Ich finde es nur schwierig, dass in einem Forum als Lösung zu verbreiten. Du weißt, wie viele Leute das lesen, die auch Wildpinkler haben. Bei denen es eben andere Ursachen hat. Deren Katzen weniger egomanisch sind (wobei ich bei Floyd eben immer noch denke, hier liegt was anderes zugrunde, nach dem, was ich bislang gelesen habe). Und die dann fern jeglicher vertieften Kenntnis der richtigen Technik des Nackengriffs, der psychischen Situation ihrer Katze und der Gründe der Pinkelei genau das anwenden. Deswegen sicher auch - und doch auch zu recht - die teilweise sehr heftigen Reaktionen hier.
Moment mal, erstens hab ich nie davon gesprochen, daß ich die unumstößliche Ursachen oder Lösungswege für alle Katzen kenne. Ich habe immer betont, daß die Ursachen und das Verhalten bei jeder Katzen anders aussehen können. Umso wichtiger finde ich es, daß man sich viel mehr darüber im Einzelnen austauscht und vor allen ... das es nicht wie bisher, keinerlei Tabuthemen gibt.
Und was die Reaktionen betrifft, nun ich denke, zum einen bin ich wohl selbst daran schuld, weil ich viele Dinge die ich für selbstverständlich halte, gar nicht erste erwähne. Offensichtlich sehen das nicht alle so. Schlimm finde ich es allerdings, wenn einige User meine Beiträge gar nicht richtig lesen oder vielleicht auch nicht verstehen wollen. Denn das ständig und wiederholt auf Dinge herumgeritten wird, die ich schon zig mal beantwortet habe, muß ja eigentlich nicht sein.
Ich finde das wie gesagt falsch. Es sind so viele Faktoren dabei zu berücksichtigen. Ich kannte eine unglaublich hochaggressive Katzendame, die alles und jeden angefallen hat, und ebenfalls gestrullt hat, als gäbe es kein Morgen, die letztendlich ein Problem mit der Schilddrüse hatte. Ich kenne Angstpinkler. Ich kenne nierenkranken Katzen. Ich kenne Katzen, die dermaßen schlecht sozialisiert wurden, ich kenne sensible Katzen....für keine dieser Katzen wäre das der richtige Weg gewesen.
Siehst Du, auch hier wieder ... einige Deiner Beispiele sind krankheitsbedingt. Und ich habe ganz klar und deutlich geschrieben, daß ich mich damit nicht auseinandersetze weil sowas ohnehin vorher geklärt werden muß und ich damit auch keine Erfahrung habe. Ich habe geschrieben, daß es bei einen
dominanten Verhalten nicht ausreicht mit Zuneigung und Verständnis zu antworten. Aber genau das wird pausenlos und immerzu in vielen Internetforen propagiert.
Es ist letztlich immer wieder das Selbe ... da kommt ein User mit einen Markierungsproblem ... bsw. in der Form von ... bla bla bla, war beim
Tierarzt, konnte trotz umfangreicher Untersuchung nichts finden, Kater treib mich in den Wahnsinn, pisst in der ganzen Wohnung vor meinen Augen. Antwort Nummer eins: Warst du schon beim
Tierarzt. Antwort Nummer zwei: Vielleicht einfach mal das Katzenstreu wechseln. Antwort Nummer drei: Würde noch ein zusätzliches Kaklo aufstellen. Antwort Nummer vier: Stellplatz des Kaklo wechseln. "Provokante" Antwort fünf: Würde Wasserspritze benutzen.
So in der Art läuft das fast immer wieder ab. Nicht ein Wort über die eigentlichen Ursachen und vor allen, kein Wort über so wichtigen Dinge wie das Katzenverhalten an sich.
Und ich hab halt ein Problem mit dem Gehorsamsding, mit Bestrafung insgesamt bei Tieren. Auch resultierend aus einer intensiven Beschäftigung mit Hunden, dem "Gehorsamstier" schlechthin.
Du weißt, was ich meine?
Jepp, ich weiß was Du meinst. Aber ich kann es immer wiederholen. Hier geht es nicht um Gehorsam oder Bestrafung. Ich meine, einen Hund ist es bsw. auch nicht gedient, wenn man auf sämtliche Erziehung verzichtet und er buchstäblich tun und lassen kann was er möchte. Auch in der Hundeerziehung macht man sich letztlich das natürliche Rudelverhalten des Hundes zu Nutze und zwar zum gegenseitigen Vorteil. Der Hund weiß wo er steht, was ja letztlich auch für ihn das Leben deutlich vereinfacht und der Mensch hat keine Probleme. Bei Katzen ist es im Kleinen ganz ähnlich.