Meine Recherche zu TroFu

Diskutiere Meine Recherche zu TroFu im Allgemeine Ernährung Forum im Bereich Katzenfutter; Hallo ihr Lieben, also ich hatte es ja schon mal versucht und vor 5 Tagen den nächsten Versuch gestartet...oh man... Also mein...
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Jess

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Hallo ihr Lieben,

also ich hatte es ja schon mal versucht und vor 5 Tagen den nächsten Versuch gestartet...oh man...

Also mein Kleiner,mittlerweile 18 Wochen alter Maine Coon frisst nuuuuur Trockenfutter. Seit ich angefangen hatte es einzuweichen hat er auch nur noch eingeweichtes bekommen, also so richtig schön eingeweicht.

Ich hatte nun beim 2. Versuch wieder EIN STÜCK Nassfutter gemanscht runter gemischt, er hat es nicht angerührt. Nachdem er jetzt 2 ganze Tage NICHTS gefressen hat und nur noch schlapp vorm Napf saß dran geschnuppert hat und sich weg gelegt hat habe ich es nun wieder aufgegeben...ist mir echt nichts.

Nachdem ich mich hier im Forum eingelesen hatte und von vielen Seiten hörte ich schädige meine Tiere und sie werden mit dem Futter nicht alt war ich vorgestern auf einer Rundreise durch unseren Bezirk, habe sage und schreibe 13 Tierärzte aufgesucht und mich zum Thema Gesundheitsschädigung durch Trockenfutter erkundigt und KEINER hat gesagt das stimmt???? Mit Billig-Trockenfutter ist das durchaus richtig, das wichtige Stoffe nicht zugeführt werden etc, aber mit hochwertigem Trockenfutter ist auch eine Alleinfütterung nicht schädlich. Das war vor 30 Jahren, als Trockenfutter tatsächlich zu wenig Stoffe hatte, nicht ausgereift war und viele Katzen dadurch gesundheitliche Schäden bekommen haben.

Bis auf 2 haben mir mitgeteilt, dass Sorten wie Royal Canin absolut in Ordnung sind und haben mir auf Anfrage gesagt, dass ich dazu also nicht das Trockenfutter von ihnen kaufen müsse (hatte jedes Mal angefragt um die Behauptung zu überprüfen, dass auch Tierärzte mit der Futtermittelindustrie unter einer Decke stecken und ihre Produkte einfach nur verkaufen wollen)

Auf das Argument mit dem Wassermangel bekam ich von allen die Antwort(jedes Mal natürlich unterschiedlich ausführlich und mit anderem Wortlaut), dass wenn ausreichend Wasserquellen zur Verfügung stehen, die Katzen sich die benötigte Wassermenge holen. Erst wenn durch den Hautfaltentest (Hautfalte zieht sich nicht zurück nach dem leichten hochziehen), ein Flüssigkeitsmangel ersichtlich wird ist es wahrscheinlich, dass die Katze sich selbst zu wenig Wasser zuführt (natürlich mit der Vorraussetzung das keine Krankheit etc. der Verursacher des Flüssigkeitsmangels ist)

Bei jedem dieser Tierärzte fragte ich auch nach der Richtigkeit der Aussagen der anderen Tierärzte...

Dieses Unterfangen kostete mich bei einigen Ärzten Geld, bei anderen bekam ich die Beratung kostenfrei.

Weiter war ich dann gestern in einer "Praxis" für Ernährungsberatung in Weißensee und erkundigte mich dort, da es ja öfter hier im Forum hieß "Tierärzte sind keine Ernährungswissenschaftler". Ich ging also mit der Erwartung hin, mir fundamentierte Nachweise zu holen, dass Trockenfutter wirklich so schädigend ist und (falls ich überzeugt werde)wie ich mein Tier umstellen kann ohne den Gesundheitszustand so zu schädigen wie es in den 2 Tagen war als der Kleine nichts gefressen hat...Das Ergebnis:

Das heutige Trockenfutter (hochwertig, auch Royal Canin) ist weiterentwickelt, dem Bedarf der Katze schon soweit angepasst, dass man nicht mehr von genereller Gesundheitsschädigung sprechen kann. Es also auch als Alleinfutter mit ausreichend Wasserquellen gefüttert werden kann.

