So, mal ein Update von mir. Einiges hatte ich schon im anderen Thread um Veinte geschrieben, aber hier im Hauptthread nun noch einmal ausführlich.
Heinzi geht es soweit gut, sein Herz und die Lunge erholen sich weiter und wenn er sich nicht gerade bei Nachbarn im Keller einsperren lässt, ist er lieb, süß und schmusig - neben dem ganzen Unfug, den er so nebenbei noch anstellt.
Mein großes Sorgenkind ist jetzt leider Veinte.
Egal, was ich mache, Klickertraining, Wunderbox (Leckerlies finden lassen und loben), Bachblüten, Zylkene (1,2 dann 3) Relaxan (1 dann2) Telizen (50mg jetzt 100mg), Sedometril (Hormonpräparat) - er markiert. Nach jeder Nacht, die er im Haus verbringt, kann ich im Anschluss die Stellen suchen gehen. Meist finde dann 2-3 Orte, an denen er ES getan hat. Vielleicht sind es noch mehr unbemerkte, keine Ahnung. Gesundheitlich ist er in Ordnung, ich habe das Gefühl, dass das Markieren meist in den Morgenstunden stattfindet, wenn er wach ist und hinaus möchte. Es stehen ihm 3 Samlaboxen zur Verfügung, die er manchmal nutzt; wenn er kann, geht er aber lieber draussen.
Morgen, am Montag kommt eine Katzenkommunikatorin zu uns und wird mal ihre Einschätzung der Lage geben. Ich muss gestehen, ich kann eigentlich kaum noch. Immer diese Angst: Hat er? Wo hat er? Wie schlimm ist der Schaden dieses Mal?
Vor Mann und Sohn versuche ich zu verheimlichen, dass Veinte mal wieder markiert hat, um einfach noch Zeit zu schinden und eine gute Lösung zu finden. D.h. ich laufe immer wieder mit Lampe und Putzmittel durch die Wohnung, und putze die Stellen weg, bevor jemand anderes aus der Familie sie finden kann und Veinte anklagt.
Es ist einfach traurig. Unser Start war so gut, Veinte ist so ein Lieber, er versteht sich mit Heinzi; aber das Markieren, das ist einfach auf Dauer nicht tragbar. Er hat schon Steckdosen, die Sterioanlage und die Playstation "getroffen". Der CD-Schrank meines Mannes (er liebt und sammelt begeistert seine Musik) sind auch oft betroffen. Es belastet mich so stark und lässt mich fast verzweifeln.
Soll ich aufgeben? Soll ich Veinte wirklich aufgeben? Ich will es nicht, ich habe ihn doch auch lieb, aber es muss etwas passieren. Wenn ich es nicht in den Griff bekomme, dann muss Veinte leider ausziehen, so sehr es schmerzt. Vielleicht geht es ihm bei uns ja auch nicht gut (aus seiner Sicht) und er braucht ein anderes Umfeld, einen anderen Umgang - ich weiß es nicht.
Eine Katzenkommunikatorin zu holen ist für mich keine Selbstverständlichkeit, eher ein Strohhalm, an den ich mich inzwischen klammere. Ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert, ob sie etwas finden wird, was ich noch ausprobieren kann, was helfen wird, oder etwas ändern kann, so dass er endlich, endlich damit aufhört.
Wenn die Dame keine Lösung für uns hat, wüsste ich nur noch von dem Medikament Fluoxetin, welches ich noch nicht verwendet habe. Aber ist es richtig, einen Kater mit so viel Medis vollzupumpen, nur damit er das Markieren sein lässt? In freier Wildbahn dürfte er es ja auch nach Herzenslust. Es sind doch nur wir Menschen, die pingelig auf einen guten Geruch in der Wohnung und Unversehrtheit unserer Wertsachen pochen.
Ich werde berichten, sobald ich kann. Bitte drückt mir einfach die Daumen, dass sie einen sinnvollen Arbeitsansatz für uns hat.