des Eigengewichts an Wasser aus) gleicht dieses Manko gegenüber des Feuchtfutters aus [4][5b].​


6. Fazit
Vieles spricht für das BARFEN, da es der ursprünglichen Ernährungsweise der Katzen am nächsten kommt. Jedoch ist es aufwendig in der Verarbeitung und die Bevorratung beansprucht mehr oder minder Platz im Tiefkühlfach. Auch wird an Zusätzen zum Teil recht Merkwürdiges angeboten. Man muss sich also mit der Materie intensiv beschäftigen...
8% der aller Katzenbesitzer bereiten das Katzenfutter selbst zu [5a].

Feuchtfutter ist die beliebteste Fütterungsmethode. Sie bietet viel Abwechslung und ist unkompliziert zu handhaben. Sie bietet dem Tier alles zum Leben nötige...
30% der aller Katzenbesitzer versorgen ihre Katzen ausschließlich mit Feuchtfutter [5a].

Trockenfutter ist bei ausreichend Wasserzufuhr die günstigste der Fütterungsmethoden. Auch sie bietet dem Stubentiger alles zum Leben nötige bei gleicher Abwechslung wie beim Feuchtfutter.
23% der aller Katzenbesitzer versorgen ihre Katzen ausschließlich mit Trockenfutter [5a].

Die verschiedenen Futtermethoden können auf diversen Internet-Masken miteinander verglichen werden (z.B. hier: ). Vergleicht der interessierte Leser zum Beispiel die Inhaltsstoffe des Trockenfutters Iams Adult mit Lachs & Huhn mit z.B. dem Feuchtfutter Real nature Fisch & Huhn, so zeigt sich unterm Strich kein großer Unterschied:
Energiegehalt bei Iams 426 kcal/100g Tierschutz oder bei Real nature 482 kcal/100g Tierschutz.



Zur Information:
1 Joule...........entspricht 0,239 Kalorien
BCS...............Body Condition Score [dt.: Körperkonditionsbeurteilung bei Tieren]
kJ ME/kg KM....umsetzbare Energie in Kilojoule je Kilogramm Körpermasse
KM.................Körpermasse
Tierschutz.................Trockensubstanz

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Quellen:

[1] Wikipedia – Die Katze
[2a] James G Morris: Idiosyncratic nutrient requirements of cats appear to be diet-induced evolutionary adaptations. In: Nutrition Research Reviews. 2002; 15:153-168; Cambridge University Press
[2b] Deutscher Tierschutzbund:
[3a] Prof. Dr. Ellen Kienzle: Untersuchung zum Energiebedarf von Katzen (München 2003), Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München
[3b] Visualisiert im Netz:
Auf deutsch:
[4] Prof. Dr. M. Wanner: Die Ernährung der Katze, Zürich 2004 – Universität Zürich, Institut für Tierernährung
[4a] Beispiele: Tierambulatorium Mannswörth in Österreich, Katzenschutzbund Osnabrück
[5a] Statista GmbH
[5b] Stiftung Warentest - August 2008

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Mein persönliches Statement:

Gerade die Tatsache, das ich es wage, Trockenfutter als „unbedenklich“ zu deklarieren, wird einige Mitmenschen leider auf die Palme bringen. Aber ich befinde mich...
1. ...in guter Gesellschaft. Denn sowohl Stiftung Warentest, der nicht nur hier viel zitierte Prof. Dr. M. Wenner als auch Prof. Dr. Ellen Kienzle bestätigen dieses. Natürlich bei ausreichender Wasserzufuhr respektive einweichen des Trockenfutters.
2. ...auf relativ sicherem Boden. Ich bin zwar in einem technischen Beruf tätig, habe also mit Ernährung/Energiehaushalt nichts zu tun, habe mich aber über Wochen durch etliche akademische Texte durchgearbeitet.
Und ich meine Akademisch, keine Beiträge in Foren von Katzenbesitzern, die Vorgestern gehört haben, wie der Bäcker erwähnte, das dessen Onkel las...​

Das bedeutet, das ich von potentiellen Diskussionsteilnehmern erwarte, das sie sich aus fundierten, möglichst unabhängigen und nachvollziehbaren Quellen informieren und dieses beitragen.

Bis später...
 
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  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #2
Das Problem ist, dass die meisten trockenfutterfressenden Katzen dieses eben NICHT eingeweicht fressen, das heißt gar nichts Nasses und trotzdem nicht ausreichend trinken.
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #3
DAS kann ICH nicht beurteilen. Ich habe keine Einblicke in die Trinkgewohnheiten hunderttausender Trockenfutter-fressender Katzen wie Du (grins)...

