Saurier, du hast gerade meinen Ergeiz geweckt. Ich möchte dir sachlich mit Infos antworten, die ich im Netz finde. Ich werde es danach nicht weiterdiskutieren sondern Antworten von dir stehen lassen, denn mich stört unter anderem, dass du deine Aussagen so irgendwie hinschmeisst um damit zu unterstreichen, dass diese Aussagen auch stimmen. Ob sie stimmen kann ich nicht sagen, ich kann nur mit den Dingen antworten, die ich gefunden habe. Und wie gesagt, ich bin kein Experte.
Und was ist mit dem cb-Gen der Burmesen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Burma-Katze
Die Burmesen gibt es in zehn allgemein anerkannten
Farben;
- Seal – warmes Dunkelbraun; die Nase und Ballen sind sehr dunkel
- Blau – Blaugrau mit einem hellen Zinnschimmer; Nase und Ballen sind blaugrau
- Chocolate – schokoladenfarben; die Farben der Ballen reichen von zimt- bis schokoladenbraun
- Lilac – Taubengrau mit leichtem rosa Schimmer; Nase und Ballen sind lavendelrosa
- Rot – warmes orange oder mandarin; Nase und Ballen sind rosafarben
- Creme – helle pudrige Aprikose-Farben; Nase und Ballen sind rosafarben
- Blau tortie – Blaugrau mit Flecken in apriko; Nase und Ballen sind rosa/blaugrau/rosa oder rosa mit blaugrauen Flecken
- Chocolate tortie – Schokoladenfarben mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind schokoladenfarbig/rosa/schokoladenfarbig mit rosa Flecken
- Lilac tortie – Taubengrau mit aprikosenfarbigen Flecken (auch Beine und Schwanz); Nase und Ballen sind lavendelrosa/hellrosa/lavendelrosa mit hellrosa Flecken
- Seal tortie – Rot aller Schattierungen mit braunen Flecken; Nase und Ballen sind braun/rosa/braun mit rosa Flecken
Teilweise anerkannte Varietäten: In Neuseeland gibt es zusätzlich Burmesen in
Cinnamon,
Fawn, Caramel und Apricot sowie alle Farben mit
Silber und in den bekannten Tabbyvarianten; einschließlich
Smoke als Non-
Agouti (Nicht
Tabby) Varietät.
Eine einzige Burma-Katze soll 1933 von dem US-Navy-Arzt Joseph C. Thompson aus dem damaligen Burma (Rangoon) nach Kalifornien transportiert worden sein. Sie gilt als Mutter aller Burmesen und sah aus wie eine
Siamkatze in hell-braunen Tönen.
http://www.burmese-cats-alliance.com/genetik.htm
cb = [FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]
bezeichnet das Gen für den Burmafaktor.
Das Gen C (Colour) ist für die vollständige Pigmentierung am ganzen Körper verantwortlich und ist hier mutiert. Dadurch wird die Einlagerung der Farbpigmente im Fell verändert und in ein braun verschiedener Schattierungen umgewandelt.[/FONT]
Das typische Erscheinungsbild einer Burmakatze lässt sich auf die Reinerbigkeit des rezessiven cb Gens, also cb cb zurückführen, das der Albinoserie angehört.
Wir erhielten mit Datum vom 02.09.2010 (Original liegt uns vor) eine E-Mail von Laboklin GmbH & Co. KG mit folgender Aussage: "Sie können aber gerne schreiben, dass der Gentest auf die Farbvariante Burma keinen Hinweis auf die Rasse Burma liefert, auch, wenn das Ergebnis cb/cb (Burma/Burma) ist. Dieser Test gibt lediglich Auskunft über die Farbvariante Burma und nicht über die Katzenrasse und ist auch bei anderen Katzenrassen möglich."
Ich habe nie behauptet, dass ich alles weiss, danke für die Info.
Die Burmas stammen von einer einzigen Katze ab, also muss auch
EKH mitgemischt haben, also ist jeder Burma auch ein
EKH-Mix
Wie ist das jetzt mit den Farben, die in Neuseeland anerkannt sind, sonst nicht: Sind das Rassetiere oder nicht? Wie kann bei einer Rasse plötzlich eine neue Farbe entstehen, ohne dass eine "Fremdrasse" eingekreuzt wurde?
Auch das cscs (typisch für
Siam) gehört zur Albinoserie. Also sind die Rasse doch miteinander verwandt? ist das möglich, wenn sie reinrassig sind?
Kann man tatsächlich von reinrassigkeit sprechen, wenn es kein eindeutig genetisches Merkmal gibt?
