Hallo ihr Lieben,
also ich hatte es ja schon mal versucht und vor 5 Tagen den nächsten Versuch gestartet...oh man...
Also mein Kleiner,mittlerweile 18 Wochen alter Maine Coon frisst nuuuuur Trockenfutter. Seit ich angefangen hatte es einzuweichen hat er auch nur noch eingeweichtes bekommen, also so richtig schön eingeweicht.
Ich hatte nun beim 2. Versuch wieder EIN STÜCK Nassfutter gemanscht runter gemischt, er hat es nicht angerührt. Nachdem er jetzt 2 ganze Tage NICHTS gefressen hat und nur noch schlapp vorm Napf saß dran geschnuppert hat und sich weg gelegt hat habe ich es nun wieder aufgegeben...ist mir echt nichts.
Nachdem ich mich hier im Forum eingelesen hatte und von vielen Seiten hörte ich schädige meine Tiere und sie werden mit dem Futter nicht alt war ich vorgestern auf einer Rundreise durch unseren Bezirk, habe sage und schreibe 13 Tierärzte aufgesucht und mich zum Thema Gesundheitsschädigung durch Trockenfutter erkundigt und KEINER hat gesagt das stimmt???? Mit Billig-Trockenfutter ist das durchaus richtig, das wichtige Stoffe nicht zugeführt werden etc, aber mit hochwertigem Trockenfutter ist auch eine Alleinfütterung nicht schädlich. Das war vor 30 Jahren, als Trockenfutter tatsächlich zu wenig Stoffe hatte, nicht ausgereift war und viele Katzen dadurch gesundheitliche Schäden bekommen haben.
Bis auf 2 haben mir mitgeteilt, dass Sorten wie Royal Canin absolut in Ordnung sind und haben mir auf Anfrage gesagt, dass ich dazu also nicht das Trockenfutter von ihnen kaufen müsse (hatte jedes Mal angefragt um die Behauptung zu überprüfen, dass auch Tierärzte mit der Futtermittelindustrie unter einer Decke stecken und ihre Produkte einfach nur verkaufen wollen)
Auf das Argument mit dem Wassermangel bekam ich von allen die Antwort(jedes Mal natürlich unterschiedlich ausführlich und mit anderem Wortlaut), dass wenn ausreichend Wasserquellen zur Verfügung stehen, die Katzen sich die benötigte Wassermenge holen. Erst wenn durch den Hautfaltentest (Hautfalte zieht sich nicht zurück nach dem leichten hochziehen), ein Flüssigkeitsmangel ersichtlich wird ist es wahrscheinlich, dass die Katze sich selbst zu wenig Wasser zuführt (natürlich mit der Vorraussetzung das keine Krankheit etc. der Verursacher des Flüssigkeitsmangels ist)
Bei jedem dieser Tierärzte fragte ich auch nach der Richtigkeit der Aussagen der anderen Tierärzte...
Dieses Unterfangen kostete mich bei einigen Ärzten Geld, bei anderen bekam ich die Beratung kostenfrei.
Weiter war ich dann gestern in einer "Praxis" für Ernährungsberatung in Weißensee und erkundigte mich dort, da es ja öfter hier im Forum hieß "Tierärzte sind keine Ernährungswissenschaftler". Ich ging also mit der Erwartung hin, mir fundamentierte Nachweise zu holen, dass Trockenfutter wirklich so schädigend ist und (falls ich überzeugt werde)wie ich mein Tier umstellen kann ohne den Gesundheitszustand so zu schädigen wie es in den 2 Tagen war als der Kleine nichts gefressen hat...Das Ergebnis:
Das heutige Trockenfutter (hochwertig, auch Royal Canin) ist weiterentwickelt, dem Bedarf der Katze schon soweit angepasst, dass man nicht mehr von genereller Gesundheitsschädigung sprechen kann. Es also auch als Alleinfutter mit ausreichend Wasserquellen gefüttert werden kann.
Auf meine Frage "Was mit dem häufig gebrachten Vergleich: Auch wir Menschen könnten uns nur von Pizza und Burgern ernähren und trotzdem ist es nicht gut" Bekam ich die Antwort: Das trifft auch voll auf die Futtermarken wie Brekkis zu, die mit minimalen Nährstoffen etc. für die Katze angereichert sind. Das hochwertige Trockenfutter kann man so vergleichen "Früher haben sich die Menschen auch nur von Früchten und erlegtem Wild ernährt, heute gibt es Soßenbinder, aus Getreide gefertigte Nudeln, die erst gekocht werden müssen, behandelte Trockenfrüchte und sogar Bioobst etc. ist nicht komplett unbehandelt und trotzdem leben wir "gesund"...
Mein Fazit:
Alle Argumente die ich gegen Trockenfutter erhalten habe sind auf Links zurückzuführen die ich hier erhalten habe, erschienende Artikel von Einzelpersonen im I-Net, aber jeweils ohne Langzeitstudien, wissenschaftliche Ergebnisse und mit dem Argument "früher lebten die Katzen in der Wüste, tranken wenig und in der Wildnis gibt es ja auch kein Trockenfutter" (pauschal zusammengefasst).
Also, ich habe jetzt für mich beschlossen, dass ich aufhöre mir einzureden ich töte mein Tier langsam, tue ihm schlimmes an und bin eine schlechte Katzenmama, bis mir mit eindeutigen undwiederuflichen wissenschaftlich fundierten Ergebnissen wirklich bewiesen wird, dass Hochwertiges!!!! Trockenfutter so schädlich ist.