Zusammenfassend:
Hohe Konzentration von Phytaten, die Mikronährstoffe chelieren und über den Darm ungenutzt ausscheiden. Chia-Samen liefern keine Mineralien/Spurenelemente, sie rauben sie dem Stoffwechsel. Vitamin B6 Gehalt ist hoch,a ber aus pflanzlichen Quellen kaum resorbierbar. Genau solche Aspekte werden u.a. Getreiden angelastet und dort die Rote Karte gezückt. Gegenmaßnahmen: Über Nacht wässern und das Einweichwasser wegschütten und oder Ankeimen der Samen. Das reduziert die Phytate, setzt sie nicht auf Null. Hitze beseitigt Phytate nicht vollständig - Backen ist also auch keine vollumfänglich zufriedenstellende Lösung zumal die Hitze den mehrfach ungesättigten Fetten nicht gut tut und bei hohen Temperaturen Trans-Fette und Acrylamid entstehen können.
Die schleimige Barriere, die durch Pinole ensteht, beeinträchtigt die Verdauung, Fett-Aufnahme und Proteinverdauung.
Studien an Menschen und Tieren zeigten erhöhte Werte von Entzündungsmarkern. Dies deutete auf allergische Reaktionen, systemische Entzündung und Leaky-Gut-Syndrom hin.
Mit rund 23,3/100g mehrfach ungesättigten Fetten, davon 17,6g Alpha-Linolensäure ist erstens die Menge an mehrfach ungesättigen Fettsäuren zu hoch, als dass man Chia als gesund bezeichnen könnte (mehr als 10g/d gelten als riskant und die scheinbar nützlichen pflanzlichen Omega-3-Fettsäuren werden nur zu einem minimalen Anteil in EPA/DHA umgewandelt, die alleine das Eicosanoidsystem im Körper positiv beeinflussen können. Unter Strich ergibt sich bezogen auf die bioresorbierbaren Fettsäurestrukturen eine miserable n6:n3-Bilanz und der Chia-Müll sollte eurer Küche fernbleiben.