SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier"

Diskutiere SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" im Tierschutz Forum im Bereich Katzenfreunde; Hat jemand von Euch den Spiegel von dieser Woche gelesen ? Darin wird die These vertreten, dass die Hauskatze das gefährlichste Raubtier unseres...
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #1
Monterosa

Monterosa

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Hat jemand von Euch den Spiegel von dieser Woche gelesen ?
Darin wird die These vertreten, dass die Hauskatze das gefährlichste
Raubtier unseres Planeten ist,
ziemlich erschreckender Bericht.
Ein Zitat daraus

"Killer mit Kulleraugen"
Mit seinem Charme hat er es geschafft, sich ins Herz des Menschen zu schleichen,
und sich ihn untertan zu machen.
Er lässt sich vom Homo sapiens rundumversorgen-
nahrungstechnisch, medizinisch, bestandspolitisch.
Daheim spielt er die Rolle des eigenwilligen Schmusetiers.
Vor der Türe lebt er aber seine wahre Natur aus,
da ist er nichts weiter als ein durch das Gebüsch marodierender Attentäter,
ohne Gnade, ohne Einsicht.
Therapie zwecklos.

Nach einer Studie töten in den U.S.A angeblich
110 Millionen Hauskatzen
jedes Jahr bis zu 3,7 Milliarden Vögel
und bis zu 20,7 Milliarden Säuger.
Der ganze Bericht ist zwar tendenziös, aber auch sehr interessant.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #2
Hat jemand von Euch den Spiegel von dieser Woche gelesen ?
Darin wird die These vertreten, dass die Hauskatze das gefährlichste
Raubtier unseres Planeten ist,
ziemlich erschreckender Bericht.
Ein Zitat daraus

"Killer mit Kulleraugen"
Mit seinem Charme hat er es geschafft, sich ins Herz des Menschen zu schleichen,
und sich ihn untertan zu machen.
Er lässt sich vom Homo sapiens rundumversorgen-
nahrungstechnisch, medizinisch, bestandspolitisch.
Daheim spielt er die Rolle des eigenwilligen Schmusetiers.
Vor der Türe lebt er aber seine wahre Natur aus,
da ist er nichts weiter als ein durch das Gebüsch marodierender Attentäter,
ohne Gnade, ohne Einsicht.
Therapie zwecklos.

Nach einer Studie töten in den U.S.A angeblich
110 Millionen Hauskatzen
jedes Jahr bis zu 3,7 Milliarden Vögel
und bis zu 20,7 Milliarden Säuger.
Der ganze Bericht ist zwar tendenziös, aber auch sehr interessant.

Hallo Monterosa,

ich habe den Artikel nicht gelesen, aber ich hatte vor ein paar Tagen diesen Link gepostet:



Diese Glosse bezieht auch auf diese ominöse Studie aus den USA.
Super jetzt wird das auch noch im Spiegel schön weitergetragen. Jetzt haben die Katzenhasser es auch noch schwarz auf weiß in einem angeblich serösen deutschen Politblatt gelesen, dass sie ja nur die Menschheit retten in dem sie Katzen quälen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #3
Hmm,

wie sähe eigentlich ein vergleichbarer Artikel über die Speizies Mensch aus?

Umweltzerstörung, Kriege, Genozide, Morden aus Habgier, Rache, Passion etc, Waffenoverkill etc. etc. etc. Und wieviele Arten hat der Mensch gleich noch mal bisher ausgerottet?

Den Artikel würde ich mit "Killer mit I-phone und FB" titulieren.:mrgreen:
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #4
Ich will jetzt diesen Artikel nicht verteidigen,
ich bin in diesem Forum weil ich Katzen
sehr mag, aber eines hat mich doch nachdenklich gemacht,
wir wissen das Katzen Jäger sind und draußen ihrem Instinkt
folgen, obwohl daheim immer eine Mahlzeit auf sie wartet.
Laut diesem Spiegelbericht sind z.B in Neuseeland einige Vogelarten
vom Aussterben bedroht weil sie von den Katzen getötet werden,
ob das zu glauben ist, weiß ich nicht.
Andererseits kenne ich den SPIEGEL, weil ich für ihn manchmal arbeite,
und deshalb weiß , dass die keinen Artikel drucken ohne genaue Recherche
und Gegenrecherche.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #5
Ich will jetzt diesen Artikel nicht verteidigen,
ich bin in diesem Forum weil ich Katzen
sehr mag, aber eines hat mich doch nachdenklich gemacht,
wir wissen das Katzen Jäger sind und draußen ihrem Instinkt
folgen, obwohl daheim immer eine Mahlzeit auf sie wartet.
Laut diesem Spiegelbericht sind z.B in Neuseeland einige Vogelarten
vom Aussterben bedroht weil sie von den Katzen getötet werden,
ob das zu glauben ist, weiß ich nicht.
Andererseits kenne ich den SPIEGEL, weil ich für ihn manchmal arbeite,
und deshalb weiß , dass die keinen Artikel drucken ohne genaue Recherche
und Gegenrecherche.

