So, durch die Aufregung heute mit dem Tigerkatzenpärchen bin ich noch gar nicht dazu gekommen einige Fragen zu beantworten.
Ach Kath, übrigens: Wie lange bleibt Janee noch im Bad? Gibt es da schon andere Pläne, was die Unterbringung anbelangt?
Also geplant war ja, dass sie relativ schnell kastriert wird, so dass ich sie vergesellschaften kann. Solange sie nciht kastriert kann ich sie auf keinen Fall zu Krümel setzen, weil der noch potent ist und auch nicht zu meiner Gruppe. Es ist also stark davon abhängig auf welchem Stand wir uns nach der Kastration befinden wie weit sie mit mir ist und inwiefern eine Vergesellschaftung mit anderen Katzen Sinn machen würde. Im Moment macht sie keine Anstalten aus dem Bad rauszuwollen. Selbst wenn ich meine Katzen wegsperre und die Tür offen lasse, damit sie sich die Beine vertreten kann, macht sie es nicht. Sie bleibt im Bad. ich hab das Gefühl, da fühlt sie sich sicher momentan. Alles zu seiner Zeit. Wenn sie auch in den nächsten Wochen nicht raus möchte, dann würde ich sie solange im Bad unterbringen bis ich sie mit Krümel vergesellschaften kann. Ansonsten wird sie mit meiner Truppe vergesellschaftet, vorausgesetzt sie ist artverträglich. Das weiss ich ja noch nicht. Ist sie es nicht, muss ich sie separat halten.
Lass sie doch heute nochmal im Gang laufen ;-)
hab ich gemacht, aber sie wollte nicht :-(
EWenn ich in der Nähe wäre, würde ich dich gerne auch mal verwöhnen so mit lecker essen oder Kuchen vorbeibringen.. Schade. Also leider nur virtuell: ich schieb mal Pott Kaffee und lecker Apfeltorte rüber...:roll:
Machst du das eigentlich ganz allein als Privatperson oder bist du in einem Verein?
oh ja....Kuchen lecker....damit kann man mich immer bestechen und dazu ein leckerer Tee, Kaffee trinke ich nämlich nicht, aber ich bin ein ganz grosser Teefan :mrgreen:
Ja, mittlerweile mache ich das komplett privat. Früher hab ich auch mit Tierschutzvereinen zusammengearbeitet. Ich hab es ein paar mal probiert aber irgendwie waren die internen Vereinsstrukturen und Hierarchien/Regeln immer wichtiger als das Wohl der Katzen. Ein Verein hat immer alle Vereinskatzen und Kosten im Blick und entscheidet aus der Perspektive anders als jemand der nur eine oder zwei Katzen vor der Nase sitzen hat. Es mag sicherlich auch an mir gelegen haben. Ich bin nunmal ein kritischer Mensch und folge nicht stur und blind irgendwelchen Regeln, sondern melde mich wenn sie mir unsinnig erscheinen. Sowas ist nicht gern gesehen in den Vereinen. Die mit denen ich zu tun hatte, hatten ihre Regeln und Vorschriften an die sich jede Pflegestelle halten muss und das war mir zu stur und starr. Das andere was mich massiv gestört hat, waren die Machtspielchen. Es sitzen in den Vereinen immer bestimmte Personen in Machtpositionen, z.B. Vorsitz und nutzen diese massiv aus wenn es um wichtige Entscheidungen bzgl. der Pflegetiere geht. Wenn eine solche Person über das Schicksal eines Tieres entscheidet ohne die Empfehlung der Pflegestelle zu berücksichtigen (aus welchen Gründen auch immer) geht es nicht mehr um das Wohlbefinden des Tieres sondern um irgendwelche menschlichen Belange. Für mich hat das nichts mehr mit Tierschutz zu tun, sondern geht am Ziel vorbei. Und das habe ich oft erlebt, das war keine Einzelerfahrung. Für mich als Pflegemama stehen aber immer die Tiere im Vordergrund und ihr Wohlbefinden und bis zur Vermittlung ins neue Zuhause geht es nur darum. Ich will immer nur sicherstellen, dass es den Tieren gut geht etc. Ein Verein hat noch andere Interessen. Er muss sein Gesicht wahren, er muss einen guten Ruf aufbauen, er muss seine finanzielle Situation regeln und die ganzen Pflegestellen verwalten. Oft sind Vorsitzende von Vereinen komplett überfordert in ihrer Funktion und leben am Limit dessen was ein Mensch überhaupt kräftemässig bewältigen kann. Manche gehen sogar drüber und dann geht es bergab mit ihnen, entweder gesundheitlich oder nervlich. Mir ist schon beides über den Weg gelaufen. Das ist auch nicht mehr im Sinne der Tiere. Einerseits kann ich es verstehen, ab einem gewissen Punkt wird es schwer nein zu sagen, wenn man immer wieder um Hilfe gebeten wird. Aber wenn die Menschen sich so zugrunde richten, dass sie irgendwann nicht mehr können, können sie den Tieren auch nicht mehr helfen. Bis jetzt habe ich noch keinen Verein gefunden, der meine Arbeit schätzt so wie ich sie mache. Und wie ihr ja selbst schon bemerkt habt, passe ich mich immer an die Situation und meine Pflegetiere an und folge keinem Schema F. Wenn die Situation es erfordert, dass ich in der Badewanne nächtigen muss, dann mache ich das ohne darüber nachzudenken, weil mein Ziel klar definiert ist: das Wohlbefinden der Pflegekatze. Auf einen Verein übertragen geht sowas aber nicht. Man kann dort nicht immer machen, was man für richtig hält, weil es in jedem Verein Regeln gibt an die man sich halten muss. Auch wenn es für das Tier das Beste wäre, es mal anders zu machen. Ich habe gelernt, dass den Vereinen die Regeln wichtiger sind. Und das ist der Punkt, an dem sich der Weg entzweit hat für mich. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man sinnlose Dinge tut nur um der Vorschrift willen, vor allem wenn es das Wohlbefinden der Tiere beeinträchtigt. Also schlage mich jetzt alleine durch und werde trotzdem versuchen den Tieren zu helfen so gut es geht und finanziell irgendwie möglich ist. Wenn es finanziell nicht mehr möglich ist, werde ich aufhören, da ich auch eine Verantwortung mir und meinen Katzen gegenüber habe.
So, das war jetzt eine etwas ausführlichere Antwort auf deine Frage :lol:
Aber der Rest deines Berichtes lässt hoffen. Wie schön, dass die Kleine und auch der Krümel nun frisst und näher kommt. Du hättest Dompteur werden können! Ich halte die Daumen für euch gedrückt.
Ja, in der Tat! Manchmal habe ich echt das Gefühl ich bin ein Löwendompteur :mrgreen: Ich meine Katzen und Löwen gehören ja derselben Art an, oder? Auch wenn sehr eigenwillig, sind Katzen dennoch irgendwo berechenbar. Es ist diese Mischung die ich so schön an ihnen finde und die mich immer zum Schmunzeln bringt :-D