Also ich war ja nicht ununterbrochen bei ihr seit heute morgen. Ich habe sie also nicht mehr fressen oder trinken gesehen. Sie sitzt jetzt schon seit einer Stunde hinter der Waschmaschine und gibt keinen Mucks von sich. Ich habe aber auch Katzenmusik laufen, ich glaub echt, dass sie die mag, dann wird sie immer ganz still, so als würde es die Musik unmöglich machen zu fauchen oder zu knurren. Auf meine Katzen wirkt sie auch so betörend. Werde auch gleich ins Bett gehen. Es ist schon besser geworden, aber es wäre zuviel für uns beide, wenn wir nochmal so eine Nacht hätten wie gestern. Ich denke, es ist wichtig, dass ich den Kontakt nicht wieder verliere sondern jetzt dran bleibe, das muss aber nicht unbedingt nachts sein. Sie braucht auch mal ne Pause, schliesslich lernt sie gerade unentwegt und wahrscheinlich Dinge, die sie vorher nicht kannte. Auch wenn das im Enddefekt gut ist, es ist auch anstrengend. Diesen Eindruck macht sie zumindestens auf mich. Also einerseits tut ihr der Kontakt gut und sie würde eigentlich shcon gerne viel mehr aber dann ist sie wieder total durcheinander und bremst sich selber aus. Daran merkst du, dass es zu schnell geht. Sie kommt nicht hinter her. ich denke es reicht, wenn ich ihr ein paar Stunden pro Tag Gesellschaft leiste und dass dann regelmässig erhöhe und ausweite bis irgendwann der Punkt gekommen ist, an dem ich nochmal eine Nacht bei ihr verbringe, aber dann unter anderen Voraussetzungen. Lernen ist einfach anstrengend. Geht uns Menschen ja nicht anders, oder?
was ich bei diesen Katzen, die aus so schlimmen Verhältnissen kommen, d.h. mit Menschen zusammengelebt haben, die psychisch krank sind, so krass finde ist, wie sie am Anfang auf Kontinuität und Beständigkeit reagieren. Das war bei Tara damals nicht anders, die war völlig durch den Wind durch mein kontinuierliches, beständiges Verhalten und der Rituale, die ich eingeführt hatte. Ich hatte immer das Gefühl, das stellt ihre Welt völlig auf den Kopf und entspricht so gar nciht dem, was sie kennt, obwohl sowas ja sehr, sehr wichtig für Katzen ist: Harmonie und Beständigkeit. Erst dann können sie richtig entspannen und sich fallen lassen. Als bei Tara damals der Punkt da war, waren wir die besten Freunde :mrgreen: Aber es hatte ein paar Wochen gedauert und da ging es auch in ganz kleinen Schritt. Jeden Tag ein bisschen. Man konnte förmlich zuschauen, wie sie jeden Tag mehr aufblühte. Das ist so ein bisschen wie eine riesen Erleichterung. Weiss nicht, ob ihr euch das vorstellen könnt, aber so habe ich es bei den Katzen erlebt. Bei Janee ist es ähnlich, ich sehe viele Parallelen zu Tara. Ich hab übrigens vergessen was zu erzählen. Bin schon etwas müde...:roll: vorhin als sie hier das kleine Chaos angerichtet hat ist sie einmal quer durch den Raum gesprungen und sass auf einmal neben mir auf der Badewanne - fauchend und verwirrt - ist dann aber gleich wieder weg.
So und ich geh jetzt in mein Bettchen zu meinen Katzen und beschäftige mich mit Janee und ihren Traumata morgen wieder :-D
