2 Katzenkinder ziehen bei uns ein

Diskutiere 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Ich denke, Misto trauert einfach noch zu sehr, um ihre eigenen Bedürfnisse so recht wahrzunehmen. Aber ich glaube nicht, dass es gefährlich ist...
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #701
Ich denke, Misto trauert einfach noch zu sehr, um ihre eigenen Bedürfnisse so recht wahrzunehmen. Aber ich glaube nicht, dass es gefährlich ist, sofern sie ansonsten gesund ist.
Vielleicht, wenn du die von Hand fütterst, oder beim Fressen streichelst? Oder auch mal eine Runde mehr Leckerlies? Egal, Hauptsache sie frisst und nimmt genügend Flüssigkeit auf.

Eine neue Katze (du hast jetzt die Chance Eine zu wählen, die genau zu Misto, ihrem Charakter und ihrem Spielverhalten passt) wird für Ablenkung sorgen und vielleicht auch in dein Herz etwas Sonne zurückbringen. Damit will ich nicht sagen, dass sie Pounci ersetzen soll. Aber vielleicht wird eure kleine Welt dadurch wieder etwas heiler und heller... Nicht zuletzt auch für ein kleines (noch) fremdes Kätzchen.
 
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  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #702
Ich denke, Misto trauert einfach noch zu sehr, um ihre eigenen Bedürfnisse so recht wahrzunehmen. Aber ich glaube nicht, dass es gefährlich ist, sofern sie ansonsten gesund ist.
Vielleicht, wenn du die von Hand fütterst, oder beim Fressen streichelst? Oder auch mal eine Runde mehr Leckerlies? Egal, Hauptsache sie frisst und nimmt genügend Flüssigkeit auf.

Eine neue Katze (du hast jetzt die Chance Eine zu wählen, die genau zu Misto, ihrem Charakter und ihrem Spielverhalten passt) wird für Ablenkung sorgen und vielleicht auch in dein Herz etwas Sonne zurückbringen. Damit will ich nicht sagen, dass sie Pounci ersetzen soll. Aber vielleicht wird eure kleine Welt dadurch wieder etwas heiler und heller... Nicht zuletzt auch für ein kleines (noch) fremdes Kätzchen.

Das denke ich auch. Sie scheint auch nur so viel zu fressen, bis der Hunger nicht mehr allzu groß ist, aber bestimmt nicht so viel, bis sie wirklich satt ist. :(
Klar, mein Fressen bin ich immer bei ihr, sonst frisst sie gar nicht und läuft mir gleich hinterher. Ich setze mich dann neben sie; morgens esse ich sogar selbst mein Brot neben ihr, damit sie nicht so alleine ist. Ich versuche immer wieder zwischendurch, sie zum Fressen zu animieren, nachdem wir zB. etwas gespielt haben. Manchmal nimmt sie noch ein paar Häppchen, da bin ich immer froh... Ansonsten bekommt sie jede Menge Leckerchen. Demnächst koche ich noch einmal etwas Hähnchen ab und auch frisches Rinderhack bekommt sie wieder, das mochte sie damals gerne. (Pounci gar nicht.)

Recht hast du, Andrea... dann würde ich eine wählen, die - genau wie Misto - vom Spielen gar nicht genug bekommen kann. Dann können die zwei sich austoben. Pounci konnte ja nie so recht mithalten, wie ihr wisst... Kein Wunder, dass die kleine Misto immer gejammert hat, selbst als Pounci noch da war... Die Kleine ist ein Energiebündel... Pounci eben nicht.... oh Gott, mein Engelchen.... :'(
Und Nein, Pounci ersetzen kann keine Katze der Welt, aber ich weiß ja, was du meinst...
Natürlich würde ich einem kleinen, armen Kätzchen gerne ein Zuhause geben - am liebsten ALLEN einsamen Seelen dieser Welt... Aber ich muss mich wirklich überwinden. Denn selbst wenn es keinesfalls ein Ersatz ist, fühlt es sich so an, als würde ich Pounci übergehen oder betrügen oder keine Ahnung... und mich selbst noch viel mehr... Aber naja.. das ist reine Kopfsache im Moment, ich weiß...
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #703
Hallo Lola,

es tut mir so leid was euch passiert ist. Es ist alles so ungerecht :-(

Ich kann - wie so viele andere hier - deine Gefühle so sehr nachvollziehen...