Diese Vogelstudie kenne ich nicht aber was soll denn die grosse Erkenntnis sein, wenn es so wäre? Wie gesagt, jeden Tag sterben Arten auf dem Planeten aus, weil der Mensch tiefgreifend in die Natur eingreift. Und dann soll es dann so ein Drama sein, wenn Katzen wirklich einige Vogelarten ausrotten sollten- falls es denn stimmt?
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #6
Na ja, wenn es nicht der notwendigen Nahrungsaufnahme
dient ist es ein Drama, wie groß oder klein das Drama ist
kann ja jeder für sich selbst entscheiden.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #7
Laut diesem Spiegelbericht sind z.B in Neuseeland einige Vogelarten
vom Aussterben bedroht weil sie von den Katzen getötet werden,
ob das zu glauben ist, weiß ich nicht.

ich glaube mich zu erinnern, dass auch daran der mensch schuld war!
es gab wohl keine katzen in neuseeland bis die schifffahrt sie dorthin gebracht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #8
Na ja, wenn es nicht der notwendigen Nahrungsaufnahme
dient ist es ein Drama, wie groß oder klein das Drama ist
kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Und, was folgerst du daraus? Hat das für dich Konsequenzen, was den Umgang mit Katzen anbelangt?
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #9
Na ja, wenn es nicht der notwendigen Nahrungsaufnahme
dient ist es ein Drama, wie groß oder klein das Drama ist
kann ja jeder für sich selbst entscheiden.

Also ich finde so einen Artikel so unglaublich heuchlerisch. Ist die industrielle Produktion von Fleisch notwendig für unsere Ernährung?

Also, der Mensch hat genug Baustellen, die er mal angehen sollte bevor jetzt Katzen hysterisch als die grössten Killer bezeichnet werden.

Der grösste Killer ist der Mensch!
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #10
ohne mensch wäre die sache, einfach, einfacher.
ich denke die zahlen sind nicht völlig aus der luft gegriffen.
freunde von mir sehen von katzenhaltung ab, weil ihnen die vögel im garten wichtiger sind.
vom tschipp tschipp uber hasen bis eichhörnchen, das konnte ich retten, wurde hier schon alles angeschleppt. mir geht das dumme getrillere eh auf den keks.
glücklicherweise laufen hier am kanal nur ekh´s, also kleinere katzen rum, sonst gäbe es hier nicht, alle paar meter, entenkolonien.
glaube die einzige chance den planeten zu retten ist ihn vollständig zu verstehen und zu kontrollieren.
katzenhalter an den pranger!!! und bis dorthin, bitte jeder nur ein kreuz tragen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #12
Das ist eine gute Frage Fridolinchen,
keine Ahnung was ich daraus folgere..

Nochmal ein Zitat aus dem Spiegel.

