Stella ist Tod

Diskutiere Stella ist Tod im Regenbogenbrücke Forum im Bereich Katzenfreunde; es tut mir so leid gute Reise, kleine Stella
  • Stella ist Tod Beitrag #21
es tut mir so leid

gute Reise, kleine Stella
 
  • Stella ist Tod Beitrag #22
Ich möchte mich bei allen bedanken die mir Ihre Anteilnahme ausgedrückt haben.
Auch bei denen die nur hier mal reingesehen haben ohne den Antwortknopf zu drücken.

Das folgende musste ich schreiben, es hilft mir darüber weg zukommen.

Liebesbrief an eine Katze

Hallo meine klitzekleine Stella, meine geliebte Stellinka!

Warum musstest du gehen? Ich begreife es nicht!
Ich hoffe für dich und für mich das dein Todeskampf nicht allzu lange gedauert hat.
Warum habe ich und die Hunde dich nicht um Hilfe rufen hören? Ich verstehe es nicht
Warum ist es diesmal so schwer Abschied zu nehmen? Bei Purzel alias Tiger, bei Momo oder bei all den anderen Tieren die wir hatten, war es nicht so schwer. Nun sitze ich hier vor dem Compi und warte darauf das du kommst und mir deine Krallen ins Knie haust. Aber du kannst nicht kommen.
Liegt es vielleicht daran das der Abschied so schwer fällt an dem nach folgendem?

Ich war der erste, und der letzte Mensch, der dich auf dem Arm gehabt hat. Erinnerst du dich?
Es war am 23.Dez. 2010 als ich dich hinter dem Brotkasten hervor geholt habe und ins Wohnzimmer getragen habe.
Es war der 4.08.2013, also nach 954 Tagen, als ich dich aus der verfluchten Regentonne geholt habe und ganz fest an mein Herz gedrückt habe. Das du da klatschnass warst hat mich nicht gestört. Nichts an dich hat mich jemals gestört.
Erinnerst du dich, als du das erste Mal an meiner Hand geschnuppert hast, oder wie du nach dieser geschlagen hast? Das dabei bei mir ein bisschen Blut geflossen ist, hat mich nicht gestört. Ich wusste ja, das du es aus Angst vor den Menschen gemacht hast.

Sicher erinnerst du dich daran als du das erste Mal auf meinen Schoß gesprungen bist und ihn Stundenlang nicht mehr verlassen hast, weil du gestreichelt werden wolltest.

Als du zwei Tage verschwunden warst, habe ich gedacht du bist gegangen. Schließlich war es wieder warm draußen. Ich war sehr traurig darüber, aber du warst nur mit deinem Freund weg und bist nach zwei Tagen wieder zurückgekommen. Was habe ich mich gefreut! Mein kleiner Schatz war wieder da!

Kleine Stellinka!
Nach zwei Monaten warst du wieder verschwunden, aber wir haben dich schnell gefunden mit deinen zwei Kitten. Ich weiß noch, als wenn es gestern war, wie ängstlich du geschaut hast. Nach ein paar Minuten warst du dankbar und hast dich streicheln lassen. Immer wieder bist du erschrocken zusammen gezuckt, wenn ein fremdes Geräusch ertönte. Doch bei mir hattest du keine Angst.
Jeden Morgen wenn ich vom Zeitungstragen wieder kam, bist du über den Zaun gesprungen um zum Nachbarhaus zu laufen und dich dort auf die Bank zu setzen. Wie vermisse ich das!

Oft wenn du an der Flur Tür gestanden hast und ich diese geöffnet habe, du wolltest nur durch diese Tür raus durch keine andere, habe ich zu dir gesagt: „Stella, bitte nicht in den Keller!“ Du hast mich angesehen und bist nicht in den Keller gegangen sondern zur Haustür und ich habe dich Raus gelassen.

Wenn ich vom Zeitungstragen wieder gekommen bin und ich mich ins Bett gelegt habe, bist du gekommen und hast dich streicheln lassen bis ich eingeschlafen war. Wenn ich wieder wach wurde hast du vor meinem Bauch gelegen und dir erst mal deine Streicheleinheiten abgeholt. Das fehlt mir jetzt.

Oft bist du gekommen und hast mir deine Beute vor die Füße gelegt. Du warst dabei immer so stolz.

Wenn ich dir Geschichten erzählt habe, hast du immer genau zugehört.

Nun ist das leider vorbei!

Wenn ich morgens zurückgekommen bin, bist du immer als erster ins Haus gelaufen und in den Keller gegangen. Dann habe ich dich gehen lassen, ich wusste ja du kommst gleich wieder hoch. Wenn deine beiden Kinder auch wieder aus dem Keller hochkamen sind wir alle in die Wohnung gegangen und du bist sofort auf die Küchenarbeitsplatte gesprungen. Ich habe mich dann immer zuerst gewaschen. Als ich aus dem Bad gekommen bin hast du mich immer erwartungsvoll angesehen. Danach habt ihr euer Leckerli bekommen. Du immer als zweiter. Auch das zweite und dritte hast du immer als zweiter bekommen. Du weißt warum. Es war nie bös von mir gemeint, aber Peter war immer der erste der sein Leckerli bekommen hat. Wenn es anschließend den Käse gab, warst du aber die erste und dann kam erst Peter. Heute Morgen wollte ich wie immer das zweite Leckerli an dich geben. Doch du warst nicht da und kommst auch nie wieder.
Ich denke viel an dich, besonders weil Peter momentan genauso Miaut wie du es getan hast. Hast du aus dem Regenbogenland zu ihm gesprochen damit er das macht und es mir leichter fällt mich von dir zu verabschieden? Wenn ja, dann bedanke ich mich bei dir.