Vor mittlerweile 8 Monaten habe ich meinen Pupi verloren. Ich hab früher schon immer gesagt, wenn er mal gehen muss, kann man mich einliefern. Ich hab einige schlimme Zeiten gehabt und in diesen war mein Pupi mein Halt, meine Stütze, mein Zuhause. Er hat mich und mein Leben verändert, bereichert.
Er ging nicht so plötzlich wie deine Pounci, ich denke aber, ob vorbereitet oder nicht, es macht keinen Unterschied, beides ist anders, aber gleich grausam.
Mir ging es ähnlich wie dir, ich war erst am Ende, konnte nicht schlafen, nicht essen, hab nur geweint. Ich hab gebittet und gebettelt (wen ich da angebettelt habe weiß ich allerdings selber nicht), dass ich ihn nur noch einmal anfassen, einmal riechen, einmal fühlen darf. Nur einmal noch seine Stimme hören, ihn sehen...Ich hab immer gesagt "nur 5 Minuten". Es gibt von Philipp Poisel ein Lied "Eiserner Steg" - wenn ich es höre, muss ich heute noch die ganze Zeit weinen, weil es genau das ausdrückt was ich gefühlt habe und immer noch fühle, dass ich ihn nur noch einmal kurz bei mir haben möchte.
Und ich hatte das Gefühl, die Zeit mit ihm nicht intensiv genug genutzt zu haben. Ich war zuerst nur traurig, leer, wie tot, hab funktioniert wie ein Roboter. Ich hätte sogar mit ihm getauscht wenn es möglich gewesen wäre. Und dann kam eine unglaubliche Wut, ich wollte alles kurz und klein schlagen, wollte kaputtmachen was nur geht.
Alle Schicksalsschläge hat er erträglich gemacht, aber über den Schlag, der mich am meisten trifft, konnte er mich nicht mehr hinwegtrösten :-(

Heute ist es anders. Nicht gut, nicht vorbei und auch kann ich nicht froh sein über die Zeit, die ich mit ihm hatte. Das dauert wohl noch. Aber der ganz böse Schmerz ist nicht mehr da, es wird aushaltbar.

Lola, es tut mir leid, sehr leid. So richtig helfen kann keiner, aber verstanden zu werden hilft oft schon viel.

Ich wünsche uns allen, dass wir sie irgendwann wiedersehen dürfen, wenn wir auch an der Reihe sind...

Ich werde hier weiter still mitlesen und hoffe, dass du für deine kleine Misto bald ein passendes Katzenmädchen findest, das zu ihr passt, ihr die Einsamkeit nimmt und auch dir ein bisschen Auftrieb gibt, damit du die Kraft findest, über den Verlust hinwegzukommen.

Am liebsten würde ich alles wieder löschen, klingt alles so geschwollen, so blabla, aber ich drücke jetzt auf Antworten - vielleicht hilft es ja doch ein klitzekleines bisschen.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #704
Liebe Lola, liebe Andrea,
eure beiden Posts bewegen mich gerade total. Und da ist gar nichts "geschwollen" oder "blabla". Ich hatte gestern schon mal eine Antwort geschrieben und sie war leider irgendwie auf einmal weg.
Jeder, der eine Katze verloren hat oder wie ich gerade vor der schweren Entscheidung steht, kann eure Gefühle so nachvollziehen und ich war sehr froh, eure Gedanken lesen zu können, weil ich mich dabei in meinen Gefühlen gerade so verstanden fühle.
Ich wünsche dir, liebe Lola, jetzt ganz viel Kraft. Du bist ein Mensch, der so voller Liebe steckt für deine Katzen, deine Mama und Liebe macht uns auch so verletzlich, aber auch so stark. Irgendwo in der Bibel steht mal, dass die Liebe stärker ist als alles, sogar stärker als der Tod. Und auch wenn ich selber gerade mit "dem da oben" sehr hadere, glaube ich trotzdem, dass das mit der Liebe stimmt.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #705
Liebe lalelu / Andrea,

ich danke Dir wirklich von Herzen für deine Worte. Du sprichst mir aus der Seele. Nichts davon ist geschwollen, gekünstelt oder übertrieben. Nein, ganz genau so trifft es auch bei mir zu...