Auf meine Frage "Was mit dem häufig gebrachten Vergleich: Auch wir Menschen könnten uns nur von Pizza und Burgern ernähren und trotzdem ist es nicht gut" Bekam ich die Antwort: Das trifft auch voll auf die Futtermarken wie Brekkis zu, die mit minimalen Nährstoffen etc. für die Katze angereichert sind. Das hochwertige Trockenfutter kann man so vergleichen "Früher haben sich die Menschen auch nur von Früchten und erlegtem Wild ernährt, heute gibt es Soßenbinder, aus Getreide gefertigte Nudeln, die erst gekocht werden müssen, behandelte Trockenfrüchte und sogar Bioobst etc. ist nicht komplett unbehandelt und trotzdem leben wir "gesund"...

Mein Fazit:

Alle Argumente die ich gegen Trockenfutter erhalten habe sind auf Links zurückzuführen die ich hier erhalten habe, erschienende Artikel von Einzelpersonen im I-Net, aber jeweils ohne Langzeitstudien, wissenschaftliche Ergebnisse und mit dem Argument "früher lebten die Katzen in der Wüste, tranken wenig und in der Wildnis gibt es ja auch kein Trockenfutter" (pauschal zusammengefasst).

Also, ich habe jetzt für mich beschlossen, dass ich aufhöre mir einzureden ich töte mein Tier langsam, tue ihm schlimmes an und bin eine schlechte Katzenmama, bis mir mit eindeutigen undwiederuflichen wissenschaftlich fundierten Ergebnissen wirklich bewiesen wird, dass Hochwertiges!!!! Trockenfutter so schädlich ist.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #2
Wow, so viel Arbeit und Aufwand.
Von meiner Seite erst mal kein Kommentar, weil ich auch TroFuJunkies habe/hatte und die nicht verhungern lassen will.
Die Fellnasen sitzen was Sturheit und Leidensvermögen angeht einfach am längeren Hebel. :roll:

Bin aber echt gespannt, wie weit dieser Thread jetzt wieder in eine neue Diskussion über Trockenfutter ausartet. ;-)
Aber ist doch schön, dass Du jetzt für Dich entscheiden kannst, wie Du Deine Fellis ernährst und keine schlechtes Gewissen mehr haben musst. :)

LG
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #3
hi

also ich hatte ja das selbe problem mit einer meiner damen...

und hab es auch irgendwann aufgegeben ihr das nassfutter auf zu zwingen.
allerdings habe ich bei ihr weniger das schlechte gewissen weil ich weiß dass sie wirklich genug trinkt (verhältnis TF und Wasser)

allerdings wenn eine katze/kater(gerade diese) so wie meiner eben schon nierenprobleme haben, und du ihnen dann noch Trockenfutter gibst, die wahrscheinlichkeit einfach höher das seine nieren eben nicht mehr so lange mitmachen.

natürlich steht er auch total auf TF und klaut auch immer ein paar die meine dame NICHT isst bzw. über lässt, aber zu 95% bekommt er eben genau aus diesen gründen sonst nur NAssfutter.
zudem trinkt er auch viel zu wenig, egal ob mit nass oder trocken.

so wie du auch habe ich diese pauschal aussagen auch einmal in frage gestellt, dass TF NUR schlecht ist. aber auch ich habe dann im nachhinein solche aussagen gehört dass hochwertig TF eben nicht nur verteufelt werden kann und dieses bekommt sie eben auch und verträgt es vorallem.

alles andere wie Barfen wird mir ja nicht gegessen daheim und somit kann ich mir nur das best möglichste (was natürlich auch gegessen wird) aus dem raussuchen was mir sozusagen zur verfügung steht.

Fazit: du bist nicht allein mit diesem Problem :mrgreen:
und bin mir auch sicher dass es noch genügend anderer damit gibt :)

lg
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #4
Dazu muss ich sagen, das ich auch 2 Tierärzte diesbezüglich gefragt hatte.

Habe denen alle Argumente aus dem Forum genannt ( Wassermangel, in der Natur gibt es kein Trockenfutter, Nierenbla usw. )

Jedesmal erntete ich nur verständnislose Blicke und die Frage ob es dazu eine Wissenschaftlich belegte Studie gibt, denn solange es das nicht gibt ist es alles nur "geschwafel".

Ich habe ja das Glück keinen Trockenfutter Junkie zu haben.

Es wäre echt mal eine "erleichterung" wenn mal jemand eine ernstzunehmende Studie über dieses Thema machen würde, die auf dem neusten Stand ist und man dann zumindestens was handfestes hätte ohne das jedesmal wieder Diskussionen ausbrechen.