Im Ernst: Ich habe meine Katzen zuerst das Zeug trocken fressen lassen, bevor ich mich vor lauter lange Weile mit Trockenfutter zu beschäftigen begann. Meine Katzen (Hauskatzen) haben in diesem Zeitraum viel und meiner Meinung ausreichend getrunken. Wir haben jedoch in unserer Wohnung zwei Trinkgelegenheiten und einen Trinkbrunnen verteilt...
Nun gibt`s das Trockenfutter nur noch eingeweicht und gelegentlich mal etwas Nettes aus der Dose - Ich kann dir garantieren, das der Wasserhaushalt unserer Plüschis sowas von in Ordnung ist!!

P.S.: Auf guten Trockenfutter-Produkten ist übrigens auch vermerkt, das man die Kroketten einweichen kann/sollte und/oder es werden Tipps gegeben, wie man Katzen zum trinken animiert...

Bis später, Peter...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #4
Keine Diskussion und auch kein wissenschaftlich fundierter Beitrag,
nur kurz wie ich es mache und darüber denke: :wink:

Meine Katzen haben die Wahl zwischen 2 x täglich Nassfutter aus der Dose
1 Schälchen Trockenfutter jeden Tag welches sie sich teilen müssen
6 Wasserschalen und Trinkbrunnen im und ums Haus herum
morgens Katzenmilch abends Quark/Joghurt

"Barfen" können sie selber nach belieben, weil es Freigänger sind,
Wald, Wiese und div. Teiche liegen direkt hinterm Gartenzaun.

zum Trockenfutter
ich bin mir nicht so sicher, wie schlecht es wirklich ist, denn meine Fellis haben ja die Wahl es zu fressen oder nicht - eine frisst fast nur Trockenfutter und die anderen sehen es wohl als Zwischenmahlzeit, Snack oder einfach Knabbervergnügen.

Ist in den Augen vieler vlt. Quatsch, aber ich habe für mich entschieden, wenn ich einem Tier die Wahl lasse, wird es schon wissen was es mag. Ich achte aber darauf, dass Getreide, Konservierungsstoffe und Zucker nicht im angebotenen Futter sind und wähle auch die Marken, die sinnvolle Zusatzstoffe, wie Taurin, enthalten.

Den Kampf mit Missy, weil ich will, dass sie Nassfutter frisst, habe ich aufgegeben, sie hat den längeren Atem. Dafür sorge ich dafür, dass sie unter Beobachtung zusätzlich trinkt :smile:




.
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #5
Gibt es Mäuse, die, der Beschaffenheit nach, Trockenfutter gleich kommen?
Ich glaube nicht..

Das Problem, welches ich damit habe, ist, das Katzen keine großen Trinker sind und das Durstgefühl, wie wir es haben, nicht kennen.
Katzen trinken, wenn die Nieren das erste Signal senden..in meinen Augen ist es dann "zu spät".

Zu meinen zweien:
Als es noch Trockenfutter gab (zur Umstellung) haben beide getrunken.. ich dachte immer, dass das viel sei.. na ja, der Wasserhaushalt einer Katze benötigt bei einer Fütterung von reinem Trockenfutter so viel Wasser, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dieser ausreichend gedeckt wird.
Ich hab hier viel dazu gelernt und Trockenfutter gibt es bei uns allerhöchstens als Leckerchen.

Und ja, auch ich hab mich im Internet schlau gemacht - und aufgrund der Erkrankung meines Kates an Oxalatkristallen habe ich auch diverse wissenschaftliche Arbeiten zum Thema gelesen.
Also nicht nur aus irgendwelchen Foren "gelernt" - wobei mir hier schon oft weitergeholfen wurde!

Trockenfutter ist in meinen Augen, die am schlechteste Art, einer Maus gerecht zu werden.
Auch Dosenfutter ist vielleicht nicht gerade das Optimum, aber eher artgerecht, als das Trockenfutter.

Außerdem besteht doch Trockenfutter immer irgendwie aus Kohlenhydraten, wie sollten denn bitte die Bröckchen zusammenkleben? - Selbst, wenn kein Getreide drin ist, ist es mindestens Kartoffel.
Klar, eine Maus hat auch Grünzeugs im Magen - aber überlegt mal, was in so einen kleinen Magen passt.. :-D
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #6
Leider hast du in dem Thread meine letzte Antwort nicht weiter beachtet, daher nochmal die Links.

