AW: vermehrer-reden wir uns eigentlich nur den und fusselig??
Wenn Du Streunerkatzen meinst, die werden zumindest sehr scheu sein und gar nicht für die Obhut in Menschenhand geeignet, was aber Katzen wie Floyd betrifft, wären wir überwiegend wohl wieder bei den Vermehrern.
Jepp... wobei eigentlich ja gar nicht klar ist ob Floyd tatsächlich von einen Vermehrer stammt. Auf Grund eingier Aussagen, könnte es sich tatsächlich um Nachwuchs einer Streunerkatze gehandelt haben. Das würde auch einige Eigenschaften von Floyd erklären. Aber das nur am Rande.
Und Salem stammt ja tatsächlich von einen "Vermehrer" und Salem ist das genaue Gegenteil von Floyd. Sehr gut sozialisiert, Abgabe erst nach 16 Wochen, entwurmt, geimpft und gechipt.
Frank, es ist aber bei weitem nicht jede Tierheim Katze ein Problemtier
Zum Glück. Aber darauf läuft es doch letztendlich hinaus, wenn man jegliche Fortpflanzung von Hauskatzen "kriminalisiert" bis tatsächlich nur noch "Vermehrer" übrig bleiben.
nun ja, die Pflicht würde ich aber höchstens darauf erstrecken, dass sie streunende Katzen dem Tierschutz melden, oder auf ihren Grundstücken die Fütterung und das Einfangen erlauben, wenn dies möglich ist.
Jemandem aber Kosten auferlegen weil sich auf seinem Grundstück Streuner ansiedeln würde nach hinten losgehen, dann würden die Katzen eher vertrieben
Ok. das mögen schon Argumente dagegen sein, aber schau mal... die Kommunen haben kein Problem damit den Grundstückseigentümer Kosten in fünf stelliger Höhe aufzubrummen, wenn es um die Dichtheit der Abwasserleitung geht. Und wenn auf dem Grundstück Rattenbefall festgestellt wird, muß der Besitzer auch zahlen. Selbst wenn ich irgendwas am Haus umbauen möchte, muss ich mit gigantischen Zusatzkosten wegen irgend welcher zwangsweise verordneten Wärmedämmmaßnahmen rechnen. Aber ausgerechnet wenn es um Tierschutz geht, soll das nicht gelten? Ich meine, es wäre für den Anfang ja schon ein erster Schritt, wenn die Städte und Gemeinden, die Länder sowie der Bund seine Pflichten in Bezug auf Tierschutz ernster nehmen würde. Aber selbst das klappt ja nicht. Ich meine, wir Deutschen hängen uns immer gerne weit aus dem Fenster wenn es darum geht in Afrika die Elefanten zu schützen, wir finden es toll wenn in irgendeinen afrikanischen Staat endlich mehr Wildschützer ihrer Arbeit nachgehen, aber bei uns in Deutschland sollen noch nicht mal die wilden Streuner entsprechend betreut werden können?
Meine Vorstellung wäre, für die bekannten Streunergruppen in Industriebrachen, auf Friedhöfen, Campingplätzen, Schrebergärten, Krankenhäusern, Seniorenheimen usw....geschützte Plätze einzurichten. Mit Schlafhütten, Futterhäuschen, kontrollierter Fütterung und Gesundheitsüberwachung. Natürlich müsste dort auch der Bestand und jeder Neuzugang kastriert werden. Dafür müssten Katzenschutzvereine in Zusammenarbeit mit den Kommunen sorgen, die brauchen aber erst mal sehr viel mehr Helfer.
Ich gebe zu eine sehr schöne Vorstellung. Aber ich fürchte das so etwas niemals umgesetzt werden kann.
Solange eine Unterkunft und Futter zur Verfügung steht, werden sich immer auch potente Streuner dazugesellen. Wie ich schon sagte, es dürfte ziemlich illusorisch sein, zu glauben, man könne alle 2 Millionen Streuner allein nur in Deutschland komplett kastrieren und natürlich auch überwachen. Genau das ist das große Dilemma in dem wir stecken. Wir möchten nicht, das auch nur eine Katze ihr Leben verliert, möchten aber auch nicht das sich Katzen übernmäßig vermehren. Um andere Spezies machen wir Menschen uns kaum solche Gedanken. Ratten bsw. werden jedes Jahr zu Millionen einfach auf bestialische Weise vergiftet. Daran stört sich merkwürdigerweise kaum jemand.
Die Grundstückseigentümer kann man oft nicht in die Pflicht nehmen, da kann man wirklich froh sein wenn sie das Aufstellen von Hütten und die Fütterung erlauben.
Nenn mir einen Grund weshalb nicht? Es gibt doch in Deutschland Tierschutzgesetze, wieso sollen diese Gesetze nur bis zur Grundstücksgrenze gelten? Abgesehen davon... weißt Du was bei uns allein los ist wenn mal ausversehen ein Ast 20cm weit über den Gartenzaun ragt? So schnell wie man hier eine Auflage vom Ordnungsamt bekommt kannst Du gar nicht bis drei zählen. Für Grundstücksbesitzer gibt es in Deutschland Auflagen über Auflagen. Weshalb sollte man ausgerechnet beim Tierschutz davor Halt machen?
Und abgesehen davon gibt es ja wie ich schon sagte, auch viele Grundstücke von Unternehmen, oder kommunale Grundstücke.
Der Fortpflanzungstrieb besteht aber trotz Verelendung weiter, selbst ausgemergelte Katzen werden noch tragend. Sie und ihre Kitten sterben dann oft elend bei der Geburt, oder vegetieren krank dahin. Mit diesem Elend werden die Tierschutzvereine alleine gelassen.
Und mit welcher Begründung will sich hier der Staat aus jeglicher Verantwortung ausschließen?
Verwilderte Katzen können sich in unserer zubetonierten Landschaft nicht mehr komplett selbst ernähren. Es gibt nicht genug Nahrung für alle und wenn man zufüttert kann man auch die Anzahl besser kontrollieren.
Wie gesagt, da dreht man sich immer wieder im Kreis. Einfach nicht füttern und sterben lassen kann und möchte man nicht, aber zufüttern lockt natürlich auch immer neue Katzen an. Bleibt einzig die Kastration aber selbst die wird man niemals für alle Streunerkatzen hinbekommen.
Ausserdem haben diese Katzen eigentlich in der Natur nichts zu suchen, es sind immer noch verwilderte Haustiere. Bei Hunden könnte man sich so etwas in Deutschland gar nicht vorstellen.
In Deutschland nicht, aber ich glaube in Spanien gab es mal einen besonderen Fall. Frag mich jetzt bitte nicht nach der Rasse, aber so viel ich weiß handelte es sich um eine Gruppe wilder Hunde die sich seit vielen Jahrzehnten selbst vermehren, so das man sich schon überlegte sie als eigene Tierart anzuerkennen.
Und wie ich schon sagte, Katzen sind eben keine reinen Haustiere sondern haben immer noch wilde Gene in sich. Ein weiteres Problem ist wie ich finde, das sich die Natur halt auch nicht für Grausamkeiten interessiert. Für die Natur zählen nur Fortpflanzung und Masse. Und da ist diesbezüglich die Gruppe der Streuner äusserst erfolgreich. Durch was oder wodurch auch immer.
Die verwilderten Hauskatzen einfach ihrem Schicksal überlassen und dem Elend zuzuschauen kann es nicht sein. Das Bewusstsein für dieses von Menschen geschaffene Problem müsste verstärkt werden.
Völlig richtig, ich glaube darin sind wir uns vollkommen einig.
Ich wollte auch grade mal anders rum fragen ^^
aLuckyGuy : Was ist denn am Vermehrer Prinzip erhaltenswert??
Ach du liebe Güte. Sorry, aber hier fragst Du den Falschen. :mrgreen: Was ist denn bei Heteros im Allgemeinen so erstrebenswert sich fortzupflanzen? Fragen denn Menschen nach
Zuchtziel und ähnlichen Dingen? Ja Ok. vor mehr als 60 Jahren hatten wir das hier mal in Deutschland, ist zum Glück nicht lange gut gegangen. Aus welchen Grund pflanzen sich Lebewesen fort? Ist das nicht eines der elementarsten Grundrechte überhaupt. Sozusagen der Paragraph eins der Natur?