@ sunburst: Danke, du machst mir Mut. <3 Ich bin mir ziemlich sicher, dass es die richtige Entscheidung ist, auch wenn es wirklich richtig hart ist... Gestern war's schlimm..
Aber ich möchte es euch beiden erzählen und auf Elsa's Posting eingehen:
Irgendwie kann ich verstehen, dass du enttäuscht bist; ich bin es von mir selbst auch ... aber andererseits: Ich muss das tun, was für die Katzen am besten ist ... und auch wenn es am Anfang schwierig für die beiden ist, werden sie dort wenigstens bestens versorgt - was daheim momentan leider Gottes nicht der Fall ist. Für die Zeit wieder daheim einzuziehen wäre nicht so einfach, wie es sich anhört. Ich habe Zuhause ja auch nix mehr und müsste mir jede Woche einen Koffer packen, meinen eigenen Haushalt auch irgendwie aufrechterhalten, ständig zur Arbeit hin- und herpendeln, meine Mutter besuchen, den kompletten Haushalt meiner Mum irgendwie schmeißen und nebenbei noch jede Menge Papierkram für meine Mum privat und auch für ihre Praxis erledigen... Der Hintergrund ist nämlich der, dass sie bis vor kurzem Selbstständig mit einer eigenen Praxis war und diese jedoch ab dem 01.07. schließen musste, aufgrund ihrer gesundheitlichen Probleme... Da der Schlaganfall in der Selbstständigkeit passiert ist, hat sie nun praktisch nichts mehr. Keine Praxis, keinen neuen Job (da man sie nun nicht mehr einstellen kann/darf), keine Versicherung, momentan überhaupt kein Einkommen, nichts... Wir mussten die Praxisübergabe selbst in die Hand nehmen, alle Abrechnungen fertig machen, die Patienten informieren, einfach
alles - und wir sind noch immer nicht fertig.
Da ich diesen Weg mehr oder weniger alleine gehen muss, ist es eben alles nicht so einfach - und monatelang jetzt wieder dorthin zu ziehen, wäre die Krönung von allem. Und ob das für die Katzen dann besser wäre, sei auch mal dahin gestellt... als würden sie die Anspannung nicht spüren...
Elsa, am schlimmsten finde ich deine Aussage
"Viele, viele Foris haben Dich gewarnt." - Ja, ich weiß. Aber dazu möchte ich ein für alle mal etwas sagen: Niemand, und hätte er noch so viel Erfahrung mit Katzen, hätte es besser gemacht. Das soll kein Angriff sein, aber so sehe ich das... Jedes Mal wenn es schwierig wird, kommt der Spruch, dass mich schon so viele gewarnt hatten... und ich glaube, dass mir damit indirekt vorgeworfen wird, ich hätte es besser von Anfang an sein gelassen.. Tja, was soll ich dazu noch sagen...
Die zwei haben viel, viel Zeit gebraucht... viel Geduld, viel Liebe, ganz viele liebe Worte und einfach jede Menge Verständnis für die Situation in der sie steckten... Das ist etwas, was jeder Katzenfreund auf die Reihe bekommen sollte und wir haben es geschafft. Die beiden haben Vertrauen in uns, lassen sich durchknuddeln, fressen ordentlich, benehmen sich (meistens) ... was will man mehr? Natürlich haben wir noch einen sehr weiten Weg vor uns, das ist mir klar; aber ich finde es furchtbar, immer wieder zu hören, mich hätten viele gewarnt... Ich hab's nie bereut, dieses Projekt in Angriff genommen zu haben und das tu ich auch jetzt nicht.
Es war schlimm gestern, denn die beiden mussten mit dem Kescher eingefangen werden und hatten totale Panik, aber nun kann es nur besser werden... Die liebe Frau von der Katzenhilfe wird mir täglich Bilder schicken und mir berichten, wie es läuft.. Sie ist wirklich ein Engel, ich habe riesengroßes Glück, dass sie helfen konnte! Und ich habe nicht den geringsten Zweifel daran, dass die Tiere es gut bei ihr haben, für die Zeit, wo sie da sein müssen. Sie hat mir auch Mut gemacht, dass die beiden gewiss nicht verstört sein werden, wenn sie wieder heim kommen - im Gegenteil. Sie werden eine ganz schöne Entwicklung durchmachen, während sie von Zuhause weg sind und sich vermutlich wahnsinnig freuen, wenn sie wieder zurück kommen. Darauf hoffe ich auch sehr. Und vielleicht lernen sie, dass es auch noch andere Menschen gibt, die sehr sehr gut zu ihnen sind...