Herstellungsverfahren Trockenfutter (entsprechend der Patente):


Und was zum Nachdenken:


Angefeuchtetes Trockenfutter? Hm. Sag dir der Begriff Mykotoxin was? Genau lesen, please....


Grüße, Mia
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #7
Moin Freunde der schreibenden Zunft...

Gibt es Mäuse, die, der Beschaffenheit nach, Trockenfutter gleich kommen?
Ich glaube nicht..
Man kann Trockenfutter nicht mit Mäusen oder mit Nassfutter vergleichen. Schließlich kommt auch keiner auf die Idee, humane Sondennahrung in Relation zu Schnitzel und Pommes zu setzen.

...ja, der Wasserhaushalt einer Katze benötigt bei einer Fütterung von reinem Trockenfutter so viel Wasser, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass dieser ausreichend gedeckt wird.
Wird er - Ist `n einfache und paxisnahe Berechnung...

Und ja, auch ich hab mich im Internet schlau gemacht - und aufgrund der Erkrankung meines Kates an Oxalatkristallen habe ich auch diverse wissenschaftliche Arbeiten zum Thema gelesen.
Ich muss mich jetzt erst mal wieder klug lesen.
Ich hab´ jedoch relativ schnell herausgefunden, das Steine/Gries/Kristalle grundsätzlich bei Tieren aller Alterstufen vorkommen, aber besonders zahlreich im mittleren Alter auftreten. Auffällig ist die Häufung in der Altersgruppe 2 bis 7 Jahre.
Und das einige Rassen (Kartäuser, Britisch Kurzhaar und Maine Coon) anfälliger sind als andere...
(Quelle: )

Außerdem besteht doch Trockenfutter immer irgendwie aus Kohlenhydraten, wie sollten denn bitte die Bröckchen zusammenkleben? - Selbst, wenn kein Getreide drin ist, ist es mindestens Kartoffel.
Naja, es geht - So weist z.B. Iams Adult Ocean Fish (Trockenfutter) einen Kohlehydrateanteil in der Trockensubstanz (also ohne Wasser) 32%, Hermanns Katzenfutter Fisch (Nassfutter) 20% in der Trockensubstanz auf.

Herstellungsverfahren Trockenfutter (entsprechend der Patente)
Nö, kenn´ ich schon - Ich bin auch drüber gestolpert, als im Forum geschrieben wurde, dass das Trockenfutter viiiiel zu heiß gebacken wird. Das Paten ist veraltet und die großen Hersteller wenden das selbe Herstellungserfahren an wie die Müsli-/Cerialienhersteller. Habe ich das oben im Thread nicht erwähnt?

Kommerzielles Tierfutter und Folgeschäden
Wie kann ich diesen Text kommentieren! Mmmh... Wenn ich dessen Inhalt wirklich verinnerlichen würde, müsste die Katze wieder zu einem 100%igen Freigänger werden und selbst für seine Ernährung sorgen. Das wiederum bedeutet, das ihre Lebenserwartung sinkt...
Ich kenne weder den Autor noch seine Ziele! Ist er ein "Gutmensch"? Oder wurde er von Mars "angepisst"?
Das muss jeder für sich selbst entscheiden...

Angefeuchtetes Trockenfutter? Hm. Sag dir der Begriff Mykotoxin was? Genau lesen, please....
...hab´ ich. Ich möchte den Text nicht sezieren und/oder der Auslegungsklauberei frönen. Ich nehme an, die Gefahr ist real. Für Mensch und Tier...
Aber wenn ich mir auch noch um Schimmelgifte Sorgen machen müsste, dürfte sogar ich weder Getreide, Gemüse noch Obst zu mir nehmen.
Nein, in heimischer Ernährung lauert für Mensch und Tier immer irgendeine Art von Gefahr.
Im Falle von Katzen ist's in Dosenfutter vielleicht Toxine hervorgerufen durch Konservierungsstoffe, im Trockenfutter eventuell Mykotoxine und beim BARFEN sind`s ggf. Parasiten, verursacht durch einen zweifelhaften Metzger.
Oder die Katze knabbert an der falschen Zimmerpflanze, erstickt in einem geklappten Fenster, trocknet im Trockner oder wird Opfer von verschrobenen Genüssen eines 230V-Kabels...


So, ich kümmere mich jetzt mal etwas um die CaOx-Steine oder um's Struvit. Kommt drauf an, was zuerst kommt...

Bleibt neugierig - Bis später...