Wenn da aber Siammix steht, ist es doch genau das, ein Mix, der aus einem Siamesen entstanden ist (und ein Siamese ist - genau wie ein MC, NFO, EXO usw. - eben eine Bezeichnung für eine Rasse(katze) mit entsprechendem Stammbaum und nicht eines Rassemerkmals).
Woher stammt diese Definition? Siammix heisst nichts anderes, als dass ein
Siam irgendwann mitgespielt hat, was in einer bestimmten Eigenschaft ersichtlich ist, sei das jetzt physisch oder psychisch.
Naja, die beiden sind jeweils schon ziemlich gut zu unterscheiden (Stichwort Nasenspiegel), zumal Kitten ja auch erst mit 12 Wochen abgegeben werden sollten, da kann man es schon ganz gut erkennen, in Kombi mit Tabby und/oder weiß und silber wird es da - zugegeben - schon schwieriger.
Also ich finde es nicht so einfach: hier einmal Bluepoint, einmal
lilac point. Kannst du so schnell sagen, welcher, welcher ist?
Wenn man bedenkt, dass nur wenige Züchter über viele Jahre züchten, so dass sie wirklich Ahnung von der Sache haben, denke ich, dass in den meisten Fällen doch auch ab und zu die Farbe dann falsch sein wird.
Hm, wenn ich aber doch mit den Katzen züchte, sollte ich doch schon wissen, was in den Tieren 'steckt', so ein grober genetischer Code sollte schon die Grundlage einer anständigen Zucht sein. Sicher, vielleicht weiß man nicht genau, ob die Tiere ggf. Verdünnung oder Dm tragen, aber das kann man z.T. heutzutage schon testen oder sieht es ja dann bei der Verpaarung.
Dann setzt du voraus, dass alle Züchter ihre Zucht über Jahre betreiben. Tatsache ist, dass die wenigesten Zuchten älter als 5 Jahre werden, dass viele ihre Katze 3 mal werfen lassen und dann die nächste Zuchtkatze nehmen und dies ist nicht eine Idee von mir, sondern dazu findet man genügende Beispiele. Wenn ich zudem bedenke, wie es Leute gibt, die die GEnetik einfach nicht verstehen und sich nicht damit auseinandersetzen möchten.... Das was du beschreibst ist der Idealfall. Der Idealfall findet man leider selten, egal in welchem Bereich.
Wenn dem so wäre, wären ja wohl alle Katzen, die dieses cs-Gen besitzen, ebenfalls im Besitz typischer ‚Siameigenschaften’, kann also wohl kaum sein.
Nach vielen Generationen kann das weggezüchtet sein, nach wenigen muss das nicht zwingend so sein. Zudem habe ich nie behauptet, dass alle Eigenschaft an das GEn gekoppelt sein könnte. Bitte bleib bei der Sache und dem was man geschrieben hat und versuche nicht etwas mit einer kleinen Aussageänderung ins lächerliche zu ziehen. Das hast du nicht nötig, oder?
Es mag Vereine geben, die solchen Outcross bei seltenen Rassen bzw. Rassen mit kleinem Genpool (nach best. Vorgaben) noch zulassen (wobei man da sicher streiten kann, wie sinnvoll das ist), wer seriös züchtet, wird das aber in entsprechend andere Rasse wohl kaum einfließen lassen, wozu auch? Und wer RIEX-Papiere in der Hand hält, weiß auch, was er da hat :wink:.
Du sagst selber, dass es sowas gibt, dass fremdes mitmischt und doch sind es dann Rassekatzen. Für den Laien Rassekatzen mit Papieren. Es gibt auch Menschen, die einfach ein Rassetier mit Papieren wollen, den Inhalt verstehen sie nicht. Aber nach deiner Definition, dürften das doch keine Rassekatzen sein, resp. ich mache dann einen Verein und jede entsprechende Katze mit Zeichnung kriegt ein Papier. Die Leute wissen dann schon, was für ein Papier sie in der Hand haben. Somit wird auch dieses Tier zur Rassekatze, oder nicht?:roll:
Ich weiß, jeder Züchter ist potenziell kriminell und betrügt seine Kunden, ist das ein Grund, dass der Tierschutz da auch schludert?
Finde ich persönlich etwas kindisch die Antwort. Im Umkehrschluss könnte ich jetzt sagen, dass du behauptest jeder Züchter ist seriös und jeder
Tierschutz schludert. Ich denke, auf dieses Niveau sollten wir uns nicht niederlassen. Fakt ist nunmal, dass es bei Züchtern und
Tierschutz schwarze Schafe gibt und dies mitberücksichtigt werden muss.
Doch den gibt es, wurde hier auch schon mehrfach angemerkt.
https://www.katzen-forum.de/katzen/38576-diskussionen-rund-um-thema-anschaffung-haltung-katzen-gesellschaft-35.html#post833029
Wikipedia kann ich als seröse Quelle akzeptieren, die anderen nur als Quelle.
