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Dagegen stehen meine Bedenken. Er ist sehr sensibel. Er ist ein Schisser. Und ich stelle ihm dann ein ausgewachsenes Tier zur Seite, vor dem er bestimmt Angst hat. Deswegen würde ich ihm am liebsten ein Kitten geben, mit seinen Charakterzügen und vor dem er, so denke ich, keine Angst hat, da ja viel kleiner. Und er könnte es sich auch "erziehen", was bei einem erwachsenen Tier ja sehr schwierig wäre. (Das sind meine Gedanken). Aber da wurde mir ja schon von abgeraten. Aber der Gedanke ist immer nicht vorhanden bei mir.
Ich bin total zerrissen, weil ich ihm nicht eine einzige Minute etwas antun möchte, was ihm nicht behagt, denn ich wäre SCHULD in seinen Augen und er könnte das Vertrauen in mich verlieren, eventuell?
Schwierige Entscheidung. Aber ich denke ein Kitten wäre die denkbar schlechteste Konstellation. Die beiden hätten ja überhaupt keine gemeinsamen "Gesprächsthemen".
Und dass er das Vertrauen in dich verlieren würde vergiss mal ganz schnell wieder. Das wird nicht passieren. [...]
Dem kann ich mich nur anschließen.
Krabbentier, mal ne Frage. Was denkt du eigentlich, wie ein Kitten so drauf ist?
Da du ja sicher nicht gleich den nächsten Fehler machen würdest und dir dann ein mindestens zwölf Wochen altes, gut sozialisiertes Tier holen würdest, geb ich dir mal eine Einschätzung, wie so ein Kleinteil so drauf ist.
Da kommt kein kleiner Wurm, der sich deinem Kater zu Füßen wirst und sagt: "Lieber Krabbe, erzieh mich bitte ♥". Ein liebevoll aufgezogenes Kitten wird aller Wahrscheinlichkeit nach hoch erhobenen Hauptes versuchen deine Wohnung zu erobern. Es wird ohne Scheu (wenn es erst einmal die Wohnung erkundet hat) auf deinen Kater zugehen und ihn mit Spielaufforderungen überhäufen. Ein solches Kitten hat bereits gelernt sich anderen Katzen gegenüber zu behaupten und wird sich auch nicht alles gefallen lassen.
Diese Kleinteile haben ein überschäumendes Maß an Energie, und auch wenn ich keine Einschätzung dazu abgeben mag, ob Krabbe noch zu vergesellschaften ist, so gebe ich dir mal meine Einschätzung dazu, wie das mit einem Kitten funktionieren würde: nicht gut!
Kitten und erwachsene Katze kann funktionieren. Aber nur, wenn die erwachsene Katze mit der Energie des Kittens mithalten kann, und so hört sich deine Beschreibung zu Krabbe mal gar nicht an.
Dann nochmal zu deinem Anspruch Krabbe keine einzige Minute etwas antun zu müssen, was ihm nicht behagt:
So funktioniert Leben nicht. Es wird für jeden immer mal wieder Momente und Situationen geben, wo man durch etwas Unangenehmes durch muss, damit es danach besser wird.
Nehmen wir mal Eltern:
Sie müssen ihre Kinder zum Zahnarzt schleppen, auch wenn diese nicht mögen.
Sie geben ihre Kinder in den Kindergarten, auch wenn diese dann erstmal Heimweh haben, damit sie sich dort mit ihresgleichen umgeben können.
Sie schicken ihre Kinder in die Schule und dabei ist völlig wurscht, ob sie Lust haben, oder nicht.
Klar, wie immer hinken die Beispiele mit Menschen. Aber im Endeffekt kommt es aufs Gleiche raus. Ich hoffe, du verstehst, was ich damit sagen will.
LG