Das Lied von Philipp Poisel kannte ich nicht. Ich habe es mir angehört und seitdem läuft es bei mir in Dauerschleife. Ohne zu weinen kann ich es mir aber auch nicht anhören... doch es ist wunderschön, wirklich.

Ich atme dich ein .. und nie wieder aus
Schließ dich in mein Herz, lass dich nicht mehr raus

Ich trage dich bei mir, in meiner Brust
Hätt' alle Wege verändert, hätt' ich sie vorher gewusst ..

Jetzt steh ich am Ufer, die Flut unter mir
Das Wasser zum Halse
Warum bist du nicht hier
?

[ ... ]

Wer achtet auf mich jetzt
Dass ich mich nicht verlauf
Und wenn ich jetzt falle
Wer fängt mich dann auf

[ ... ]

Will dich einmal noch atmen
Bevor ich dich
Für immer verlier'
... für immer verlier ...

Ich habe auch gefleht, geweint, ja sogar geschrien, in dieser einen Nacht. Als ich vom Tierarzt zu meiner Mutter gefahren bin .. mit einer leeren Transportbox im Kofferraum ... da habe ich geschrien, die ganze Fahrt lang, ich konnte mich nicht mehr beruhigen.
Wie eine Irre habe ich auf der Autobahn in meinem Auto gerufen "Nicht Pounci, nicht meine Pounci, meine Pounci..."
Als ich bei meiner Mutter angekommen bin, konnte ich nichts sagen, ich habe nur geweint und wieder diese Schreikrämpfe bekommen. Zu dem Zeitpunkt hatte meine Mum gerade Besuch. Ein paar Tage später sagten sie mir, sie hätten sich nicht getraut, nachzusehen, was passiert war...

"Und ich hatte das Gefühl, die Zeit mit ihm nicht intensiv genug genutzt zu haben." - Wie gut ich dich verstehen kann... aber ich glaube.. egal wie sehr man die Zeit nutzt... es hätte nie genug sein können... Egal wann jemand geht; es ist immer zu früh. Es ist nie der richtige Zeitpunkt... Und trotzdem denke ich auch, ich hätte ihr mehr Beachtung schenken sollen. Ich hätte sie noch mehr auf Händen tragen sollen. Ich hätte ihr öfter sagen müssen, dass ich sie liebe. Ich hätte in manchen Situationen weniger schimpfen sollen. Ich hätte, hätte, hätte ....

Gestern hatte ich ein langes Gespräch mit Ingrid, die liebe Frau aus der Katzenhilfe, die meine beiden auch gut kannte. Sie hat auch schon sehr viel mitmachen müssen. Als ihr erster Hund damals gestorben ist, hat sie das kaum verkraftet, erzählte sie mir. Sie wollte nicht mehr leben; sie konnte nicht damit umgehen. Immer wieder kreisten diese Gedanken in ihrem Kopf und sie sagte es sogar laut vor sich hin: "Ich will nicht mehr leben... ich will nicht mehr hier sein." Und irgendwann war sie im Auto unterwegs und sagte es wieder laut - und dann dachte sie sich plötzlich: 'Umbringen wirst du dich ja doch nicht.... aber so kann es nicht weitergehen...' Und erst ab diesem Zeitpunkt ging es ganz langsam wieder bergauf. Es war ihr klar, dass sie keinen Selbstmord begehen wird. Mir ist das in meinem Fall genauso klar. Und irgendwann muss man die Notbremse ziehen, weil es so nicht weitergehen kann. Ich kann sie da sehr, sehr gut verstehen...

Andrea, ich danke Dir wirklich so sehr, deine Worte sind so ehrlich. Und ja, es hilft durchaus, verstanden zu werden. Ich glaube, das Schlimmste ist, dass dir niemand auch nur annähernd den Schmerz abnehmen kann. Und auch Ablenkung ist einfach nicht möglich - und offen gestanden will man es auch gar nicht. Ich möchte (noch) nicht aus meinem Schneckenhaus raus.. ich brauche noch Zeit... und ich denke, es ist wichtig, dass man sich diese Zeit auch nimmt...
__________________________________

Kirchenmaus, auch Dir danke ich von Herzen für deine Worte.