Ich denke wenn etwas wissenschaftlich Belegt ist kann man dem schon glauben schenken. Damit meine ich keine Studien von RC sondern von einer "neutralen" Person....
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #5
Ja genau das meine ich, dass würde ich mir auch wünschen.

Das es logisch ist, dass man Tiere so naturgemäß wie möglich halten und füttern sollte ist klar, aber wenn man ein gesundes Tier hat (das ist er) und er einfach Mal nur Trockenfutter frisst von vornerein, dann ist es ebend so und ich habe hier wirklich Wochen gesessen und mir die schlimmsten Vorwürfe gemacht und ihm sogar die 2 Tage angetan und jetzt wird mir von 13 Tierärzten und 1 Ernährungsexpertin mitgeteilt, dass ich es nicht muss...

Wie gesagt, Nassfutter bekommen die anderen 3 die es fressen und der Kleine halt sein eingeweichtes Trockenfutter und hat trotzdem sehr gute Chancen gesund alt und glücklich zu werden und ich setze jetzt einen Haken hinter die Sache.

Mir war der Beitrag nur für die wichtig, die in einer ähnlichen Situation sind und sich Vorwürfe machen und senken sie fügen ihrem geliebten Tier erheblichen Schaden zu...ich glaube das nun nicht mehr.

Ich halte sie in der Wohnung (nicht naturgemäß), lasse sie nicht jagen und frische Beute wie Mäuse etc. erlegen(alles andere nicht naturgemäß) und versuche trotzdem ihnen das bestmögliche Leben zu geben und ich glaube das mache ich. Ich habe gesunde, spielende, kuschelnde KAter hier von 4 Monaten bis 7,5 Jahren, da wird das wohl nicht total falsch laufen ^^
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #6
Dazu muss ich sagen, das ich auch 2 Tierärzte diesbezüglich gefragt hatte.

Habe denen alle Argumente aus dem Forum genannt ( Wassermangel, in der Natur gibt es kein Trockenfutter, Nierenbla usw. )

Jedesmal erntete ich nur verständnislose Blicke und die Frage ob es dazu eine Wissenschaftlich belegte Studie gibt, denn solange es das nicht gibt ist es alles nur "geschwafel".

Ich habe ja das Glück keinen Trockenfutter Junkie zu haben.

Es wäre echt mal eine "erleichterung" wenn mal jemand eine ernstzunehmende Studie über dieses Thema machen würde, die auf dem neusten Stand ist und man dann zumindestens was handfestes hätte ohne das jedesmal wieder Diskussionen ausbrechen.

Ich denke wenn etwas wissenschaftlich Belegt ist kann man dem schon glauben schenken. Damit meine ich keine Studien von RC sondern von einer "neutralen" Person....

Was ist damit?

[...] Auf der Produktseite von Whiskas betont Mars Petcare, „Ob Feucht- oder Trockenfutter oder eine Kombination aus beidem, alles ist möglich.“ Da Trockenprodukte kaum Wasser enthalten, müsse die Katze deutlich mehr trinken. In der Studie des Mars-eigenen Forschungszentrums rudert das Unternehmen nun zurück: „Mit der Gabe von Trockenfutter wird selbst bei reichlichem Angebot von Trinkwasser nicht das gleiche Niveau erreicht, wie mit der Gabe von Feuchtfutter“, heißt es in der Studie. Studienleiterin Dr. Abigail Stevenson: „Dass die Erhöhung des Urinvolumens ein positiver Ansatz zur Verringerung des Auftretens von Blasensteinen ist, wussten wir schon länger. Nun zeigen wir erstmals in einer umfassenden Untersuchung, dass ein Feuchtigkeitsgehalt der Nahrung zwischen 53 und 73 Prozent optimale Effekte hat.“ Diesen Feuchtigkeitsgehalt in der Nahrung stelle nur Feuchtfutter sicher. [...]



*Edit*: Wobei ich die jetzt schon selber nicht mehr ernst nehmen kann ...

[....] "Feeding only a dry diet was beneficial for oral health in cats and dogs” [...]

dieselbe Quelle
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #7
Okay das ist das erste mal das ich das sehe, sonst wäre es bei den etlichen Diskussionen doch schon öfter verlinkt worden?

Ich les mir das mal durch.

Edit: Die kommen da schonwieder mit dem Zahngesundheits aspekt...also das kommt sogar mir komisch vor..Trockenfutter gut für Zähne ist mist!
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #8
Aber ja, es gibt wissenschaftliche Studien, z.B. eine Dissertation, die an der Uni München angefertigt wurde, die sich auf den Zusammenhang von TF-Fütterung und Blasensteinen bezieht. Leider finde ich den Link nicht mehr. Vielleicht hat den jemand anderes noch.