Auch kommt Paula seit dem 4.08 um 22.00 Uhr zu mir und will gestreichelt werden. Warst du das auch?
Die zwei Katzen die unsere Bekannte gern bei uns abgeben würde, nehmen wir nicht. Du hast diese mit Sicherheit nicht geschickt. Nein, keine andere Katze kann jemals deinen Platz in meinem Herzen einnehmen. Vielleicht schickst du mir ja ein kleines Kätzchen, welches ich zusätzlich in mein Herz schließen kann.
Bisher hatte noch kein anderes Tier, ob Hund oder Katze, mein Herz so erobern können wie du. Nur verstehe ich immer noch nicht warum du sterben musstest. Während ich dieses an dich schreibe muss ich immer wiederunterbrechen, weil mir die Tränen kommen.
Ich hatte gedacht, wenn ich die Zeitungen verteile, werde ich abgelenkt und muss nicht an dich denken. Doch dem ist nicht so. Vier Stunden vollkommen allein, da kann ich nur an dich denken und dann laufen mir wieder die Tränen.
Ich weiß, in den nächsten Tagen wirst du sagen:“ Es ist genug! Hab wieder Freude am Leben!“ Aber bis dahin dauert es noch etwas.

Irgendwann, jedenfalls nicht mehr in diesem Leben, werde ich erfahren warum du so früh sterben musstest.
Mein kleines Mädchen, ich hoffe, nein ich weiß es, in den 954 Tagen die du bei mir warst bist du glücklich gewesen. Du hast mich geliebt und ich dich. Auch wenn bei unserer Toberei bei mir Blut geflossen ist, hast du es nicht bös gemeint, du hast es nicht anders gewusst und ich habe es dir nicht krumm genommen.

Mein klitzekleines Mädchen, immer hast du Miaut wenn ich das gesagt habe, in einer fernen Zukunft treffen wir uns wieder. Wie das Wiedersehen abläuft kann ich mir heute schon vorstellen. Du wirst angelaufen kommen und mir deine Krallen ins Knie hauen. Dann werde ich dich auf den Arm nehmen und dir eine Kopfmassage geben die du so geliebt hast. Dabei wirst du den Milchtritt wieder anwenden, mit ausgefahrenen Krallen und diese in mein Bein stechen. Ich werde dann Lachen und mit dir Reden, so wie ich es bisher immer gemacht habe.

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka!

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Zuletzt bearbeitet:
  • Stella ist Tod Beitrag #23
;-( Es sind diese klitzekleinen Erinnerungen, an Alltägliches, die einen treuen Wegbegleiter im Herzen unsterblich machen.

Das hast du sehr schön geschrieben. Man spürt, was Stella dir bedeutet hat.
Ganz bestimmt hat sie dir Zeichen geschickt und wird es wieder tun...
 
  • Stella ist Tod Beitrag #24
Das tut mir so leid, auch wir (Miez, Mautz und Dani) sind bei euch.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #25
Wieder ist ein Tag vorbei an dem du nicht da warst, meine Klitzekleine Stellinka.

Als ich heute Morgen um kurz nach sechs von der Arbeit kam, habe ich gehofft das du wieder über unseren Gartenzaun springst um zur Bank des Nachbarn zu laufen. Doch da lief keine Stella.
Deine Kinder Paula und Peter waren da und haben mich begrüßt. Paula hat sich wie immer auf dem Boden gewälzt und gewartet das ich ihren Bauch streichele, was ich auch gemacht habe. Peter saß wie immer daneben. Er weiß, das er anschließend dran ist.

Als es so weit war, ist Peter wie immer auf den Rosenbogen gesprungen. Er hat es fast bis nach oben geschafft. Dann kam wieder die lose Querstrebe und Peter ist mal wieder herunter gefallen. Da Peter nicht aufgibt, ist er wieder den Rosenbogen hoch und als ich durch die Gartenpforte gegangen bin, hat er wie immer nach meiner Mütze geangelt. Natürlich hat Peter erst seine Streicheleinheiten bekommen. Beide stehen inzwischen auch auf eine Kopfmassage.

Gegen 9.00 Uhr bin ich dann endlich ins Bett gegangen. Deine Dosine hat mich dahin geschickt, weil ich seit Sonntagmorgen um elf nicht mehr geschlafen habe. Du hast mir einen wunderschönen Traum geschickt. (ich träume sonst nie) Du, meine kleine Stellinka, hast mir gezeigt wie du jetzt lebst. Du hast mir die Schönheit des Regenbogenlandes gezeigt. Du hast mir versichert, das ich mir keine Vorwürfe machen soll. Doch das kann ich nicht. Ich werde mir immer vorwürfe machen, das hab ich dir gesagt. Doch du hast mir versichert, das am Sonntag dein Tag gewesen ist. Nichts und niemand hätte das verhindern können, was passiert ist. Du wärst auf jeden Fall von mir gegangen. Auf die eine oder andere Art. Leider ist es die schlimmste Art gewesen die dir wiederfahren konnte. In dem Traum hast du mich darin bestätigt die kleinen der Bekannten nicht zu nehmen. Es ist schon jemand anderes für die beiden Vorgesehen. Ich weiß, das eine Arbeitskollegin von meiner Tochter, die in Bayern arbeitet, sich die beiden anschauen will. Fotos sind schon an meine Tochter gegangen (ich habe die auch und werde sie dir gleich zeigen) die diese der Arbeitskollegin zeigen wird. Ich werde dir erzählen wie es mit den beiden weitergeht.

Nachdem du mir diesen wunderbaren Traum geschickt hast, und ich heute Abend gegen 7 Uhr aufgestanden bin, konnte ich das erste Mal zu deinem Grab gehen ohne weinen zu müssen. Leider hab ich momentan nichts anders als die Plastikblumen die ich auf dein Grab gelegt habe, aber sobald die Zeit dafür gekommen ist, werde ich bunte Blumen auf dein Grab pflanzen. Zu deinen Lebzeiten hast du diese gemocht, denn immer hast du an diesen geschnuppert und auch oft zwischen diesen gelegen und geschlafen. Auch suche ich schon eine schöne Tafel die ich an dein Grab befestigen werde. Du wirst mir zeigen woraus diese bestehen wird.

Du hast mir versprochen, wenn ich an der Regenbogenbrücke stehen werde, bist du da. Du wirst alle mitbringen die mich kennen und alle werden mich begrüßen und sich freuen mich zu sehen.

Mir ist bewusst, das jetzt viele denken werden das der alte Knacker bescheuert ist, die die nächste Zeile lesen, aber das ist mir egal.

Meine kleine Stella, ich versichere dir das ich mich jetzt schon auf diesen Tag freue an dem ich dich und all die anderen wiedersehen werde.

Als ich gestern an dich geschrieben habe, musste ich sehr viele Pausen machen. Heute sind es erheblich weniger. Anscheinend begreife ich langsam, das das was passiert ist, passieren musste. Trotzdem, meine kleine, die Vorwürfe die ich mir mache, werden mich bis an mein Lebensende begleiten.

Gerade war dein Sohn Peter da! Er wollte deine Streicheleinheiten haben. Natürlich hat er diese bekommen. Auch Paula kam dazu. Paula bekam natürlich auch etwas ab, von deinen Streicheleinheiten.
Alle beide suchen dich auch. Sie rufen öfter nach dir. Sie wissen nicht, das ich dich begraben musste.
Und das ist auch gut so. Dafür sind die beiden zu sensibel. Ich weiß das daher, du erinnerst dich, sie sind mehrere Tage zu Purzels Grab gegangen und haben dort geweint.

Übrigens, die weißt hoffentlich noch, das wir diesen Monat ihren Geburtstag feiern wollen. Obwohl das ja viel zu spät ist. Aber am 26.8. habe ich die ersten Fotos von den beiden auf meinen Compi gespeichert. Sie werden dann 2 Jahre alt. Leider weiß ich das genaue Datum ihrer Geburt nicht mehr. Aber was soll es. Auch dein Geburtstag war für mich immer der 23.12. Obwohl das mit Sicherheit nicht stimmt. Denn an dem Tag bist du zu mir gekommen und du warst schon sehr groß.

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

Du hilfst mir beim Basteln:


 
  • Stella ist Tod Beitrag #26
Vielleicht kann man irgendwann den Sinn verstehen. Irgendwann. Bei mir ist der Tag leider noch nicht gekommen. Es tut einem jeden Tag im Herzen weh, weil man nicht weiß, warum einem das Liebste genommen wurde. Ich fühle mit dir. Aus dem schlimmen Schmerz wird irgendwann eine Erinnerung. Schön, dass wir für ein liebes Wesen da sein durften...
 
  • Stella ist Tod Beitrag #27
Mein tiefstes Mitgefühl für Dich und Stella.Es ist besonders grausam ein Familienmitglied unter solchen Umständen zu verlieren. Es ist so sinnlos und auch wenn man sich ewig Vorwürfe machen wird so halte ihr Gedenken in Ehren indem du nur an eure schöne gemeinsame Zeit denkst. Sie schaut nun von oben auf dich herab und teilt deine Gefühle.
Sie will bestimmt nicht das du Dir Vorwürfe machst sondern das ihr euch gemeinsam nur an die schöne Zeit erinnert.
Dies ist für Dich und alle die Tiere lieben wie wir.
Habe mit meiner Feundin schon 2 Katzen dieses Jahr beerdigen müssen , ich weiß wie du dich fühlst aber höre nie auf diesen fantastischen Geschöpfen deine Liebe zu geben.

Ein kleiner Prinz wacht in der Nacht beschützt die kleinen Sterne,
die fröhlich über dem Himmelszelt funkeln in weite Ferne.
Manchmal macht sich der kleine Prinz auf eine lange Reise,
beschützt so jedes Katzenkind auf eine ganz besondere Weise.
Manchmal schlägt dann ein kleines Herz, so schwer und ohne Kraft.
Auch wenn man in der Menschenwelt voll Kummer bei Ihm wacht.
Dann nimmt der kleine Sternenprinz das Kind mit auf die Reise,
nimmt es mit ins grosse Himmelszelt, damit es wieder glücklich ist, auf eine ganz besondere Weise.
So spricht das kleine Herz zu Dir ganz fest und ohne Angst,
“ Vergiss mich nicht und denk an mich, machmal, wenn Du es kannst”!
So schau des Nachts zum Himmelzelt, sieh wie fröhlich wir dort sind.
Denn niemand ist dort ganz allein, nicht ein einziges Katzenkind.
Sei nicht traurig weine nicht,
dort oben ist ein kleiner Stern, der leuchtet nur für Dich.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #28
Hallo Ferdi,
recht herzlichen Dank für das schöne Gedicht!
Auch Danke an alle die mir beistehen.
Gruß Helmut
 
  • Stella ist Tod Beitrag #29
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka!

Nun ist der dritte Tag vergangen an dem ich nicht deine piepsige Stimme höre. Peter versucht es zwar, aber er kommt nicht an dich ran.
Als ich heute Morgen nach Hause kam, wusste ich das du nichtmehr über den Gartenzaun springst. Ich hatte es zwar gehofft aber es kann nicht sein. Deine beiden Kinder waren wie immer da und der Ablauf war wie immer. Nur ist Peter heute nicht vom Rosenbogen gefallen. Nein, heute konnte er sich festklammern. Es sah aus als wenn er an dem Balken gefesselt wär. Ich habe ihm dann geholfen wieder nach oben auf den Balken zu kommen. Anschließend hat er sofort wieder nach meiner Mütze geangelt. Nachdem wir das Haus betreten hatten und in die Küche kamen, fiel mein Blick doch wieder zunächst auf die Arbeitsplatte auf der du immer so erwartungsvoll gesessen hast. Doch heute war da wieder nichts. Nachdem ich deinen Kindern erst die Leckerli und dann ihr Essen gegeben hatte, kam Peter zu mir. Er war am Weinen und schaute mich fragend an. Da bin ich mit ihm zu deinem Grab gegangen und habe mit dir geredet. Peter hörte mit schief geneigtem Kopf zu. Auch Paula kam dazu. Anschließend legten sich beide auf dein Grab und haben zusammen geweint.

Heute beim Zeitungstragen kam ich in meinem zweiten Bezirk um eine Ecke gefahren. Ich musste sofort stark bremsen. Denn es saßen zwei schwarze Katzen mitten auf der Straße und schauten mich an. Erst als ich den Motor abgestellt hatte und aus dem Auto ausgestiegen bin, haben sie Platz gemacht. Ich habe sie angesprochen, doch haben beide nicht reagiert und sind weg gegangen. Ich bin dann weiter gefahren. Ich habe dir schon mal erzählt, das ich in diesem Bezirk öfters etliche hundert Meter mit dem Auto fahren muss. So ist es hier auch gewesen. Als ich weiter gefahren bin, habe ich neben der Straße mehrere Rehe gesehen. Dadurch das ich durch die zwei Katzen aufgehalten worden bin, ist kein Unfall geschehen. Mit Sicherheit hast du die beiden Katzen geschickt! Danke, mein kleines Mädchen.
Nachdem ich heute Mittag aufgestanden bin, Peter lag vor meinem Bauch und Paula neben meinem Kopf, habe ich zunächst meinen halben Liter Kaffee getrunken. Dabei war ich am überlegen, was ich denn heute mache. Irgendwie kam mir der Gedanke in den Kopf das ich ein Brett suchen soll. Das habe ich dann auch gemacht. Doch keines hat mir gefallen. Da fiel mein Blick auf unseren Anhänger. Auf dem liegt viel Müll, den ich zur Deponie bringen muss. Dort lag das Brett. Sofort habe ich es genommen und vom Schmutz befreit. Mir persönlich gefiel dieses Brett überhaupt nicht aber ich hatte irgendwie im Kopf das es als Provisorium reichen wird, bis ich zum Baumarkt komme. Also beschriftete ich das Brett mit deinen Namen und deinen Daten und brachte es an deinem Grab an.

Das ich dabei geweint habe ist klar.
Als ich wieder ins Haus kam, saßen Paula und Peter auf meinem Schreibtisch und waren am Miauen. Ich ging dann zu ihnen und habe sie gestreichelt. Dabei bemerkte ich, das Peter sowohl auch Paula ihren Kopf am Monitor rieben. Daraufhin fuhr ich den Computer hoch. Ich wusste was die beiden wollten. Als es soweit war, zeigte ich den beiden zunächst alle Fotos die auf dem Compi sind von ihnen und ihrer Mutter. Beide saßen auf meinem Schoß und haben sehr aufmerksam sich die Fotos angeschaut. Anschließend zeigte ich ihnen auch die Fotos von dir, meine kleine. Dann las ich den beiden die Geschichte vor wie du zu uns gekommen bist. Natürlich die aus meiner Sichtweise. (Stella, unsere Wildkatze) Als das geschehen war, standen beide auf köpfelten mich und gingen nach draußen. Ich ging hinterher um zu sehen wo sie hingingen. Beide legten sich auf eine Bank die dort steht. Von der aus kann man direkt auf dein Grab sehen. Ich drehte mich um und ging ins Wohnzimmer. Dort setzte ich mich hin und musste wieder Weinen.

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

P.S.
Anmerkung an die Leserschaft.

Viele im Forum die hier mitlesen werden sich wundern, das ich so viel hier schreibe. Es sind schreiben an Stella. Viele denken vielleicht, das der alte Knacker, immerhin bin ich 60 Jahre alt, nun senil wird und langsam durch dreht. Das ist aber nicht so, denn ich trauere um meine kleine Katze die auf so furchtbare Weise ums Leben kam. Das Schreiben ist meine Art um mit der Trauer fertig zu werden. Anders komme ich nicht darüber hinweg.

Gruß Helmut
 
  • Stella ist Tod Beitrag #30
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an das kleine Stella-Mädchen denke :-(

Warum hast du denn nur nicht laut geschrien, du Süsse :-(

Ich bin in Gedanken bei Euch und wünsche Euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit. Alles Liebe für Euch. Es war ein furchtbarer Unfall, nicht vorhersehbar.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #31
Lieber Helmut,

schreib so viel und so oft Du willst, wenn Dir das hilft Deine Trauer zu bewältigen.

Viele hier können nachempfinden wie Du Dich jetzt fühlst. Da ist ein Knoten in der Brust und im Kehlkopf und eine dunkle Wolke im Kopf und man möchte am liebsten nur noch schreien und weinen.

Es ist richtig, dass Du Deine Gefühle rauslässt und Du machst es noch auf so eine wunderbare poetische Art.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.


LG
 
  • Stella ist Tod Beitrag #32
Lieber Helmut.
Schreibe so oft und soviel du willst denn es hilft dir. Ich habe vier Katzen verloren und schreibe heute noch manchmal in ein Buch. Das habe ich für meine Sternenkätzchen angelegt.
Ich muß jedesmal weinen wenn ich wnn ich von deiner Stella lese. Es war so schrecklich wie sie gestorben ist.
Ich wünsche dir viel, viel Kraft.
Mitfühlende Grüße Kathi.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #33
Jeder hier wird verstehen, wenn du so viel schreibst um die Trauer zu bewältigen.
Was dir passiert ist, ist unglaublich schrecklich.

Bisher habe ich nur still mitgelesen, da ich oft nicht die richtigen Worte finde um Trost zu spenden.
Vielleicht hilft es dir aber ein wenig, wenn du weißt, dass Stella nicht lange gelitten hat.
Die Kratzer waren von daher, dass sie vor Schreck aus der engen Tonne rauswollte und das Wasser nicht mochte. Wie bei einer Katze die nicht gerne in einer Transportbox auf dem Weg zum Tierarzt eingesperrt wird. Einige Katzen kratzen und toben da ja auch wie wild. Oder Katzen die nicht vom Menschen auf dem Arm gehalten werden möchten. Die schlagen ja auch wie wild um sich.

Ich habe Berichte von Menschen gelesen, die "ertrunken" sind und bewustlos gerettet werden konnten oder reanimiert werden mussten.
Es war bei allen einfach nur der Schock, dass sie plötzlich keinen festen Halt mehr unter den Beinen hatten. Aber das ertrinken selbst ist nicht so schlimm wie du denkst.
Man wird erst bewustlos und ertrinkt dann erst.
Wie ein langsames einschlafen, oder eine Narkose beim Arzt.
Durch den Schock, den man in so einer Situation hat, hat man einen enormen Adrenalinausstos. Hierdurch werden Schmerzen usw. gar nicht mehr richtig wahr genommen.

Ich weiß, es sind keine tröstenden Worte über den Verlust des geliebten Tieres.
Aber vielleicht tröstet es dich trotzdem ein wenig, dass Stella nicht gelitten hat, und sie keinen schlimmen Todeskampf hatte.

Mein tiefstes Beileid.
Kleine Stella, fühl dich wohl im Regenbogenland und pass von dort weiterhin gut deinen Dosi auf.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #34
Hallo liebe Lady, ich weiss nicht ob Deine Worte Helmut trösten können, aber mir haben sie jetzt eben sehr geholfen. Obwohl ich Stella nie kennengelernt habe, ist ihr Tod auch für mich - und so viele hier im Forum - ganz extrem traumatisch. Ich denke täglich an sie und ihre Familie, und den Schmerz, den das für sie bedeutet.
Dein Beitrag hat mir jetzt wirklich sehr geholfen, und ich hoffe, dass es für Helmut auch so ist.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #35
Hallo Lady of Camster,

vielen Dank für deinen Beitrag der mich wirklich tröstet. Das über das Ertrinken habe ich nicht gewusst. Dann hoffe ich, das Stellas Todeskampf wirklich nicht lange gedauert hat.

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka,

ich hoffe das meine Überraschung, die ich dir mitgebracht habe, geglückt ist. Sicher werden die Blumen nicht lange halten, denn sie sind nicht frostsicher. Soll heißen, beim ersten Frost sind sie leider am verwelken. Aber ich hoffe du freust dich trotzdem. Natürlich sind sie in deinen Lieblingsfarben Rot und Weiß. Morgen werde ich schauen ob ich auch welche finde in Gelb und Blau. Du hast so gerne zwischen den Blumen gelegen die solche Farben haben.

Vom Zeitungstragen kann ich dir heute nichts Besonderes erzählen. Es gab nichts Besonderes! Höchstens, das ich heute eine meiner Freundinnen wieder getroffen hab. Das ist die vom Kreisverkehr im Nachbardorf. Du weißt, das ist die schwarz/weiße von der ich dir schon so oft erzählt habe. Sie hat sich heute zum ersten mal seit letztem Samstag wieder sehen lassen. Alle anderen habe ich noch nicht weder getroffen.

Deine beiden Kinder waren wie immer heute Morgen wieder da um mich abzuholen. Peter ist heute wieder nicht vom Rosenbogen gefallen. Nein, diesmal hing er nur noch mit den Vorderpfoten an dem lockeren Querbalken. Ich glaub ich muss den doch mal richtig befestigen damit er sich nicht mehr dreht. Aber vorher versuche ich noch ein Foto zu machen.
Im Haus war es auch wie immer, nur habe ich bevor ich die Haustür, Paula und Peter waren schon drin, geschlossen habe noch mal nach draußen geschaut ob du auch rein willst. Ich hatte das Gefühl das dem so ist. Daher noch mal mein Blick nach draußen. Ich glaube das werde ich jetzt immer machen. Ich weiß schließlich, das du immer noch da bist. Zwar nicht sichtbar aber du bist da.
Heute Abend habe ich hier im Forum ein Album mit den 18 schönsten Bildern von dir angelegt. Natürlich wie immer mit meinen Kommentaren. Du weißt ja wie die sind.

Heute oder morgen werde ich wieder eine Geschichte von Gerda einstellen. Nur diesmal nicht von Katzen. Ich habe dir erzählt welche Tiere es in einem Tierheim gibt. Dort werden nicht nur Katzen mit Hunden vermittelt, sondern auch nur Katzen oder Hunde. Ich habe dir die Geschichte von Bello ja schon vorgelesen und du warst ganz begeistert.

Das fehlt mir, dieses Vorlesen der Geschichten und immer dein Interessiertes Gesicht dabei. In meinem Beitrag in dem ich die Umstände deines Todes beschreibe ist es das zweite Foto. So hast du immer geschaut wenn ich dir die Geschichten vorgelesen habe.

Momentan ist keiner da, dem ich eine Geschichte vorlesen kann. Paula und auch Peter waren zwar kurz da, sie sind aber beide wieder nach draußen gegangen. Ich war gerade auch kurz zu deinem Grab um zu sehen ob die Lampe die ich auf dein Grab gestellt habe, richtig hell leuchtet. Macht sie nicht so richtig. Du weißt ja, die Lampe arbeitet mit Solar. Ich muss sie ein bisschen mehr in die Sonne stellen. Das kann ich aber erst machen, wenn ich wieder aufgestanden bin. Also erst am Nachmittag. Dann liegt dein Grab auch im vollen Sonnenlicht.
Da wo deine Dosine und ich heute die Blumen gekauft haben, wollte ich auch einen schönen Stein für dich kaufen. Dieser Stein ist in Herzform und beschriftet. Leider hatten sie keinen mehr da. Der nächste Laden in dem ich solche herzen bekomme, hat leider vor unserer Nase zugemacht. Die haben nur bis 18.30 auf. Verstehe ich nicht! Alle anderen Läden die dort sind haben zumindest bis 20.00 auf. Nur dieser eine nicht. Ich fahre morgen nach dem Aufstehen dort hin. Wenn die auch nichts Passendes haben, fahre ich in ein großes Gartencenter hier in der Nähe, dort haben sie mit Sicherheit solche Herzen.

Mein kleines Mädchen, morgen werde ich dir wieder schreiben

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

 
  • Stella ist Tod Beitrag #36
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka,

eigentlich wollte ich schon vor einer halben Stunde anfangen zu schreiben. Aber dein Sohn Peter kam zu mir. Er sprang auf meinen Schoß und starte immerzu auf den Bildschirm. Ich fragte ihn ob er die Bilder von dir sehen wollte. Er antwortete mit einer Stimme die mich sehr stark an deine Erinnerte. Diese leise piepsen wie du es oft gemacht hast. Daraufhin habe ich ihm die Bilder gezeigt die ich gestern im Forum eingestellt habe. Bei jedem Foto kam ein leises piepsen von ihm. Als er alle 18 Bilder gesehen hatte ist er von meinem Schoß gesprungen und zu deinem Grab gegangen. Dort hat er sich hingesetzt und mit dir geredet. Du hast es mit Sicherheit gehört. Nach 5 Minuten kam Peter wieder, er war ganz anders, nicht mehr so traurig, und hat erst mal was gefuttert.
Heute Morgen hab ich erfahren wie die Katze vom Kreisverkehr heißt. Ihr Name ist Glory! Ihr Frauchen hat sie gesucht. Als ich zum Kreisverkehr kam, war das Frauchen dort am Rufen. Ich fragte ob sie was suche und sie sagte mir das sie ihre Katze Glory suchen würde. Ich sagte zur ihr, das ich auf meinem Spaziergang Ausschau halten werde. Dann wollte ich noch wissen wie sie aussieht. In diesem Moment kam die Kreisverkehrskatze angelaufen. Als sie mich sah, kam sie zuerst zu mir und ließ sich streicheln. Dann setzte sie sich hin und schaute mich mit lautem schnurren an. Da gab ich ihr ein Leckerli. Nachdem sie das gefuttert hatte, ging sie zu ihrem Frauchen. Diese war ganz erstaunt darüber, das ihre Glory erst zu mir ging und dann zu ihr. Ich klärte sie auf, das ich Glory fast jeden Morgen sehen würde und sie ein Leckerli von mir bekommt. Sie musste lachen und meinte, das in den nächsten 14 Tagen ich meine Leckerli sparen könnte, da sie jetzt in Urlaub fahren würden und Glory mitkommt. Dann trennten sich unsere Wege nachdem ich Glory nochmals gestreichelt hatte.
Einige Minuten später lernte ich eine neue Katze kennen. Sie saß unter einem Anhänger und ich konnte ihre Augen im Lichtschein glitzern sehen. Zunächst bin ich vorsichtig an dem Anhänger vorbei gefahren, da ich 50 Meter weiter erst mein Auto wenden kann. Als das geschehen war, saß die Katze immer noch unter dem Anhänger. Der Anhänger stand ungefähr da, wo ich mein Auto hinstelle um eine Zeitung auszuliefern. Ich habe dann dort mein Auto angehalten und den Motor ausgemacht. Dann habe ich erst die Zeitung weg gebracht und dann unter den Anhänger geschaut. Die Katze saß dort immer noch. Ich habe sie angesprochen, doch sie hat mich keines Blickes gewürdigt. Erst als ich ein Leckerli zu ihr hingehalten habe, hat sie Interesse gezeigt. Doch gekommen ist sie nicht. Darum habe ich ihr das Leckerli zugeworfen und sie hat es sofort gefressen. Dann bin ich zu meinem Auto gegangen und weiter gefahren. Mal schauen ob sie morgen auch wieder unter dem Anhänger sitzt.
Kurz bevor ich in meinem ersten Bezirk fertig war, kam dann wieder der Kampfkater angelaufen. Ich hab dir schon mal von ihm erzählt. Seit mindestens einem Jahr hatte ich ihn nicht mehr gesehen. Dieses Mal stürmte er wieder mit lautem Miauen auf mich zu. Kurz vor mir blieb er stehen und Miaute mich an. Auch er bekam ein Leckerli und seine Streicheleinheiten. Anschließend ging er wieder nach Hause.
Im zweiten Bezirk war beim ersten Kunden die Katze auch wieder da. Das ist die, die im Winter mit mir mitgefahren ist. Du erinnerst dich daran. Seit damals hatte ich sie nicht mehr gesehen. Auch sie bekam ihr Leckerli und ihre Streicheleinheiten. Dann bin ich weiter. Vor Haus Nummer 10, du weißt welches ich meine, war die Katze auch wieder da. Diese lässt sich ja nur am Kopf kraulen. So auch diesmal. Ein Leckerli später konnte ich weiter. Eine halbe Stunde später hab ich dann eine überfahrende Katze gefunden. Sie lag etwa 1Meter vom Bürgersteig entfernt auf der Straße. Ich habe angehalten um zu sehen ob sie noch lebt. Doch leider war das nicht mehr so. Ich habe die Katze dann auf den Bürgersteig abgelegt in der Hoffnung, das der Besitzer seine Katze findet. Eine Stunde später bin ich wieder dort vorbei gekommen. Ein älterer Mann kniete bei der Katze. Er hatte eine Kiste oder Karton dabei in dem er die Katze legte. Ich habe angehalten um zu ihm zu gehen. Aber ich konnte nicht. Als der Mann einmal hochschaute konnte ich sehen das er weint. Ich habe ihn stumm gegrüßt in dem ich meine Hand gehoben habe und er grüßte stumm zurück. Mit Sicherheit weiß er das ich auch gerade erst eine Katze verloren habe.
Heute Nachmittag war ich dann im Laden um die noch fehlenden Blumen zu holen. Leider waren deine Farben nicht da. Es sollen ja so ähnliche werden wie du schon hast. Aber ich versuche es dann eben ein anderes Mal. Die Lampe die ich auf dein Grab gestellt habe, ist jetzt auch an einem anderen Platz. Jetzt leuchtet sie wieder richtig.
Vor 5 Minuten kam Peter zu mir. Er zeigte mir ganz stolz seine Beute die er gerade erwischt hat. Du kennst ja seine Vorliebe die er hat. Erbrachte mir eine ausgewachsene lebende Fledermaus. Also nicht solch ein junges Tier wie bisher. Nein, diesmal war es eine große. Ich habe ihn natürlich mit der Fledermaus nach draußen geschickt. Er ist auch sofort gegangen. Aber 2 Minuten später war er wieder da. Diesmal mit einem Vogel. Auch der lebte noch. Der Vogel war so verängstigt das ich diesen ohne Schwierigkeiten einfangen konnte. Ich bin dann mit dem Vogel nach draußen. Dort habe ich meine Hand geöffnet und der Vogel ist davon geflogen. Mal Abwarten ob Peter noch was bringt.
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
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  • Stella ist Tod Beitrag #37
Ich kann Deinen Schmerz so gut verstehen und auch die Vorwürfe, die man sich selber macht. Aber das bringt Deine Stella nicht wieder. Du warst immer für sie da und das weiß sie. Du konntest ja nicht ahnen, was passiert, also gibt Dir bitte nicht die Schuld.
 
  • Stella ist Tod Beitrag #38
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

Heute Morgen hat mir dein Sohn Peter einen gewaltigen Schreck eingejagt. Als ich vom zeitungstragen wiederkam, war Peter nicht da! Nur Paula war da. Die hat die ganze Zeit Miaut. Da hab ich einen fürchterlichen Schrecken bekommen. Ich habe sofort das ganze Grundstück abgesucht und auch die Nachbar Grundstücke. Doch ich habe nichts gesehen. Auf einmal stand Paula hinter mir und war wieder so laut am Miauen. Ich habe mich umgedreht und da wusste ich, warum Paula so laut am Miauen war. Sie hatte ihren ersten Vogel gefangen! Bisher waren es immer nur Mäuse. Der Vogel war schon Tod. Paula war so stolz. Daher hat sie solch ein Theater gemacht. Natürlich hat Paula ihre Streicheleinheiten und ein Sonderleckerli bekommen. Aber Peter war immer noch nicht da.

Ich bin dann erst einmal Frühstücken gegangen, weil ich mir gedacht habe, ich bin eine halbe Stunde zu spät nach Hause gekommen, das er bei seiner Freundin versackt ist. Nachdem ich gefrühstückt habe, machte ich mir doch langsam Sorgen. Ich habe nochmal den Garten abgesucht. Aber nichts gefunden. Dann bin ich zur Hauptstraße gegangen und hab dort auf beiden Straßenseiten die Büsche abgesucht. Doch auch dort war nichts. Ich bin dann langsam wieder zurück. Als ich die überdachte Terrasse hinten am Haus betreten habe, hörte ich über mir ein Geräusch. Ich schaute nach oben und durch die Glasplatten konnte ich Peter sehen. Er lag da oben und war am Pennen. Was war ich froh ihn gefunden zu haben. Aber ist schon komisch, schließlich habe ich ihn doch mehrmals von der Terrasse aus gerufen. Ich glaub das hat er mit Absicht gemacht um mich zu ärgern.-

Mein kleines Mädchen. Sonst gibt es nicht viel zu berichten, außer das ich den Mann wieder getroffen habe. Das ist der mit der überfahrenden Katze von gestern. Wir haben uns beim Bäcker getroffen und uns etwas über unsere gerade verlorenen Katzen unterhalten. Er hat sich bei mir bedankt das ich seine Claudia von der Straße geholt habe. Er hatte sich gestern schon so was gedacht als er mich gesehen hatte. Auch wusste er sofort das wir beide Leidensgenossen sind. Wenn es uns besser geht, wollen wir uns mal auf ein Bier treffen. Er wusste gestern sofort wer ich bin. Er kennt die Dosine von Felix. Du weißt, der Kater vom 31.12.
Vernünftige Blumen für dich zu finden ist ganz schön schwer. Auch in dem Laden wo ich heute war, gab es nichts welches mir gefallen hat. Aber du bekommst sie noch.

Heute ist der sechste Tag an dem du von mir gegangen bist. Es tut immer noch weh. Am schlimmsten ist die Zeit, ich hatte es glaub ich schon mal gesagt, in der ich Zeitung trage. Die Zeitung ausliefern passiert schon ganz automatisch. Ich weiß wo die hin müssen. Aber während der ganzen Zeit muss ich an dich denken. Ich versuche zwar mich abzulenken mittels eines MP3-Players aber das klappt nicht. Ich hoffe, das ich über deinen Verlust bald hinweg komme.

Deine Dosine ist auch sehr traurig. Wir reden sehr oft über dich. Beide vermissen wir dich. Auch sie meint, das nichts und niemand verhindern konnte was dir wieder fahren ist. Es war so eine schöne Zeit mit dir. Das Mädchen von oben versteht uns, jedoch ihr Partner kann nicht verstehen das ein Mensch so über den Tod eines Tieres trauern kann. Aber er lässt uns in Ruhe.
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

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  • Stella ist Tod Beitrag #39
Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

Heute ist es eine Woche her, das du mich verlassen musstest mein kleines Mädchen.

Es bereitet mir immer noch Schmerzen. Aber ich habe einen Trost, denn irgendwann sehen wir uns wieder.
Du weißt ja, das ich auch Sonntags sehr spät aufstehe. Als ich heute Morgen um 4 ins Bett gegangen bin, kam Peter zu mir und legte sich vor meinen Bauch. Ich habe ihn gestreichelt bis ich eingeschlafen bin. Immer wenn ich mich umdrehen wollte, bin ich aufgewacht weil Peter noch immer an derselben Stelle lag. Auch als ich heute Nachmittag aufgestanden bin, lag er noch da. Erst als ich ins Wohnzimmer gegangen bin um meinen Kaffee zu trinken kam Peter aus dem Schlafzimmer. Er legte sich neben mir hin und fing den Milchtritt an. Da ich nur ein T-Shirt (natürlich neben Hose usw.) anhatte und Peter bei den Milchtritten die Krallen ausgefahren hatte wurde mein Bauch ganz schön matrelitiert. Aber ich habe es ausgehalten. Ich weiß schließlich das er mir keine Schmerzen zufügen will. Genauso wie du wenn du mir deine Krallen ins Knie gehauen hast. Das fehlt mir jeden Tag um diese Zeit.

Wie ich schon schrieb ist es eine Woche her und ich hoffe, das es nachher beim Zeitungstragen nicht so schlimm wird wenn ich an dich denken muss. Aber das muss ich abwarten.
Gerade hörte ich dein piepsiges Miauen wieder. Ich habe sofort geschaut. Aber es war Paula die kam. Sie wollte auf meinen Schoß und ihre Streicheleinheiten nebst Kopfmassage. Hat sie natürlich bekommen. Du weißt ja das sie nicht gern springt. Also hab ich sie hochgehoben und sie gestreichelt. Anschließend ist sie was Futtern gegangen.

Die Lampe auf deinem Grab habe ich auch geändert. Trotz Solar bekam sie wohl nicht genug Sonne. Also hab ich heute den Akku ausgebaut und gegen einen neuen getauscht. Dieser ist auch viel größer an Leistung. Den originalen Akku habe ich dann erst mal aufgeladen und werde ihn wieder einbauen wenn der andere Akku leer ist.
Mein kleines Mädchen, meine Stella, du fehlst mir so.

Mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka.

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  • Stella ist Tod Beitrag #40
Hallo mein Klitzekleines Mädchen, meine Stellinka

Als ich heute Morgen auf dem Weg nach Hause war, hab ich mich richtig gefreut dein erwartungsvolles Gesicht gleich wieder zu sehen. Dann viel mir ein, das geht ja nicht mehr und ich brach wieder in Tränen aus. Es war so schlimm, das ich meine Fahrt nicht fortsetzen konnte. Erst nach 15 Minuten hatte ich mich soweit beruhigt das ich die letzten Kilometer nach Hause fahren konnte. Nach acht Tagen tut es immer noch so weh. Ich gäbe alles drum wenn ich noch einmal dieses Gesicht in Natura sehen könnte, nur noch einmal streicheln oder du mir deine Krallen ins Knie haust.

Mein kleines Mädchen!

Als meine Frau, deine Dosine, wach wurde sagte sie mir, das sie von dir geträumt hat. Du hast wie so oft im Wohnzimmer gespielt. Bist über die Möbel gesprungen, bei meiner Frau ins Bett, hast dich Kraulen lassen und mit meiner Frau geköpfelt. Doch war das leider nur ein Traum. Wir haben beide da gesessen und geweint.

Dann ist mir eingefallen das ich doch noch irgendwo auf dem alten Computer die ersten Fotos von dir habe. Damals hast du noch auf der Terrasse die Gelben Säcke zerrissen damit du die Futterdosen ausschlecken kannst. Ich dachte mir, die werde ich finden. Zunächst war aber Schlafen angesagt. Nach dem Aufstehen habe ich dann erst mal meinen Kaffee getrunken. Danach musste ich zum Reifenhändler, der natürlich meine Reifen nicht da hatte. (Wofür ruft man da eigentlich an?) Also wieder nach Hause. Auf dem Weg dahin entdeckte ich dann eine Tanke. Dort war der Sprit 13 Cent billiger als hier bei uns. Also volltanken! Als ich dann zu Hause war habe ich erst mal meine Autotür repariert. Ich konnte sie von innen nicht mehr öffnen. Jetzt geht es wieder. Anschließend habe ich den alten Computer angeschmissen und fast 2 Stunden nach den Fotos gesucht. Ich habe jedes Bild auf diesem Computer untersucht. Dieselben habe ich auch auf diesem Compi. Aber nirgends waren die Fotos. Ich dachte schon, das ich sie gelöscht habe. Und dann kam mir die Idee. Ich hatte als der Computer noch mein Hauptcomputer war, ein Programm aus dem I-Net aufgespielt. Dieses Programm speichert alle Löschvorgänge und Archiviert diese. Und da fand ich die Fotos. Ich habe die Fotos am 10.12.2010 gemacht und am 23 Dezember bist du dann in unser Haus gekommen.
Hier sind die Fotos:

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Mein klitzekleines Mädchen, meine Stellinka
 
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