"Liebe macht uns auch so verletzlich, aber auch so stark." - Ich denke, da hast Du recht... Aber als Pounci gestorben ist, war ich so unfassbar am Boden, dass ich sogar die Leute, die mit Tieren nichts am Hut haben, beneidet habe. "Was man nicht hat, kann man auch nicht verlieren." Ich war mir im ersten Moment nicht sicher, ob es dieser unglaubliche Schmerz wirklich wert ist. Jetzt, ein paar Tage später, denke ich anders.
Wohin sollen wir denn mit so viel Liebe? Und lohnt es sich nicht immer, zu lieben und geliebt zu werden? Ich denke doch. Der Schmerz bricht uns das Herz und hinterlässt mehr als nur eine Narbe, aber dieses unendlich große Geschenk, einen solchen Seelenpartner überhaupt im Leben gehabt zu haben; diese Liebe und Zuneigung auch selbst zurück zu bekommen, ist unbezahlbar.

"Was wir tief in unserem Herzen tragen, das kann der Tod uns nicht nehmen."
__________________________________

Ich werde meine kleine Misto demnächst wieder raus lassen ... auch wenn mich der Gedanke schon jetzt umbringt. Was, wenn ihr etwas passiert?! - Dann, so schwöre ich hier & heute, ist es vorbei. Das könnte ich nicht verkraften.
Aber Ingrid hat mir gestern klar gemacht, dass sie wortwörtlich "in ihrer Trauer eingeschlossen ist"... Die Kleine weiß doch gar nicht, wohin mit sich. Sie weint pausenlos, wenn man sie nicht ständig beschäftigt. Sie muss raus; muss mal was anderes sehen... sich austoben... ein paar Sonnenstrahlen einfangen... Wenn ich sie weiterhin hier drin halte, geht sie mir ja noch total kaputt...
Ich fürchte, diesen Schritt muss ich wagen...
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #706
Gestern war meine Maus bei dem herrlichen Wetter den ganzen Nachmittag draußen. Das hat ihr sicher gut getan. Abends kam sie putzmunter wieder, zum Glück. Ich glaube, das wird für mich nie zur Gewohnheit; ich werde mich immer freuen, wenn sie wieder nach Hause kommt... <3

Leider hat sie, kurz nachdem sie wieder daheim war, furchtbar angefangen zu weinen... Ingrid hatte mich schon "vorgewarnt", dass sie denken wird, Pounci wäre schon da ... bzw. die ganze Zeit schon denkt, sie würde wiederkommen... Ich find das so schlimm, es zerreißt mir echt das Herz. :(

Ich dachte, der Freigang wäre eine Ablenkung.. aber hinterher war es fast NOCH schlimmer. In jeder Ecke hat sie gesucht... hat sie gerufen immer wieder... :cry:

In Zukunft werde ich sie natürlich regelmäßig rauslassen... Obwohl die Woche krass wird; ich habe 3 Haus/Wohnungsbesichtigungen vor mir. Hoffentlich tut sich bald mal was...
 

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  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #707
Liebe Lola,

mir zerreißt es schier das Herz beim Lesen...

In meinem Regenbogen-Thread wurde mir der Tip gegeben, nach dem kleinen roten Kater zu googeln, hier ist die Geschichte:



Ich finde sie wunderschön, kann sie aber nur unter Tränen lesen...
Aber wenn Tränen Heilung bedeuten, dann ist das gut.

Mir hat auch sehr geholfen, eine Kerze anzuzünden.

Ich verstehe dich jedenfalls sehr sehr gut...
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #708
Danke, Liebe Eve ... Die Geschichte habe ich auch schon mal gelesen - ebenfalls nur ganz schwer unter Tränen... Es wäre schön, zu glauben, dass Tränen das Herz ein wenig heilen.. Aber dann müsste meines schon wieder wie neu sein.. Um deinen kleinen Othello tut es mir auch wahnsinnig leid... es ist einfach nicht fair. :(


Ich habe jetzt die Obduktionsergebnisse von meiner Pounci bekommen... und bin sehr, sehr erschüttert... Sie hatte eine Herzmuskelentzündung, die offenbar von einem angeborenen Herzfehler kam.. noch dazu hat eine ihrer Nieren nicht richtig funktioniert und war ebenfalls stark entzündet...

Natürlich habe ich sofort recherchiert .. es trifft alles genau zu..