Mir kommt auf jeden Fall kein TF mehr ins Haus, seitdem ich nach 4 Jahren ausschließlicher TF-Fütterung nun einen Struvit-Kater habe. Und er hat 3 Jahre lang das 'hochwertige' RC und 1 Jahr Applaws und Orijen bekommen. Wenn man mal testet, wieviel Wasser man braucht, um das TF auf NF-Niveau zu kriegen, fragt man sich, wie das gehen soll. Also meine haben nie so viel getrunken, trotz Trinkbrunnen etc.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #9
Der Kleine trinkt sehr viel, ich kann aber nicht 100%ig sagen ob genug, daher bekommt er von mir auch nur eingeweichtes Trockenfutter, Trockenfutter kann man es schon garnet mehr nennen, eher Pampe, aber es ist halt das einzige was er frisst und viel pullern tut er auch, was ja laut Studie gut ist...

Würden sie es fressen gäbe es bei mir auch nur rohes, ordentlich zubereitetes Fleisch, aber so wie sie jetzt ernährt werden ist es auch ok, da lieber so als Futterverweigerung und nein, meine Erfahrung hat gezeigt: Der Hunger treibt nunmal nicht alles rein.

Diese Studie wird ja auch von den Veröffentlichern eher kritisch betrachtet, da nicht unabhängig und es wird nur der Wassermangel kritisch betrachtet und dem beuge ich denke vor.

Die Dessertation würde mich aber interessieren, vor allem auf welcher Basis und Fakten die Ergebnisse zustande kamen.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #11
Danke, Moni :smile:
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #12
Bütteee ...
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #13
Würden sie es fressen gäbe es bei mir auch nur rohes, ordentlich zubereitetes Fleisch, aber so wie sie jetzt ernährt werden ist es auch ok, da lieber so als Futterverweigerung und nein, meine Erfahrung hat gezeigt: Der Hunger treibt nunmal nicht alles rein.

dito!
das ist HIER ganz genauso.

aber diese diskussion wird es wohl immer geben.

ich für meinen teil, habe auch kein schlechtes gewissen mehr.
ich weiß, das Nassfutter die gesündere nahrung ist.

aber ich bekomme in meine oris kein Nassfutter rein.
die katzen müssen halt mitmachen.
und meine, rühren es nicht einmal an, wenn ich auch nur zwei tropfen wasser auf das Trockenfutter gebe. gott sei dank, trinken sie aber "sehr viel".

also gibt es hier orijen und natural cat.

ausserdem biete ich natürlich weiterhin Nassfutter an und probiere aus.

mein fazit:
wenn die katzen barf oder Nassfutter fressen, ist es toll und ich freue mich für jeden, der das hinbekommt.
wenn nicht, dann ist das so!;-) deswegen ist man keine schlechtere "katzenmama".
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #14
Hab mir jetzt mal die Desser durchgelesen. 10-14 % höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass reine mit Trockenfutter gefütterten Katzen Steinchen-Probleme bekommen. Aber auch der reine Nassfutter-Anteil ist hoch und auch RoFu KAtzen sind also betroffen.

Schade für mich ist an der Studie allerdings, dass allgemein von Trockenfutter gesprochen wird, es wird nicht darauf eingegangen, ob hochwertig sowie minderwertiges Trockenfutter gefüttert wurde. Gleiches gilt für Nassfutter, da der Anteil der betroffenen Tiere ja auch sehr hoch ist.

Also für mich fehlen da immer noch sehr viele Daten um von einer aussagekräftigen Studie speziell zu Trockenfutter sprechen zu können.

Meiner Meinung nach wird es bestimmt einen Unterschied zwischen hochwertig und minderwertig geben, es wird bestimmt nicht nur der Wasseranteil sondern auch die Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle beim Erkrankungsrisiko geben, denn sonst wären nicht so viele Dosis betroffen und die Spanne würde weit mehr als 10-13% Unterschied ausmachen.


Versteht mich nicht falsch, ich möchte Trockenfutter nicht verherrlichen, absolut nicht, aber ich wünsche mir, wenn ich mit Aussagen konfrontiert werde, dass diese auch belegt sind und nicht nur einfach daher getroffen werden.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #15
Sicher nicht, Melli. Hungern bei Katzen schädigt zu schnell die Leber - irreparabel und mit tödlichem Ausgang.

