So spontan fällt mir die Gesundheit ein.
Nirgends anders, wird im Vorfeld so viel Wert auf die Gesundheit gelegt, bevor verpaart wird. Es werden sämtliche Untersuchungen auf Erbkrankheiten gemacht, es wird medizinisch unterstützt, kranke Tiere werden behandelt oder eingeschläfert, es wird Vorsorge betrieben (Impfung/Wurmkur) , es wird frühkastriert, die Kitten gehen nicht in Einzelhaltung usw.
Ich sehe das als großen Vorteil, den Katzen gegenüber, die nicht seriös gezüchtet wurden, die sich allein durchschlagen müssen.
Bei der ganzen Diskussion muss man viel weiter ausholen und zurück zu den Wuzeln gehen.
Katzen sind seit Jahrtausenden Kulturfolger.
Seit dem 20.Jahrhundert werden sie von Menschen nach bestimmten Standarts und Merkmalen gezüchtet.
Sie konnten sich also eigenständig über Jahrtausende erfolgreich reproduzieren, was im Endeffekt bedeutet, dass es keine Gendefekte gab, die so tiefgreifend waren, dass die Katze ausgestorben wäre.
Dann kommt der Mensch und fängt an zu experimentieren. Immer mehr Erbkrankheiten entstehen. Manche davon sind erwünscht, weil sie mit einer gewünschten Optik einhergehen. Andere sind nicht erwünscht, weil sie die Tiere vor der Zeit töten oder einfach nicht gut aussehen.
Erst an dieser Stelle musste bei der Verpaarung das Augenmerk auf die Gesundheit gelegt werden. Das Problem ist also von den Züchtern selbst erschaffen worden.
Die Frage ist jetzt, wie verfährt man weiter, weil ein Status quo ante lässt sich schlecht wieder herstellen.
Dass Züchter aber dafür Sorge tragen,Tieren das Auftreten von Erbkrankheiten zu ersparen, sehe ich als Schadensbegrenzung innerhalb des eigenen Wirkungskreises. Über letzteren hinaus ist der Schaden bereits so groß, dass man ihn nicht mehr richten kann.
Die Vorsorge findet in den Reihen einiger weniger Katzenproduzenten statt. Ich denke das kann man vernachlässigen.
Und um die Gesundheit von Tieren wird sich auch an vielerlei anderen Orten gekümmert. Sogar bei den sogenannten Vermehrern gibt es viele, die Impfen und früh kastrieren.