Leider scheint das mit dem Auskoppeln aus dem anderen Thread technisch nicht geklappt zu haben, daher eröffne ich nun doch einen neuen (hatte gehofft, wir könnten die bereits verfassten Beiträge hier mit 'rüberziehen' und dann auf der Grundlage weiterschreiben).
Dieser Thread basiert auf der Diskussion:
https://www.katzen-forum.de/vermitt...ippi-kleiner-siam-sucht-zuhause-kollegen.html, ist aber nicht auf diese Anzeige beschränkt (weil es mir definitiv nicht darum ging, jetzt genau diese Orga anzugreifen, bitte nicht missverstehen), es geht mir um die
generelle Terminologie.
Aus dem Grund möchte ich auf ein paar Punkte noch einmal eingehen:
Zitat von
Aristochat
Ich habe darum gebeten diesen Thread hier zu schließen und würde freundlicherweise darum bitten,wenn ein neuer aufgemacht ist und wir uns mal wieder nicht an die Regeln die bestimmte Leute meinen aufstellen zu müssen,dann sollten sie diesen Thread einfach nicht lesen. [...]
Nicht, dass du das falsch verstehst, es geht hier nicht um 'meine Regeln', die ich mir deiner Meinung nach aus welchen Gründen auch immer aus den Fingern sauge, es geht tatsächlich auch um die Nutzung rechtlicher Fachbegriffe. Wie ich in meinem längeren Post verlinkt habe, ist das sicher keine Erfindung meinerseits.
Hinlänglich bekannt ist ja nun, dass wir nur dann sinnvolle
Tierschutz-Arbeit betreiben können, wenn wir uns über die Probleme, die dieser hat/auf denen dieser basiert, klarwerden, diese auch offen ansprechen und alle gemeinsam angehen.
Solange aber immer noch Dinge wie,
- Katzen müssten einmal werfen, bevor sie 'sterilisiert' werden,
- Kastration sei ein Eingriff in die Selbstbestimmung der Katzen und nehme ihnen den Spaß auf Sex oder eben auch
- die Rasse einer Katze könne an ihrem Aussehen festgemacht werden und Papiere seien nur etwas für Angeber,
in vielen Köpfen geistern, müht sich der
Tierschutz leider nur an der Oberfläche ab, um die Folgen dessen zu beheben.
Das stoppt aber leider nicht das Problem - das kann man nur in den Griff bekommen, wenn man versucht, möglichst viele Leute ins Boot zu holen und aufzuklären, denn
Wenn jedes einzelne Kätzchen bei jemandem auf die Welt kommt, der sich verantwortungsvoll um es kümmert und es an ebenso verantwortliche Leute abgibt und es auch zurücknimmt, wenn die es nicht mehr behalten können, dann wäre organisierter Tierschutz unnötig. Tierschutz ist nur die Folge von Verantwortungslosigkeit.
Dazu gehört aber eben auch, dass
[...] der Tierschutz deutlich gegen Vermehrer sein [sollte], er trägt nämlich in grossem Masse anderen den Folgen dieser Vermehrung
und dass man im
Tierschutz Leuten (Interessenten) durch entsprechende Bezeichnungen nicht suggeriert, sie bekämen ein Rassetier oder ein Rassemix, nur, weil dieses Tier etwas längere Haare, größere Ohren oder eine bestimmte Farbgebung besitzt bzw. ein vermeintlich einer Rasse entsprechendes Verhalten an den Tag legt.
Ich weiß, dass das ganz schön viel verlangt ist von denen, die ohnehin schon ihre Zeit, ihr Geld und ihr Herzblut in die ganzen herrenlosen Tiere stecken - jetzt sollen sie sich auch noch mit Fachbegriffen auskennen.
Aber wenn man das Übel eben nicht nur an seiner Oberfläche (immer wieder Tiere aufnehmen, die herrenlos sind), sondern an der Wurzel packen will (verhindern, dass viele überhaupt herrenlos werden), ist es meiner Meinung nach
immens wichtig, dass sich gerade der
Tierschutz und solche Foren wie dieses darum bemühen, da (auch verbale) Klarheiten zu schaffen.
So kann es eben meiner Meinung nach nicht sein, dass Vermittlungsanzeigen geschaltet werden, die Interessenten implizieren, es handle sich um ein Tier einer bestimmten Rasse bzw. um einen Rasse-Mix (denn, soweit mir bekannt ist, ist eine Rassekatze ein Tier, das seine Rasse entsprechend nachweisen kann und ein Rasse-Mix ein Tier, das nachweislich ein Elterteil hat, das ein Rassetier ist, wenn diese Definition falsch sein sollte, gerne Infos hierzu).
Das kann nämlich aus meiner Sicht auch zu Problemen führen, weil sich die Käufer einfach etwas anderes unter der Katze vorstellen, was die Katzen vielleicht gar nicht erfüllen können. Wichtiger, als den Katzen eine Rasse anzudichten (und nein, das unterstelle ich nicht automatisch jeder Organisation, ich denke, bei vielen geschieht das eher aus Unwissenheit oder Zeitmangel beim Erstellen der Angebote), um die Tiere möglichst gut (bei schlechten Orgas und auch hier noch einmal nein, ich meine niemand Bestimmten, denn ich kenne keine gut genug, um das beurteilen zu können - auch gewinnbringend

) verkaufen zu können , ist doch, die Eigenschaften des Tieres in den Vordergrund zu stellen.
So, Feuer frei, wie seht ihr das? Sind der Tierschutz/die Tierheime da in der Pflicht, verbale Aufklärungsarbeit zu betreiben (zumal, wenn sie davon in Kenntnis gesetzt sind) oder findet ihr, dass das nicht deren Aufgabe ist und Katzen problemlos als
Ragdoll, Maine Coon, Birmchen oderoderoder vermittelt werden sollten?
Und noch einmal zum Abschluss - es geht mir nicht um eine bestimmte Anzeige (auch wenn sich das Ganze an einer festgemacht hatte) oder Organisation, sondern um das Prinzip.