Ich muss sagen, dass das MAL ´ne Sache ist, die in Frankreich - aus meiner Sicht - deutlich besser geregelt ist. Dies hier weiss ich, weil ich selbst vermiete: es gibt hier für Vermieter eine Mietausfallversicherung, in die man auch den Fall "Wohnung völlig versaut" aufnehmen kann.
Das ist nicht mal teuer (und man kanns von der Steuer absetzen). Die meisten Vermieter haben diese Versicherung. Dann ist man nämlich sicher, im Falle des Falles seine Wohnung wieder auf Vordermann zu kriegen, wenn der Mieter zahlungsunfähig oder -unwillig ist.
Dann kann man relativ abgesichert vermieten. Man braucht niemandem die Katzenhaltung zu verbieten (was hier grundsätzlich ja eh nicht geht) und kriegt sein Geld, wenn Leute auch ganz ohne Tiere die Wohnung schlimm zugerichtet haben.
Versteh mich nicht falsch, es geht mir nicht grundsätzlich darum, Tierhaltung zu verbieten (ich habe ja selber vier Katzen in einer Mietwohnung :wink

, ich meine das grundsätzlich... Ich stelle mir Folgendes vor: Ich habe Geld (meist VIEL) Geld für eine Wohnung bezahlt, habe vielleicht selber eine Tierhaarallergie und weiß, dass ich später in der Wohnung wohnen möchte, deshalb untersage ich meinem Mieter die Haltung. So und dann? Dann muss ich nach dem Auszug des Mieters, der sich gegen den Vertrag Katzen angeschafft hat, die Wohnung auf meine Kosten grundreinigen lassen.
Aber mal davon ab, es ging mir
generell darum, dass man als Vermieter oft echt die A***karte gezogen hat, sei es bei Mietnomaden oder ähnlichem. Ich habe in der Verwandschaft einen Hausverwalter, ich weiß, wovon ich spreche...
Und was machst Du, wenn Du lungenkrank bist, und in eine Wohnung kommst, in der jahrelang geraucht wurde? Die musst Du auch grundsanieren. Hab ich gerade hier im Haus gehabt. 4 Wochen hat die Renovierung gedauert ...
Aber käme keiner auf die Idee, nicht an Raucher zu vermieten. Wäre auch gar nicht möglich, rein rechtlich :wink:
PS: es gibt wirklich Situationen, da sollte man es sich überlegen, ob man vermietet.
Was ich nur nicht ok finde, ist, dass man anderen Menschen, die auf Wohnraum angewiesen sind, so ins Leben reinregelt, dass einfachste Dinge (wie eben mit einer Wohnungskatze einzuziehen) nicht mehr möglich sind.
Und ja, man hat viel Geld ausgegeben. Man hat Eigentum erworben, und will es gewinnbringend einsetzen. Klar. Will ich ja auch. Aber muss das auf dem Rücken von völlig "braven" Katzen und ihren Haltern gehen?
Wenn Schäden angerichtet werden, müssen sie ja eh ersetzt werden. Und es muss endrenoviert werden. Das sollte doch vielleicht mal ausreichen ...
Na ja, die bestehenden Rechtslage ist eine andere, jedenfalls in Deutschland.