Tierliebe...

Diskutiere Tierliebe... im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Also, eigentlich wollte ich diesen Thread ignorieren und nichts schreiben, aber es lässt mich nicht los und ich muss meinen Senf einfach...
  • Tierliebe... Beitrag #21
Also, eigentlich wollte ich diesen Thread ignorieren und nichts schreiben, aber es lässt mich nicht los und ich muss meinen Senf einfach abgeben...

Ich bin mir nicht sicher ob ich richtig verstehe wo das Problem liegt? Verstehe ich das richtig das du gegen Wohnungskatzen und Vergesellschaftungen von Katzen bist?
Ist dir klar, das man eigentlich über jeden da draußen der sich Tiere hält und ihnen ein möglichst artgerechtes Leben bieten möchte, dankbar sein sollte?? Das es sehr viel Leid für die Tiere dieser Welt gibt brauche ich dir sicher nicht erzählen...

Und ganz ehrlich ich finde es gibt schlimmeres als Katzen die in Wohnungen gehalten werden und dann hoffentlich auch das Glück von kätzischer Gesellschaft genießen dürfen.
Du wirst es schon erahnen, aber ja, ich halte meine Katzen in der Wohnung. Wir wohnen mitten in der Stadt und es wäre einfach nicht möglich. Davon abgesehen, selbst WENN ich auf dem Land wohnen würde und keine Rassekatzen hätte, könnte ich sie nicht in den Freilauf entlassen. Ich hätte einfach ständig Angst das meinen Tieren etwas passiert. wenn andere Menschen den Gedanken ertragen können das ihr Tier überfahren, vergiftet, erschossen, erschlagen oder sonst was werden kann, bitte sollen sie das in Kauf nehmen...

Ich liebe Tiere schon immer und nachdem ich ausgezogen war stand fest das ich Haustiere haben werde. Hund ging aufgrund unserer Arbeitszeiten nicht und bei Kleintieren finde ich es tatsächlich schöner wenn sie die Möglichkeit von gesichertem Freilauf haben. Deswegen haben wir uns für Katzen entschieden. Und jetzt soll ich mich nachdem ich mir wirklich viele Gedanken um meine Tiere und ihr Leben bei uns gemacht habe, ein schlechtes Gewissen einreden lassen?
Tja, da ist man bei mir an der falschen Adresse, denn ich habe mir nichts vorzuwerfen. Mir war einfach nur wichtig meine Meinung dazu abzugeben, da ich diese Ansicht interessant finde und nie auf den Gedanken gekommen wäre, das jemand so denken könnte.

P.S.: Zum Thema Hunde und Einzelhaltung möchte ich einfach noch sagen, sie orientieren sich ganz anders als Katzen an ihren Menschen und können durch das regelmäßige Gassi- Gehen andere Hunde treffen und haben so ihr "Sozialleben". Katzen und Hunde sind einfach grundverschiedene Tiere.
 
  • Tierliebe...

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  • Tierliebe... Beitrag #22
Ich habe einen ehemaligen Freigänger, der ganz von selbst entschieden hat im Haus zu bleiben...

Ja... sowas habe ich hier auch sitzen und die würde im Leben nicht mehr raus wollen. Soll ich sie jetzt vor die Tür setzen?
 
  • Tierliebe... Beitrag #23
<ironie>Na, dann geb ich meine Bande, die Ratten und auch die Echse (sie lebt in einem Glaskasten! EINEM GLASKASTEN, GANZ ALLEIN!) lieber ganz schnell weg. Die Katzen auf den Bauernhof, da krepieren sie zwar vorzeitig ganz elendig, aber hey, da verrecken sie wenigstens artgerecht! Die Ratten setz ich am Fluss aus, weil die sitzen in einem KÄFIG! Furchtbar! Dann doch lieber von wilden Ratten oder nem Fuchs getötet werden. Und die Echse lass ich fix nach Australien ausfliegen und in der Wüste aussetzen.</ironie>

Sorry, ich frage mich grad ernsthaft, was dein Post soll. Was ist der Sinn?
 
  • Tierliebe... Beitrag #24
... und es lebe der Aderlass bei Krankheiten!