Die möglichen Symptome bei Katzen mit einer Kardiomyopathie sind vielfältig und hängen vom Schweregrad der Erkrankung ab. In einem frühen Stadium ist die Katze imstande, mit der Erkrankung zu leben, ohne dass sichtbare Krankheitsanzeichen vorliegen. Dieses Stadium bezeichnet man als asymptomatisches Stadium der Kardiomyopathie. Häufig verändern die Katzen jedoch den Grad ihrer Aktivität, um sich instinktiv der Erkrankung anzupassen: Sie schlafen vermehrt oder spielen weniger. Solche Verhaltensmuster lassen jedoch nicht direkt auf eine Herzerkrankung schließen. Deshalb ist es häufig schwierig eine Kardiomyopathie im Frühstadium zu diagnostizieren. Gelegentlich werden bei einem Tierarztbesuch ein Herzgeräusch oder ein veränderter Herzrhythmus festgestellt. Dies können die einzigen Anzeichen während des Frühstadiums sein.

Es ist furchtbar... meine kleine Pounci hat's wirklich voll erwischt... warum gerade sie?! :'(

Trotzdem mache ich mir schreckliche Vorwürfe... Ich hätte viel, viel früher mit ihr zum Tierarzt gehen sollen... vielleicht hätte man mit Tabletten noch was regeln können... Oder aber der Tierarzt hätte es ohne Sedierung machen müssen und man hätte dann die Entzündungen sofort festgestellt... Vielleicht hätte man mein Pouncelchen noch retten können....
Ich weiß nur, dass sie in dem Zustand nicht mehr lange mitgemacht hätte... und dass ihr letztendlich wahrscheinlich einiges an Leid und Schmerzen erspart geblieben ist....
Ich hab den Tierarzt gefragt, ob sie Schmerzen hatte, aber das konnte er mir natürlich so auch nicht sagen... ich denke schon, dass sie zuletzt gelitten hat, sonst wär sie nicht so aggressiv gewesen... Mein armes kleines Baby... es tut mir so furchtbar leid.... :a005:
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #709
Das ist ja gut, dass du jetzt den Grund weißt. Dann machst du dir nicht ewig Gedanken über das wieso und weshalb. Bei meiner Hermine war es auch eine Herzmuskelentzündung und sie hatte ja auch ein großes Herz. Und ich glaube nicht, dass man deine Pounci ohne Sedierung hätte untersuchen können. Bei meiner Hermine, wirklich einem Seelchen, ging z.B. Röntgen oder so auch nur mit Sedierung.
Du hast wirklich auch so viel versucht und ich finde es ungerecht, dass unsere Samtpfoten so früh gehen mussten, aber mir bleibt ein Trost: Die Zeit, die sie bei uns hatten, war wunder-, wunderschön und sie hatten es richtig gut.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #710
Ich weiß nicht ob es dich beruhigt, dir hilft o.ä. aber eine Ärztin unserer Klinik hatte vor 2 Jahren selbst eine massive Herzmuskelentzündung. Gemerkt hat sie selbst nichts, also nicht gelitten darunter, ist dann irgendwann einfach mehrfach umgekippt und so wurde die Endokarditis dann diagnostiziert. Auch in der Praxis hatten die Patienten mit Herzmuskelentzündung keine Schmerzen.

Aus meiner Praxiszeit weiß ich, dass eine Nierenentzündung - anders als eine Nierenbeckenentzündung, die sehr schmerzhaft ist - auch nicht weh tut und genau da die Gefahr liegt, sie nicht zu merken (als Mensch), weil es eben ganz still abläuft durch die fehlenden Schmerzen.

Insofern dürfte deine Pounci zumindest keine Schmerzen gehabt haben.

Das hilft zwar auch nicht viel, aber ich finde es schon wichtig zu wissen, dass sie nicht lange Zeit Schmerzen ertragen musste, die man nicht erkannt hat.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #711
Was hättest du getan wenn sie dir bei der Untersuchung gesagt hätten du hast noch 2 Monate mit ihr? Nur mal angenommen. Du hättest sie dann erlösen müssen?

Ich weis es ist furchtbar auf diese Art und weise aber wäre es nicht so unverhofft passiert hättest du noch länger gelitten und ich bin mir sicher bis zu dem Zeitpunkt bis du sie hättest erlösen müssen wäre es nicht besser gewesen als jetzt.

