Seit dem 15. März (praktisch den Iden) ist ja nun Shannon, das kleine (Tier-) Heimkind bei uns.
Sie ist 6 Monate alt und hat die meiste Zeit ihres Lebens mit vielen Artgenossen verbracht, darunter ihre Geschwister- wie schwer muss es gewesen sein, sich plötzlich bei uns wiederzufinden!
Die ersten Tage waren nicht ganz so leicht. Penny machte sehr deutlich, WER hier das Sagen hat, und Shannon musste sich erst einmal zurechtfinden. Doch bis zum heutigen Tage hat eigentlich alles sehr gut geklappt, und die grössten Probleme hatten wohl die Menschen, nicht die Tigerchen.
Penny hat sich eigentlich sehr nobel verhalten, das Geknurre und Gefauche hat sich nach den ersten zwei Tagen gelegt und nun hausen beide hauptsächlich im Wohnzimmer, praktisch im Basislager kätzischen Unfugs.
Beide scheinen voneinander zu lernen; Penny verscharrt neuerdings ihr Geschäft ordentlich unter Streu und kratzt nicht nur alibihaft auf dem Klorand herum, und Shannon weiss plötzlich SEHR genau, wie man am besten auf welche Schränke kommt, ohne aufzufallen.
Shannon ist ziemlich kuschelig und kommt gern zu ohren Menschen auf das Sofa, während Penny noch ein wenig auf Abstand bleibt- vielleicht glaubt sie, ein Bild aufrecht erhalten zu müssen von der arrogantenZimtziege, deren Zuneigung eine Belohnung ist. Aber sie kommt schon wieder morgens zum Kuscheln ins Bett, und abends schläft sie auch dort wieder ein.
Wo Shannon schläft, wissen wir nicht ganz genau, aber Fakt ist, dass sie sich des Nachts schon probehalber ins Schlafzimmer schleicht- ein weiteres Revier, dass sie sicher bald erobern wird.
Der Burgfrieden ist weit genug gediehen, um die gleiche Toilette zu benutzen (bzw beide benutzen beide Toiletten) und aus dem gleichen Napf zu fressen, wenn das Futter nur interessant genug ist. Nur das gemeinsame Spiel lässt noch auf sich warten; wenn Shannon eine Fellmaus in den Pfoten hat, hält Penny respektvoll Abstand. Naja, wilde Jagden und gelegentliches Springen auf den Rücken, um die Ohren neu zu piercen, ist wohl auch eine Art Spiel, da wollen wir mal nicht so sein, nicht wahr?
Alles in allem ist die erste Woche sehr, sehr gut verlaufen, und wir können wirklich stolz auf die beiden sein, die ihre jeweilige neue, schwierige Situation fantastisch gemeistert haben.
Ich kann es kaum erwarten, Euch an dieser Stelle von weiteren Fortschritten und Aktivitäten meiner beiden Zicken zu berichten!
Steffi