Peter
 
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  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #8
Gibt es Mäuse, die, der Beschaffenheit nach, Trockenfutter gleich kommen?
Ich glaube nicht..
Gibt es denn Nassfutter oder BARF, das einer Maus gleichkommt? Das sind doch ALLES nur mehr oder minder verzweifelte Versuche, dem Beutetier einer Katze nahezukommen...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #9
Und was ist der besserere verzweifelte Versuch? :roll:
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #10
Nuja, meine verzweifelten Versuche gehen dahin, meinen Kater zumindest genügend Feuchtigkeit zukommen zu lassen.

*flitz*
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #11
Und was ist der besserere verzweifelte Versuch? :roll:
Verzweiflung bleibt Verzweiflung - :lol:
Was die bessere Variante ist, entscheidet der Katzenbesitzer und in zweiter Linie erst die Miezekatze...
Hängt wohl mehr von der Einstellung ab. Hat halt alles Vor- und Nachteile...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #13
Du meinst also, ich soll die Beurteilung über korrekte Fütterung meiner Katze in die Hände einer Frau Haase aus Chemnitz legen, die in ihrem Impressum folgendem Text veröffentlicht:

"...Gleichwohl übernimmt Hauspuma.de keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der bereit gestellten Informationen. Die Inhalte externer Links werden von uns nicht geprüft."

Als weitere Quelle gibt sie neun Bücher an, von denen ich noch nicht einmal weiß, ob sie sie gelesen und/oder verstanden hat oder einfach nur als Dekoration in ihren Regalen nutzt.

Wenn Dir das reicht, ist's okay, Mir ist's nicht genug!
 
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  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #14
Na ja, es entscheidet zum Glück wirklich jeder selbst...also viel Erfolg...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #15
Och, wird` schon klappen - Ich darf schließlich auf Erfahrung zurückblicken...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #17
Gibt es denn Nassfutter oder BARF, das einer Maus gleichkommt? Das sind doch ALLES nur mehr oder minder verzweifelte Versuche, dem Beutetier einer Katze nahezukommen...
Die Frage ist, ob das, was Katzen in der "Natur" erbeuten, auch das ist, was sie brauchen. Mäuse sind eine Cliché-Beute, weil Katzen schon seit Urzeiten dagegen eingesetzt wurden. Aber warum erbeuten Katzen Mäuse? Die Dinger sind eben leichte Beute. Aber deswegen keine ideale Ernährung. Vorallem, wenn man bedenkt, wo so manche Maus zu Lebzeiten war.

Zum Thema Barf als "natürliche" Ernährung, . Denn es wird ja bei weitem nicht nur mit der natürlichen Beute der Katze gebarft. Im Gegenteil, es wird sich der Kopf zerbrochen, wie viel Rinderblut man welche Zusatzstoffe beimischen soll, und dann weiß ich nicht, wie viel natürlicher oder artgerechter das sein soll, als Brekkies.

Was das Trinken angeht, weiß ich auch nicht, woher manche "Experten" das "Wissen" herholen, Katzen würden nicht genug trinken. Meine saufen mir wöchentlich das Aquarium leer (ein Kleines, zugegeben). Es mag trinkfaule Katzen wie auch trinkfaule Menschen geben, aber es stirbt auch kein Mensch daran, mal weniger als die empfohlenen 2 oder 3 Liter pro Tag zu trinken und sich trotzdem weitgehend "trocken" zu ernähren. Ich hab mein Leben lang zu wenig getrunken und zu viel Mist gegessen, aber meine Blut- und Leberwerte stehen denen eines Fitness-Coachs in nichts nach.

Der größte Unterschied zwischen Barf (englisch für Kotze), Nassfutter und Trockenfutter ist doch die Form. Weil ein Eintagsküken natürlicher aussieht, weil man ihm sein grausames Schicksal im Gaskasten oder im Schredder noch in den Augen ansieht, während man es fröhlich seinen Katzen verfüttert und zeitgleich im Meckerthread "die Bestie Mensch" wegen anderer Dinge anklagt, ist es nicht gesünder, als ein Sack Purina - und wenn dann noch alles mögliche beigemischt werden muss, weiß ich erst recht nicht mehr, was so natürlich daran sein soll. Wird sich eigentlich auch mal gefragt, wo diese Küken, Mäuse und so weiter herkommen, und wie so industrielles (Klein)vieh ernährt und mit der Chemiekeule verkloppt wird? Ich hab lieber, dass meine Katzen ein bisschen zu wenig trinken, als dass sie irgendwelche Antibiotika- und Pestizidrückstände aus Batterieküken und Massentierhaltungsrinderblut aufnehmen.