Nun kann Pounci endlich gesund und munter mit den anderen auf der Wiese herumtoben und holt alles nach was ihm als kleines Kitten verwert geblieben ist.

Irgenwie bin ich sehr froh über diese Diagnose und so wie es klingt hatte sie wirklich keine Schmerzen und konnte in Frieden gehen ohne noch zu spüren das du leidest was für sie in den geschätzten zwei Monaten sicher auch traurig gewesen wäre.

Ohne Sedierung wäre eine Untersuchung bei ihr einfach nicht möglich gewesen also hättest du egal wann du den Tierarzt Besuch gehabt hättest das ganze nicht verhindern können. Einen anderen Weg hätte es einfach nicht gegeben, das weist du tief im innersten auch.

Du wolltest ihr mit dem Tierarzt Besuch helfen und so schmerzlich und grausam es für dich ist, du hast ihr damit geholfen, das darfst du dir ganz sicher sein. Du hast deine Pflicht erfüllt auch wenn es noch se schlimm und unerwartet war.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #712
@ lalelu: Ja, der Gedanke, dass sie keine großen Schmerzen hatte, ist tröstlich. Ich bete dafür, wirklich.

Als wir den Obduktionsbericht in den Händen hielten, sind wir erst einmal wieder in ein tiefes Loch gefallen. Ich komm da auch nicht mehr wirklich raus. Es ist zu hart, das alles schwarz auf weiß zu lesen.

Meine Mum ist jetzt in der Uniklinik in Essen stationär aufgenommen worden, weil es ihr nach Pounci's Tod nochmal viel schlechter ging. Jetzt ist der Allgemeinzustand so schlecht, dass ich nur noch hoffen kann, dass es wenigstens zu einem Stillstand kommt.

Ich selbst kränkel seit ner Woche rum, mit heftigen Grippesymptomen. Ich glaube, es ist einfach Burnout.

Misto leidet so sehr, dass ich auch um sie bangen muss. Sie frisst kaum noch was. Noch diese Woche sehe ich mir verschiedene Katzen an, um ihr schnell eine Kumpeline zu besorgen. Hat doch sonst alles keinen Sinn. Eine Miez habe ich mir schon angesehen und die wird auch momentan von der Pflegestelle geblockt, aber es ist wieder ein Wildling und ich weiß nicht, ob ich mir das im Moment selbst antun will... Deshalb habe ich jetzt andere Pflegestellen und Katzenhilfen kontaktiert und es gibt ein paar geeignete Katzen, die wenigstens schonmal an Menschen gewöhnt sind und auch vom Charakter her sehr gut zu Misto passen könnten. Mal schauen, morgen habe ich noch ein Date mit ner Miez.

Als ich Misto letzten Freitag raus gelassen habe (sie bekommt regelmäßig Freigang), hat sie sich mit der Nachbarskatze angelegt. Diese hat sie dann hoch auf einen Baum gejagt, wo sie nicht mehr runterkam. Ich bin fast verrückt geworden. Über eine Stunde lang hing sie oben fest, bis sie sich getraut hat, es mal hinunter zu versuchen. Wie ihr auf dem Foto seht, sind unten keine Äste mehr. Sie hat dann versucht, vom vorletzten auf den letzten Ast zu springen, ist abgerutscht und die ganzen letzten Meter gefallen! (Und der Baum ist wirklich sehr hoch.) Ich war so erschrocken, das könnt ihr euch nicht vorstellen!!! Die ganze Szene habe ich beobachtet, denn der Baum ist direkt vor meiner Haustür. Letztendlich ist alles nochmal gut gegangen, sie hat sich nicht weh getan.
 

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  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #713
Lass dich in den Arm nehmen *kopfstreichel*

Du wirst sehen wenn du erstmal eine passende Katze gefunden hast wird es euch allen besser gehen, es ist ja kein Ersatz sondern einfach Nr. 3 die sicher viel Ablenkung und Freude ins Haus trägt.