Hier werden Pferde mit Katzen, Kinder mit Katzen, Stadt und Dorf, damals und heute verglichen... wogegen sind wir denn jetzt?

In Relation Katze zu Pferd, müsste man schon in einem mittelgroßem Karton wohnen, um der Katze den gleichen Platz zu bieten, wie einem Pferd in der Box. Ein Boxenpferd würde jede Katze um seine 40 qm Wohnung beneiden - soviel dazu. Pferde sind Fluchttiere, ständig in Bewegung... und was ist die Katze? Einen Vergleich mit Kindern mag ich mir sparen...

BTW - Welcome!

LG
SEL
 
  • Tierliebe... Beitrag #25
Ja... sowas habe ich hier auch sitzen und die würde im Leben nicht mehr raus wollen. Soll ich sie jetzt vor die Tür setzen?

Wenn du ihn artgerecht halten möchtest, ja :D:D:D:D
 
  • Tierliebe... Beitrag #26
Ja... sowas habe ich hier auch sitzen und die würde im Leben nicht mehr raus wollen. Soll ich sie jetzt vor die Tür setzen?

nein, vorher musst du aufs Land ziehen:mrgreen:
 
  • Tierliebe... Beitrag #27
nein, vorher musst du aufs Land ziehen:mrgreen:

Na toll... von da bin ich gerade erst wieder weg gezogen :roll:
Hätte man den Thread nicht vor 2 Monaten starten können... :lol:
 
  • Tierliebe... Beitrag #28
Na toll... von da bin ich gerade erst wieder weg gezogen :roll:
Hätte man den Thread nicht vor 2 Monaten starten können... :lol:

Ja Mensch, hättest doch vorher dran denken können.

wir ziehen jetzt alle aufs Land und lassen unsere Katzen raus - grusel

watt war noch mal der Sinn dieser Diskussion???
 
  • Tierliebe... Beitrag #29
Weil mein Gaul (nein, ich bezeichne ihn nicht so. Aber ich find es in dem Zusammenhang treffender als freundliche Anreden) mich angreift, weil er sich offensichtlich in seiner Box langweilt, hole ich einen zweiten und stelle ihn in die gleiche Box, die
dem ersten scheinbar schon zu klein und zu langweilig ist? Damit sich Pferd Nummer 1 an Pferd 2 abreagieren kann?!?!

Wenn ich mein Pferd den ganzen Tag in einem Stall stehen muss, tut er das auch brav.
Dass ich ihm damit aber ein "gutes Leben" ermögliche, würde aber dann wohl nur ich behaupten.
Wenn ich mich dabei den ganzen Tag zu ihm setze und ihn bespaße, langweilt er sich sicher ein bisschen weniger. Aber wenn ich ihn fragen würde, was er will, würde er ganz schnell an der Tür stehen und "rauuuuuuuus" brüllen. (nein, er steht nicht in einer Box, er lebt im Offenstall.)
Und das ist doch auch sein Recht?

Und da jetzt sicherlich viele Wohnungskatzenbesitzer sagen "meine Katze ist kein Pferd, und der/die will auch gar nicht raus" - aha, deswegen muss man so aufpassen, dass die nicht versehentlich entwischen, weil "ooooooh, wenn die einmal draußen waren, dann wollen die immer wieder raus". Ja ne, ist klar.
Weil die sich in Wohnungen so wohl fühlen?

Hab jetzt nicht den ganzen Beitrag gelesen und auch nicht die Antworten aber da ich selbst ein Pferdenarr bin muss ich hier zu einfach Antworten.

1. Wie du später selbst sagst, dein Pferd lebt in Offenstall haltung. Gut meins auch und die die das nicht tun und die ganze Zeit über nur Boxen sehen tun mir einfach nur leid (auch wenn sie jeden Tag geritten werden und alle 3 Tage für ein paar Stunden auf der Weide sind).
Es gibt aber einen Unterschied (ja auch hier) die Boxenpferde mit täglichem Weidegang und Bezugsperson die sich immer um sie kümmert geht es gut. Die Pferde im Offenstall mit Bezugsperson die sich immer um sie kümmert eindeutig viel besser.
Die 1 Kategorie kann durchaus auch ein glückliches Leben leben. Die 2 Kategorie hat es einfach noch besser erwischt.