Wiki schreibt aber auch:
Rassekatzen sind in der Regel über viele Generationen rein gezüchtet, d.h. nicht mit anderen Rassen oder nicht reinrassigen Katzen gekreuzt. Reinrassig wird eine Rassekatze genannt, wenn sie die wesentlichen Eigenschaften ihrer Rasse (Rassemerkmale) trägt und regelmäßig vererbt und von ebenfalls nachweislich reinrassigen Eltern abstammt.
und dann weiter unten:
Ob und welche Rassekreuzungen bei welcher Rasse erlaubt sind, regeln die Zuchtverbände. Auch diese aus einem zielgerichteten Kreuzungszuchtkonzept hervorgegangenen Tiere gelten als Rassekatzen.
Genaugenommen widerspricht sich da die Definition und impliziert: "na wenn wir mal Lust haben, passen wir die Sache für uns so an, dass es uns wieder passt und definieren die Tiere wieder als Rassetier." denn nach erster Definition ist ganz klar, dass die Rassekatze immer reinrassig ist.
Eine Rassekatze ist eine Katze, die nach den Richtlinien eines felinologischen Dachverbandes (FIFe, WCF, GCCF, CFA, TICA) gemäß einem Rassestandard gezüchtet wurde.
weiter unten:
In Deutschland gibt es zurzeit ca. 70 Vereine, die sich der Zucht von Rassekatzen widmen. Sie sind entweder den oben genannten Dachverbänden angeschlossen oder als freie Vereine tätig.
DAs widerspricht sich doch schon wieder. Was ist jetzt Sache?
Und wie ist das mit den Tonkanesen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rasse_(Züchtung)
Tonkanesen werden durch die Zuchtverbände noch nicht lange als eigenständige Rasse anerkennt. Die Rasse besitzt eine komplizierte Farbgenetik. Als mischerbige Katzen spalten sich ihre Kinder auf in „siamfarbene Pointtiere“, „tonkanesenfarbene
Mink“ und in „burmafarbene
Sepia“. Der endgültige Standard wurde im Jahre 1972 durch den kanadischen CCA festgelegt. Nach der Erstverpaarung
Siam x Burma sollten nur noch Tonkanesen mit Tonkanesen verpaart werden. Damit wird der Typ gefestigt und die Rasse stabilisiert. Die meisten Züchter in Mitteleuropa richten sich nach dem Zuchtstandard der britischen GCCF.
Für mich noch lange nicht klar und eindeutig: endgültige Standard durch CCA festgelegt, meisten Züchter züchten nach britischem Standard GCCF. Verwirrt bin.
Und auch hier wieder
Und genau deshalb sollte man es lassen, um uninformierten Interessenten (und zwar vor allem denen, die NICHT ins Gespräch mit den Tierschützern kommen, also den sogenannten 'stummen Mitlesern') nicht zu suggerieren, dass ein Tier, sobald es ein äußeres Merkmal hat, was auch in der ein oder anderen Rasse zu finden ist, dieser Rasse automatisch angehört
Wie gesagt, du hast meinen Ergeiz geweckt und ich habe jetzt mal versucht Infos zu Rasse bekommen. Hier Siam von WCF
http://www.wcf-online.de/WCF-DE/standard/siam/siam.html
Ich sehe nur Vorgaben zu Äusserlichkeiten
Hier die Vorgaben von
TICA
http://www.tica.org/members/publications/standards/si.pdf
Die Vorgaben sind nicht deckungsgleich, somit ist überhaupt nicht klar, von was man spricht, wenn man einfach von einer
Siam spricht
http://de.wikipedia.org/wiki/Rasse_(Züchtung)
In zahlreichen aktuellen Rassedefinitionen wird Bezug genommen auf
Wolf Herre, der 1961 formulierte: „Rassen sind Untereinheiten der Haustiere einer Art, die sich in mehreren erblichen Merkmalen voneinander stärker unterscheiden. Sie werden nach subjektivem Ermessen abgegrenzt.“ und unterstrich, dass der Begriff ausschließlich für Untergliederungen von Haustieren verwendet werden sollte.
[5] Einige Autoren weisen auf den Zusammenhang zwischen Rassen und gezielter Selektion durch den Menschen und bestimmte Zuchtziele hin. Teils wird darauf verwiesen, dass eine natürliche Rassebildung nicht stattfindet. Andere Autoren dagegen verwenden den Begriff auch bei natürlicher Merkmalsdifferenzierung.
Mein Fazit: Solange so ein Durcheinander herrscht bei Rassekatzen, sehe ich nicht ein, weshalb diese Namen "schützenswert" sind.
Viel Spass noch