Misto hat wohl eines ihrer sieben Leben geopfert, wie gut das sie unverletzt unten angekommen ist. Sie wird der neuen Katze sicher bald zeigen das Menschen ungefährlich sind falls es neu Scheumieze werden sollte. Würde mich aber auch freuen wenn du eine findest die nicht Scheu ist denn das hast du wirklich verdient und brauchst du jetzt auch.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #714
Hallo zusammen

Nachdem ich jetzt ne Woche lang mit fetter Bronchitis in der Ecke gelegen habe, komme ich jetzt endlich mal dazu, euch den neuen Zuwachs vorzustellen.

Das ist Jelly.

Jelly ist kein Wildling; sie ist sehr zahm und lässt sich gerne kuscheln. Ich habe sie von der Katzenhilfe, sie wurde als kleines Baby halbtot gefunden und mit Mühe wieder aufgepäppelt - also von Menschen, mit Fläschchen und so. Inzwischen ist sie etwa 7 Monate alt. Kastriert, geimpft, gechipt.

Die Zusammenführung ist jetzt 1 Woche her. Das erste Zusammentreffen war... wie soll ich sagen... extrem lustig. :mrgreen: Während Misto ihren schönsten Eichhörnchenschwanz präsentiert hat, spazierte Jelly einfach an ihr vorbei, total unbeeindruckt. Als hätte sie sie gar nicht gesehen. Danach folgte dann hier und dort fauchen + knurren, aber alles blieb total im Rahmen, keine großartige Klopperei. Hin und wieder bekam mal einer eins auf die Nuss, aber das war okay. Jelly hatte erst einmal Angst vor Misto - kein Wunder, die ist ja auch doppelt so groß wie sie :mrgreen: - aber das lässt langsam nach und man gibt sich sogar schon Nasenküsschen zur Begrüßung! Na wenn DAS nichts ist... ;)

Misto geht es viel, viel besser. Die Heulerei hörte auf und, das Wichtigste, sie frisst wieder ordentlich. Innerhalb einer Woche ist sie schon viel "runder" geworden und sieht jetzt wieder gesund aus. Das Fell ist wieder schön weich und glänzend.

Leider wurde Jelly (vermutlich durch den ganzen Umzugsstress) bisschen krank. Sie hatte schon nach der ersten Impfung mit Katzenschnupfen zu kämpfen und der ist dann jetzt wieder ausgebrochen. Schleimige Augen, Rotznäschen... Sie bekommt Augensalbe und Antibiotika. Misto kriegt die gleichen Tabletten, denn ihre Augen fingen auch schon bisschen an zu triefen. Inzwischen ist es aber schon fast wieder gut.

Ansonsten ist sie so wild, frech, ungezogen und heiter wie Katzenkinder es nunmal sind. Misto ist reichlich abgelenkt von ihrer Trauer. Immerhin muss sie den kleinen Wirbelwind doch beobachten. ;-)

Also dann... willkommen in unserer kleinen Familie, Jelly.
 

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  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #715
Oh das freut mich und auch das ihr alle wieder am gesund werden seit.
Schön das du die kleine Jelly aufgenommen hast ich denke das tut nicht nur Misto sondern auch dir gut und Pounci guckt von oben runter und hat ebenfalls was zu lachen.

Schön das du nun auch ne Kuschelmieze hast das brauchst du jetzt auch. Bin gespannt was du weiter berichtest.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #716
Das ist aber schön!
Ich lese Lebensmut und Sonnenschein aus deinem Text heraus. Das bisschen Schnupfen bekommt ihr auch noch in den Griff!

Weiter alles Gute!
Als nächstes findet ihr euer Traumhaus - wirst sehen !
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #717
Liebe Lola,


ich verfolge deinen Thread hier schon seit einiger Zeit und habe so auch mitbekommen, welchen Schicksalsschlag du verkraften musstest, mit deiner kleinen Pounci…ich war sehr geschockt, als ich deinen Post gelesen hatte…konnte aber nicht so wirklich was tröstendes schreiben, weil ich zu der Zeit selbst in Sorge um meinen kranken Kater war, der es leider nicht geschafft hat…letzte Woche Dienstag habe ich ihn begraben…:cry:


Ich möchte dir aber nun doch gern mitteilen, wie sehr ich mich freue, dass du dich entschieden hast, einem anderen kleinen Wesen ein Zuhause zu geben, trotz der ganzen Trauer…es ist das Beste, was du für dich und die kleine Misto tun konntest…die kleine Jelly ist ganz bezaubernd und sie wird eure verletzten Seelen heilen, ganz bestimmt! Natürlich wird Pounci immer einen Platz in deinem Herzen haben, den wird ihr auch sicher niemand nehmen können, aber da ist sicher auch noch Platz für so ein liebenswertes Wesen…ich habe nun insgesamt schon drei Katzen verloren, auch sie werden auf ewig in meinem Herzen bleiben, aber ich habe auch hier zuhause noch drei junge Katzen und sie sind der beste Trost, den man sich denken kann.
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #718
Lola, ich freue mich sehr für Euch und für die kleine Jelly
 
  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #719
Danke euch allen, ihr seid so lieb. :d042:

@ Katzenmama Anne: Ich hab mich sehr über deinen Beitrag gefreut. Ich finds sowieso immer schön zu lesen, dass manche von Anfang an als "stille Mitleser" dabei waren. Das mit deinem Kater tut mir furchtbar leid... Ich kann deine Trauer sehr, sehr gut verstehen... von daher: Mein tiefstes Beileid, von Herzen... :(
Ich denke auch, dass Jelly die richtige Entscheidung war. Schon allein für meine kleine Misto. Ich hoffe, es wird alles wieder einigermaßen okay...

Gestern Nacht haben zum ersten Mal BEIDE bei mir im Bett geschlafen. Vorher war Jelly immer auf der Couch und nur Misto bei mir.

Misto versucht hin und wieder, Jelly zu putzen. Der Kleinen ist das alles noch nicht so ganz Geheuer, aber ich denke/hoffe, das wird noch.

Trotzdem ist Misto am Wochenende wieder total in ihre "alten Muster" zurückgefallen und hat wieder pausenlos geweint und nach Pounci gerufen; teilweise auch gesucht. Ich glaube, das mit Jelly ist inzwischen schon wieder zu "normal", also nicht mehr so spannend wie am Anfang, das heißt, Misto kann sich ihrer Trauer wieder mehr widmen... :cry:
 

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  • 2 Katzenkinder ziehen bei uns ein Beitrag #720
Das klingt doch alles schon sehr gut, lass euch einfach Zeit. Jelly ist auf jedenfall Ablenkung für euch beide aber das ihr Pounci nicht vergesst ist doch selbstverständlich, wäre ja schlimm und sollt ihr ja auch nicht.

Es ist schön das Jelly nun ein Leben bei euch genießen darf und sie wird euch sicher noch viel Freude bringen und trotzdem werden Misto und du sicher nie vergessen das es mal eine Pounci gab das ist auch richtig so.

Meine Ronja ist jetzt seit einem dreiviertel Jahr verschwunden und es tut noch immer weh, ich werde sie nie vergessen und auch Mimi erinnert mich ganz ganz oft an meine Ronjamaus und trotzdem liebe ich Mimi mindestens genauso sehr.
Es braucht einfach alles Zeit, auch jetzt muss ich wieder weinen während ich schreibe aber das Leben geht weiter und hat noch ganz viele schöne Momente für mich. Garfield vermisst Ronja sicher auchnoch sehr aber er hat nun nach Monaten endlich gemerkt das Mimi ebenfalls sein Herz erobert. Wenn es bei Menschen Zeit braucht warum nicht auch bei Tieren.

Ich habe beim Weihnachtswichteln von einer ganz lieben Userin eingerahmtes Foto von meiner Ronja geschenkt bekommen das steht nun auf meinem Schreibtisch und ich gucke es oft an. Das hilft mir mit der Trauer umzugehen, ich werde sie so nie vergessen und sie wird immer bei uns sein.
Ich fürchte Ronja hätte sich nie mit Mimi verstanden aber trotzdem hat sie nun ihren Platz einnehmen dürfen und es ist gut so.

Wer weis wenn wir uns eines Tages hinter der Regenbogenbrücke wiedersehen werden dann tollen sie sicher zu viert durch die Gegend, mit all meinen Katzen zusammen die ich noch nach ihnen aufnehmen werde. Mir wurde Ronja für eine weile Anvertraut so wie mir meine drei jetzigen anvertraut sind. Wenn die Zeit vorbei ist übernimmt das jemand anderes und es ist ok so aber vergessen werde ich keinen meiner Lieblinge. Genauso wenig wie alle meine ehemaligen Pflegis.
 
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