Bin Zuhause. Muss erst mal schauen was Micha aufgeschrieben hat. Vorweg: Tjure ist stabiler als gestern aber bei weitem noch nicht fit.
Ich schreibe ausführlich sobald ich mich geordnet und was gegessen habe.
So, nun hab ich endlich mehr Wissen.
Tjure hat dem Arzt die Nacht über sehr Sorgen gemacht, sodass der Doc schon das Telefon in der Hand hielt, um mich anzurufen. Er hat ihm dann aber (O-Ton) "klargemacht, dass Hopsgehen einfach nicht drin sitzt, ist NICHT optional". Heute ist Tjure offensichtlich wesentlich stabiler, arbeitet so gut mit wie die neurologischen Ausfälle ihn lassen (er kann zB nicht fressen, weil er in den Napf fällt, deshalb bekommt er Astronautenkost und schluckt diese gut ab, er ist richtig gierig darauf, kann es halt nur neurologisch nicht umsetzen). Über den Berg ist er aber noch lange nicht.
Heute wurde EDTA Blut genommen und zu Laboklin geschickt, um einen PCR Test auf Anaplasmen (atypische Babesien) und (Hämo-)Bartonellen zu machen. Ein passendes AB dagegen bekommt er schon vorsorglich.
Wir kämpfen also weiter um Tjures Leben. Das klingt so abgedroschen und dramatisch, entspricht aber leider der Wahrheit.
Der Doc sagt, dass jeder Tag, den Tjure überlebt, uns auf der Skala der wahrscheinlichen Heilung weiter nach oben bringt. Es heißt also weiterhin kräftig die Daumen drücken.
Wir haben den Ernstfall nochmal besprochen. Auch wenn unser Doc es weiß, ich habe nochmal betont, dass ich Tjure nicht durch etwas hindurchquälen möchte, was eher utopisch ist. Wir sind uns einig, dass bei einer Verschlechterung des Zustandes wir Tjure abholen und unser Doc ihn hier gehen lässt. So weit denken wir aber nun nicht mehr, denn je optimistischer wir sind und je mehr wir die Daumen für den Zwockel drücken, desto besser.
Das Schicksal sollte sich mal langsam klar werden, mit wem es zu tun hat.