2.Ich habe hier eine Katze (und sicher ist sie nicht die Einzigste) die ab und an mit mir raus geht. Zu dem Mülltonnen, spazieren oder co. Aber eines würde sie nie tun. Alleine ohne mich raus. Obwohl sie draußen geboren wurde und keine schlechten erfahrungen mit draußen gemacht hat. Nein ganz im gegenteil sie hat im Haus und mit Menschen schlechte erfahrungen gemacht.
Ich habe auch einen Kater dar schon des öfterin aus der Tür entwischt ist und ich ihn schon huntert mal versucht habe beizubringen das er das nicht darf weil es draußen leider zu gefährlich mit der Hauptstraße ist.
Nun er kamm jedesmal freiwillig wieder mit hoch als ich ihn gerufen habe. Aber klar er wäre auf jedenfall jemand dem es draußen gut ginge, er steht aber nunmal aus verschiedenen Gründen in einer Box mit täglichem Weidegang und liebevoller Besitzerin.
 
  • Tierliebe... Beitrag #30
Naja, viel möchte ich dazu nicht mehr sagen.

Da die Frage aufkam, was ich eigentlich bezwecke - das hatte ich eigentlich in den ersten Zeilen geschrieben.
Ich wollte mich schlicht und ergreifend auskotzen.

Ich wollte nicht - und das hatte ich auch geschrieben - pauschal jeden angreifen, dessen Katze in der Wohnung lebt.

Dennoch waren die Argumente für Wohnungshaltung immer die gleichen.
Keine Möglichkeit, das Tier unbeschadet nach draußen zu lassen.

Und ja, im Prinzip bin ich gegen Tiere in der Stadt. Das muss aber nicht auf jeden Einzelfall zutreffen, wie die alte Katze, die sich lieber streicheln lässt, als rauszugehen.

Nehme ich den Tieren damit irgendwelche Rechte - sicher nicht.
Sie sind nicht vom Aussterben bedroht, so dass man zwingend die Art erhalten "muss".

Ich finde moderne Technik und Medizin faszinierend und oh Wunder, ich bin tatsächlich gegen Intensivtierhaltung und kann in meinem Leben weitgehend auf alles verzichten, was damit zu tun hat.

Vielleicht bin ich idealistisch. Aber dafür, dass hier alle solche Katzenliebhaber sind, kam ganz schön viel "ich will..."...

Hier klingt es so, als müsste krampfhaft eine Möglichkeit geschaffen werden, eine Katze zu halten.
Muss es aber nicht. Wenn sie mal da ist und man umzieht - klar.
Aber eigentlich ist es doch ein Luxus, den man sich nur gönnen sollte, wenn man es sich erlauben kann.
Nicht finanziell, sondern in Hinblick auf die Rahmenbedingungen.

Und damit klinke ich mich wieder aus.
Danke fürs Lesen und für die paar Stimmen, die sich in einer moderaten Mitte befanden.
 
  • Tierliebe... Beitrag #31
Wow danke, dass du so schön auf unsere Antworten eingegangen bist.
Evtl wäre ein Blog das bessere Medium für dich, als ein Forum.
 
  • Tierliebe... Beitrag #32
Naja, viel möchte ich dazu nicht mehr sagen.

Da die Frage aufkam, was ich eigentlich bezwecke - das hatte ich eigentlich in den ersten Zeilen geschrieben.
Ich wollte mich schlicht und ergreifend auskotzen.

Ich wollte nicht - und das hatte ich auch geschrieben - pauschal jeden angreifen, dessen Katze in der Wohnung lebt.

Dennoch waren die Argumente für Wohnungshaltung immer die gleichen.
Keine Möglichkeit, das Tier unbeschadet nach draußen zu lassen.

Und ja, im Prinzip bin ich gegen Tiere in der Stadt. Das muss aber nicht auf jeden Einzelfall zutreffen, wie die alte Katze, die sich lieber streicheln lässt, als rauszugehen.

Nehme ich den Tieren damit irgendwelche Rechte - sicher nicht.
Sie sind nicht vom Aussterben bedroht, so dass man zwingend die Art erhalten "muss".

