ui. *schluck*. die antwort von der katzenhilfe war doch eher ernüchternd- ich zitiere mal:
ganz ehrlich? Ich würde Ihrer Patches keinen kätzischen Kumpel zumuten wollen. Sie wuchs ohne Katzengesellschaft auf und zeigte im Tierheim entsprechende Reaktionen. Sie ist unheimlich selbstbewusst, wahrscheinlich ein "Prinzesschen". Mein Kater Carlos ist eine absolute Diva. Er wurde mir vermittelt als "unheimlich sozial" - das Gegenteil ist der Fall. Nur, was tun? Wir konnten ihn ja schlecht wie ein Gepäckstück zurückgeben oder wie irgendeine Sache umtauschen. Was folgte, war ein langer, sehr langer Weg der Integration mit vielen Kompromissen. Auch heute ist er nicht wirklich Katzenfreund, sondern toleriert allenfalls meine anderen Katzen. Glücklicherweise haben wir genug Platz, damit sich alle verteilen können. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich diesen Einzelgänger nicht aufgenommen, weil es nicht wirklich 100 %ig passt.
Soweit Sie die Möglichkeit haben zu separieren, kann ich Ihnen - ohne Gewähr! - vorschlagen, es mit einem Pflegekätzchen zu versuchen. Das kann dann wie folgt aussehen: 2 Dominante: 1. Sie prügeln sich bis aufs Blut und einigen sich nicht. 2. Sie prügeln sich, bis die Rangfolge geklärt ist; dann kann ein Zusammenleben möglich sein. 2. Alternative: 1 dominante Katze (Patches), 1 unterwürfige: 1. Die unterwürfige Katze wird irgendwann nach vielen Dreschereien (ich weiß, wovon ich rede), toleriert. 2. Die unterwürfige Katze wird nicht toleriert und ihr Lebtag verdroschen.
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, wenn ich solch deutliche Worte wähle. Der Mensch spielt ja immer ein bisschen Gott, wenn er Katzen vermittelt oder aufnimmt oder vergesellschaften will. Und daher sehe ich mich in der Pflicht, Sie über die Möglichkeiten aufzuklären.
Ich habe dann folgendes geantwortet:
"ich danke Ihnen für die direkten Worte! Alles,was wir um den heißen Brei herumreden hilft ja den Mietzen auch nicht weiter. Wir sind auch hin- und hergerissen, inwiefern wir Patches mit so einem Versuch einen Gefallen tun würden. Momentan sind wir geneigt, es eben aus den von Ihnen genannten Gründen nur mit einer Katze zu versuchen,die momentan in einer guten Pflegestelle lebt. Das Tierheim, aus dem wir Patches geholt haben,war zum Beispiel so furchtbar,dass ich niemals eine Katze guten Gewissens dahin zurückgeben könnte. Mal ganz abgesehen davon,dass es immer schwer sein würde,ein Tier zurückzubringen.
Wir glauben, auf einen Versuch käme es an. Wir Katzenbesitzer träumen natürlich alle irgendwie von zwei friedlich kuschelnden Katzen,aber auch jemand zum Spielen und ( natürlich unblutigen!!) Raufen wäre für Patches ja eventuell eine tolle Bereicherung ihres Katzenlebens.
Sollten Sie also von einer Katze wissen/hören,die für einen Vergesellschaftungsversuch in Frage käme,würden wir sie gern kennenlernen. Wir würden es auch nur wagen,wenn wir bei der zweiten Katze den Eindruck hätten,dass es wirklich klappen könnte.
Es ist ein hohes Risiko und vielleicht haben wir am Ende zwei gestresste Katzen,die sich überhaupt nicht leiden können- das wäre natürlich extrem schade! Aber unsere Maus ist noch so jung- und einen Versuch wollen wir doch unternehmen!"
es ist halt einfach so... Patches war ja nur circa 24 h im Tierheim. Im großen Katzenraum hat sei das erste mal nach anderthalb jahren gleich einen Haufen Katzen gesehen. Dass sie da nicht jubelschreiend auf die Mietzen losgestürmt ist,halte ich für normal und erwartbar. In dem anderen Minikabuff, in dem sie hockte, saßen ja auch zwei andere Katzen- die fand sie nicht berauschend,aber Mord- und Totschlag gab es ja auch nicht.
Ich möchte einfach überzeugt sein, dass Patches auch in einer ungestressten Situation bei uns daheim keine Gesellschaft möchte - dann kann ich ruhigen Gewissens eine Einzel-Prinzessin haben. Aber wie gesagt- sie ist noch so jung!Sie ist sooo verspielt - ich will es einfach versuchen.
Findet ihr das richtig? Wie würdet ihr handeln?