"In Großbritannien drängen sich mitunter tausend Samtpfoten pro Quadratkilometer
im besiedelten Gebiet.Das ist abstrus.
Nicht einmal in der Serengeti könnte eine Raubtierart jemals eine solche Dichte
erreichen, schließlich müssen wilde Raubtiere von dem leben, was sie erlegen.
Katzen nicht,
Sie töten, ihrem Jagdtrieb folgend, zum Zeitvertreib,
Gegessen wird daheim."
Und bitte versteht mich nicht falsch, ich bin für Freigang,
aber irgendwie auch im Dilemma...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #13
das ist eine uralte Diskusson. Um Ratten und Mäuse in ihrem Bestand zu begrenzen, sind Katzen willkommen. Aber wehe sie vergreifen sich an Tieren, die der Mensch nicht als schädlich ansieht. Probleme gibt es überall dort, wo der Mensch Tierarten in abgeschlossene, ganz spezielle Ökosysteme einbringt, die nicht angemessen auf den Neuzugang reagieren kann, wie z.B. Bodenbrüter in Neuseeland. Dass unsere Art der Fleischproduktion ungleich größere Probleme mit sich bringt, wird dabei gern übersehen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #14
ich löse das dilemma, erstmal, über die dekadenz des tierschutzes. ende der woche kommt die vorm tod gerettete Tinta aus spanien.
und mein egoismus geht soweit, daß mir egal ist, was meine geliebten katzen reißen.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #15
Borealis, mir ist schon klar dass es
größere Probleme gibt, und das die meisten (fast alle)
menschgemacht sind,
und die Diskussion ist uralt, aber nachdem
die Hauskatzenpopulation in den letzten Jahrzehnten stark
gestiegen ist kann ich mir schon vorstellen, dass das für
manche kleinen Säuger;- und Vogelarten in manchen Ländern
eine echtes Überlebensproblem wird.
Das daran nicht die Katze, sondern wir (als Erziehungsberechtigte),
schuld sind ist auch klar; aber das ändert nichts an der Situation.
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #16
Wenn man sich mal auf Europa beschränkt, ist das auch eine Frage der Betrachtungsweise. Was ist denn überhaupt der natürliche Bestand? Welche Schätzungen soll man zugrunde legen? Die aus Zeiten bevor der Mensch hier Ackerbau betrieb? In Zeiten als fast ganz Mitteleuropa abgeholzt war oder zu Zeiten naturnaher Landwirtschaft mit größeren Waldflächen? Bevor der Mensch Ackerbau betrieb, gab es hier eine große Anzahl an Tieren und Pflanzen gar nicht. Was wir heute als Natur empfinden ist zum Großteil durch den Menschen geprägt. Bei der in manchen Teilen Deutschlands typischen industriellen Landwirtschaft braucht man erst gar nicht anfangen zu zählen, was aber sicher nicht an den Katze liegt, die hier auch nicht gerade häufig sind. Es mag sein, dass in einigen Gebieten Katzen eine Belastung für andere Tierarten bis hin zur völligen Bestanddezimierung sind, eine völlige Ausrottung der Art geschieht aber nur dann, wenn es keine Ausweichmöglichkeiten gibt, weil der natürliche Lebensraum sehr klein ist. Dass zu wenige Katzen kastriert sind, ist letztendlich das Huaptproblem. Die meisten Streuner halten sich in der Umgebung von Menschen auf und unterliegen deren Einfluss. Da sollte man ansetzen und nicht daran, dass Katzen kleine Raubtiere sind. Die "Schuld" den Katzen zuzuschieben, finde ich sehr billig (ich meine damit den Spiegel).
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #17
ich glaube mich zu erinnern, dass auch daran der mensch schuld war!
es gab wohl keine katzen in neuseeland bis die schifffahrt sie dorthin gebracht hat.
daran erinnere ich mich auch, und es kann natürlich ein erhebliches Problem werden, wenn der Mensch jagende Tiere in Gebiete bringt, in denen diese widerum keine Feinde haben

"In Großbritannien drängen sich mitunter tausend Samtpfoten pro Quadratkilometer
im besiedelten Gebiet.Das ist abstrus.

Es wird sicher nicht nur in GB so sein, ich denke aber hier wäre die Kastration der wichtigste Ansatz, auch bei Freigängern in menschlicher Obhut
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #18
Du hast mich jetzt, glaube ich , falsch verstanden,
es geht nicht um Schuldzuweisung,
(auch der Spiegel gibt ihnen nicht die Schuld),
sondern darum ob es unserer Ökologie gut tut,
in Gegenden wo es schwierig ist Katzen ihrem natürlichen
Instinkt folgen zu lassen und dabei in Kauf zu nehmen, dass andere Arten
massiv bedroht werden,
noch mal ein Zitat aus dem Artikel, und nein ich bin kein Spiegellobbyist.

" Womöglich, darauf weisen die Briten hin, ist das Katzenproblem sogar noch
dramatischer als es scheint,
denn Katzen bringen den Tod selbst dann, wenn sie gar nicht töten.
Es reicht, dass sie sie da sind.
In einem katzenverseuchten (ich weiß hartes Wort) Revier,
so haben die Forscher von Andrew Beckerman vorgerechnet,
herrscht eine "Ökologie der Angst".
Die Vögel stehen permanent unter Stress.
Elterntiere richten ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Nachwuchs,
sondern auf die Räuber, sie können sich nicht mit voller Kraft auf die Fütterung
konzentrieren.
Im Extremfall sinkt ein Vogelbestand bis zu 95 Prozent "
 
Zuletzt bearbeitet:
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #19
Ich hab diesen Mist auch gelesen und furchtbar aufgeregt! Das sind Katzen! Sie folgen Ihren Instinkten und fertig! Sie töten angeblich Millionen von Vögeln, lächerlich!
 
  • SPIEGEL "Hauskatze das gefährlichste Raubtier" Beitrag #20
Das sind Katzen! Sie folgen Ihren Instinkten und fertig!

das streitet ja auch niemand ab, aber eine Population verträgt immer nur einen gewissen Prozentsatz Jäger/Beutetier und ich denke in diese Richtung gehen die Artikel.

Katzen haben zudem doch eine hohe Vermehrungsrate, auch wenn die Sterblichkeitsrate der Kitten in freier Natur ebenfalls hoch ist, und sind bei der Jagd auch weniger Gefahren ausgesetzt als andere Jäger, deren Beute z.B. wehrhaft sein kann,
Ebenso gibt es kaum Feinde für sie (sieht man mal vom Verkehr ab), ihr Platz ist also weit oben in der Nahrungskette
 
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