Ich finde moderne Technik und Medizin faszinierend und oh Wunder, ich bin tatsächlich gegen Intensivtierhaltung und kann in meinem Leben weitgehend auf alles verzichten, was damit zu tun hat.

Vielleicht bin ich idealistisch. Aber dafür, dass hier alle solche Katzenliebhaber sind, kam ganz schön viel "ich will..."...

Hier klingt es so, als müsste krampfhaft eine Möglichkeit geschaffen werden, eine Katze zu halten.
Muss es aber nicht. Wenn sie mal da ist und man umzieht - klar.
Aber eigentlich ist es doch ein Luxus, den man sich nur gönnen sollte, wenn man es sich erlauben kann.
Nicht finanziell, sondern in Hinblick auf die Rahmenbedingungen.

Und damit klinke ich mich wieder aus.
Danke fürs Lesen und für die paar Stimmen, die sich in einer moderaten Mitte befanden.

Da Du ja noch nie Wohnungskatzen gehabt haben kannst, frage ich mich wie Du Dir dann ein Urteil darüber erlauben kannst wie glücklich oder unglücklich Wohnungskatzen sein können?!
 
  • Tierliebe... Beitrag #33
Auf welche Antworten bin ich denn nicht eingegangen?

Auf das Einzelgängerthema? Ich habe niemals behauptet, dass Katzen Einzeltiere sind.
Dass man die Zweitkatze nach Alter, Temperament, Charakter aussucht?
Darum ging es mir doch überhaupt nicht, sondern dass eine zweite Katze als "Bonbon" dienen soll, damit der beschränkte Lebensraum nicht so schlimm ist.

Oder etwa darauf, dass ich auch gegen Kastration und für Aderlass sein muss, wenn ich solch "naive" Vorstellungen von Tierhaltung habe?
Gut: Natürlich ist Kastration wichtig - bei Freigängern genauso wie bei Wohnungskatzen.
Aderlass würde vielleicht manchem Blutstau entgegenwirken. Beim Besitzer, beim Tier eher nicht.

Darauf, dass Zoos auch verboten werden sollten und die Katzen in den großen Städten reihenweise überfahren werden?
Gut: Ich bin gegen Zoos, bzw die meisten Formen, die es bei uns gibt. Ich habe niemals behauptet, dass ich für Freigang in städten bin. Obwohl es sehr wohl Ecken gibt, in denen es möglich ist.

Die Gefahr draußen zu sein ist zu groß?
Wenn ich die Verantwortung für manche Sachen nicht übernehmen kann oder will, dann sollte ich es auch nicht tun.

Und dann eben ganz oft: Katze kann nicht raus, weil ungünstige Wohnsituation.
=> dazu habe ich glaub ich viel geschrieben. Ich sage nicht, dass mir irgendjemand davon unsympathisch war und jeder hat seine gründe. Aber ich muss die Gründe nicht gut finden.

Oder:
Katze kann raus, will aber nicht. => Wunderbar, aber das sollten andere Katzenbesitzer nicht zum Anlass nehmen zu behaupten, ihre wollen das bestimmt auch nicht.

Ebenfalls habe ich in keinster Weise geschrieben, dass es besser ist, eine "verwahrloste Bauernhofkatze, die jung verreckt" zu haben.
Es gibt sehr wohl gepflegte Freigänger und man muss seine Situation nicht immer mit solchen vergleichen, die noch schlechter sind.
Ansonsten: Die Katzen in unseren Tierheimen haben es gut, woanders werden sie eingeschläfert oder ihnen wird lebendig die Haut abgezogen. Das ist doch Quatsch!

Dass Züchter ihre Katzen nur in Wohnungshaltung abgeben. - sehr schön, da würde ich mir keine Katze holen. Ob jemand züchtet oder nicht, ist mir ehrlichgesagt sehr egal, solange nicht nur auf hübsche Augen und eine besondere Fellfarbe gezüchtet wird, sondern Wert darauf gelegt wird, dass das Tier immer noch robust bleibt.

