Vor 13 Jahren, in einer sehr schweren Phase meines Lebens, kam mein Sammy zu mir! Mit ihm konnte ich die Tatsache, keine eigenen Kinder zu bekommen, gut verkrafteten! Es gab vorher nie ein solches Geschöpf in meinem Leben! Er öffnete mein Herz! 13 Jahre sind wir gemeinsam durchs Leben gegangen! Ob beim Blätter harken, Schnee schieben, Weihnachtsgeschenke einpacken, abends auf dem Sofa, morgens beim Frühstück, er war dabei. Schaute mich mit seinen lieben Augen an und "sprach" mit mir! 13 Jahre jeden morgen aufstehen, Sammy füttern und rauslassen. Sorgen machen wenn er sich nicht sein 2. Frühstück holte. Von der Arbeit kommen und hoffen, dass er gleich kommt, bevor es dunkel wird! Wenn ich krank war, schaute er regelmäßig nach wie es mir geht! Meinen Kummer spürte er ebenfalls immer! Sein Schnurren war immer Balsam für meine Seele. Wenn der Job das Äußerste von mir forderte, wusste ich, wenn ich zu Haus bin brauche ich kein Glas Wein, nur das Schnurren und die zufriedenen Blicke meines Katers. Tausende Erinnerungen und schöne Momente sind in meinem Kopf. Wenn er krank war und wieder gesund, dann war auch ich wieder glücklich. Die Sorge um seine Gesundheit, dass tägliche Versorgen mit Augentropfen und von Zeit zu Zeit Medikamenten, haben uns in den letzten Jahren noch intensiver zusammengebracht. Sein glückliches Herumspringen, wenn es ihm wieder gut ging, waren Belohnung für das Traktieren mit den Tropfen o. ä.! Er hat es mir nie Übel genommen, wir waren Seelenverwandte! Als er jetzt die extreme Augenproblematik hatte, sein Auge auslief und auch noch eine Bauchspeicheldrüsentzündung diagnostiziert wurde, war ich am Boden zerstört. Als ich ihn in die Klinik brachte und dort lassen musste, brach es mir das Herz. Mir wurde aber Mut gemacht, eine Augenamputation und ein Tropf sollten die Lösung sein. Als ich ihn am Freitag Morgen, den 30.11.2012, vor der OP besuchte, wusste ich nicht, dass dieser Abschied für immer ist. War sein Herz so schwer (es schlug wie wild als ich ihn im Arm hielt), war es der Grund, dass es versagte als er die Narkose bekam? Er hat es nicht geschafft und ich musste ihn noch am gleichen Nachmittag begraben. Was bleibt ist dieses Grab in meinem Garten, hunderte Erinnerungen um mich herum und damit eine unbeschreibliche Trauer und Leere! Wie kann ich das ertragen? Ich fühle mich krank! Ich kann kaum ins Wohnzimmer oder in den Garten gehen! Mag nicht in die Zukunft sehen. Komme nicht zur Ruhe! Wer sagt mir wie ich weiterleben kann?