Nur: Ganz so einfach ist es mit dem Trockenfutter und der ausreichenden Flüssigkeit wirklich nicht. Da gibt es inzwischen eine Reihe von Studien dazu, die eben einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Art der Fütterung und der Harnkonzentration herstellen. Das ist ja das Problem: Katzen sind Wassersparer, da genetisch immer noch Wüstentiere. Sprich: Wasser ist in ihrem Körper eine arg knappe und sehr wichtige Ressource, die notfalls eben zurückgehalten wird, wenn nicht ausreichend zur Verfügung steht. Sprich: Der Urin wird konzentriert, es wird weniger Flüssigkeit ausgeschieden, mehr im Körper behalten. Dadurch werden die Nieren nicht mehr so gut gespült. Die sog. harnpflichtigen Substanzen bleiben länger in ihnen und können eben Unheil anrichten. Gerade bei einer großen Menge an Spurenelementen, bspw. Calcium, Phosphor, den Abbauprodukten von Proteinen (insbesondere pflanzlichen Proteinen, die der Katzenkörper deutlich schlechter verwerten kann, da dafür die entsprechenden enzymatischen Prozesse fehlen). Hier (und primär hier) ist interessanterweise ein zuwenig an Nährstoffen weniger das Problem als ein zuviel! Unter den entsprechenden biochemischen Bedingungen (bspw. der pH-Wert - auch durch die Ernährung verursacht!) können sich nämlich hier Steine bilden und die Niere dauerhaft schädigen.

Ehrlich gesagt: Ich finde die Aussagen der Tierärzte mitunter doch recht - erstaunlich. Naja.
By the way: Wenn eine Katze schon stehende Hautfalten hat, ist das kein Zeichen mehr dafür, dass sie zuwenig trinkt, sondern schnellstmöglichst Infusionen bekommen muss!

Eher als "Prüffaktor" hinsichtlich der Qualität des Futters und der aufgenommenen Wassermenge sind die Hinterlassenschaften der Katze.
Also: Viel und voluminöser Kot bedeutet, dass die aufgenommene Nahrung eher schlecht verwertet werden kann - es muss viel wieder raus. Bedeutet: geringe Verwertbarkeit des jeweiligen Produkts, die Katze muss entsprechend mehr Nahrung aufnehmen, um ihren Energie- und Proteinbedarf zu stillen.
Pipi: Sofern die Nieren im speziellen und die Katze im allgemeinen gesund sind, sollten täglich drei bis fünf große Pipiböller in der Katzentoilette sein. Dann kann man davon ausgehen, dass die Nieren eingermaßen gut gespült werden.

Bei CNI-Katzen ist es oft so, dass die Nieren eben diese Fähigkeit zur Konzentration des Urins verloren haben. D.h. das Wasser wird trotz eines Mangels dem Körper eben nicht wieder zugeführt. Hier muss man sehr aufpassen, dass es nicht zu Dehydration der Katze kommt, die Menge an Ausscheidungen sind hier kein Kriterium. (Ähnlich ist es bei herzkranken Katzen, bei denen ist der Wasserhaushalt noch mal anders...)
Und: Ein guter Kreatininwert sagt noch nicht so viel über den tatsächlichen Zustand der Nieren aus. In der Regel steigt dieser Wert erst dann an, wenn schon große Teile des Nierengewebes (über die Hälfte) geschädigt ist, oder aber bei heftigen akuten Entzündungen und Vergiftungen.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #16
Danke für diese Infos, es ist gut zu wissen auf welche Symtome man achten sollte und welche Anzeichen wie zu wenig Pipi man beobachten muss. Natürlich ist der Punkt Wasser bei Trockenfutter nicht wegzureden, aber wenn sie nichts anderes fressen, muss man halt versuchen das auszugleichen.

Meiner hat es auch nicht gleich nass gefressen, hier hatte ich den Tipp von Stulle befolgt und mit einem Tropfen angefangen und es immer weiter gesteigert,bis er es als Pampe fras...weiter habe ich ihn aber nicht bekommen.

Da er aber auch 4-5x Pipi macht und neben dem durchweichtem Trockenfutter auch sehr viel trinkt (ebenfalls 3-4x am Tag ausgiebig (zumindest wenn ich es sehe) denke ich, dass dieser Punkt ganz gut läuft.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #17
Probier es auf jeden Fall weiter. Gerade, wenn er noch so jung ist, hast du gute Chancen, ihn umzustellen.
Generell kommen ja noch weitere Kritikpunkte dazu, die jedoch eben nicht alle Sorten gleichermaßen betreffen, bspw. der Anteil an pflanzlichen Stoffen.