Der Vergleich mit Pferden war überzogen - hatte ich aber auch selbst gesagt.
Mit Kindern würde ich Katzen niemals vergleichen, Schnuckiwuckipfötchen hält ja auch sonst nie als Kinderersatz her. Und im Ernst: Nein, man sollte beides nicht vergleichen. Trotzdem liegt es manchmal schwer auf der Zunge.

Und zu guter Letzt:
Ja, es geht dabei nicht nur um Katzen. Aber aktuell ist dies hier ein Katzenforum.
Natürlich müssen Ratten sofort raus in den Kanal - ich spüle meine drei schnell zur Toilette hinunter, dann gehts schneller. Und Echsen werden auf schnellstem Weg nach Australien verbannt. (Darauf sollte ich ernsthaft eingehen?!)
Pferden geht es im Offenstall natürlich meistens(!) besser, manche bevorzugen die 2. Klasse und stehen lieber nachts allein in der Box.

Ob ich mir ein Urteil über glückliche Wohnungskatzen erlauben kann? Ich kenne nur wenige, und bei denen heißt es nunmal: "Tür zu, sonst rennt er wieder raus und dann maunzt er wieder die ganze Zeit" (sind 2 Katzen).
Verhaltensprobleme gibt es generell auch eher bei Wohnungskatzen. NICHT BEI ALLEN, ich weiß...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Tierliebe... Beitrag #34
"Warum in der Stadt eine Katze...?"

Hm. Gute Frage... hier in Finnland gibt es so viel Natur, Wiesen, Wälder, winzige Käffer wo kaum Autos fahren, da wäre das fast schon realistisch...

...wenn ich mir Deutschland dagegen anschaue... wenn man jetzt nur noch als "Landmensch" Katzen haben darf, weil die Stadt zu gefährlich und die Wohnung nicht artgerecht ist, dann frage ich mich doch: wohin mit den ganzen Tieren? ;-)
Ich stelle mir gerade 100 Katzen pro Bauernhof vor, nun mal übertrieben gesagt, nur damit die armen nicht in einer Stadt leben müssen... :p

Ja, ich weiß, es gibt einen Unterschied zwischen Stadtrand und Innenstadt, Groß- und Kleinstadt, aber trotzdem.
Ich wohne in einer Großstadt (für finnische Verhältnisse *lach*) und in einem sehr ruhigen Stadtteil... hier ist viel grün, Familien mit Kindern, andere Katzen (auch Freigänger) und so weiter.

Trotzdem "sperre" ich meine Katze in der Wohnung ein.
Warum?
Weil ich 3 Katzen, die nicht mir gehörten, mir aber sehr wichtig waren, durch die Straße verloren habe.
2 davon in Deutschland, in einem ruhigen Randbezirk von Stuttgart, eine davon in Finnland auf dem Land. Und Land heißt hier, die nächsten Nachbarn sind 1-2 Kilometer weit weg.
Mein Kater Mikko kam damals mit rasiertem Hinterbein zu uns, da ihm ein Auto die Hüfte zertrümmert hatte, bevor er zu uns kam. Er hatte Glück, die anderen drei nicht.

Was sehen wir also?
Gefährlich ist es überall, wenn es keine Autos sind, dann ist es vielleicht was anderes.
Aber auch in den ruhigsten Gegenden fahren Autos und auch ein Auto kann schon genug sein...

Dass ich also meine Katzen nicht unbedingt raus lassen will, wenn ich trotz ruhiger Lage die Autobahn in 30 Metern Entfernung vorbeirauschen habe, ist doch eigentlich verständlich sollte man meinen...

Ich wohne mit meinem Freund auf "nur" 50qm und ja, wir holen uns noch eine zweite Katze...
Ob die beiden sich verstehen oder nicht, dass bleibt abzuwarten.
Ich geb dir vollkommen recht, wenn Katzen sich unsympatisch sind, dann kann man daran kaum etwas ändern.
Aber gleich anzunehmen, dass eine zu wild spielende Katze ausdrücken will, dass sie sich nicht allein fühlt sondern gern raus möchte oder dass ein anfängliches Fauchen bedeutet, dass sie lieber alleine in ihrem "Gefängnis" wäre, das finde ich doch nun etwas vorschnell geurteilt...

Wäre die Autobahn nicht so nah oder würde ich mehr auf dem Dorf wohnen, dann dürften meine auch raus, keine Frage. Obwohl das Risiko immer da ist...

Ich finde es auch schade, dass sie nicht raus dürfen, ich weiß es wäre theoretisch besser für sie. Praktisch dürfte ich sie aber vermulich weitaus früher beerdigen, als ich es nun tun werde...


Es ist auch immer eine Frage was für Katzen man sich anschafft.
Wenn man nun eine erwachsene Katze bekommt, die ihr ganzes bisheriges Leben in Freiheit verbrachte und sie dann zur Wohnungskatze "umfunktionieren" will, dann klappt das mit Sicherheit nicht und dann fühlt sich die Katze auch nicht wohl...

Aber nicht jede Katze hat automatisch einen solchen Freiheitsdrang.
Phoebe war vor der Vermittlung logischerweise zu klein um rauszudürfen und bei uns wird sie jetzt als reine Wohnungskatze aufwachsen... sie wird es also nicht anders kennen.
Sie rast durch die Wohnung wie eine Wilde, ja.
Weil sie ein verspieltes kleines Kätzchen ist.
Unsere neue, die wir am Sonntag bekommen, ist schon etwas älter, man vermutet zwischen 1 und 2, war aber auch nie draußen. Sie liegt wohl gern am Fenster und schaut hinaus, aber mehr aus Interesse als aus Freiheitsdrang, laut der "Gastfamilie" bei der sie gerade noch ist.

Als Mikko und Lotta nach dem Umzug meines Vaters einige Wochen drinnen bleiben mussten, saßen sie stundenlang kläglich miauend am Fenster und schauten sehnsüchtig nach draußen... von rumrennen weil eingesperrt war da nichts zu sehen und was sie uns sagen wollten war trotzdem eindeutig.


Ich finde es sollte jedem selbst überlassen sein, ob er seine Katzen rauslässt oder drinnen behält, egal wo derjenige wohnt.
Wenn man sich vorher über die Katze die man will informiert, dann kann man das Risiko dass sie durch Wohnungshaltung unglücklich wird von vorn herein stark einschränken.

Würde also keine vorschnellen Schlüsse ziehen und alle Wohnungskatzenhalter die nicht in einem Schloss residieren gleich als "nicht tierlieb" bezeichnen. ;-)
 
  • Tierliebe... Beitrag #35
Hm, hier hat eins von mehreren Tierheimen 364 Katzen.
Davon kennt der Großteil Draußen garnicht. Das Tierheim liegt mitten in der Stadt, das halte ich für sinnvoll, da ich es selbst erlebt habe, dass Leuten jeder km zuviel ist, wenn sie ihre auf einmal ungeliebten Tiere abgeben wollen.
Und was macht man jetzt damit?

Die umliegenden Landkreise haben alle selber überfüllte Tierheime. Uninformierte Menschen, die eine Katze haben möchten, die Freigang gewohnt ist, holen sich die meist eher für lau oder nen kleinen Geldbetrag vom Bauern als 120-160€ im Tierheim zu berappen.
 
  • Tierliebe... Beitrag #36
Ob ich mir ein Urteil über glückliche Wohnungskatzen erlauben kann? Ich kenne nur wenige, und bei denen heißt es nunmal: "Tür zu, sonst rennt er wieder raus und dann maunzt er wieder die ganze Zeit" (sind 2 Katzen).
Verhaltensprobleme gibt es generell auch eher bei Wohnungskatzen. NICHT BEI ALLEN, ich weiß...

Ok danke für die ehrliche Antwort. Dann weiß ich jetzt, dass Du Dir kein Urteil über Wohnungskatzen erlauben kannst, da Du noch nie länger als ein paar Stunden mit welchen zusammen warst! Vielleicht solltest Du anfangen von Sachen zu sprechen von denen Du etwas verstehst....und Dich selbst einmal reflektieren bevor Du hier mit Dingen um Dich wirfst von denen Du augenscheinlich keine Ahnung hast...
 
  • Tierliebe... Beitrag #37
Und was macht man jetzt damit?

Die umliegenden Landkreise haben alle selber überfüllte Tierheime. Uninformierte Menschen, die eine Katze haben möchten, die Freigang gewohnt ist, holen sich die meist eher für lau oder nen kleinen Geldbetrag vom Bauern als 120-160€ im Tierheim zu berappen.

Natürlich sind die überfüllten Tierheime ein Problem.
Und nochmal: Ich schere nicht alle über einen Kamm!
Aber es werden nicht nur Katzen aus den eh schon überfüllten Tierheimen als Wohnungskatzen vermittelt, sondern - auch wenn ich keine Ahnung habe und es hier nur jemand geschrieben hat - Zuchtkatzen gekauft werden, die nur in der Wohnung gehalten werden dürfen.

Man kann sich sicherlich wie Jiji geschrieben hat, vorher über seine Wohnsituation Gedanken machen und überlegen, welche Katze dann passen würde. Indem man die Vorgeschichte kennt usw.

Falls meiner Katze beim Freigang etwas passieren sollte, werde ich sicherlich jaulend an den Thread hier denken. Eine überfahrene Katze ist beschissen, eine angefahrene noch viel mehr.
Trotzdem liegt es in der Natur der (vieler) Katzen...
 
  • Tierliebe... Beitrag #38
Man kann sich sicherlich wie Jiji geschrieben hat, vorher über seine Wohnsituation Gedanken machen und überlegen, welche Katze dann passen würde. Indem man die Vorgeschichte kennt usw.

D.h. eigentlich ist Wohnungshaltung doch nicht per se schlecht, sondern nur wenn man die Vorgeschichte der Katze nicht kennt?
 
  • Tierliebe... Beitrag #39
Ich bin auch auf dem Dorf aufgewachsen und unsere Katze war Freigängerin hat gefressen was ihr in die Quere kam und war trotzdem immer Gesund.
Ich konnte anfangs auch nicht verstehen wie man eine Katze als reine Wohnungskatze halten kann. Aber nachdem ich mir mal lange Gedanken darüber gemacht habe (Planung eine Katze anzuschaffen) hab ich gemerkt das es totaler Schwachsinn ist. Die Tierheime sind überfüllt mit Katzen, dort werden die Tiere in engen Boxen gehalten und können auch nicht raus und dann gibt es Menschen die sagen Katzen in einer Wohnung zu halten ist Quälerei, ich meine klar ist es besser wenn sie im Tierheim in den Boxen ihr Leben verbringen anstatt in einer für Katzen speziell eingerichteten Wohnung mit tollen Kratzbäumen und der Couch zu wohnen (Achtung Ironie).

Also lieber Wohnung als Tierheim!!

eben gesehen das schon jmd zum Thema Tierheim was geschrieben hat
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
  • Tierliebe... Beitrag #40
Es liegt in der Natur von Katzen, angefahren oder überfahren zu werden? Hmm das bezweifel ich gerade... Stell dir mal vor die Menschen würden von jetzt auf gleich alle so denken wie du ... Chaos pur gg und das nicht nur für die Katzen... Mir wurde auch mein maiky überfahren.. Er hat gewartet bis ich ihn in den Händen hielt... Er hebte noch einmal sein Köpfchen schaute mich an miaute noch einmal dann sackte er in sich zusammen und schlief für immer ein... Viel zu früh... Aber das hat nichts mit der Natur zu tun, wenn Menschen wie die beschränkten Auto fahren... Wo sie eigentlich nur beschränkt "schnell" fahren dürfen... Und ich hab es nie hinbekommen mein Kater so zu erziehen das er nicht über die Strasse darf da manche Menschen sehr sehr unachtsam sind... Es gibt noch soviel mehr Beispiele.... Hier im Ort... Wurde mal ein kleines katzenbaby was frei herumlief von Jugendlichen eingefangen und an eine holztür genagelt... Mit den Pfoten und Ohren... Dann gibt es hier Zeiten, da tun hier Menschen Katzen wegfangen... Wohin? Keine Ahnung!Oder meine mausi... Meine alte omakatze ihr wurde von perversen Menschen der Schwanz abgehackt eine Auge ausgestochen... Und ihre tasthaare abgebrannt... Und ich möchte nicht wissen was hier noch so alles passiert und das hat ganz sicher nichts mit der Natur zu tun...
 
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