Sowieso finde ich die Debatte über die ideale Ernährung lächerlich (und wen gehts was an, wie andere ihre Katzen ernähren?). Auch Menschen leben und ernähren sich niemals unter Idealbedingungen, aber deswegen werden sie noch lange nicht allesamt krank oder unglücklich. Im Gegenteil, wir werden immer älter und leben immer ungesünder. Teils wird hier so getan, als sei Trockenfutter ein Todesurteil. Wenn eine Katze wegen Trockenfutter stirbt oder schwer krank wird, war das Futter wohl bestenfalls der Auslöser.

Meine Katzen sind aktiv, ihr Fell glänzt, sind selten krank, und sie trinken genug und bekommen ausschließlich Trockenfutter und deswegen lasse ich mir von irgendwelchen Fremden, die meinen, alles besser zu wissen und jede einzelne Katze zu kennen, keine Vorhaltungen machen.
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #18
@Mrrrau Miep - DAS ist doch mal sowas von einem sympathischen Beitrag (ohne Sarkasmus), der mir aus der Seele spricht! Sehr schön geschrieben. Du findest meine Zustimmung!!
Aber ich denke mir, das der Begriff "Maus" hier wohl mehr der Platzhalter für die sonst üblichen Beutetiere einer mitteleuropäischen Mietzekatze fungiert.

@Theresia - Wir hier Zuhause füttern unser Katzen mehr nach dem "Quer-Beet-Prinzip": Circa 60% Trockenfutter (in der Regel eingeweicht), 30% Nassfutter (Animonda Carny) und in 10% fällt bestimmt etwas Geflügel (roh) ab.

Da wir seit Anbeginn unseren Katzen mehrere Trinkgelegenheiten anbieten, kann auch ich nicht behaupten, das die Biester zu wenig trinken: Die (alle Drei!) zieh'n sich vielleicht das H2O rein!!!!

Ich bin aber auch der Meinung, dass...
1. ...das Trinkverhalten wohl eine "Erfahrungssache" ist. Schon als Welpen hatten unsere die Möglichkeit, überall und immer trinken zu können.
Ich habe des öfteren schon gelesen, das Katzen, bei denen sich die Menschen auf die Wasserzufuhr via Nahrung verlassen haben, die späterer Darbietung von Trinkgelegenheiten kaum frequentiert haben.
2. ...die Theorie, das Hauskatzen als ehemalige Wüstenbewohner keine oder nur ungern Trinkmöglichkeiten aufsuchen, nicht mehr aktuell ist. Katzen begleiten den Menschen seit einigen tausend Jahren: In dieser Zeit haben sie sich dem Klima außerhalb der Wüste anpassen müssen, das Futterspektrum hat sich geändert und sie haben für den Menschen angefangen zu "Sprechen"! Und ausgerechnet ein Evolution-Rest wie "Denk' dran, Du darfst nicht überall trinken" soll sich zum Nachteil der Hauskatze erhalten haben? Naja...

Bis später - Peter
 
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  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #19
da haben sich nun wirklich zwei gefunden :mrgreen:

aber hauptsache man taucht mit neuem nick hier auf :lol:

ich wünsche den experten weiterhin viel spaß hier...
 
  • Katzenfutter - Neutrale Betrachtung Beitrag #20
Naja, meine neutrale Betrachtensweise wird dadurch getrübt, dass hier erst ein Thread angefangen, sich dann gelöscht und wieder neu angemeldet wird.

Aber zum Thema wäre diese Dissertation nicht uninteressant: - insbesondere ab Seite 80, da wird auf die Fütterung und den Zusammenhang mit Harnsteinen eingegangen.

Ich nehme die Weisheit, meine Katzen nur mit Nassfutter zu ernähren, aus der Natur. Denn ich habe noch nie eine Katze gesehen, die eine mumifizierte Beute gefressen hätte. Selbst wenn ein totes Beutetier im Hof liegt, geht da keine Katze mehr bei.

Meine Outdoors, die sich ganz sicher frischmausbarfen, lassen das für sie immer bereitstehende Trockenfutter übrigens links liegen. Lediglich in der Scheune, wo abgerissene Durchwanderer Rast machen, wird Trockenfutter gefressen. Diese Katzen sind auch mehr als dreiviertel verhungert.

Leute, die Notfellchen von mir adoptiert haben, meldeten sich aufgeregt, weil die Katzen kein Trockenfutter anrühren. Na wie denn auch, sie sind es nicht gewohnt.

Dafür bekomme ich immer Komplimente, weil die Katzen ein außerordentlich tolles und weiches Fell haben. Irgendwo muß man die bessere Ernährung ja sehen bzw. spüren können.
 
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