Und natürlich gibt es bei jeder Katze ein gewisses Risiko, dass die Nieren erkranken. Die Dinger sind definitiv die große Schwachstelle von Katzen - sie sind winzig klein und müssen so wahnsinnig viel machen. Deswegen sollte man halt das Risiko soweit wie möglich minimieren. Und Steine sind eklig. Wahnsinnig schmerzhaft.

Ich kenn es nur von meinen beiden: Die trinken einfach zu wenig. Ein Trockenfutter-Tag (den ich manchmal einfach habe, weil ich sehr lange weg bin) und ich finde pro Katze nur einen Miniböller Pipi. Trotz gern genutzten Trinkbrunnen und ausreichend Wassernäpfen.
Dazu kommt, dass man die Flüssigkeitsaufnahme nicht überschätzen sollte. In einem Test von Physikern wurde festgestellt, dass die aufgenommene Wassermenge pro Zungenschlag gerade mal 0,1 ml beträgt - da kannst du dir ausrechnen, dass eine Katze pro Tag allein locker eine halbe Stunde mindestens trinken muss, um ihren regulären Flüssigkeitsbedarf aufzunehmen (sprich ohne Zusatzfunktion des guten Nierenspülens).
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #18
Meiner Meinung nach wird es bestimmt einen Unterschied zwischen hochwertig und minderwertig geben, es wird bestimmt nicht nur der Wasseranteil sondern auch die Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle beim Erkrankungsrisiko geben, denn sonst wären nicht so viele Dosis betroffen und die Spanne würde weit mehr als 10-13% Unterschied ausmachen.

Das müsste auf jeden Fall in die Studie einbezogen werden. Ein großes Problem für die Nieren sind ja auch die pflanzlichen Proteine, die der Körper nicht verdauen kann. Man muss da auf jeden Fall den Unterschied zwischen getreidehaltigem und getreidefreiem Futter machen... und das sowohl bei Nass- als auch Trockenfutter.
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #19
Hi,

ich hab hier auch so ein Trockenfutter Fanatiker.
Ich hab alles Probiert....
- etwas Nassfutter unter Trockenfutter mischen
- Trockenfutter klein mörseln und übers Nassfutter streuen
- Habs mit Barfen probiert....gekocht,roh...

Barfen hat garnicht funktioniert,..alles andere nur bedingt bzw. nicht länger als ein paar Tage.
Dann hab ich auch versucht nur Nassfutter zu geben und nicht schwach zu werden... als er aber dann nach 2 Tagen nix gegessen hat, bin ich schwach geworden.

Ich probier es zwar weiter...ab uns zu ißt er auch Nassfutter weil seine Schwester Nassfutter isst... aber ich lass ihn nicht verhungern.
Zum Glück trinkt er auch recht viel... hab auch in jedem Raum eine Wasserquelle stehen...

Mein Arzt meinte übrigens auch das,was die Ärzte zu Jess gesagt haben!
Trockenfutter sei ungefährlich...
 
  • Meine Recherche zu TroFu Beitrag #20
Ja, es gibt so wahnsinnig schwierige Viecher.

Ich muss sagen, bei uns waren die Katzen nie Mäkler. Also, die zumindest nicht, die mit Hunden zusammengelebt haben. Meine aktuellen beiden - Mäkelfresser vorm Herrn stellen mich da auch immer wieder vor Herausforderungen. Was sie an Barf wirklich gerne und immer fressen, ist Huhn, wenn es gekocht ist, Gans und Ente - vorausgesetzt, ich hab kein Fortain drin.
Mit Rind und Lamm können sie herzlich wenig anfangen, ab und zu roh und unsupplementiert geht es. Trockenfutter geht immer, sogar, wenn sie bei meiner Mama übernachten müssen. Nassfutter geht ein paar Tage, dann ist es bähigitt.

Das ist aber bislang sehr sehr harte Arbeit gewesen, bis die beiden soweit waren. Von Minifitzeln per Hand füttern, über Liquid Snacks über Nassfutter geben (das Zeug lieben sie, prima für Medis), und auch dem brachialen Futter hinstellen, Wohnung verlassen und "schaut wo ihr bleibt" (definitiv: Wer keinen Ansprechpartner hat beim "Hungergebrüll", fügt sich eher in sein Schicksal, wenn er denn Hunger hat).
Hat locker ein halbes Jahr gedauert mit vielen vielen Rückschlägen.
 
Thema:

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