Bei Sirius bin ich mir ziemlich sicher, dass der Teil der Wohnung, in der Lucky sich momentan aufhält, NICHT zu seinem Revier gehört. Dafür bewegt er sich dort viel zu unsicher und zu wenig gerne hin. Auch beim Wohnzimmer glaube ich, dass Sirius sich nur dort aufhält, weil er nicht so wirklich die Wahl hat (Futter und Streicheln gibt es ja fast ausschließlich dort), und nicht, weil es ihm dort so gefällt... von da her sollte das keine Probleme geben. Bis jetzt haben sie es allerdings nicht geschafft, sich an einer der beiden Glastüren zu begegnen, so Nase an Nase (oder eher Nase an Brust... meine letzte Messung ergab für Sirius 55 cm Länge und für Lucky in derselben Position 33 cm Länge). Aber ich will da jetzt auch nichts erzwingen, wenn sie sich sehen, sehen sie sich, wenn sie sich nicht sehen, sehen sie sich für den Moment erst einmal nicht. Das ist ja auch kein Problem, die Wohnungsteilung funktioniert hier blendend... nur heute Morgen war es etwas anstrengend, da ich alleine bin, und zwei Katzen gleichzeitig zu bespaßen funktioniert in der Konstellation halt nur bedingt.
Also Telepath ist Sirius nicht, der merkt immer erst, dass es zum Tierarzt geht, wenn ich versuche, ihn in die Box zu stopfen. Wenn es im ersten Versuch klappt, ist das auch gut - wenn nicht, spielen wir hier eine halbe Stunde oder länger zu zweit Fang-die-Katz mit Fluchtwege versperren und Handtuch überwerfen. Muss ich nicht unbedingt haben...
Da hattest du ja einiges zu tun... :mrgreen: Und als aufgeplatztes Sofakissen hat man doch viel mehr Fläche und Anhaltspunkte, um sich Nacktschnecken ins Fell zu hängen (alleine der Gedanke, wie Lucky nach einer Runde durch die Büsche... nein. Besser nicht vorstellen!). Wie Sirius das als Kurzhaarkater schafft, ist mir ein Rätsel, sorgt aber immer wieder für schöne Überraschungen: "Oh, hallo Sirius, was maunzelt mein Katertier denn hier, nein, ich mach jetzt nicht extra das Licht an, dann kommen ja die Mücken herein, aber ich kann dich ja trotzdem ein bisschen strei... IEH!"
Ich glaube, Sirius wäre noch viel glücklicher, wenn er uns wirklich zu seinem Belieben erziehen könnte (na gut... ein bisschen hat er es schon geschafft

Er bekommt z.B. einen extra-extra Schluck Wasser über sein Nassfutter, wenn er den ersten Schluck Wasser herausgeschleckt und das Futter trockengelegt hat). Aber wir sind immer noch viel zu laut, und wir sind nicht immer zu Hause, und wir stehen nicht immer früh genug auf, und wie können wir es wagen, ihn zum Tierarzt zu fahren, und überhaupt sind wir doof, außer, er will gerade gestreichelt oder gefüttert werden. Aber alles in allem scheint es ganz okay zu sein, zumindest, seit wir nicht mehr darauf bestehen, dass er drinnen schläft. Demnächst wird es aber Zeit für eine Kontrollnacht drinnen (wenn er den ganzen Abend bei mir ist, kann ich ihn eben doch wesentlich besser beobachten, und so einmal die Woche möchte ich das jetzt schon machen) und einen kleinen Abstecher auf die Waage (Lucky läuft dann gleich mit, wenn ich schon am Katzenwiegen bin). Ich muss nicht erwähnen, dass er es hassen wird, oder? :roll:
Dem Lucky-Bärchen geht es gut. Wir pendeln uns bei der Futtermenge ein, er macht ins Katzenklo, was er machen soll, der Appetit ist jetzt auch zurück, nachdem er in den ersten Tagen sehr wenig gefressen hat (im Vergleich zu Sirius frisst er allerdings noch immer nur die Hälfte oder eventuell sogar weniger... mit vorhersehbaren Folgen auf den Output), er spielt, schmust, schnurrt, schläft und lässt uns schlafen. Auch dass Flo die letzte Nacht nicht da war hat er ohne Probleme verkraftet und sich nach Kräften bemüht, mir die Umstellung besonders leicht zu machen, indem er genauso viel Platz im Bett eingenommen hat, wie Flo das normalerweise tut. Alle Bemühungen, ihn ein wenig zur Seite zu bewegen, waren nur von sehr mäßigem Erfolg gekrönt.
"Lucky... magst du mal ein bisschen rücken? Ich würde da, wo du gerade liegst, eigentlich sehr gerne mein Knie hinmachen."
Keine Reaktion.
"Lucky, da soll mein Knie wirklich, wirklich dringend hin..." *bisschen am Hinterteil rumschieb*
Keine Reaktion.
"Lucky? Hörst du mir überhaupt zu?" *katze antipps*
Keine Reaktion.
"Lucky?!?" *hand auf den Bauch leg* "Puh, er atmet noch. Aber was, wenn er bewusstlos ist?" *katze rüttel*
Leichtes Zucken der Öhrchen, ansonsten keine Reaktion.
"Was, wenn das nur eine somatische Reaktion war? Wenn er mich wirklich nicht hören oder spüren kann?" *schnappatmung* "Ganz ruhig, Mädchen, ganz ruhig... wenn du schon mal wach bist, gehst du jetzt erst einmal ins Bad, und dann kannst du ja sehen, wenn du wieder zurückkommst..." *aufsteh* *ins bad traps*
In dem Moment, wo ich im Flur angekommen bin, höre ich eine Bewegung aus dem Schlafzimmer und als ich mich umdrehe, sehe ich, wie Lucky, das kleine Aas, aufsteht, sich langsam und genüsslich auf dem Bett streckt, und dann mit einer Leichtigkeit, als ob er nie geschlafen hätte, neben mir ins Badezimmer trabt. Weil: Wenn sie ins Bad geht, dann sitzt sie da ja immer, und dann kann man sich ja auch streicheln lassen... und noch dazu ist er ein kleiner Gesellschaftspinkler. Wenn ich gehe, geht er auch. Auf jeden Fall sind wir dann gemeinsam wieder ins Bett zurück... und natürlich: Einmal dürft ihr raten, wo er dann lag, als wir uns hingelegt hatten. Richtig. Da, genau da, und nur da, wo ich ihn eigentlich wegbekommen wollte. Ich hab mich dann einfach andersrum hingelegt. Gegen so viel Standfestigkeit bin selbst ich machtlos :roll: