Hallo!
Bei der Diskussion um gehandicapte Tiere habe ich mich an ein ganz tolles Ehepaar erinnert, dass ich mal kennenlernen durfte.
Ich fuhr an einem Spätsommerspätnachmittag von der Arbeit heim, über die Autobahn, und sah plötzlich am Seitenstreifen einen Greifvogel sitzen. Zuerst dachte ich mir nichts, aber nach ein paar hundert Metern fiel plötzlich der Groschen, dass Greifvögel nicht ohne Not auf dem Seitenstreifen einer Autobahn sitzen.
Ich die nächste Ausfahrt raus, auf die andere Seite, wieder Ausfahrt raus wieder rauf bis ich schließlich wieder bei dem Greifvogel ankam. Ich hielt auf dem Seitenstreifen und sah, dass beide Flügel traurig herabhingen und der Vogel kaum noch Fluchtbewegungen machte.
Ich habe ihn - später stelle es sich als "sie" heraus - in eine Decke gepackt und zum nächsten Tierarzt gebracht. Dieser versorgte die Turmfalkendame und gab mir den Tipp, den Vogel zu einem Ehepaar zu bringen, dass sich um verletzte Wildtiere kümmert. Das habe ich dann gemacht und war wirklich beeindruckt. Die beiden hatten einen großen Garten, in dem alle möglichen verletzten einheimischen Wildtiere gesund gepflegt wurden. Sie versuchten nach Möglichkeit diese auszuwildern, aber manchmal ging das nicht.
So kam mein Turmfalkenmädchen in die Voliere zu einem Turmfalkenmännchen, der auch wg. schwerer Flügelverletzungen nicht mehr flugfähig war.
ICh glaube, sie sind glücklich geworden.
Die Frau erzählte mir, sie sehen die Tierpflege als ihren Lebensinhalt an. "andere Leute spielen Golf, das kostet auch Geld".
Sorry Yvonne für langes OT, aber ich finde, dass passt zu der Diskussion von vorhin.