Ich hatte bis jetzt nur ein 8 Wochen altes Kitten mit starker Untertemperatur
(ebenfalls 36 Grad) und das war ein hartes Stück ihm durchzubekommen! Ich
war Tag und Nacht wach um ihm zu beobachten, mehrere Tage lang bis die
Temperatur wieder auf 38 Grad gestiegen war. Er wurde von mir ständig mit
einen warmen Bettüberzug zugedeckt, mit einer Infrarotlampe bestrahlt und
mein Schlafzimmer (er wurde in meinen Bett einquatiert) hatte ich auf etwa
30 Grad hochgeheizt.
Da er nichts gefressen hatte, musste ich ihm zwangsernähren... das tat ich
alle 2-3 Stunden, dazu mischte ich jede menge Traubenzucker hinein (nicht
mit normalen Mengen zu vergleichen, ich schüttete einen richtigen Haufen
auf das Nassfutter drauf und auch in sein Trinkwasser hinein). Danach ging
es ihm meistens besser, sogar seine Ohren wärmten sich für eine kurze Zeit.
Auch der schwankende Gang kommt mir leider sehr bekannt vor, mein Kater
konnte nicht ordentlich gehen während der Untertemperatur. Ich habe ihm
seinen Wassernapf ganz in der Nähe hingestellt und sofort geholfen, wenn
ich gesehen habe, dass er hin wollte. Da er unter Polyurie litt (vermehrten
Harndrang), habe ich es mit der Katzentoilette genauso gehandhabt. Nach
etwa einer Woche war das Schlimmste überstanden, es dauerte aber dann
noch immer mehrere Wochen bis er wieder besser genährt aussah. Auch er
nahm innerhalb Stunden sichtbar ab, nach 2 Tagen war jede Muskelmasse
und Fettmasse verschwunden.
Er hat übrigends ein akutes Nierenversagen durch ein Medikament gehabt,
ein Nierenversagen führt im Endeffekt zu einer Vergiftung vom Körper, das
ist auch der Grund warum sich die Symptome ähneln.
Ich denke heute, dass er nicht überlebt hätte, wenn ich ihm stationär in
der Tierklinik aufnehmen hätte lassen. Der Kleine war eine Handaufzucht
und eine Trennung von mir hätte ihm nur zusätzlich noch zugesetzt. Er
bekam zwar täglich seine Behandlungen in der Tierklinik... aber den Rest
habe ich übernommen und obwohl die Tierärzte schwarz gesehen haben
(generell, auch bei stationärer Aufnahme), haben wir es doch geschafft!
Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass es bei deiner Katze genauso
gut ausgeht wie bei meinen Kater damals. Er ist mittlerweile 2 Jahre alt
und ich bin unglaublich dankbar, dass es ihm gibt.